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Full text of "NWO-Plan zur Zerstoerung der Staaten"

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 

lm offentlichen Diskurs findet eine sachliche Diskussion Gber das, was Globalisierung wirklich bedeutet, 
nicht mehr statt. DaR jeder uberall alles kaufen kann? Die Entwurzelung und anschlieRende 
Gleichschaltung von Milliarden konsumierender Individuen? Konnten die dusteren Szenarien des Films 
Matrix eine Vision der kommenden Gesellschaft sein? 

lm Laufe der Menschheitsgeschichte hat es nicht an Versuchen von Welteroberern gemangelt, sich die 
Erde untertan zu machen. Ob zum Zweck des Raubbaus an fremden Landern zur Bereicherung des 
eigenen, wie etwa das Romische Reich, ob im Zeichen des Kreuzes, ob durch die Rote Internationale im 
Zeichen des Sowjetsterns Oder durch die Goldenen Internationale im Zeichen des Kapitalismus. Doch seit 
der Implosion des Bolschewismus in den 90er Jahren hat das Amerikanische Imperium die Menschheit 
urn eine Variante der Welteroberung bereichert, namlich urn das „Global Empire" des Materialismus pur. 
Diese materialistische Weltanschauung bedeutet, daR samtliche Werte umgedeutet, alle bisherigen 
Wertvorstellungen abgeschafft werden. Die gesamte Welt, also alle Menschen, die Ideen, die Natur, die 
Materie, besteht nur aus „Dingen", die keinen Wert an sich haben, sondern einen Preis. Alles was einen 
Preis besitzt ist kauflich, daher kaufbar und verkaufbar. Als hochstes Ziel gilt den Globalisierern, diese 
Kauf- und Verkaufsvorgange mit Profiten abzuschlieRen. Urn diese ideale Welt zu gewahrleisten, soil aus 
alien Landern der Erde ein einziger, alles umspannender und gleichgeschalteter Weltmarkt geschaffen 
werden. Aus der Vielfalt an Volkern soil eine Einheitsmasse von Humanressourcen entstehen. Urn 
dieses Ziel zu erreichen, mussen freilich erst alle Volker umerzogen und deshalb alle eigenstandigen, 
traditionellen Kulturen und Glaubensbekenntnisse abgebaut werden. Das bedeutet den totalen Krieg 
gegen die Volker der Welt. Seit wenigen Monaten liegt diese Kriegserklarung der Globalisierer schriftlich 
vor. Von dieserwill ich Ihnen berichten. ... 

Die Rede ist von Thomas P.M. Barnett, sein Buch tragt den Titel „The Pentagon's New Map: War And 
Peace In The Twentyfirst Century (Des Pentagons Neue Landkarte: Krieg und Frieden im 21. 
Jahrhundert) und erschien 2004 im Verlag Berkley Books, New York. Barnett studierte politische 
Wissenschaften an der Harvard Universitat, gait in den USA Ende der 90er Jahre als einer der 
bedeutendsten Strategieforscher, war Professor am U.S: Naval War College (Marine-Kriegsakademie) zu 
newport, Rhode Island. ... Seinen weiteren Werdegang beschreibt er (S. 196) wie folgt: „Falls ich bei der 
Schopfung einer neuen Weltordnung mitwirken wollte, muRte ich erst verstehen lernen, wie diese Welt im 
wirtschaftlichen Sinne funktionierte. ... Anfang 2000 wird der Autor von der angesehenden Wall Street 
Firma Cantor Fitzgerald - diese hat im selben Jahr funfzigtausend Milliarden Dollar bei Wertpapier -und 
Wahrungsspekulationen umgesetzt - eingeladen, ein Forschungsprojekt zur Ausarbeitung neuer Regeln 
und Strategien zur weltweiten Umsetzung der globalen Wirtschaftsordnung zu leiten, an dem 
Wissenschaftler, fuhrende Militars, gewichtige Vertreter der Wall Street und „Tnink Tanks" (Denkfabriken) 
teilnehmen sollten. Die GrGndung dieser von einer amerikanischen Privatbank vorgeschlagenen und 
geleiteten Interessensgemeinschaft von Hochfinanz, Politik und des militarisch-industriellen Komplexes, 
ist als Bestatigung fur alle Eingeweihten seit einhundert Jahren ohnehin bekannte Tatsache anzusehen, 
daR Amerika stets von der Wall Street gefGhrt wurde. ... 

Nach 1945 beschlossen die USA die Errichtung einer neuen globalen Weltordnung ..., was zur Schaffung 
einer ganzen Reihe von internationaler Organisationen wie UNO, Internationaler Wahrungsfonds (IWF), 
Weltbank ... fuhrte. Seine Sicht uber den Ablauf der jungeren Zeitgeschichte verrat er uns auf S. 29: „Die 
beiden Weltkriege, im Zusammenwirken mit dem selbstzerstorerischen wirtschaftlichen Nationalismus der 
30er Jahre, machten alle Erfolge zunichte, die bereits 1870 auf dem Wege zur ersten Globalisierung der 
Welt erreicht worden waren. ... 

„Die Globalisierung", so definiert sie Barnett (S. 122) „ist ein Zustand gegenseitig gesicherter 
Abhangigkeit. Urn seine Wirtschaft und Gesellschaft zu globalisieren , muR man in Kauf nehmen, dafB 
fortan die eigene Zukunft vorrangig von der AuRenwelt beeinfluBt und umgestaltet wird, die eigenen 
Traditionen in Vergessenheit geraten. Man wird in Kauf nehmen mussen, daR importierte Waren und 
Erzeugnisse den Inlandsmarkt uberfluten und die eigenen Erzeuger in diesem Konkurrenzkampf sich 
entweder durchsetzen oder verschwinden werden. Wir Amerikaner leben in einer solchen multikulturellen 
Freihandelszone und genieRen die absolute Freiheit, dahin zu gehen, wohin wir wollen, dort zu leben, wo 
wir wollen, und unser Leben zu gestalten, wie es uns paRt." „Die Neuen Spielregeln", heiRt es auf S. 270 
„werden nicht mehr von Staaten festgelegt, sondern von der Globalisierung vorgegeben"; und weiter auf 
S. 198: „Nur die Globalisierung kann Frieden und Ausgewogenheit in der Welt herbeifuhren. Als 
Voraussetzung fur ihr reibungsloses Funktionieren mussen vier dauerhafte und ungehinderte „Flows" 
(Strome) gewahrleistet sein: 

1) Der ungehinderte Strom von Einwanderern. ... 

2) Der ungehinderte Strom von Erdol, Erdgas und alien anderen Rohstoffen. ... 

3) Das ungehinderte Hereinstromen von Krediten und Investitionen, das Herausstromen von 
Profiten. ... 

4) Der ungehinderte Strom amerikanischer Sicherheitskrafte, zur Sicherung des Weltfriedens. 

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„Aus alien Erfahrungen haben wir gelernt (S. 296), daR wir die Globalisierung 

vorantreiben mussen, denn nur sie allein fuhrt zu unserem Ziel: „The individual 

pursuit of happiness within free markets protectet by the rule of law." „Weil sich 

Amerika zu den universellen Idealen von Freiheit und Gleichheit, und zu keiner 

ethnisch definierten Identitat Oder zu einem „geheiligtem Vaterland" bekennt, 

entwickelte es sich zur ersten multinationalen Staatenunion der Welt. Wir sind 

deshalb der Born, die Leuchte der Globalisierung. Dies konnen wir genauso 

wenig verleugnen, wie wir uns selbst verleugnen konnten."... Im wirtschaftlichen 

Bereich werden wir die Einrichtung von bilateralen und regionalen 

Freihandelszonen vorantreiben. Dank NAFTA (Nordamerikanische 

Freihandelszone), sind heute Kanada und Mexiko enger an die USA gebunden 

als es im 19. Jahrhundert die US-Bundesstaaten im Wilden Westen jemals 

gewesen sind." Bild 1 : Thomas P.M. Barnett 

Aufgrund seiner schnell alternden Bevolkerung kann es sich Europa nicht mehr leisten, auf 'Gastarbeiter' 
zurGckzugreifen, sondern muR dem Beispiel der USA folgen und seine Schleusen fiir den 
ungehinderten Einwanderungsstrom dffnen. Rechtsgerichtete und einwanderungsfeindliche 
Politker mussen zum Schweigen gebracht werden und haben von der Buhne zu verschwinden, 
und zwar schnell!" ... 

„Amerika hat sich darauf spezialisiert, seine Staatsschulden zu exportieren und fast alles andere zu 
importieren. Wie schaffen wir es, derart Gber unsere Verhaltnisse zu leben und dabei trotzdem riesige 
Defizite einzufahren? Wir bringen eben die Welt dazu, unsere Schuldscheine zu kaufen, sie Uncle Sam 
vertraut und der Dollar verhaltnismaRig billig ist. Das Geschaft mit unseren Schuldscheinen (treasury bills) 
ist umwerfend einfach. WiRt ihr, was es kostet, diese kleinen Papierfetzen zu drucken? Und wiRt ihr, was 
wir als Gegenleistung bekommen? Videorecorder, Autos, Computer, usw.l Hort auf zu jammern, denn 
sollte die Welt jemals daraufkommen, welch groRartiges Luftgeschaft wir betreiben, konnten wir in arge 
Schwierigkeiten kommen. (If the world ever caught on to what a great deal we have going here, we would 
be in real trouble!)" ... Die Aufzahlung seiner Kriegsziele beschlieRt Barnett (S. 383) mit dem Bekenntnis: 
„Man mag mich als Traumer bezeichnen, doch glaube ich fest daran, daB alle bestehenden 
Grenzen niedergerissen, daB alle Unterschiede in den religiosen Auffassungen entscharft werden 
konnen, auf daB sie nie wieder Ursachen fiir die Anwendung von Gewalt und den Ausbruch von 
Kriegen sein werden." 

...Die Frohbotschaft, die Thomas Barnett unserer Jugend Gberbringt: In der global vermischten Welt wird 
die Jugend aller Lander zwei Ideale anstreben: Erstens eine bessere Zukunft, zweitens mehr SpaR. ... 
Hier bestatigt Barnett erneut das Bekenntnis der Globalisierer zum Materialismus pur. ... 
„Ob ihr die Aufnahme in den CORE geschafft habt", ruft Barnett der Jugend des kunftig 
gleichgeschalteten GAP zu, „werdet ihr daran merken, daR der Sender MTV eigens fur eure Lander 
spezielle Programme entwickelt, daR auch eure Lander von Hollywood als Markt entdeckt werden, daR 
auch in euren Stadten Disneylandwelten entstehen und berQhmte Popstars in euren Shows auftreten. ... 
Auf dem Weg in die gIGckliche Einheitswelt ist Barnett mit gutem Beispiel vorangegangen, als er 2004 ein 
chinesisches Madchen adoptierte (S. 137). Meine Familie war blond, hellhautig, dicknasig. Ihre Familie 
sah ganz anders aus. Es gait, alte Angste und Vorurteile abzubauen, neue Hoffnungen zu erwecken: Als 
wir dieses Kind umarmten, adoptierten wir gleichzeitig seine Kultur, ja die Zukunft unserer globalen Welt! 
Wer sich gegen die Vermischung der Rassen straubt, handelt unmoralisch und unzeitgemaR. 1 

„Unser Planet steckt voller Spinner, die gegen die Vermischung von Rassen und Kulturen wettern und 
sich der Erkenntnis verschlie Ren , daB die Logik der Okonomie obsiegen wird und nur sie die Menschen 
uberzeugen kann. Diese Logik erfordert eine Globalisierung, die sowohl m ultiku Itu re II als auch 
multirassisch sein muR. Sofern sie nicht von Kraften im Innersten des CORES heraus sabotiert wird, ist 
ihr Siegeszug nicht mehr aufzuhalten. ..Jawohl" bekennt Barnett, „ich nehme die vernunftwidrigen 
Argumente unserer Gegner zur Kenntnis. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale 
Weltordnung leisten, fordere ich: Legt Sie urn!" Kultur versus MATRIX, von Richard Melisch, Deutsche 
Geschichte, 4/2007, S.8f., Die Kriegserklarung der Globalisierer an alle Volker der Welt 



1 War and the „New World Order", Mahdi Darius Nazemroaya 

„We are now at the year 1908, which was the year that the Carnegie Foundation began operations. And, in that year, 
the trustees meeting, for the first time, raised a specific question, which they discussed throughout the balance of the 
year, in a very learned fashion. And the question is this: Is there any means known more effective than war, assuming 
you wish to alter the life of an entire people? And they conclude that, no more effective means to that end is known to 
humanity, than war. So then, in 1909, they raise the second question, and discuss it, namely, how do we involve the 
United States in a war?" (Norman Dobbs, U.S. Congressional Special Committee for the Investigate of Tax-Exempt 
Foundations, 1982) ... All around the globe nation-states are being absorbed into larger and larger political and socio- 
economic entities. This is part of the story of globalization, but it has its dark side. This is the globalization of the few 
and not of the many. ... The Endgame: A „Single Market" under One World Administration? 

In 1966, Professor Carroll Quigley, a noted American economist, wrote in his book „Hope and Tragedy: A History of 
the World in Our Time" that economics and finance vis-a-vis banking conglomerates were the engine in this drive and 
the real forces controlling national policies, http://prisonplanet.com/articles/august2007/290807_b_nwo.htm 

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Massenzuwanderung ersetzt nationale Bevolkerungspolitik 

„Frankreich ist der Bruckenkopf der islamischen Invasion. Deshalb ist 

Frankreich heute eine todliche Gefahr fur Europa. Seine 

meinungsmachende und politische FGhrungs-Kaste betreibt eine 

systematische und auRerst wirksame Forderung der afrikanisch- 

asiatischen Einwanderung. FrGher oder spater werden sich die in 

Frankreich eingesickerten Einwanderermassen in das Gbrige Europa 

ergieRen. Das geschieht mit voller Absicht und PlanmaRigkeit. Im 

Schatten der Vaterfigur des Generals de Gaulle ist zur Einschlaferung des 

Volkes noch GroRmacht gespielt worden. Das war nur als politische 

Komodie gedacht. In den Tiefen wurde das Volk durch Seelenmassage 

emsig fur das geplante Wunderwerk der Politik-Fiction bearbeitet: namlich 

den 1957 gegrundeten „gemeinsamen Markt", der 1993 automatisch in 

eine groRe Staatsahnliche straffe Einheit verschmolzen werden sollte. 

Das war das Ziel untergrundiger Bestrebungen. Bei der Abwurgung 

(Abwicklung) der Nationalstaaten und staatlichen Nationalismen war der 

Einwanderung eine grundlegende Rolle zugedacht: eine Art einheitlichen europaischen Staatsvolkes war 

programmiert. Bis 1993 sollte jeder franzosische oder sonstige Nationalismus Gberwunden sein und eine 

Art gesamteuropaische Menschenrasse sollte entstehen. Durch eine massive Einspritzung von arabisch- 

schwarzafrikanischen Elementen sollte eine vereinheitlichte Tonung europaweit erreicht werden." 

Beat Christoph Baschlin, 1990 

Europa muli multikulturell sein 

Israel Singer ist Vorsitzender des Judischen Weltkongresses. Er warnt die Juden Europas davor, die 
Intoleranz gegenGber Muslimen zu dulden. Die groRte Herausforderung fur die Juden Europas besteht 
darin, den Dialog mit Christen und Muslimen zu verstarken. Es ist nicht die judische Art, aufzutrumpfen 
und sich Gber andere zu erheben. Juden passen sich ihrer Umgebung an und suchen den Dialog mit der 
Mehrheit und mit anderen Minderheiten. Und der Lackmustest einer Demokratie besteht nicht darin, daR 
sich die Mehrheit wohlfGhlt, sondern darin, daR sich die Minderheiten wohlfGhlen. Deutschland ist dabei 
ein Testfall fur Westeuropa. ... Dazu gehort die Erziehung zum Antisemitismus - europaweit. Amerika 
hatte die Ideologie des Schmelztiegels. Europa muR aber multikulturell und multireligios sein. In einer 
Welt der Volkerwanderungen und einem Europa der vielen Volker ist der Rassismus nicht nur politisch 
inkorrekt. Er ist okonomisch, finanziell und sozial erledigt. Welt am Sonntag Nr. 5, 30. Januar 2005 

„Es gibt „unglaubliche Vorteile durch kontrollierte Einwanderung", sagt der Prasident der Israelitischen 
Kultusgemeinde Ariel Muzicant. FGr gelungene Integration sollen zuerst die Eigenheiten der Minderheit 
gestarkt werden. ... Muzicant ist sich sicher: „Solange man versucht, Minderheiten zur Assimilation zu 
zwingen, wird man genau den gegenteiligen Effekt haben. Man wird sie in ein Ghetto stoBen und man 
wird sie dazu bringen, nicht voile Mitglieder der osterreich ischen Gesellschaft zu werden." Und er stellt 
sich die Frage: „Warum dart es nicht Osterreicher mit Kopftuch geben? Nur weil irgendjemand erklart hat, 
daB es nicht den deutschen Werten entspricht? Quatsch! All jene, die Osterreich zu einem rein deutschen 
Land machen wollen, die sollten die Koffer packen und nach Deutschland gehen. Denn Osterreich ist 
Osterreich, Gottsei Dank, und nicht Deutschland." (APA/Red.) 
http://www.diepresse.at/home/politik/innenpolitik/344108/index. do ?_vl_backlink=/home/index. do 

Die EU-Kommission sieht in der Europaischen Union in den nachsten 20 Jahren Bedarf fur rund 20 
Millionen zusatzliche Arbeitskrafte, die aus Drittlandern in den Binnenmarkt kommen sollen. EU- 
Justizkommissar Franco Frattini plane eine „Blue Card" der EU in Anlehnung an die Green Card der USA, 
berichtete die financial Times". Die EU solle damit aufhoren, Barrieren zu errichten und stattdessen 
sichere Wege fur Afrikaner und Asiaten finden, die bei dem Versuch, nach Europa zu kommen, derzeit ihr 
Leben riskierten, wurde Frattini zitiert. „Wir durfen Immigration nicht als Bedrohung betrachten, sondern - 
wenn sie gut organisiert ist, und das ist unsere neue Aufgabe - als Bereicherung und unausweichliches 
Phanomen der heutigen Welt." Nur so lasse sich der Wettbewerb mit den USA, Kanada, Australien und 
den asiatischen Schwellenlandern gewinnen. 

„Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf 
ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, 
kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daB sie nur doit friedlich funktionieren, wo es einen starken 
Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daB wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus 
fremden Kulturen ins Land holten. " Helmut Schmidt, Hamburger Abendblatt, 24.1 1 .2004 



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„Die Mischehen sind ein nationaler und personlicher Selbstmord. Es ist das sicherste Mittel, ein Volk zu 
vernichten, es auBerhalb seines Glaubens heiraten zu lassen. Jungen und Madchen verlieren dadurch mit 
Sicherheit ihre Identitat. Die Werte und Prinzipien, welche soviet zur gegenwartigen Kultur und Zivilisation 
beigetragen haben, werden von der Oberflache der Erde verschwinden." Nationalkomitee zur Forderung der 
judischen Erziehung in einer ganzseitigen Anzeige der „New York Times" 

Die „globalisierte Gesellschaft" wird von oben verordnet. Die nationale Abwartsspirale durch ethnische 
Anarchie, religiosen Spannungen und der Entfremdung im eigenen Land ist dabei test einkalkuliert. Sie 
sind Voraussetzungen, um dem Staat mehr und mehr Uberwachungsbefugnisse einzuraumen und die 
bQrgerlichen Freiheiten fur ALLE sukzessiv abzubauen. Der geforderte GeburtenrGckgang und Kult um 
die Auswanderer fGgen sich in ein allgemeines Gesamtbild. „The fanatical campaigning and legislating of 
the European Union against real or perceived anti-semitism, racism, islamophobia, xenophobia, 
homophobia etc. becomes even more questionable when one realizes that the strategies from the EU are 
nothing but a different kind of racism, inspired by the philosemitic racist and supremacist philosopher 
Coudenhove-Kalergi, which seems to have the destruction of the European race, European nations, 
culture and identity as a prime objective. " 

... Der Befund Ial3t sich schwer vom Tisch wischen, daR die Israel-Lobby das WeiRe Haus mit Obama als 
Prasidenten-Darsteller fester im Griff hat als jemals zuvor. „6bama ist der erste judische Prasident", 
zitierten die „Chicago Jewish News am 24. Oktober den Bundesrichter und fruheren Chicagoer 
KongreRabgeordneten Abner Mikva. Vor dieser Folie ist der neue Amtsinhaber mit dem kenianischen 
Vater sogar ein besonders cleverer Coup, suggeriert er doch, daR das alte amerikanische Tellerwascher- 
Marchen immer noch gilt. Die Wahrheit ist, daR die „Obama-Macher" auch jeden anderen 
Retortenkandidaten, egal welcher Hautfarbe und weleher Herkunft, im WeiRen Haus hatten installieren 
konnen. Doch Obama musste es sein, der Mann mit dem kenianischen Vater und der weiRen Mutter. Er 
verkorpert jenen „Traum", den einst der schwarze BGrgerrechtler Martin Luther King stimmungsvoll in die 
Weltoffentlichkeit hinausdeklamierte - einen Traum mit lachenden Dritten. Im „Spiegel-Report Gber 
Obamas „Chefstrategen" Axelrod lesen wir: 

„Es war ... eine Zeit, als Schwarze und Juden eine revolutionare Koalition gegen das Establishment 
schmiedeten. Rund die Halfte der Anwalte der Burgerrechtsbewegung waren judischer Herkunft. Und 
wenn sich im Suden WeiSe unter die Demonstranten mischten, die gegen die Rassendiskriminierung 
demonstrierten - dann kam auch in dieser Gruppe jeder zweite aus judischer Familie. " 
Seine „Macher" werden Obama der Gbrigen Welt als multikulturellen Messias verkaufen, dem die Herzen 
der weichgespGlten, ferngesteuerten westlichen Gesellschaften nur so zufliegen werden - schon deshalb, 
weil die Taktgeber allenthalben die gleichen sind. Soweit ihr EinfluR reicht, wird mit einer noch weit 
rigideren Vergatterung der internationalen Gemeinschaft" auf das Wohl Israels zu rechnen sein. Die 
weltweit vernetzten Anti-Diffamierungs-Komitees und BGndnisse fur „Toleranz" gegen „Rassismus und 
Fremdenfeindlichkeit" werden sich als veritable Hochkommissariate des gleichgeschalteten 
Meinungsterrors entpuppen und ihren Kampf gegen jedwede einheimische Opposition verstarken, denn: 
Alle sollen werden wie Amerika, bunte, ethnisch durchmischte Retortengesellschaften ohne Identitat und 
Abwehrkrafte, beliebig lenk- und manipulierbar. Heute Obama - morgen jener tGrkischstammige 
Bundeskanzler, den sich Bundesinnenminister Schauble gleich nach der US-Wahl vorstellen konnte? ... 
Erfreulicherweise bietet die alttestamentarische Uberlieferung nicht nur endlose Auserwahltheitsprosa, 
sondern auch die vielsagende Legende vom Turmbau zu Babel. Die Menschen, die dazumal alle die 
gleiche Sprache sprachen, taten sich demnach zusammen, um einen Turm bis an den Himmel zu bauen 
und sich einen „Namen zu machen". Das hochfahrende Projekt miRfiel Gott, und er stoppte es. Seither 
gibt es Sprachen, Volker, nationale Identitaten. . Die Geschichte ist noch heute eine handfeste Warnung 
und enthalt eine ebenso handfeste Hoffnung angesichts dessen, was wir von Obama und seinen 
Hintermannern zu erwarten haben. Nation & Europa 1/2009, „Einer von uns", Karl Richter 



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Die Entwicklung in den Landern West- und Mitteleuropas erinnert an die 

Umsetzung der Vorstellungen von Kalergi. Graf Coudenhove-Kalergi, Grunder der 

„Paneuropa-Union" und Autor des Buches „Praktischer Idealismus" von 1925 

beschreibt in seinem Buch die groRtmogliche (genetische) Vermischung der 

(weiRen) Nationen mit Schwarzafrikanern und Asiaten, welche, ohne Bindungen an 

hiesige Traditionen und Kultur, ohne Heimat Oder Vaterland als Masse „Mensch" 

leichter Jenkbar" ware. Die Vermischung der Europaer soil durch eine permanente 

aufgezwungene Immigration (vorzugsweise junger Manner) und gesteuerte 

Geburtenarmut der Einheimischen realisiert werden.Coudenhove-Kalergie fand 

weiterhin Forderung durch Winston Churchill und den US-Prasidenten und 

bekennenden Freimaurer Harry S. Trumann. Diese Zusammenhange zu kennen 

sind wichtig, weil auf den Grafen Coudenhove-Kalergie die Plane des heutigen Multi-Kulti-Europa 

zurGckgehen. Als ideale Bevolkerung Europas stellte sich Coudenhove-Kalergi eine „eurasisch-negroide 

Zukunftsrasse" vor, die die gewachsenen europaischen Volker ablosen solle. FGr diese europaische 

Utopie, verlieh ihm der OberbGrgermeister der Stadt Aachen 1950 den ersten Europaischen Karlspreis. 

Dabei hat es dem Grafen Coudenhove-Kalergie nie geschadet, daR er Gberhaupt kein Demokrat war (er 

glaubte an eine judisch dominierte Adelsherrschaft). Auch seine Vorstellung, daR in Demokratien nicht 

etwa das Prinzip der Volkssouveranitat GGItigkeit habe, sondern daR es sich hier urn eine Staatsform 

handelt, in der „plutokratisch" (kapitalistisch) gesteuerte Marionettenregierungen und gekaufte Medien die 

Macht Gber die Volker ausGben (Adel, 1922, Seite 31), hat dem Ansehen des Grafen Coudenhofe- 

Kalergie nicht geschadet. 

„ln der Regel ist der Urbanmensch Mischling aus verschiedensten sozialen und nationalen Elementen. In 

ihm heben sich die entgegengesetzten Charaktereigenschaften, Vorurteile, Hemmungen, 

Willenstendenzen und Weltanschauungen seiner Eltern und Voreltern auf Oder schwachen einander 

wenigstens ab. Die Folge ist, da3 Mischlinge vielfach Charakterlosigkeit, Hemmungslosigkeit, 

Willensschwache, Unbestandigkeit, Pietatlosigkeit und Treulosigkeit mit Objektivitat, Vielseitigkeit, 

geistiger Regsamkeit, Freiheit von Vorurteilen und Weite des Horizonts verbinden. " 

Praktischer Idealismus, Seite 21 

Anfang 1 924 erhielten wir einen Anruf von Baron Louis Rothschild. Einer seiner Freunde, Max Warburg 

aus Hamburg, hatte mein Buch gelesen und wollte uns kennenlernen. Zum meinem groRen Erstaunen bot 
mir Warburg spontan sechzigtausend Goldmark an, zur Ankurbelung der Bewegung wahrend der drei 
ersten Jahre." Ein Leben fur Europa, Seite 124/125 

Als Krypto-llluminat war er eifrig tatig, die europaischen Nationalstaaten zu beseitigen. Pan-Europa hieB 
das 1923 erschienen Buch des Hochgradfreimaurers und Karlspreistragers (im Jahre 1951) Richard 
Nikolaus Graf Coudenhofe-Kalergie. In der Wiener Freimaurerzeitung Nr. 9/1 jenes Jahres schrieb der in 
Tokio geborene „Kosmopolit und WeltbGrger" Coudenhofe-Kalergie: 

„Der kommende Mensch der Zukunft wird ein Mischling sein. FGr Paneuropa wGnsche ich mir eine 
eurasisch-negroide Zukunftsrasse. ... Die FGhrer sollen die Juden stellen, denn eine gutige Vorsehung hat 
Europa mit den Juden eine neue Adelsrasse von Geistesgnaden geschenkt". Der Verfasser dieser Worte 
war selber ein eurasischer Mischling. Drei Jahre spater organisierte der Freimaurer Coudenhove-Kalergi 
seinen ersten paneuropaischen KongreR in Wien. Am Ende der zwanziger Jahre operierten Nebenstellen 
der paneuropaischen Union auf dem gesamten Kontinent. Coudenhove-Kalergi gewann sehr schnell die 
UnterstGtzung und die Patronage des Rockefeller-Clans. Einer der wichtigsten SchGler von Coudenhove- 
Kalergi war Aristide Briand der zwischen 1909 und 1930 insgesamt elfmal sozialistischer Premierminister 
und zwolfmal AuRenminister Frankreichs war. Schon im Jahre 1930 enthullte BRIAND einen Plan fur eine 
"Europaische Union", und zwar als regionale supranationale Union innerhalb des Volkerbundes. Auch 
Winston Churchill, ein anderer Karlspreistrager, schrieb bereits am 15. Februar 1930 in der Saturday 
Evening Post einen Artikel mit der Uberschrift „The United States of Europe". Die Vision eines groReren 
Europas, eines wahren Paneuropas - von Wladiwostok nach San Francisco - ist das Vermachtnis der 
alten Paneuropabewegung an die junge Generation." NWO PANEUROPA 1 922 bis 1 966, Seite 1 03. 
Aus Sicht der freimaurerischen Forschungsloge „Quantor Coronati" bestatigt, daR der Graf Coudenhove- 
Kalergie seine ganze politische Organisation - weltweit- aus dem Logenapparat der Freimaurerei 
aufgebaut hat. Erwahnung findet, daR der „Paneuropa-Graf" 1922 Aufnahme in die Wiener Loge 
„Humanitas" fand. Er verkehrte fortan mit Masaryk, Stresemann, Thomas Mann, Briand u.s.w. 
Helmut Kohl wurde der Coudenhove-Kalergi-Preis der freimaurerischen Paneuropa-Bewegung verliehen. 
Als ideale Bevolkerung Europas stellte sich Coudenhove-Kalergi eine „eurasisch-negroide 
Zukunftsrasse" vor, die die gewachsenen europaischen Volker ablosen solle. 

FGr diese europaische Utopie, verlieh ihm der OberbGrgermeister der Stadt Aachen 1950 den ersten 
Europaischen Karlspreis. Dabei hat es dem Grafen Coudenhove-Kalergie nie geschadet, daR er 
Gberhaupt kein Demokrat war. Auch seine Vorstellung, daR in Demokratien nicht etwa das Prinzip der 
Volkssouveranitat GGItigkeit habe, sondern daR es sich hier urn eine Staatsform handelt, in der 
„plutokratisch" (kapitalistisch) gesteuerte Marionettenregierungen und gekaufte Medien die Macht Gber die 



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Volker ausGben (Adel, 1922, Seite 31), hat dem Ansehen des Grafen Coudenhofe-Kalergie nicht 
geschadet. Schon im Jahre 1930 enthullte Briand einen Plan fur eine „Europaische Union", und zwar als 
regionale supranationale Union innerhalb des Volkerbundes. Winston Churchill war es dann auch, der die 
„Vereinigte Europa-Bewegung" auf ihrem KongreR in Den Haag im Mai 1948 anfQhrte. Hier, auf dieser 
von Freimaurern und Zionisten beherrschten Konferenz, wurde vor aller Weltoffentlichkeit beschlossen, 
daR die politische Union kein Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck ist, Gber diese Union die 
Weltunion zu erreichen. In der EntschlieRung Nr. 7 zur politischen Union Europas heiRt es wortlich: 

„Die Schaffung eines geeinten 
Europas mu3 als wesentlicher 
i Schritt zur Schaffung einer 

geeinten Welt angesehen 
werden". Und hierfur ist die 
Einschmelzung der Volker 
Voraussetzung. Daher ist 

Multikultur in alien westlichen 
(weiGen) Landern zur Staatsrason 
erhoben worden und die 
natQrlichen Beharrungstendenzen 
der Einheimischen werden von 
Staatsseite kriminalisiert. 
...Dem US-Kongref3 wurde das 
European Recovery Program 
(ERP), so der offizielle Name des 
Marshall-Plans, in der Weise vom 
CFR „verkauft", da!3 diese US- 
Hilfe benotigt werde, urn 
Westeuropa vor der Bedrohung 








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Bild 2: Junge Einwanderer in Frankreich. 2 

durch den Kommunismus zu schGtzen. Die Rechnung der llluminaten ging auf. John J, McCloy, der nach 
dem Krieg fur die USA als Hoher Kommissar fur Deutschland diente und in den Jahren 1953-1970 sogar 
Vorsitzender des CFR unter David Rockefeller wurde, bemerktezu derTaktik: 

„Die Leute saRen aufrecht und horten zu, als die sowjetische Bedrohung erwahnt wurde". Die Taktik war 
deshalb so infam und durchsichtig, weil dieselben Krafte, deren Vorganger die bolschewistische 
Revolution finanziert und spater viele sowjetische Spione in der US-Regierung untergebracht hatten, jetzt 
plotzlich die antikommunistische Keule schwangen. Mit dem ERP hatten europaische Sozialisten und 
Eine-Welt-Revolutionare ein Instrument geschaffen, das sie in die Lage versetzte, europaischen 
Regierungen nationale Souveranitatsrechte gegen okonomische UnterstGtzung abzutrotzen. 
Das Ziel, eine offene „Diktatur des Schreckens" Gber alle Menschen auszuGben, kann allerdings nur dann 
verwirklicht werden, wenn zuvor alle Eigenheiten der Volker vernichtet werden. Staatsgrenzen, 
nationale Wahrungen und Streitkrafte, homogene Volker und Nationalstolz mussen beseitigt 
werden, um eine Uniformierung der Weltbevolkerung zu erreichen. Man kann den Untergang der 
Vaterlander auf die folgenden funf Bereiche zurGckfGhren: die Abwendung vom Dreifaltigen Gott, die 
Zerstorung der Familie als kleinster Zelle des Staates, den moralischen, sittlichen und kulturellen Verfall 
die nationalfeindliche Politik der herrschenden Klasse und die Schuldenlast bzw. das betrGgerische 
Geldwesen, auf dem unsere Wirtschaft basiert. 

„Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der 
zunehmenden Uberwindung von Raum, Zeit und Vorurteil zum Opfer fallen. Die eurasisch-negroide 
Zukunftsrasse, auRerlich der altagyptischen ahnlich, wird die Vielfalt der Volker durch eine Vielfalt der 
Personlichkeiten ersetzen. Denn nach den Vererbungsgesetzen wachst mit der Verschiedenheit der 
Vorfahren die Verschiedenheit, mit der Einformigkeit der Vorfahren die Einformigkeit der Nachkommen. In 
Inzuchtfamilien gleicht ein Kind dem anderen: denn alle reprasentieren den einen gemeinsamen 
Familientypus. In Mischlingsfamilien unterscheiden sich die Kinder starker voneinander: jedes bildet eine 



Frankreich. In Frankreich haben sich die franzosischen Regierungen nicht gescheut, eine ganze Reihe von 
drastischen „antirassistischen" Gesetze zu erlassen, die darauf abgestimmt sind, alle Formen der Meinungs- 
verschiedenheit hinsichtlich der Masseneinwanderung aus Nordafrika und der dafur verantwortlichen 
Regierungspolitik zu unterdrucken. Die Einwanderer erhalten bei ihrem Eintreffen in Frankreich automatisch staatliche 
Wohnungsbeschaffungszuschusse und andere Beihilfen zur Niederlassung. Sie ermutigt Nordafrikaner aktiv dazu, 
groBe Familien zu haben, dadurch, daB sie bei jeder Neugeburt betrachtliche Zuschusse austeilt. Frauen aus 
Tunesien gebahren im Durchschnitt in Paris mehr Kinder, als in ihrem Heimatland Tunesien. 

GroBbritannien. Trevor Phillips, chairman of the Equality and Human Rights Commission, backed the decision last 
week of the Bishop of Rochester, Dr Michael Nazir-Ali, to warn of the spread of „no-go areas" for non-Muslims. 
He told Radio 4's Today programme: „There are areas in which there is no contact or very little contact between 
different ethnic and cultural groups. White flight (Wei Be fluchten) is accelerating (beschleunigen), schools are 
becoming more segregated. I think that the Bishop of Rochester was right to raise this." 
Mr Phillips has condemned multiculturalism at the expense of social cohesion. 

17 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



neuartige Variation der divergierenden elterlichen und vorelterlichen Elemente. Inzucht schafft 
charakteristische Typen - Kreuzung schafft originelle Personlichkeiten. Vorlaufer des planetaren 
Menschen der Zukunft ist im modernen Europa der Russe als slawischtatarisch-finnischer Mischling; weil 
er, unter alien europaischen Volkern, am wenigsten Rasse hat, ist er der typische Mehrseelenmenschen 
mit der weiten, reichen, allumfassenden Seele. Sein starkster Antipode ist der insulare Brite, der 
hochgezGchtete Einseelenmensch, dessen Kraft im Charakter, im Willen, im Einseitigen, Typischen liegt. 
Ihm verdankt das moderne Europa den geschlossensten, vollendetsten Typus: den Gentleman." 3 

Demnach ist die Ideologie der Multikultur ersonnen worden, urn Nationalstaaten zu Zerstorung und nicht 
etwa, urn die ihre Volker kulturell aufzuwerten. Mit der Zerstorung der Staaten werden auch die Volker 
Mittel- und Westeuropas, Franzosen, Briten und Niederlander vernichtet, durch stete Einwanderung im 
Inneren aufgelost, durch Auswanderung der tragenden Schichten und der kunstlichen Geburtenarmut in 
ihrem Verfall beschleunigt. Zwar geht es sekundar urn Weltoffenheit und Pluralisierung, aber hier im 
Sinne einer Zergliederung und Aufsplitterung der Gesellschaften, urn ihrer besser habhaft werden zu 
konnen. Prirmar geht es hier urn die Erlangung von absoluter Macht, Kontrolle und Herrschaft, wobei 
die nationalen Regierungen eine Weltagenda umsetzen, in diesem Punkt also Kollaborateure bzw. 
ausfuhrende Marionetten darstellen. Uber die Implementierung der Bruchlinien sind Einwanderungs- 
staaten daruber hinaus zu ganz anderem Chaos fahig. Die Ausbreitung allgemeiner Unsicherheit, 
resultierend aus der Zunahme anarchischer und asozialer Zustande ist keine „Fehlentwicklung", sondern 
ist integrativer Bestandteil in der Schaffung supranationaler GroRstaaten. Gesellschaften werden fruher 
Oder spater zusammenbrechen und dann zum Ziel repressiver und totalitarer Uberwachungsstaaten. Die 
Hilfe von genau den gleichen Leuten, die den europaischen Nationen jene erzwungene Zuwanderung 
einst auferlegt haben. Damit waren wir wieder bei den „main goals" der Ein-Weltler angelangt. 
Heute muR man mit Geldstrafen rechnen. Spater wird man bei inkorrektem Verhalten in Internierungs- 
lager gesteckt. Wie oft muR man es noch wiederholen? Politische Korrektness, Multikulti und, das von 
vielen belachelte Gutmenschentum, sind die Vorstufen in einen totalitaren Uberwachungs- und 
Gesinnungsstaat, ausgeformt in einem sozialistischen Welteinheitsstaat einer globalen Elite. 
Der australische Judenfuhrer Isi Leibler, ein unerschGtterlicher Verfechter der australischen Multikultur, 
sagt, daR Multikulturpolitik aber nichts fur Israel sei. „Dies ist ein Land, das konzipiert und geschaffen 
wurde als ein judisches Land fur Juden, " sagte er gegenuber einer Jerusalemer Zeitung. Leibler sagte, 
daB Multikultur in Australien etwas sei, "worauf wir stolz sein konnen, da wir Teil davon sind und an seiner 
Gestaltung mitwirken durfen." Leiber verfaBte einen Aufsatz, worin er seiner Sorge Ausdruck verlieh, daB 
Zionism us Oder judischer Nationalismus, in Israel durch einen "Post-Zionismus" bedroht sei. „Ein Post- 
Zionist ist jemand, der dem Ende des judischen Volkes als einer nationalen Gruppierung in ethnischer 
Hinsicht positiv gegenuber steht und das judische Volk nicht mehr als ein zusammengehoriges Volk 
betrachtet, " sagte er gegenuber der Jerusalem Post. Herr Leibler sagte, Post-Zionisten verfolgten ein 
universalistisches Programm in den Schulen, das darauf abzieie, den judischen Nationalismus zu 
eliminieren und stattdessen einen multikulturellen Staaten zu schaffen. Allerdings vertritt Leibler genau die 
entgegengesetzte Meinung, wenn es urn den australischen Multikulturalismus geht. Im Verlauf der 
Pauline Hanson Debatte 1993 warnte er, daB der australische Multikulturalismus durch Extremisten 
bedroht sei. "Wir mussen uns zusammensetzen und einen Weg linden, wie wir den Geist des 
australischen Multikulturalismus wieder neu beleben konnen. Ich glaube, daB wir alle darauf stolz sein 
konnen, Teil des australischen Multikulturalismus zu sein und an seiner Gestaltung mitwirken zu durfen. 
Der Multikulturalismus ist in Australien wirklich bedroht, " warnte Leibler. 

Was steckt hinter Multikultur? 

Es hat alles einen tieferen Sinn. Die Gesellschaft wird durch Multikultur und hemmungslosen 
Individualismus immer mehr voneinander entfremdet, damit ein Zugehorigkeitsgefuhl zu einer hoheren 
Ordnung, wie der Volksgemeinschaft, gar nicht erst entstehen kann. Homogene Volker und 
Nationalstaaten sind einer alles durchdringenden, internationalistischen Gesellschafts- und 
Wirtschaftsordnung ein Dorn im Auge und hinderlich. Die Menschen sollen sich nicht mehr miteinander 
verbunden fuhlen, sie sollen sich mit ihrer Nation nicht mehr identifizieren, sie sollen keine Ideale mehr 
verfolgen, die dem utilitaristischen Wirtschaftsdenken entgegenstehen; sie sollen schlicht und einfach 
eine einformige, anonyme Masse von Konsumenten und Wirtschaftssubjekten werden, sie sollen nur 
noch dem schnoden Mammon als oberstem Gotzen dienen. Werte, Ideale, Sitten, Tugenden, all das stort 
heutzutage bei der Verwirklichung dieses Zieles nur. Wie heiRt es schon in der Bibel: Du kannst nicht Gott 
dienen und dem Mammon. Alles, was dem Kosten/Nutzen-Denken der modernen Gesellschaft zuwider 
lauft, wird unterdrGckt und kaputt gemacht. Das Ergebnis ist eine komplett zerstorte Gesellschaft ohne 
Bindung zu Heimat, Volk, Nation, Staat und Kultur. Die 68er leisteten hierbei die Vorarbeit, die 
internationalistischen Liberalen fuhren es fort. Linke Kulturzerstorer und liberalistische Kapitalisten gehen 
hier Hand in Hand. Die Multikultur ist nur ein Teil des groRen Plans. 
Ajax, Beitrag aufpolitikforen.net, 16.10.2009 



N. Coudenhove-Kalergie, Praktischer Idealismus, PANEUROPA-Verlag Wien-Leipzig, 1925, Seite 23-25 

18 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Wie die Juden wissen auch die Nationalen und Neonazis, daR menschliche Harmonie und 
Weiterentwicklung eines Volkes nur innerhalb einer intakten Volksgemeinschaft zu erreichen ist. 
Allerdings unterscheiden sich die Bewertungen anderer Rassen und Volker durch die Nationalen 
grundlegend vom jQdischem Gesetz. Wahrend die Nationalen alle anderen Volker in ihren natQrlichen 
Kulturkreisen schatzen und respektieren, sieht das judische Gesetz alles Nichtjudische in einem ganz 
anderen Licht. Schneur Salman, einer der wichtigsten Religionsgelehrten des Judentums, definierte 
Judentum und Nichtjudentum wie folgt: "Die Seelen der Goijim (Nichtjuden) sind von ganz anderer, 
minderer Art. Alle Juden sind von Natur gut, alle Goijim von Natur bose. Die Juden sind die Krone der 
Schopfung, die Goijim ihr Abschaum." (FAZ, 1 1 .3.1 994, S. 1 4) In der sogenannten jGdischen Religion wird 
die Nachstenliebe gegenGber Nichtjuden u. a. auch so gelehrt, wenn junge Juden fragen, "was der Berg 
Sinai bedeutet?" (auf dem Moses "die Gesetze von Gott erhielt"). Der Talmud (maGgebliche heilige 
Schrift des Judentums) erklart diesen Ort so: "Das ist ein Berg, auf den der HaB gegen die Volker der 
Welt herabgestiegen ist" (Der Talmud, Schabbat 89a/89b, Goldmann Verlag, Munchen 1988, S. 215) 
"'Bei ihnen ist alles unheilig was bei uns heilig ist' befand der romische Geschichtsschreiber 
Tacitus und wunderte sich, dass die Juden 'alle anderen Menschen wie Feinde hassen'." (Focus 
38/2001, S. 130 ff) 

Nur wenn man diese Hintergrunde kennt, versteht man die Appelle der Fuhrungsjuden an ihre 
Volksgenossen, sich unter keinen Umstanden mit Nichtjuden zu vermischen: "Die Vermischung ... ist eine 
Reaktion schwachlicher Charaktere und entwurzelter Seelen." (Rabbiner Joel Berger, Allgemeine 
Judische Wochenzeitung, 1 9.5.1 994, S. 1 .) 

Fassen wir zusammen: Die Kraft einer Nation liegt gemaR judischer Lehre in der Blutreinheit des Volkes 
bzw. seine Schwache wird durch den Grad der Vermischung bestimmt. Deshalb sollen wohl die Starken 
(die Nichtvermischten) Gber die "vermischten Schwachen" regieren. Wahrend das judische Gesetz die 
Vermischung mit Nichtjuden verbietet, fordern die JudenfGhrer fur alle anderen Volker die Vermischung 
im Zuge der Multikultur. Die FGhrer der Juden in Deutschland verlangen immer wieder die multikulturelle 
Vermischung der Deutschen: "Ich bin hier fur ein generelles Zuwanderungsgesetz." 
flgnatz Bubis, Der Spiegel 22/1 996, S. 24 



19 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Die organisierte Apokalypse 

Das Ziel, fur das wir gemeinsam seit 

dreitausend Jahren strebe ist endlich innerhalb 

unserer Reichweite und weil seine ErfGllung so 

offensichtlich ist, geziemt es sich fur uns, unsere 

Anstrengungen und unser Vorsicht zehnfach zu 

verstarken. Ich kann euch sicher versprechen, 

daR bevor zehn Jahre vergangen sind, unsere 

Rasse den rechtmaRigen Platz auf der Welt 

einnehmen wird, jeder Jude ein Konig und jeder 

Nichtjude ein Sklave (Applaus von der 

Versammlung). ... Wir werden often unsere 

Identitat mit den Rassen von Asien und Afrika 

enthullen. Ich kann mit Sicherheit erklaren, daR 

die letzte Generation weiRer Kinder gerade 

geboren wird. Unsere Kontrollkommissionen 

werden, im Interesse von Frieden und der 

Bild 3: Im September 2008 kommt es im suditalienschen Castelvolturno (Neapel) zu Protesten 

Ausmerzung der Spannungen zwischen den Rassen handeln. Verbot der WeiRen, sich mit WeiRen zu 

paaren. Die weiRen Frauen mussen mit Mitgliedern der dunklen Rassen zusammenleben, weiRe Manner 

mit schwarzen Frauen. So wird die weiRe Rasse verschwinden, denn die Vermischung der Schwarzen mit 

den WeiRen bedeutet das Ende des weiRen Mannes und unser gefahrlichster Feind wird nur eine 

Erinnerung werden. Wir werden uns zu einer Ara von zehntausend Jahren Friedens und Reichtum 

einschiffen, die Pax Judaica, und unsere Rasse wird unbestritten die Welt regieren. Unsere Gberlegene 

Intelligenz wird uns leicht ermoglichen, die Herrschaft uber die Welt der schwarzen Menschen zu 

behalten. Unsere Interessen in Washington Gberschreiten groRtenteils das Point Four Programm (den 

Colombo Plan) zur Entwicklung von Industrie in rGckstandigen Gebieten der Welt, so daR, nachdem die 

Industrieanlagen und Stadte von Europa und Amerika durch einen Atomkrieg zerstort sind, die WeiRen 

keinen Widerstand gegen die groRe Masse der schwarzen Rasse mehr bieten kann, die durch eine 

unbestrittene technologische Uberlegenheit aufrecht erhalten wird." ... 

Rabinovichs Rede vom 12. Januar 1952 in Ungarn 

SECRET PLOT TO LET 50MILLION AFRICAN WORKERS 
INTO EU LABOUR MARKET: Millions of Africans could get 
the green light to head to Europe in search of jobs 
MORE than 50 million African workers are to be invited to 
Europe in a far-reaching secretive migration deal, the Daily 
Express can reveal today. A controversial taxpayer-funded 
„job centre" opened in Mali this week is just the first step 
towards promoting „free movement of people in Africa and 
the EU". Brussels economists claim Britain and other EU 
states will „need" 56 million immigrant workers between 
them by 2050 to make up for the „demographic decline" due 
to falling birth rates and rising death rates across Europe. 

Bild 4: Anwerbungen der EU im Senegal und Mali 

The report, by the EU statistical agency Eurostat, warns that vast numbers of migrants could be needed to 
meet the shortfall in two years if Europe is to have a hope of funding the pension and health needs of its 
growing elderly population. It states: „Countries with low fertility rates could require a significant number of 
immigrants over the coming decades if they want to maintain the existing number of people of working 
age. Having sufficient people of working age is vital for the economy and for tax revenue." The report, by 
French MEP Francoise Castex, calls for immigrants to be given legal rights and access to social welfare 
provision such as benefits. Ms Castex said: „lt is urgent that member states have a is not a calm approach 
to immigration. To say yes, we need immigration ... it new development, we must accept it." 
DAILY EXPRESS, Saturday October 1 1 , 2008, By Nick Fagge in Mali 

„Das Jobcenter in Mali ist neu. Die Anwerbung von 20 Millionen „Fachkraften aus Asien und Afrika" wird ja 
jetzt erst in Angriff genommen. Dam it wird uns vorgelogen, da 3 das eine Methode ist, bessere Moslems 
ins Land zu kriegen. So als ob dadurch die schlechteren Moslems nicht mehr kamen! Warum ist es so 
leicht, uns so dumm anzulugen? Naturlich sind die, die uber das Jobcenter in Mali kommen, auch nicht 
besser als Turken, eher im Gegenteil. Aber diejenigen, die bereits jetzt kommen, bleiben doch deswegen 
nicht fort! Das ist keine Dummheit der Politik. Wir sind dumm, weil wir glauben, das ware Dummheit. Das 
ist Absicht." Zitiertn. Eisvogel 




20 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Seitdem ist das Wort Rassismus sehr gelegen dafGr 
verwendet worden, SchuldgefGhle bei weiRen 
Europaern auszulosen - pauschal mit Hinblick 
darauf, die Einwanderung und die multikulturelle 
Gesellschaft, die von vielen Idealisten fur ein Ziel an 
sich gehalten wird, zu beschleunigen. 
Rassenmischung wurde auch fur ein 
wGnschenswertes Gut gehalten, das gefordert 
werden sollte, da einige meinten, sie wGrde alle 
Kriege zum Aufhoren bringen. Der danische, 
konservative AuRenminister, Per Stig Moller, hat ein 
Buch geschrieben, worin er eine erzwungene 
Rassenmischung befGrwortet. 

Bild 5: Massenzuwanderung 
„Es wurde die Zeit der Rassenmischung. Gemischte Ehen wurden somit durch Gesetz urn das Jahr 2050 
verordnet. Daraus entstand eine neue Rasse, neue Werte, eine neue Welt, eine neue Zivilisation. . . . 
Die Grundung einer neuen Einheitsrasse war der letzte tragisch-heroische Einsatz urn zu uberleben. Es 
gelang. Sie ist hartnackiger als irgendeine der fruheren Rassen, breiter in ihrer Auffassung. Es ist, als ob 
die fruheren Rassen bio 3 die Vorstudien fur diese Rasse waren. (S.96) 

„Die Paare Ziehen oft dorthin, wo sie meinen, mehr lernen zu konnen, und alle 7 Jahre mussen sie ganz 
einfach weiterziehen. ... die einzige Losung ist, daB diese Rassenmischungen die Fahigkeiten erzeugen, 
die uns werden uberleben lassen konnen. Da kommt der Zwang ins Spiel, aber das ist eine Folge daraus, 
daB wir in der demokratischen Trodelei den Dingen ihren Lauf lassen. Jedoch, in der endgultigen Utopie, 
wo wir in der Totaldemokratie, wie ich es nenne, existiert der Zwang ja gar nicht. (S. 107) 
... Und da werde ich mit dem Zwang und der Rasse darauf aufmerksam machen - und das ist meines 
Erachtens eine sehr mutige Vision - daB der Mensch nur durch diese Rassenmischung Eigenschaften 
bekommt, die ihn befahigen konnen, die Ausweitung der westlichen Welt zu hemmen, und ihm zugleich 
das Gefuhl geben, daB es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, was die anderen Rassen haben, und die 
auBerdem eine Empfindung der Gemeinschaft geben, die andere Rassen haben." (S.1 67-1 68) 
Per Stig Moller Utopi og virkelighed, 1 973, Stig Vendelksers forlag 




„Europa nimmt jedes Jahr funf Millionen Einwanderer auf. Manche 
kommen legal, andere illegal, aber immer mehr bleiben. Deshalb 
mussen wir uns anstrengen, die europaische Mentalitat zu 
verandern. Heute sind wir ein Einwanderungskontinent. Wir 
mussen aber die lllegalitat verringern. Es ist schlicht unmoglich, die 
illegale Einwanderung mit Patrouillen im Mittelmeer zu 
unterbinden. Wir sollten da pragmatisch sein. " 
Franco Frattini, EU-lnnenkommissar, FAZ, 06.12.2007 



Bild 6: Und Einbiirgeiung 

... DaR sich im Zuge der Globalisierung nicht nur Informationen und Kapital weltweit bewegen, sondern 
auch Menschen, kann nicht bezweifelt werden. Die von Claus Leggewie ersonnenen Konstruktionen 
bieten allerdings keine Perspektive fur eine menschliche Zukunft. Erst recht wGrde eine solche Option der 
Auflosung aller historischen, kulturellen und ethnischen Verbundenheiten kaum eine Chance auf 
demokratische Zustimmung erhalten. Ahnliches gilt fur die Empfehlung Christoph Butterweges darGber zu 
streiten, „ob das nationalistische Konstrukt ,deutsches Volk' uberhaupt noch zeitgemaB ist und offentliche 
Aufmerksamkeit verdient Oder ob wirklichen Zusammenwachsens der Welt- die Politik nicht zu einer 
kosmopolitischen Umorientierung zwingt die Globalisierung - hier verstanden als ProzeB eines. " 
[12, Seite392] 

Einer der MitbegrGnder der staatlich geforderten, weit links stehenden „anti-rassistischen" Organisation 

Expo in Schweden, Tobias HGbinette, schrieb im Jahr 1996: 

„Zu fuhlen und sogar der Meinung zu sein, daB die weiBe Rasse minderwertig sei in jeder denkbaren Art 

und Weise, ist naturlich im Hinblick auf seine Geschichte und aktuelle Aktionen. LaBt die westlichen 

Landern der weiBen Rasse in ihrem eigenen Blut und Leid untergehen. Es lebe die multikulturelle, 

rassisch gemischte und okologisch klassenlose Gesellschaft! Es lebe die Anarchie!" 

Kann man davon ausgehen, daR ein „Nazi" demzufolge jede weiRe Person ist, die sich gegen seine 

eigene Tilgung wehrt. Er hat weiterhin die Forderung des Multikulturalismus vorangetrieben, er wurde 

sogar dafGr ausgezeichnet. FGr einige bedeutet „Multikulturalismus" offenbar schlicht und einfach Tod den 

weiBen Menschen und ihrer Kultur. 



21 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Forderung nach Vermischung 





Die Islamisierung Europas ist unvermeidlich 

Von Frankreichs Prasident Sarkozy wird behauptet, er sehe fur sein Land in 

Zukunft einen „Franzosischen Islam", eine „Durchmischung" zwischen den 

ethnischen Gruppen, Auflosung der nationalen, regionalen und ethnischen Identitat, 

Unterwerfung Frankreichs unter die Agide Brussels, eine Empfanglichkeit fur 

sozialistische Ideen und eine Turkei, die moglichst tief in die Europaische Union 

eingebunden ist. Ich hatte eine ausgedehnte Diskussion mit ihm (Sarkozy) daruber 

letztes Jahr im Elysee-Palast. Er sagte zu mir: „Sie haben die Intuition, ich babe die 

konkreten Zahlen. Ihre Intuition wird durch meine Zahlen bestatigt. Die 

Islamisierung Europas ist unvermeidlich. " Aber das ist kein ProzeS der uber Nacht 

passiert, sondern sich uber Jahrzehnte hinstreckt. Die meisten Politiker haben eine trostende 

Unwissenheit uber das Wesen des Islam und wollen Europa in eine Art Supermarkt von konkurrierenden 

Religionen verwandeln. Sie wissen nicht, da3 der Islam nicht nur eine Religion ist, die das Weltliche mit 

dem Spirituellen vermischt, sondern der Islam fuhrt auch Gesetze ein. Hinter diesen naiven unwissenden 

Politikern stehen aber welche, die genau Bescheid wissen. ... In Wahrheit befinden wir uns in einem 

Strudel (chasse-croise). Auf der einen Seite Europa mit seinen Massenabtreibungen und seiner 

Forderung fur Homo-Ehen und auf der anderen Seite die Massenimmigration. ... Der springende 

Punkt ist ganz einfach: Europa hemmt seine eigene demografische Entwicklung. Dabei benutzt es eine 

furchterliche Waffe, die in der Charta der Grundrechte mit dem Lissabon-Vertrag festgeschrieben wird: 

Die Forderung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Dies wird erreicht durch das Prinzip der Nicht- 

Diskriminierung und die Dissoziation der Ehe von dem Geschlecht des Partners (Artikel 7 Charta der 

Grundrecht). In Wirklichkeit gibt es jedoch zwei Waffen der fuhrenden europaischen Politiker urn Europa 

demografisch zu zerstoren: Die Forderung der gleichgeschlechtlichen Ehe und die Massenabtreibungen. 

Und es gibt noch eine Dritte: Der (zwecklose) Versuch die fehlenden Menschen mit einer Immigration, die 

zu 80 Prozent islamisch ist, zu ersetzen. 

Ein Sprecher des Elysee-Palasts erklarte, daR de Villers nicht der Pressesprecher des Elysee-Palasts sei 

und dal3 seine Aussagen mit Vorsicht zu genieRen seien. 

Philippe de Villiers: Pour Sarkozy, I'islamisation de I'Europe est ineluctable, 1 1 .06.2009 



„Das Volkszahlungburo hat eben gemeldet, da8 ungefahr die Halite der amerikanischen Bevolkerung 
schon bald nichtweiS Oder nichteuropaischer Abstammung sein wird. Und sie werden alle US-Burger sein. 
Wir sind bereits soweit, da8 keine nazistisch-arische Parte! in diesem Land mehr die Oberhand gewinnen 
kann. Seit ungefahr einem halben Jahrhundert haben wir dazu beigetragen, in Amerika ein Klima der 
Opposition gegen ethnische Intoleranz zu schaffen. Dieses Klima ist noch nicht vollkommen, doch der 
heterogene Charakter unserer Bevolkerung tendiert dazu, es unwiderruflich zu machen. " 
Earl Raab, Mitglied der judischen Freimaurerloge Bnai Brith und Journalist, in: Jewish Bulletin, 1 993 



„Es gibt zu diesem Zeitpunkt der Weltgeschichte in Amerika nichts, was eine unabhangige Presse ware. 
Das Gewerbe des Journalisten ist auf die Zerstorung von Wahrheit aus, umstandslos zu IGgen, zu 
verdrehen, zu verleumden und zu FQGen des Mammons zu kuschen sowie sein Land und seine Leute fur 
das tagliche Brot zu verkaufen. Sie, liebe Freunde, wissen das, und ich weiR es ebenso. Wir sind 
Werkzeuge und Vasallen von reichen Mannern im Hintergrund. Wir sind Mario netten; sie Ziehen die 
Faden, wir tanzen. Unsere Talente, unsere Moglichkeiten und unser Leben sind das Eigentum dieser 
Manner. Wir sind nichts als intellektuelle Prostituierte." 

John Swinton, fruherer Herausgeber „The New York Times", 1953 wahrend des Abschiedsbanketts zu seinen Ehren 
im „New York Press Club" 



22 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Jch wiederhole: Unvermischte Volker sind eigentlich ein Nazikonzept. Genau das 
haben die alliierten Machte im Zweiten Weltkrieg bekampft. Die Vereinten 
Nationen wurden gegrundet, urn diese Konzeption zu bekampfen, was seit 
Dekaden auch geschieht. Genau das war der Grund, warum die NATO im Kosovo 
kampfte. Und das war der Grund, warum der Sicherheitsrat der UN eine solch 
starke Militarprasenz im Kosovo verlangte - namlich urn ein System ethnischer 
Reinheit zu verhindern. " 

Sergio Vieira de Mello, Ex-UN-Administrator fur den Kosovo, in einer Sendung des US- 
Radiosenders PBS, am 04. August 1999 

Bild 7: Sergio Vieira de Mello 
„ Wir mussen verstehen, daB die machtigste Waffe unserer Partei Rassenspannungen sind. Wahrend wir 
die Neger-Minderheit gegen die WeiBen anfeuern, werden wir den WeiBen einen Schuldkomplex fur die 
Ausnutzung der Neger eingeben." 4 Israel Cohen von der Fabian Society: A Racial Program for the Twentieth 
Century, a follow-up to Israel Zangwill's Melting Pot, 1913. 

Das Motto der neuen Weltordnung ist „Ordnng aus Chaos" durch Fichtes und Hegels Dialektik: These 
(Problem schaffen, z.B. Aufstand, Terror) - Antithese (Krieg dem Problem!) - Synthese (Abschaffung der 
These) - die Synthese, d.h. einen Schritt auf den Weltstaat zu, die neue These in einer oft blutigen Kette 
von Veranderungen machen. 

Mitgiieder der globalen Elite haben wenig Bedarf fur eine nationale Loyalitat; fur sie sind nationale 
Grenzen Hindernisse, die zum Gluck immer mehr verschwinden, und nationale Regierungen sind 
Uberreste der Vergangenheit, deren einzige sinnvolle Funktion es ist, die Aktivitaten der globalen Elite zu 
erleichtern." Samuel P. Huntington, 2004 in der Zeitschrift „The National Interest" 



THI RESHAPED VIEW OF EUROPE 




..Identitat ist die Wurzel aller Konflikte." 

Europaische Kultur und daraus resultierende Identitat soil verschwinden 

„Kulturpolitik mu3 das beliebte Unterscheiden zwischen 'sie' und 'uns' und 

sogar 'den anderen' vermeiden, well es die Moglichkeit nahe legt, den 

Einzelnen mit einer gemeinsamen Identitat bzw. Selbstauffassung zu 

erfullen. " 

Traugott Schoefthaler, Chef der Anna Lindh Foundation, eines 

euromediterranischen Propagandaapparats, 

World Culture Forum Alliance, die mit dem US-amerikanischen Council on 

Foreign Relations (CFR) und der CIA unlosbar verstrickt ist. Auch die EU 

und der Europarat sind der WCFA angeschlossen 

4. September 2006, Tim Shipman 

„ We in the press like to say we're honest brokers of information and it's just 

not true. The press does have an agenda." Bernard Goldberg, as quoted by 

Harry Stein in June 1 3-1 9, 1 992 TV Guide. 



Bild 8: Die Staaten werden neu geordnet 



Unter der Neuen Weltordung werden Grenzen neu gezogen. Auf nationale Identitaten braucht keine 
RGcksicht genommen werden, da die Volker und Nationen 5 aufgrund der permanenten Einwanderung 
ihre ursprGngliche Form langst verloren haben. Das Ziel, eine offene „Welt-Diktatur" Gber alle Menschen 
auszuGben, kann allerdings nur dann verwirklicht werden, wenn zuvor alle Eigenheiten der Volker 
vernichtet werden. Staatsgrenzen, nationale Wahrungen und Streitkrafte, homogene Volker und 
Nationalstolz mGssen beseitigt werden, urn eine Uniformierung der Weltbevolkerung zu erreichen. 
Angestrebt wird eine sozialistische Herrschaft internationaler Eliten. 



„We must realize that our Party's most powerful weapon is racial tension. By propounding into the consciousness of 
the dark races, that for centuries have been oppressed by the Whites, we can mold them to the program of the 
Communist Party ... In America, we will aim for subtle victory. While enflaming the Negro minority against the Whites, 
we will instill in the Whites, a guilt complex for the exploitation of the Negroes. We will aid the Negroes to rise to 
prominence in every walk of life, in the professions, and in the world of sports and entertainment. With this prestige, 
the Negroes will be able to intermarry with the Whites, and begin a process which will deliver America to our cause." 
5 „Nation (lat. natio „das Geborenwerden, das Geschlecht, der Stamm"; von nasci „geboren werden, entstehen"), eine 
soziale GroBgruppe, die durch die Gemeinsamkeit von Abstammung, Wohngebiet, Sprache, Religion, Welt- und 
Gesellschaftsvorstellungen, Rechts- und Staatsordnung, Kultur und Geschichte sowie durch die Intensitat der 
Kommunikation bestimmt wird. Nicht immer sind alle Merkmale vorhanden; entscheidend ist, daB die Angehorigen 
einer Nation von deren Anders- und Besonderssein im Vergleich zu alien anderen Nationen uberzeugt sind. Nationen 
sind Ergebnisse geschichtlicher Prozesse, eine fur alle Nationen geltende Definition ist daher nicht moglich, sondern 
nur die Zusammenstellung von deskriptiv erfaBten Eigentiimlichkeiten." 

Meyers GroBes Taschenlexikon in 24 Banden, herausgegeben von der Lexikonredaktion des Bibliographischen 
Instituts, Mannheim/Wien/Zurich 1983 

23 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Es gilt erneut darauf hinzuweisen, daR die dargelegte Situation mitnichten 

Bestandteil einer Verschworung, sondern ganz im Gegenteil jedem zugangig ist, 

da sie zahlreiche Autoren festgehalten haben. Es laBt sich somit ermessen, was 

uns bevorsteht. Dennoch treffen die Fakten mehrheitlich auf taube Ohren der 

Regierenden und es ist kaum eine Stimme unter ihnen vernehmbar, die zum 

Ausdruck brachte, daR derart zentralistische Plane unsere Eigenstandigkeit, 

Individualist und unseren Traditionsreichtum zu zerstoren drohen. So schreibt 

beispielsweise die amerikanische Journalistin Nancy Levant Gber die Politiker: 

„Die Politiker sind nicht langer Politiker. Sie arbeiten fur die Elite dieser Welt und 

vertreten weder den DurchschnittsbGrger, noch ein Land. Sie sind hochbezahlte 

Gehirnwascher, BetrGger, LGgner und Diebe. Wir sind gezwungen, ihre Gehalter 

zu bezahlen. Wir sind gezwungen, alle globalen Regierungsinitiativen zu 

finanzieren, mittels denen der Reichtum, das Eigentum, die Ersparnisse und Bild 9: Hochleitner 

die Sicherheit jedes ErdenbGrgers buchstablich gestohlen wurden." 

Der CFR-lnternationalist Robert M. Hutchins und andere entwarfen im Jahre 1950 eine „Vorlaufige 
Verfassung fur die Welt", in der es u.a. hie(3, daR „Ungleichheit und Kriege aus dem anarchistischen 
Konkurrenzkampf von Nationalstaaten entstehen. Das Zeitalter der Nationen mu3 deshalb enden. " Jede 
Nation mGsse ihre Souveranitat und ihre Waffen an die vorgeschlagene „Weltrepublik" abtreten! 
Am 22. April 1970 rief der Prasident der „Vereinigten Weltfoderalisten" Norman Cousins (CFR) dazu auf, 
daf3 die Menschheit eine NEUE WELTORDNUNG brauche. Die vernGnftige Verwaltung dieses Planeten 
erfordere eine Weltregierung. Vollig souverane Staaten seien dazu nicht mehr imstande. Der gleiche 
Tenor wurde 1994 in dem „Menschheitsentwicklungs-Report" der Weltbank angeschlagen. „Die Probleme 
der Menschheit konnen nicht langer von nationalen Regierungen gelost werden. Eine Weltregierung ist 
dringend erforderlich." Die Trilateral Kommission wurde im Juni 1973 von David Rockefeller und 
Zbigniew Brzezinski gegrGndet und in Anbetracht der Tatsache eingesetzt, daR so etablierte 
Organisationen wie z.B. die UNO viel zu langsam daran arbeitet, urn die „Eine Weltregierung" zustande 
zubringen. Diese elitare Organisation hat zum Ziel, die Spitzenkrafte der Industrie- und Wirtschafts- 
giganten, d.h. der Trilateralen Nationen - Vereinigte Staaten, Japan und Westeuropa - in einem Pool zu 
vereinen und die endgGltige Schaffung der „Neuen Weltordnung" zu forcieren. ... 

Die „Trilaterale Kommission" hat mit den Mitgliedern des CFR die gesamte US-Wirtschaft, Politik, Militar, 
Ol, Energie und Medienlobby unter Kontrolle. Mitglieder sind u. a. Konzerndirektoren, Bankiers, 
Immobilienmakler, Wirtschaftler, Politologen, Rechtsanwalte, Verleger, Politiker, GewerkschaftsfGhrer, 
Stiftungsprasidenten und Zeitungskolumnisten. 

Die Vereinheitlichung und Okonomisierung der Massen vollzieht sich auch aus wirtschaftlichen Motiven. 
Eine Mischgesellschaft ist die Voraussetzung urn Nationen, deren Identitat Vergangenheit geworden ist, 
zu etwas groRerem zu verschmelzen und unter einen Regierungsapparat zu stellen. Bereits heute geht 
ein GroBteil der Gesetze auf die Initiativen BrGssels zurGck. Die nichtdemokratisch legitimierte EU- 
Kommison in BrGssel greift damit zunehmend in nationales Recht ein und bestimmt damit die 
gesellschaftliche Entwicklung von Landern, deren Parlamente Scheinparlamenten wurden. Und damit in 
Wirklichkeit Scheindemokratien sind. 6 

„Wohin entwickelt sich die Gesellschaft? Auch wenn wir diesen gesellschaftlichen ..Heilsplan nicht 
kennen, konnen wir doch im Sinne der „Streitschrift Zukunftsfahigkeit" des Bundesjugendkuratoriums 
vom 17.12.2001 davon ausgehen, „da(3 die Gesellschaft der Zukunft ... eine Einwanderungsgesellschaft 
bleiben wird, in der Menschen verschiedener Herkunft, Religion, Kultur und Formen des Miteinander- 
lebens und -arbeitens entwickelt werden mGssen, die es alien erlauben, ihre jeweilige Kultur zu pflegen, 
aber auch sich wechselseitig zu bereichern." (Bundesjugendkuratorium 2001 , S. 1 7f.) 
http://www.iska-nuernberg.de/landesnetzwerk/buergerarbeit.pdf 

Jch hoffe, daR im Jahr 2030 Oder 2050 groBe Anteile von Menschen aus anderen Regionen in 
Europa leben werden, um es ganz deutlich zu sagen, Menschen anderen ethnischen Ursprungs: 
schwarz, gelb Oder was immer. So wird aus Europa ein Schmelztiegel aus Ost und West, Nord und 
Slid. Und Europa verschmilzt auch mit dem Rest der Welt. " 

Ricardo Diez-Hochleitner, Prasident des Club of Rome, Ex-Unesco, Ex-Weltbank - ZDF, 24.1 .1 999 



Die Bilderberg-Konferenzen sind informelle Treffen von hochgestellten Personlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, 
Militar, dem europ. Adel, Gewerkschaften, Medien und Hochschulen. Die meisten Teilnehmer kommen aus den 
NATO-Staaten. Die Konferenz wurde zum ersten Mai im Mai 1954 im Hotel de Bilderberg in Oosterbeek 
(Niederlande) veranstaltet. Bei der „Bilderberg-Gruppe" handelt es sich um keine formelle Organisation, es existieren 
weder Mitgliedschaft, Grundungsvertrag noch ein gewahlter Vorsitz. 

7 Jim Tucker, formerly of the court-killed Spotlight magazine, wrote in the American Free Press (14-21 June 2004) 
that: „... establishing the principle that the UN can directly tax citizens of the world is important to Bilderberg. It is 
another giant step toward world government." 

„Through lies and obfuscations, Bilderbergers are desperately trying to foist onto the unwilling world population a 
totalitarian One World Government, a single global currency and a syncretic universal religion." 
http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/esp_sociopol_bilderberg_10.htm 

24 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Ein Blick in die Zukunft 

Eine Eine-Welt-Regierung und ein einheitliches Wahrungssystem, unter der dauernden Vorherrschaft von 
nicht gewahlten Mitgliedern einer Erb-Oligarchie, die von dieser selbst aus ihren Reihen ausgewahlt 
werden, in Form eines Feudalsystems, wie es im Mittelalter existierte. In dieser Welt-Einheit wird die 
Bevolkerungszahl durch eine beschrankte zulassige Kinderzahl, durch Krankheiten, Kriege und 
Hungersnote bis auf 1 Milliarde Menschen reduziert, die in klar definierten Gebieten als gesamte, der 
herrschenden Klasse dienliche Bevolkerung Gbrig bleiben wird. 

Es wird keine Mittelklasse geben, nur Herrscher und Diener. Alle Gesetze werden einheitlich sein, unter 
einem Rechtssystem von Weltgerichtshofen, die das gleiche vereinheitlichte Gesetz anwenden, gestutzt 
auf die Eine-Welt-Polizeikrafte und das vereinheitlichte Eine-Welt-Militar. Es werden keine Grenzen mehr 
existieren. Das System wird auf der Grundlage eines Wohlfahrtsstaates beruhen. Jene, die der Eine-Welt- 
Regierung gehorchen und dienen werden mit dem Lebensnotwendigen belohnt werden. Jene, die 
aufbegehren, werden einfach zu Tode gehungert Oder zu Gesetzlosen erklart, vogelfrei fur jeden, der sie 
umbringen mochte. Waffen, insbesondere Feuerwaffen jeder Art in Privatbesitz werden verboten sein. 
Es wird nur eine Religion zugelassen sein, und zwar in der Form einer Eine-Welt-Regierungs-Kirche, 
welche bereits, wie wir noch sehen wer den, seit 1 920 existiert. Satanismus, Luziferianismus und Hexerei 
werden legitimer Bestandteil des Lehrplans der Eine-Welt-Regierung sein, private und kirchliche Schulen 
werden nicht mehr existieren. Samtliche christlichen Kirchen wurden bereits untergraben. Unter der Eine- 
Welt-Regierung wird das Christentum der Vergangenheit angehoren. Urn einen Staat einzufuhren, bei 
dem es keinen individuellen Freiraum und kein Konzept von Freiheit mehr gibt, darf es so etwas wie 
Republikanismus Oder souverane Rechte, die beim Volk liegen, nicht mehr geben. Nationalstolz und 
Rassenidentitat sollen ausgeloscht werden. In der Ubergangsphase wird sogar nur die Nennung der 
Rassenzugehorigkeit streng bestraft werden. Jeder Person wird bis zum Erbrechen gelehrt werden, da(3 
er oder sie eine Kreatur der Eine-Welt-Regierung ist, mit einer klar erkennbar an der Person 
angebrachten Erkennungsnummer, eine Identifizierungsnummer, die auf der Zentralakte im NATO- 
Computer in BrGssel steht, so daR jede Behorde der Eine-Welt-Regierung jederzeit darauf Zugriff hat. Die 
Zentralakten der CIA, des FBI, von staatlichen und lokalen Behorden, der IRS, der FEMA und der 
Sozialversicherungen werden enorm ausgeweitet und bilden die Grundlage der Personalakte fur jedes 
Individuum. Heirat wird verboten sein. Es wird kein Familienleben geben, wie wir es kennen. Die Kinder 
werden ihren Eltern bereits fruh entzogen und als Mundel des Staates aufgezogen werden: 
Staatseigentum. Ein solches Experiment wurde bereits unter Erich Honecker in Ostdeutschland 
durchgefilhrt, als jenen Eltern, die von Staat als illoyal bezeichnet wurden, die Kinder weggenommen 
wurden. Durch die fortgesetzte Arbeit der „Frauenbefreiungsbewegungen" wird man die Frauen 
degradieren. Freie Liebe wird zur Pflicht werden. Sollte eine Frau darin versagen, zumindest einmal bis 
zum Alter von 20 Jahren zu „gehorchen", wird sie mit ernsten Repressalien rechnen mGssen. Nachdem 
eine Frau zwei Kinder geboren hat, wird sie eigenhandige Abtreibung erlernen und anwenden. 
Diesbezugliche Aufzeichnungen werden unter der Eine-Welt-Regierung in den Personalakten jeder Frau 
im Regionalcomputer gespeichert sein. Sollte eine Frau nach dem zweiten Kind wieder schwanger 
werden, wird sie mit Gewalt zu einer Abtreibungsklinik gebracht und nach der Abtreibung sterilisiert. 
Die Pornografie wird gefordert werden, mit PflichtvorfGhrungen in jedem Klassenzimmer, Kino oder 
Theater, einschlieBlich homosexueller und lesbischer Pornografie. Die Verwendung von 
„Erholungsdrogen" wird ebenfalls verpflichtend. Jede Person erhalt ein Quantum zugeteilt, das sie in den 
Eine-Welt-Regierungs-Geschaften auf der ganzen Welt kaufen kann. Drogen zu BewuGtseinskontrolle 
werden ohne das Wissen der Menschen in die Nahrung und/oder in die Wasserversorgung zugesetzt. 
Von Regierungsangestellten betriebene Drogenbars werden eingerichtet, in denen die Sklavenklasse ihre 
Freizeit verbringen kann. Auf diese Weise werden die nicht zur Elite gehorenden Massen auf die Stufe 
und das Verhalten von Haustieren reduziert und ohne eigenen Willen sehr leicht zu regieren und zu 
kontrollieren sein. Das Wirtschaftssystem wird auf die oligarchische Herrscherklasse abgestimmt sein, 
wobei nur soviel Nahrungsproduktion und Dienstleistungen erlaubt sind, da(3 die Sklavenlager 
weiterbetrieben werden konnen. Der gesamte Reichtum wird in den Handen der Elite des Komitees der 
300 zusammenflieRen. Jedes Individuum wird dahingehend unterwiesen werden, daR es fur sein 
Uberleben vollig vom Staat abhangig ist. Die Welt wird mittels FGhrungdekreten des Komitees der 300 
regiert werden, die sofort Gesetzeskraft erlangen. Boris Jelzin verwendet bereits versuchsweise Dekrete 
des Komitees der 300, urn Rutland den Willen des Komitees der 300 aufzudrucken. Es wird Gerichte der 
Bestrafung an Stelle von Gerechtigkeit geben. Die Industrie wird vollig zerstort, ebenso alle mit 
Kernenergie betriebenen Systeme. Nur die Mitglieder des Komitees der 300 und ihre Elite werden ein 
Anrecht auf die Ressourcen der Erde haben. Die Landwirtschaft wird vollig in der Hand des Komitees 
sein, welches die Nahrungsmittelproduktion strikt kontrolliert. Wenn die MaRnahmen zu greifen beginnen, 
werden groGe Bevolkerungsteile mit Gewalt aus den Stadten in abgelegene Gebiete umgesiedelt. Wer 
sich weigert, wird in Manier des Eine-Welt-Regierung-Experiments von Pol Pot in Kambodscha eliminiert 
werden. Todkranke und Alte unterliegen einer zwangsweisen Euthanasie. Keine Stadt soil, wie in der 
Arbeit von Kalergi beschrieben, eine bestimmte GroRe Gberschreiten. Wichtige Arbeiter werden in andere 

25 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Stadte transferiert. Andere, weniger wichtige Arbeiter werden nach dem Zufallsprinzip ausgewahlt und in 
andere Stadte verschickt, um die Quoten aufzufGllen. Mindestens 4 Milliarden „nutzlose Esser" werden bis 
zum Jahr 2050 durch begrenzte Kriege, organisierte Epidemien von todlichen, rasch wirkenden 
Krankheiten und durch Hunger ausgerottet werden. Energie, Nahrung und Wasser werden fur die Nicht- 
Elite auf dem Existenzminimum gehalten, zuerst bei der weiRen Bevolkerung von Westeuropa und 
Nordamerika und spater auch bei den anderen Rassen. Die Einwohner von Kanada, den Vereinigten 
Staaten und Westeuropa werden rascher dezimiert werden als anderswo, bis die Weltbevolkerung eine 
leicht lenkbare Zahl von einer Milliarde erreicht hat, von denen 500 Millionen Chinesen und Japaner sein 
werden. Diese wurden deshalb ausgesucht, weil es Volker sind, die schon seit Jahrhunderten 
reglementiert wurden und die daran gewohnt sind, einer Autoritat fraglos zu gehorchen. Von Zeit zu Zeit 
wird es kunstlich erzeugte Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung geben, um die 
Massen daran zu erinnern, daR ihre Existenz vom guten Willen des Komitees der 300 abhangt. Nach der 
Zerstorung der Wohnbau-, Auto- und Schwerindustrie werden die kQmmerlichen Reste unter der Leitung 
des Club of Rome stehen. Ebenso werden alle wissenschaftlichen und Raumforschungsentwicklungen 
auf die Elite beschrankt und unter die Kontrolle des Komitees fallen. Die Weltraumwaffen aller fruheren 
Nationen werden gemeinsam mit den Kernwaffen zerstort. Alle wichtigen und nebensachlichen 
pharmazeutischen Produkte, Doktoren, Zahnarzte und Pflegedienstmitarbeiter werden in der zentralen 
Computerdatenbank registriert, und es wird ohne die ausdrGckliche Genehmigung des fur jede Stadt und 
jeden Ort verantwortlichen Regionalaufsehers keine Arznei Oder medizinische Hilfe verschrieben werden. 
Die Vereinigten Staaten werden von einer Menschenflut aus fremden Kulturen Gberschwemmt werden, 
die eines Tages die weiRe Bevolkerung Gberwaltigen wird. Es werden Leute sein, die keine Vorstellung 
von den Dingen haben, fur die die US-Verfassung steht, und die deshalb auch nichts unternehmen 
werden, sie zu verteidigen. Freiheit und Gerechtigkeit werden ihnen wenig bedeuten, und Nahrung und 
eine Unterkunft ihre wichtigsten Gedanken sein. Keine Bank auRer der Weltbank und der Bank fur 
International Zahlungsausgleich wird mehr operieren durfen. Privatbanken werden verboten sein. Die 
Entlohnung fur geleistete Arbeit wird nach einem einheitlich festgelegten Schema erfolgen. 
Lohnverhandlungen werden ebenso wie Abweichungen von der Standardentlohnung untersagt sein. 
Gesetzesbrecher werden sofort hingerichtet. 

Es wird kein Bargeld und keine MGnzen mehr in den Handen der Nicht-Elite geben. Alle Transaktionen 
werden mittels Schuldenkarte (engl, debit card) durchgefQhrt, auf der die Identifikationsnummer des 
Tragers steht. Jede Person, die in irgendeiner Art gegen die Gesetze und Regelungen des Komitees der 
300 verstoRt, verliert je nach Art und Schwere des Vergehens fur verschieden lange Zeit ihre Karte. Wenn 
eine solche Person etwas kaufen will, wird sie herausfinden, daR ihre Karte auf der schwarzen Liste steht, 
und sie wird nichts mehr bekommen. Versuche, mit „alten" Munzen Geschafte zu machen, etwa mit den 
SilbermQnzen von ehemaligen, dann nicht mehr existenten Nationen, werden als Kapitalverbrechen 
behandelt werden und der Todesstrafe unterliegen. Alle solchen MGnzen werden innerhalb einer 
gewissen Zeit abgegeben werden mussen, zusammen mit Pistolen, Gewehren, Explosivstoffen und 
Autos. Nach einem ernsten Vergehen wird die Karte beim nachsten Kontrollpunkt, an dem sie 
vorgewiesen werden muR, beschlagnahmt. Spater wird die Person nicht mehr in der Lage sein, Nahrung, 
Wasser, Unterkunft, Oder Arbeit zu erhalten, geschweige denn medizinische Hilfe. Sie wird offiziell als 
gesetzlos registriert. Auf diese Weise werden groRe Gruppen von Gesetzlosen geschaffen, die in 
Regionen leben, wo sie am besten ihr Auskommen finden konnen. Personen, die den Gesetzlosen auf 
irgendeine Weise helfen, werden erschossen. Wenn Gesetzlose sich nicht nach einer gewissen Zeit der 
Polizei oder dem Militar ergeben, wird ein beliebiges fruheres Familienmitglied ausgesucht, das an seiner 
Stelle ins Gefangnis muR. 

Die Rivalitaten von Volkern und Gruppen wie die Araber, Juden und afrikanischen Starmme werden 
angeheizt, und es wird ihnen gestattet werden, unter den Augen von UNO-Beobachtern und der NATO 
gegenseitige VernichtungsfeldzGge zu fuhren. Die gleiche Taktik wird in Zentral- und Sudamerika 
angewandt werden. Diese Zermurbungskriege werden vor der Ubernahme durch die Eine-Welt-Regierung 
stattfinden, und zwar auf jedem Kontinent, auf dem groRe Bevolkerungsgruppen mit ethnischen und/oder 
religiosen Unterschieden leben. Die ethnischen und religiosen Differenzen werden aufgeblasen und 
verschlimmert und gewalttatige Konflikte als Mittel, die Differenzen „beizulegen" ermutigt und unterstutzt 
werden. Alle Informationsdienste, Fernsehen, Radio und Printmedien werden der Kontrolle der Eine-Welt- 
Regierung unterliegen. RegelmaRige GehirnwaschemaRnahmen werden unter dem Namen 
„Unterhaltung" auf jene Weise durchgefQhrt werden, die in den Vereinigten Staaten schon zur Kunstform 
erhoben worden ist. Jugendliche, die ihren Jlloyalen Eltern" entzogen worden sind, erhalten eine 
besondere Erziehung, um sie zu brutalisieren. Jugendliche beiderlei Geschlechts werden eine Ausbildung 
zu Gefangniswartern erhalten, um in den Arbeitslagern der Eine-Welt-Regierung zu dienen. 
Dr. John Coleman aus dem Buch Das Komitee der 300 



26 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



3.9 Uber die Globalisierung zur Neuen Weltordnung 

FGr Mary Robinson, fruher Hohe Menschenrechtskommissarin der UNO und jetzt Prasidentin von 
„Realizing Rights: The Ethical Globalization Initiative", ist „der Schutz der Menschenrechte von Migranten" 
vordringlich. Zur BegrGndung einer „menschenrechtsorientierten Politik" nennt sie drei Argumente. 
Erstens wGrde den Migranten die Moglichkeit zur legalen Arbeit eingeraumt. Zweitens wGrden sie ihre 
Aufenthaltsgenehmigungen, den Zugang zu medizinischer Versorgung, Wohnraum und Integration 
ermoglichen. Und drittens seien Menschenrechte keine „Wunschsache", sondern international verbindlich 
fur alle Staaten festgelegt! Frau Robinson laGt sich nicht als weltfremde Idealistin abtun, denn sie hat als 
Staatsprasidentin Hands viel Erfahrung in der praktischen Politik gesammelt. Um so ernster sind die 
Defizite, die sich in ihrer BegrGndung auftun. Da ist zunachst der Begriff „Migrant" (lat. „Wanderer"), der 
den Unterschied verwischt zwischen Einwanderern, die das Empfangerland nach einem PrGfverfahren 
willkommen heiGt, und illegalen Zuwanderern, Asylanten usw. Aliein dadurch, daR jemand sich auf den 
Weg macht und alle Hindernisse Gberwindet, sollen ihm im Zielland „Menschenrechte", politische und 
soziale, entstanden sein, auf die das Land gar keinen EinfluR hat. Es mu(3 sich um Rechte handeln, die in 
einem abstrakten Menschsein wurzeln, doch ein Widerspruch bleibt ungelost: Was von einer 
„Weltgemeinschaft" als universelles Recht proklamiert und festgelegt worden ist, mu(3 nicht von dieser, 
sondern von einem konkreten Staat realisiert werden, dessen Burger bei der Festlegung, Definition 
und Umsetzung der Rechte ubergangen und entmundigt werden. Die Menschenrechtsproblematik ist 
ein zentraler Moment der internationalen und nationalen Politik und wegen der Wanderungsstrome auch 
einer breiten Offentlichkeit als solches bewuRt geworden. Sie ist popular, denn an ihr warmt sich das 
Herz. Eine schlGssige BeweisfGhrung der Menschenrechte aber gibt es bis heute nicht. Ihre 
naturrechtliche BegrGndung mit der „Gleichheit" aller Menschen ist kaum Gberzeugend, weil der Mensch 
von Natur eher verschieden ist. Auch kann der Mensch nicht als abstraktes Individuum definiert werden, 
denn er lebt in einer konkreten Gemeinschaft, kommuniziert mit deren Werten, Normen, Traditionen, wird 
von ihnen gepragt und pragt sie selbst. „Dle Gesamtheit dieser Beziehungen und Gebrauche", schreibt 
Alain de Benoist, ,,-all das also, was sein Umfeld ausmacht und sein Wesen umgibt - ist kein 
uberflussiges Beiwerk, sondern im Gegenteil, ein wesentlicher Bestandteil seines lens." 
Warum soil er dessen Umschmelzung durch die Veranderung des Umfelds hinnehmen? Wer darf 
sagen, daft das Recht auf Selbstbehauptung hinter dem Recht des anderen auf Verbesserung 
seiner Lebensbedingungen zuruckzutreten hatte? 

Wie wenig die Frage mit hypermoralischem Vokabular beantwortet werden kann, zeigt sich, wenn man sie 
in der Sprache der Okonomie formuliert. Es ist irrsinnig, die materiellen und immateriellen 
GemeinschaftsgGter einer Gesellschaft bedingungslos jedem zuganglich zu machen. Denn das schafft 
den Anreiz, sie exzessiv in Anspruch zu nehmen, ohne etwas fur ihre Regeneration zu tun. Ein 
sozialistischer Schlendrian unter menschenrechtlichen Vorzeichen ware das, denn den Menschenrechten 
stGnden keine Verpflichtungen gegenGber. Das fGhrt zum VerschleiR der GemeinschaftsgGter und der 
Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat. Wieso soil ein Land, eine Gesellschaft sich derartiges antun? 
Die aktuelle Menschenrechtspolitik ist ein Kind der Globalisierung. Ohne sie auf ein ideologisches Vehikel 
zur okonomischen Expansion reduzieren zu wollen - hinter ihr steckt das Gedankenkonstrukt, den 
Reichtum des westlichen Kapitalismus mit weltweit proklamierten sozialen und politischen Rechten zu 
verbinden und damit eine gerechte Weltgesellschaft zu schaffen. ... 

Der westliche Sozialstaatsentwurf plus politisch-ethische Vereinheitlichung der Welt - das ist der 
universalistisch-theologische Geschichtsentwurf, fur den die Menschenrechte das Vehikel bilden. Doch 
der Entwurf beruft sich auf Voraussetzungen, die weltweit gar nicht gegeben sind. Die universalistisch- 
menschenrechtlichen Prinzipien, „die alien Individuen gleiche Autonomie und Wurde zusprechen, 
(konnen) nur in Gesellschaften gedeihen, in denen eine hochdifferenzierte Arbeitsteilung das Kollektiv 
atomisiert und Massenproduktion und -konsum auf vollen Touren laufen. Entfallen diese 
Voraussetzungen, dann mussen die Freiraume zusammenschrumpfen, in denen sich individualistische 
Selbstverwirklichung, Toleranz, Konsens entfalten. Solche Prinzipien und Einstellungen sind ja die 
Begleiterscheinungen eines abgesicherten Wohlstandes, bei dem es fur keinen einzelnen existenziell 
entscheidend ist, was sein nachster glaubt und treibt." Panajotis Kondylis 

Man kann sich ausrechnen, da(3 weder okonomische Gerechtigkeit noch Selbstverleugnung einen 
Ausweg bieten. Wenn die GemeinschaftsgGter der Nordlander „gerecht" auf die Welt verteilt wGrden, sei 
es durch unbegrenztes Einlassen von Zuwanderern, sei es durch Transfers, deren Hohe sich am Anteil 
der Weltbevolkerung bermiRt, wGrde deswegen kein weltweiter Massenwohlstand ausbrechen, sondern 
die Armut sich global ausdehnen. WGrde andererseits die Dritte Welt genauso leben wie der Westen und 
ihren Energieverbrauch auf den der USA hochschrauben, ware die Katastrophe total Oder scheiterte 
hochstens an der Endlichkeit der Ressourcen. Wer weltweite Erwartungen weckt und als Rechte 
sanktioniert, die sich am Vorbild der Massendemokratie und des Massenwohlstands im Westen 
orientieren, wahrend doch die materiellen Voraussetzungen dafGr fehlen, sammelt Explosionsstoff, an 
dem sich ein neuer WeltbGrgerkrieg entzGnden kann. Der wird auch die Menschenrechts-Verfechter nicht 
unverschont lassen! Junge Freiheit, 05/07, Seite 1 1 , Thorsten Hinz 

27 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Des Griffin, Auszug aus dem Buch: DIE HERRSCHER, Pasadena, Cal. 1980 

In den Jahren nach der Reformation kam in gebildeten Kreisen eine neue Denkrichtung in Mode, die als 
„Aufklarung" (deutscher Rationalismus) bekannt wurde. Dieser Rationalismus entwickelte sich zuerst in 
Deutschland, weil dies das einzige Land mit relativer Religions- und Gedankenfreiheit war. In anderen 
Staaten war das Denken zensiert, und KirchenfGhrer verfolgten oder toteten jeden, der seine Gedanken 
frei auRerte. Die Studierenden wurden von den stickigen Zwangen befreit, die im dunklen Zeitalter auf 
jeglichen akademischen Beschaftigungen gelastet hatten - und die Brise der Forschung und der 
intellektuellen Neugier wehte frisch durch die „geheiligten Hallen" der Gelehrsamkeit. Viele fuhlten sich 
ermutigt, langgehegte Glaubenswerte, die ohne PrGfung allgemein fur wahr gehalten worden waren, zu 
hinterfragen. Die einst so machtige Kirche, deren Verfall durch Korruption und moralische Verdorbenheit 
eingeleitet worden war, hatte viele Ideen verkundigt, die sich langst als vollig irrig erwiesen hatten. Das 
war den Aufklarern ebenso klar wie die Tatsache, daR die Kirche - von der ja allgemein angenommen 
wurde, sie sei der Leib Christi - ihre Anhanger durch EinschGchterung und aberglaubischen Riten in 
Abhangigkeit hielt. Sie gingen falschlicherweise davon aus, daR die Mythen und aberglaubischen 
Vorstellungen des dunklen Zeitalters auf der Bibel beruhten. Da sie den Aberglauben als falsch 
widerlegen konnten, nahmen sie - ohne einen wirklichen Beweis dafQr zu haben - an, sie hatten die Bibel 
widerlegt. ... Dessen ungeachtet gibt es eine Tatsache, Gber die kein Zweifel besteht: 
der llluminatenorden wurde am 1. Mai 1776 von Dr. Adam Weishaupt, Professor fur katholisches 
Kirchenrecht an der Universitat Ingolstadt, gegrGndet. Weishaupt - von Geburt her Jude, der spater zum 
Katholizismus konvertierte - brach mit dem Jesuitenorden, dem er als Priester angehort hatte, und 
grGndete seine eigene Organisation. ... Es ist wichtig, daR wir diese wahre Bedeutung des Namens von 
Weishaupts Geheimgesellschaft klaren. Der Name Jlluminaten" impliziert, daR Mitglieder des Ordens die 
einzigen wirklich aufgeklarten Menschen sind und wissen, „um was es wirklich gent". Weishaupt und 
seine Anhanger hielten sich fur die Creme de la creme der Intelligentsia, fur die einzigen Menschen mit 
der Fahigkeit, dem Wissen, der Einsicht und dem Verstehen, die notwendig sind, wenn man die Welt 
regieren und ihr den Frieden bringen will. Ihr erklartes Ziel war die Errichtung eines „Novus Ordo 
Saeclorum", einer neuen Weltordnung bzw. einer Weltregierung. Der Name Jlluminati" leitet sich von 
dem Wort Luzifer her, das „Lichtbringer" bedeutet oder ein Wesen von auRerordentlicher Brillianz 
(vgl. Jesaja 14:12). Adam Weishaupt wurde am 6. Februar geboren. Seine Erziehung durch die Jesuiten 
hatte in ihm einen starken Widerwillen gegen diesen Orden erweckt. Als er mit ihm brach, vertiefte er sich 
in die subversiven und antichristlichen Lehren der franzosischen Philosophen und anderer Schriftsteller, 
die sein eingeborenes UberlegenheitsgefGhl ansprachen. 

Die nachsten funf Jahre widmete er sich der Meditation. In dieser Zeit entwarf er den Plan, die Zivilisation 
umzustGrzen und einen (wie er es nannte) „Novus Ordo Saeclorum" - eine neue Weltordnung - zu 
errichten. Er entwickelte den Ablauf der Revolution selbst. 

Am 1. Mai 1776 begrGndete Weishaupt die Geheimgesellschaft der llluminaten als das Werkzeug, mit 
dem er sein Ziel erreichen wollte. Alie Mitglieder muRten Namen der klassischen Antike annehmen. 
Weishaupt nannte sich Spartacus, nach dem AnfGhrer einer Erhebung von Sklaven im alten Rom; sein 
erster Assistent, Herrvon Zwack, Beraterdes Prinzen von Salm, hieR Cato; aus Baron Meggenhoff wurde 
Sulla, aus Adolph Freiherr von Knigge wurde Philo usw. 

In der 81. Edition der Encyclopaedia Britaniica von 1910 wird erwahnt, daR der Orden in drei 
Hauptklassen eingeteilt war; die erste bestand aus „Novizen", „Minervalen" und „geringeren llluminaten"; 
die zweite bestand aus Freimaurern - „gewohnlichen" und „schottischen Rittern"; der dritten oder 
Mysterienklasse gehorten „Priester" und „Regenten", „Magier" und „der Konig" an. Der Konig war naturlich 
Weishaupt selbst. Den Novizen, die die auReren Ringe ausmachten, wurde erzahlt, der groRe Zweck der 
llluminaten sei es, „aus der menschlichen Rasse ohne Unterscheidung von Nation, Zustand oder Beruf, 
eine gute und gIGckliche Familie zu machen." ... Als Warnung vor den Folgen eines Verrats nahm der 
Novize an einer Zeremonie teil, wahrend der ihm mitgeteilt wurde: „Wenn du nur ein Verrater bist und 
einen Meineid geschworen hast, sollst du wissen, daR unsere BrGder aufgefordert sind, die Waffen gegen 
dich zu erheben. Hoffe nicht zu fliehen oder einen sicheren Ort zu finden. Wo immer du sein wirst, 
Scham, Reue und der Zorn unserer BrGder wird dir bis in die letzten Schlupfwinkel deines Innern folgen 
und sie zerfressen" (World Revolution, Nesta Webster, London 1921, S. 14). 

Wenn ein Mitglied den Jnneren Kreis" erreicht hatte, war sein Eid absoluter Geheimhaltung und fraglosen 
Gehorsams zu einer todernsten Angelegenheit geworden. Erst jetzt durfte er die letzten Ziele des Ordens 
erfahren: 1. Abschaffung jeder ordentlichen Regierung; 2. Abschaffung des Privateigentums; 3. 
Abschaffung des Erbrechts; 4. Abschaffung des Patriotismus; 5. Abschaffung aller Religionen; 
6. Abschaffung der Familie (d. h. ohne Ehe, Moral und ordentlicher Kindererziehung); und 7. 
die Errichtung einer Weltregierung. 



28 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Selbstverstandlich wurden diese eigentlichen Ziele des Ordens vor den meisten Mitgliedern geheim 
gehalten, ihnen wurde versichert, der alleinige Zweck der Gesellschaft sei die Sicherstellung „des GIGcks 
der Menschheit". ... 

Der erste echte Umschwung, was Insider-Information Gber die llluminaten betrifft, ereignete sich, als diese 
..groRen Intellektuellen" toricht genug waren, John Robison zum Beitritt aufzufordern. Robison, Professor 
der Naturphilosophie an der Universitat Edinburgh, war Generekretar er angesehenen _Royal Society der 
Stadt. Seine Zeitgenossen (und besonders Adam Weishaupt) hielten ihn fur einen der fuhrenden 
Intellektuellen jener Tage. Als Weishaupt Robison einlud, in die Reihen der Verschworer einzutreten, wird 
er geglaubt haben, der britische Professor konnte sein Trumpf-As bei der Ausdehnung seiner 
Organisation auf die britischen Inseln sein. Weishaupt schatzte Robisons Charakter allerdings vollig 
falsch ein. Er hatte mit einem dunkelhaften, eingebildeten Menschen mit einem unersattlichen Machttrieb 
gerechnet; stattdessen bekam er es mit einem Mann zu tun, der am Schicksal seiner Mitmenschen und 
seines Volkes aufrichtig Anteil nahm. Robison war nicht kauflich. 

Er fiel auch nicht auf die LGge herein, die Ziele der llluminaten seien rein und ehrenhaft. DarGber sagte er 
jedoch nichts, sondern ging zum Schein auf die Verschworer ein. So wurden ihm hochvertrauliche 
Dokumente zuganglich gemacht, aufgrund derer er die Aktivitaten an der Spitze des Geheimordens aus 
nachster Nahe untersuchen konnte. Das Ergebnis war ein aufsehenerregendes Buch, das er 1797 unter 
dem Titel „Proofs of a Conspiracy" veroffentlichte. Alles, was wir heute Gber die Anfange von llluminaten 
wissen, stammt von Robisons Buch sowie von einem Werk, das der Priester Barruel ein Jahr spater 
schrieb: (Memoirs) ..Illustrating the History of Jacobinism". 

Obwohl beide Autoren nichts voneinander wuRten, geben beide Werke uns einen klaren Uberblick Gber 
die Organisation. Beide stGtzen sich weitgehend auf die Originalschriften des Ordens und der Sekte der 
llluminaten, den offiziellen Bericht der bayerischen Regierung, den sie 1786 nach einer langeren 
Untersuchung herausgegeben hatte. ... Sir Walter Scott hebt im zweiten Band seines Werkes ..Das Leben 
Napoleon Bonapartes" die Tatsache hervor, daR alle Ereignisse, die in die franzosische Revolution 
mGndeten, von den Geldbaronen - den llluminaten - herbeigefGhrt wurden, deren Agenten den Mob zur 
Etablierung des berGchtigten Terroristenregimes anstifteten. Detailliertere Informationen Gber die 
Ursachen der franzosischen Revolution findet der Leser in dem ihr gewidmeten Buch von Nesta Webster. 
Kommandeur William Guy Carr's Buch ..Pawns in the Game" bringt die Fakten dieser bedeutenden 
geschichtlichen Epoche in zusammengedrangter Form. ... 

Weishaupt forderte blinden Gehorsam gegenGber der ..Parteilinie", so wie er sie selbst festgelegt hatte. 
LGgen, WidersprGche und Betrug waren an der Tagesordnung. Er hatte keine Skrupel zuzugeben, daR er 
sich bemGhte, Leichtglaubige in die Organisation zu locken. Er schrieb: „Diese Leute bedeuten Zuwachs 
fur uns und bringen Geld in unsere Kassen; werft unseren Koder aus und Ia3t so viele Menschen wie 
moglich anbeiSen ... aber sagt ihnen nichts uber unsere Geheimnisse, sie durften nicht uber die 
Geheimgrade und die Verschworung informiert werden, mit deren Hilfe sie getreu der Zielsetzung des 
Ordens versklavt werden sollten'. Sie mussen glauben, da3 der niedrige Grad, den sie erreicht haben, der 
hochste ist." Weishaupt hatte einen subtilen, scharf umrissenen Plan zur Zerstorung der Religion: 
„lch habe eine in jeder Hinsicht vorteilhafte Erklarung ersonnen; sie ist fur jede christliche 
Religionsgemeinschaft verlockend; sie lost sich nach und nach von jeder Art religiosen Vorurteils; sie 
pflegt soziale Tugenden; und sie regt sie an durch die groRe, machbare, baldige Aussicht auf universales 
GIGck in einem Staat der Freiheit und moralischen Gleichheit, frei von den Barrieren, die Untertanigkeit, 
Klassenordnung und Reichtum fur uns bedeuten. Meine Erklarung ist prazise und vollstandig, meine 
Mittel sind wirksam und unwiderstehlich. Unsere Geheimorganisation arbeitet so, daR ihr nichts 
widerstehen kann, und bald wird die Menschheit frei und gIGcklich sein". (Proofs of a Conspiracy, S. 64) 
Dieser Plan erwies sich nicht nur bei den Novizen, sondern auch bei Menschen aller Stellungen und jeden 
Alters als auRerst erfolgreich: „Das Bewundernswurdigste von allem", schrieb Weishaupt an Cato, Jst, 
da3 bedeutende protestantische und reformierte Theologen (Lutheraner und Calvinisten), die unserem 
Orden angehoren, wirklich der Ansicht sind, der Orden sei die wahre, unverfalschte Verkorperung der 
christlichen Religion. Oh Mensch, was kann man dich nicht glauben machen?" 
(Webster, World Revolution, S. 13). 

...Am 16. Juli 1782 wurde auf dem KongreR von Wilhelmsbad die Allianz zwischen llluminaten und 
Freimaurern endgGltig besiegelt. Mit diesem Pakt vereinigten sich die fGhrenden Geheimgesellschaften 
der damaligen Zeit. Die neue Allianz hatte ..weltweit nicht weniger als drei Millionen Mitglieder". Kein 
Historiker hat die tatsachlichen Auswirkungen dieses Zusammenschlusses auf die Weltgeschichte 
gebGhrend gewGrdigt. Weitherhin wurde auf das Illuminaten-Ziel hingearbeitet, namlich die Zerstorung 
nationaler Souveranitat und die Errichtung einer Weltregierung, eines ..Novus Ordo Seclorum." Dieses 
Zeichen wurde von Weishaupt Gbernommen, als er den llluminatenorden am 1 . Mai 1 776 grGndete. 
Auf dieses Ereignis wird durch die romischen Ziffern MDCCLXXVI am FuR der Pyramide hingewiesen, 
nicht auf das Jahr der Unabhangigkeitserklarung, wie Uneingeweihte angenommen haben. Weiterhin 
muR man wissen, daR das Zeichen der Vereinigung der llluminaten mit den Freimaurern auf dem 
Wilhelmsbader KongreR von 1782 fur die letzteren Bedeutung erlangte. Beachten Sie auch die Inschrift 
des Zeichens oberhalb der Pyramide: ANNUIT COEPTIS - es bedeutet ..unsere Unternehmung 

29 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



(Verschworung) ist vom Erfolg gekront". Unter der Pyramide stehen die Worte NOVUS ORDO 
SECLORUM. Sie erklaren die Natur der Unternehmung, die Schaffung einer „neuen Weltordnung" oder 
des New Deal. Es ist von Bedeutung, daR „der Grundeckstein", die Spitze der Pyramide fehlt. An ihrer 
Stelle erscheint das „allsehende Auge", das die terroristische Spionageagentur symbolisiert, die 
Weishaupt unter dem Namen der „Schmeichlerischen BrGder" einrichtete. ... 

Im Jahre 1829 finanzierten amerikanische llluministen in New York eine Vortragsreihe der englischen 
llluministin Frances „Fanny" Wright. Sie verkGndete das gesamte Weishaupt-Programm ihrer Hilfstruppe 
des llluminatenordens, einschlieBlich Kommunismus - der unter dem Namen „gleiche Chancen, gleiche 
Rechte" schmackhafter gemacht wurde -, Atheismus, Frauenemanzipation und freier Liebe. Die 
Anwesenden wurden darQber informiert, daR es die Absicht der llluminaten sei, nihilistische und 
atheistische Gruppen mit alien anderen subversiven Organisationen zu einem internationalen Verband 
zusammenzuschlieRen, der Kommunismus heiRen sollte. Diese neue destruktive Kraft wurde dann von 
den llluminaten zur Auslosung von Kriegen und Revolutionen verwendet werden. Clinton Roosevelt (ein 
direkter Vorfahr von Franklin Delano Roosevelt), Charles Dana und Horace Greeley bildeten ein Komitee, 
das Spenden fur die neue Sache sammeln sollte. ... 

1830 starb Weishaupt im Alter von 82 Jahren. In dem BemGhen, die Welt davon zu Gberzeugen, daR das 
llluminatentum gestorben und keine Gefahr mehr war, inszenierte er eine eindrucksvolle „Reue" auf dem 
Totenbett und kehrte in den SchoR der katholischen Kirche zuruck. 

1834 wurde Guiseppe Mazzini, der italienische Revolutionsfuhrer, von den llluminaten zum Leiter ihres 
weltweiten Revolutionsprogrammes ernannt. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod 1872 inne. Etwa 
zur selben Zeit trat ein obskurer Intellektueller mit Namen Mordechai Marx Levy alias Karl Marx, einer der 
Zweigorganisationen der llluminatenverschworung bei, dem Bund der Gerechten. 1847 erhielt er den 
Auftrag, ein Werk zu schreiben, das spater unter dem Titel „Das Kommunistische Manifest" bekannt 
wurde. Im Grunde handelt es sich dabei urn eine politische Niederlegung der Gesamtplanung fur die 
Zukunft. Marx spielte eine so untergeordnete Rolle, daR sein Name zwanzig Jahre lang nicht auf dem 
Manifest erschien. Er war lediglich ein Bauer in dem Schachspiel, das die wirklichen Machte hinter den 
Kulissen spielten. Unvoreingenommene Historiker haben langst festgestellt, daR das Kommunistische 
Manifest nichts „Neues" oder „Ursprungliches" enthielt. Es ist weiter nichts als ein wiederaufgewarmtes 
Plagiat der Schriften Adam Weishaupts und seines SchGlers Clinton Roosevelts. ... 
Politik- und Religionsphilosophen wissen schon lange, daR der wirksamste Weg, einen Menschen zu 
unterwerfen, die Unterwerfung seines Geistes ist. 8 

Daher spielt im Kampf urn die Weltherrschaft das Erziehungswesen die entscheidende Rolle. Die Fuhrer 
der llluminaten erkannten sehr fruh, daR der Erfolg ihres Plans, die Welt zu erobern und zu beherrschen, 
von der Kontrollgewalt Gber die Schulen, Colleges und Universitaten abhing. DarGber hinaus waren sie 
sich der Notwendigkeit bewuRt, Zeitungen, Zeitschriften und Verlage zu infiltrieren und kraftig zu 
beeinflussen. Die Vereinigten Staaten, GroRbritannien und andere traditionell freiheitsliebende Nationen 
wurden zwecks Spezialbehandlung in dieser Hinsichtaufs Korn genommen. 

Lady Queensborough schrieb vor etwa fGnfundvierzig Jahren: „Ein positiver Geist kann nicht kontrolliert 
werden. Wenn man eine okkulte Herrschaft errichten will, mu3 man den Geist der Menschen passiv und 
negativ ausrichten. Ein bewuBt auf ein genau ins Auge gefaStes Ziel hinarbeitender Geist ist eine Macht 
und kann als solche einer anderen Macht - zu gutem oder bosem Zweck - trotzen." Das Streben nach 
Weltherrschaft kann allein durch die Aufdeckung dieses Prinzips verurteilt werden; da das Prinzip leider 
unentdeckt blieb, bleibt jenes Streben ohne Gegnerschaft. 

Novus ordo seclorum - dieser Satz findet sich ebenfalls auf der RGckseite des GroRen Siegels der 
Vereinigten Staaten. Es wird seit 1935 auf der RGckseite der amerikanischen Ein-Dollarnote abgedruckt. 
Der Satz wird oft falschlicherweise mit „Neue Weltordnung" Gbersetzt; die korrekte lateinische 
Ubersetzung hierfGr ware „Novus ordo mundi" Der Anfang und das Ende dieses Schriftzuges ist mit dem 
Symbol der LGge geziert - der DoppelzGngigkeit. Das „NOVUS ORDO SECLORUM", das auf der Ein- 
Dollarnote verewigt ist, entspricht haargenau der Ideologie von Adam Weishaupt, dem BegrGnder der 
llluminaten (im Grunde ist es Rothschilds Ideologie), die Welt unter Zuhilfenahme des Papiergeld- 
systems in eine neue Ordnung zu fGhren. Das Wort seclorum ist zudem Plural. Novus ordo seclorum ist 
eine Anspielung auf Vers 5 der 4. Ekloge des Dichters Vergil: Magnus ab integro saeclorum nascitur ordo 
- „Die groRe Folge der Zeitalter beginnt erneut". Charles Thomson, der Gestalter des GroRen Siegels, 
schrieb, daR diese Worte die Anfange eines neuen amerikanischen Zeitalters unterstreichen. 
An der Spitze stehen die Rothschilds, die Windsors/Merowinger, die Rockefellers, die Bronfmans, die 
DuPonts, die Russells, die Jesuiten. Diese im Aufbau befindliche Neue Weltordnung kann per se keine 
intakten Nationalstaaten dulden, weshalb die BGrger moglichst subtil (auch auf verschlungenen Wegen) 
aus der Verankerung in ihrem vertrauten Vaterland und Umfeld gelost werden. Deshalb sprieRt die 
verordnete „Harmonisierung"- meistens ohne demokratische Legitimation durch das Volk - durch alle 
Facetten des Staates und der Lebensbereiche der BGrger. Eine derart machtvolle Entfaltung ist nur 
moglich, wenn die Eliten mit sehr unterschiedlichen egoistischen Motiven sich Gber einen gemeinsamen 
Nenner auf ein gemeinsames Ziel hin ausrichten, das da lautet: Verbreitung ihrer Macht und Mehrung 
ihres Vermogens. 



„Solange ihr BewuBtsein nicht erwacht, werden sie niemals rebellieren."; George Orwell, 1984, Seite 88 

30 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Konzerne und Kartelle ersetzen den Wettbewerb 

Ein weiteres Problem der Wall Street war die Tatsache, daR die groRen 
Investmenthauser wie Morgan & Company und Kuhn, Loeb & Company 
inzwischen so machtig geworden waren, daR sie keinen ernsthaften Wettbewerb 
gegeneinander fuhrten. Die Zeit der Konzerne und Kartelle war in Amerika 
angebrochen, und fur diejenigen, die es bereits an die Spitze geschafft hatten, 
waren Praktiken wie Gemeinschaftsunternehmen, Aufteilung der Markte, 
Preisabsprachen und ZusammenschlGsse weit profitabler als der freie 
Wettbewerb. Ron Chemow erlautert das wie folgt: 

Bild 10: J. P. Morgan sr. wurde in England von seinem Vater Junius Morgan 
in das Bankwesen eingefuhrt. Die Morgans waren freundliche Wettbewerber 
der Rothschilds und entwickelten enge Beziehungen zu ihnen. [9, Seite 241] 

„Die Wall Street wuchs lawinenartig zu einer groBen, von Morgan dominierten Institution zusammen. Im 
Dezember 1909 hatte Pierpont eine Aktienmehrheit der Equitable Life Assurance Society von Thomas 
Fortune Ryan erworben. Dies sicherte ihm einen starken EinfluB auf Amerikas groBte Versicherungs- 
unternehmen, namlich Mutual Life, Equitable und New York Life ... Seine Firma Bankers Trust hatte drei 
andere Banken geschluckt. 1909 erwarb er die Kontrolle Uber Guaranty Trust, den er mit Hilfe einer 
ganzen Serie von Zusammenschlussen zu Amerikas groBtem Konzern machte ... Die Gruppe Money 
Trust umfaBte J. R Morgan & Company, First National Bank und National City Bank. Wie in einem 
inzestuosen Verhaltnis tauschten die Banker der Wall Street die Sitze in den Vorstanden. Einige Banken 
besaBen so viele Direktoren anderer Banken, daB es schwer war, sie auseinanderzuhalten ... Auch 
besaBen die Banken groBe Aktienpakete der Wettbewerber ... Weshalb schlossen sich diese Banken 
nicht einfach zusammen, Statt die Farce des Austausches von Aktien und Vorstandsmitgliedern 
fortzusetzen? Die meisten von ihnen waren im Privatbesitz und hatten dies leicht tun konnen. Der Grund 
dafur geht auf die traditionelle amerikanische Antipathie gegen eine konzentrierte Finanzmacht zuruck 
Das Trio Morgan, First National und National City furchtete also die Reaktion der Offentlichkeit, wenn es 
seine Verbundenheit offentlich gemacht hatte. " g 

Sogenannte verschrankte Geschaftsfuhrungen und andere Formen versteckter Kontrolle waren 
wesentlich sicherer als offene Verbindungen, doch auch dafur gab es Beschrankungen. Zum einen 
konnten damit nicht die Schranken anderer Gruppierungen Gberwunden werden. Als diese 
wirtschaftlichen Interessengemeinschaften groRer und groRer wurden, suchte man nach Wegen, sie an 
der Spitze zusammenzufuhren, statt die einzelnen Teile zu vereinigen. So wurde das Konzept eines 
Kartells geboren, einer „Gemeinschaft der Interessen" zwischen Geschaftsleuten derselben Branche. 
Diese Methode brachte die Geschaftsfuhrer auf hochster Ebene zusammen und reduzierte Oder 
verhinderte gleichzeitig die lastige Notwendigkeit des Wettbewerbs. 

Andererseits besitzen alle Kartelle einen inneren Selbstzerstorungsmechanismus. Fruher oder spater wird 
eines der Mitglieder unausweichlich unzufrieden mit seinem Anteil am Kuchen. Es beschlieRt also, wieder 
in den Wettbewerb zu treten, urn einen groReren Anteil des Marktes zu erobern. Rasch erkannte man, 
daB der einzige Weg, diese selbstzerstorerische Tendenz zu verhindern, darin bestand, daR man die 
Gesetzeskraft der Regierung zur Einhaltung von Abkommen einsetzen musse. Der Vorgang verlangte die 
Verabschiedung von Gesetzen, die als Schutz fur den Verbraucher dargestellt wurden, tatsachlich aber 
die Ausschaltung des Wettbewerbs vorsahen. Henry P. Davison, ein Geschaftsfreund von Morgan, 
brachte es auf den Punkt, als er einem KongreRausschuR 1 912 erklarte: Jch bevorzuge eine Regulierung 
und Kontrollen statt des Wettbewerbs."^ John D. Rockefeller sagte es sogar noch unverblumter in einem 
haufig zitierten Kommentar: „Wettbewerb isteine Sunde." u 

Dieser Trend beschrankte sich keineswegs auf das Bankenwesen. Ron Paul und Lewis Lehrman lieferten 
hierzu die historische Perspektive: „Nach 1896 und 1900 trat Amerika in eine fortschrittliche und 
vorwiegend republikanische Ara ein. Der geradezu zwanghafte Drang zur Bildung von Kartellen im 
Namen des Fortschritts eroberte jeden Aspekt des amerikanische n Wirtschaftslebens. Die 
amerikanischen Eisenbahnen hatten mit der Bildung der ICC in den 1880ern damit begonnen, doch nun 
wurde jeder Bereich nacheinander zentralisiert und zu Kartellen zusammengefaBt unter solchen Begriffen 
wie „Effizienz", „Stabilitat", „Fortschritt" und wegen des allgemeinen Wohles. Insbesondere die 
verschiedenen groBen Geschaftsbereiche, die zu den Interessen von J. P. Morgan gehorten, die sich 
haufig in der National Civic Federation und anderen Strategiekommissionen zusammenfanden, 
erkannten, daB es die freiwilligen Kartelle und Firmenzusammenschlusse in den spater 1890ern nicht 
geschafft hatten, monopolistische Preise der Industrie durchzusetzen. Sie wandten sich also an die 
staatlichen und bundesstaatlichen Regierungen, urn die Zwange des Wettbewerbs abzuwenden und 
erzwungene Kartelle zu errichten ..., naturlich in der Absicht, „die groBen Geschaftsmonopole in Schach 
zu halten" und dem allgemeinen Wohl zu dienen. "' 2 



Chemow, S. 152-153. 
10 Gabriel Kolko, Main Currents in Modern American History (New York: Harper &Row, 1976), S.13 
1 ' William Hoffman, David: A Report on a Rockefeller (New York: Lyle Stewart, Inc., 1 971 ), S. 29 
12 Paul und Lehrman, S. 119 

31 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Die Herausforderung bestand nicht langer darin, den Gegner zu 

uberwinden, sondern neue erst gar nicht entstehen zu lassen. Als 

John D. 13 die enormen Gewinne der Standard Oil dazu 

verwendete, die Chase National Bank unter Kontrolle zu bringen, 

und sein Bruder William die National City Bank of New York kaufte, 

gab es einen weiteren Gladiator in der Finanzarena der Wall 

Street. Morgan hatte keine Wahl, als die Rockefellers in den Club 

aufzunehmen, aber nachdem dies geschehen war, waren alle der 

Meinung, es durfe keine weiteren Wettbewerber geben. Das war 

die versteckte Absicht der Gesetzgebung. Gabriel Kolko erlautert: 

„Die schiere GroBe vieler Zusammenschlusse, die in der 

Schaffung von U.S. Steel ihren Hohepunkt fand, zwang ihn 

(Morgan), schon bald seine Haltung zu andern, obwohl er 

eigentlich die vollkommene Kontrolle bevorzugt hatte. Wichtiger 

noch: 1898 konnte er nicht langer die Macht der neuen finanziellen 

Konkurrenten ignorieren, sondern muBte ihnen mit einer gewissen 

Achtung gegenubertreten. Die mit der National City Bank 

verbundene Standard Oil Company besaB wesentlich groBere 

Mittel als Morgan und wollte sich 1899 in das Wirtschaftsleben Test Bild 11: John D. Rockefeller sr. 

bei den Kampfen einschalten... Das Ganze kam zu einem uber Wertpapiere, die jedoch im Grunde 

genommen auf ein teures Unentschieden hinausliefen. Morgan und Standard zollten einander danach 

Respekt, und die gegenseitige Duidung der Banker nahm zu... Eine freundliche bewaffnete Neutralitat 

statt freundlicher Zuneigung ist Grund genug fur die hohe Zahl an Verflechtungen zwischen den funf 

groBen New Yorker Bankhausern." H [9, Seite 485-487] 

Maskerade in Moskau 

Eine der groGten Mythen der Geschichte besagt, die Bolschewistische Revolution in RuBland sei ein 
Aufstand der elenden Massen gegen die verhaRte herrschende Klasse des Zaren gewesen. Wie wir 
jedoch sehen werden, geschahen die Planung, die Lenkung und vor allem die Finanzierung vollstandig 
auRerhalb RuBlands, zum groRten Teil von Finanzleuten in Deutschland, GroGbritannien und den 
Vereinigten Staaten. Weiterhin werden wir feststellen, daB die Rothschild-Formel eine wesentliche Rolle 
bei diesen Ereignissen spielte. Die verblGffende Geschichte beginnt mitdem Krieg zwischen RuBland und 
Japan 1904. Jacob Schiff, Leiter des New Yorker Investmenthauses Kuhn, Loeb & Co., hatte das Kapital 
fur eine groGe Kriegsanleihe fur Japan zusammenbracht. Aufgrund dieser Finanzierung waren die 
Japaner zu dem verblGffenden Angriff auf die Russen bei Port Arthur und im folgenden Jahr zur 
Dezimierung der russischen Flotte fahig. 1905 verlieh der Mikado Jacob Schiff eine Medaille in 
Anerkennung seiner Verdienste fur Japan. Wahrend zwei Jahren der Feindseligkeit wurden Tausende 
von russischen Soldaten und Matrosen gefangengenommen. Gegner des Zarenregimes auRerhalb 
RuBlands finanzierten den Druck marxistischer Propagandaschriften und lieRen sie in die 
Gefangenenlager schaffen. Russischsprechende Revolutionare wurden in New York ausgebildet und auf 
den Weg geschickt, urn die Pamphlete unter den Gefangenen zu verteilen, urn sie zur Rebellion gegen 
ihre eigene Regierung aufzustacheln. Als der Krieg voruber war, kehrten diese Offiziere und Soldaten 
nach Hause zuruck und wurden dort zu einem Samen des Verrates gegen den Zaren. 



3 John Davison Rockefeller I. wurde am 8. Juli 1839 in eine arme Arbeiterfamilie hineingeboren. Nichts deutete auf 
den spateren, marchenhaften Reichtum hin. Wahrend der Schulzeit arbeitete John Davison als Page und 
Tellerwascher, dann begann er eine Ausbildung zum Buchhalter und sparte jeden Penny. Am 1 . April 1 858 nahm 
Rockefeller ein Angebot des jungen Englanders Maurice B. Clark an und wurde Teilhaber eines Makler- und 
Agenturgeschaftes in Cleveland. Im gleichen Jahr begann das groBe Olzeitalter in den USA. Rockefeller stieg mit 
innovativer Technik, eigenen Olfassern und einer Spedition ins neue Geschaft ein. 1 870 entstand die „Standard Oil 
Company", mit John Davison Rockefeller, seinem Bruder William Rockefeller und drei weiteren Partnern als 
Grundungsaktionaren. Rockefeller fuhrte als unternehmerische Neuerung bald den Transport von Erdol in Pipelines 
ein, was den Transport per Bahn abloste und groBere Fordermengen ermoglichte. Standard Oil setzte alles daran, 
urn den amerikanischen und den Weltmarkt fur Olprodukte zu dominieren. Der gewaltige Spritbedarf der 
aufkommenden Motorisierung und Industrialisierung spulte so Unmengen an Geld in die Kassen. Zeitweise hatte 
Standard Oil die einzige Raffinerie, die in der Lage war, reinstes Benzin sowie Heizol und Petroleum herzustellen und 
raffinierte 90 Prozent der amerikanischen Ol-F6rderung - ein hart erkampftes Monopol. 

Rockefeller gait durch seine Unternehmungen als der mit Abstand reichste Mann seiner Zeit. Sein Vermogen betrug 
im Jahr 1913 rund 900 Millionen Dollar, was heute einem Wert von mindestens 190 Milliarden Dollar entsprechen 
wurde. Damitware John D. Rockefeller der womoglich reichste Mensch allerZeiten gewesen. Der Name Rockefeller 
gilt seither als Synonym fur den unvorstellbaren Reichtum eines Einzelnen. Zu den Rockefeller-Unternehmen 
gehorten und gehoren teilweise immer noch die Olfirma Exxon sowie die Chase Manhattan Bank. John Davison 
Rockefeller starb am 23. Mai 1 937 im Alter von 97 Jahren auf seinem Anwesen in Ormond, Florida. In den Medien 
wurde er als rucksichtsloser Geschaftsmann dargestellt, der Gegner aus dem Weg raumte oder raumen lie B. So 
sagte man ihm Kursmanipulation von Aktien sowie Bestechungen von Richtern und Politikern nach. Fur diese 
Straftaten wurde John D. Rockefeller jedoch nie verurteilt. FOCUS, Martin Kunz, 23.05.08 
14 Kolko, Triumph, S. 143-144 

32 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Einige Jahre spater spielten sie eine wesentliche Rolle bei der Meuterei wahrend der kommunistischen 
Machtubernahme in Rutland. 

RuBlands zwei Revolutionen 

Tatsachlich gab es in diesem Jahr zwei Revolutionen in Rutland und nicht nur eine. Die erste, genannt 
die Februar-Revolution, fuhrte zur Errichtung einer provisorischen sozialistischen Regierung unter 
Alexander Kerenski. Sie war relativ gemaRigt in bezug auf ihre politischen Ziele und versuchte, alle 
revolutionaren Gruppierungen einzuschlieRen, auch die kleinste Gruppe, die der Bolschewiken. Zum 
Zeitpunkt der Februar-Revolution befanden sich Lenin und Trotzki nicht einmal in Rutland. Lenin lebte in 
der Schweiz und traf erst im April ein. Trotzki war noch immer in New York, wo er Propagandamaterial 
verfaRte und Reden hielt. Die zweite Revolution, bezeichnet als Oktober-Revolution, brachte die 
Bolschewiken an die Macht. Tatsachlich war es keine Revolution, sondern ein coup d' etat. 15 
Die Bolschewiken nutzten einfach die Verwirrung und Unentschlossenheit, die unter den verschiedenen 
Gruppierungen der neuen Regierung herrschten, und Gberraschten sie mit einer blitzartigen Aktion. Mit 
einer Kombination aus Bestechung und Propaganda brachten sie mehrere Regimenter von Soldaten und 
auch Matrosen auf ihre Seite und besetzten am 25. Oktober, noch in der fruhen Dunkelheit des Morgens, 
systematisch alle Regierungsgebaude und Kommunikationszentren. Niemand war auf diese 
Waghalsigkeit vorbereitet, und es gab praktisch keinen Widerstand. Im Morgengrauen war das Land 
gefangen von einer Minoritat und wurde die weltweit erste sogenannte „Volksrepublik", ohne daR das 
russische Volk uberhaupt richtig wuRte, was geschehen war, geschweige denn, da(3 es gefragt worden 
ware. Nach zwei Tagen war Kerenski aus Angst urn sein Leben geflohen, und alle Minister der 
Provisorischen Regierungen waren verhaftet. So Gbernahmen die Kommunisten RuRland, und so haben 
sie es stets gemacht. Anders als die Marx' sche Legende haben sie niemals das Volk vertreten. 
Sie hatten nur immer die Waffen. Die Grundlagen dieser sogenannten Revolution werden von Professor 
Leonard Schapiro in seinem lehrreichen Buch The Russian Revolution of 7977beschrieben: 
„Alle Umstande deuten darauf hin, daB zu Beginn der groBen Krise die eindeutige Mehrheit der Einheiten 
der Petrograder Garnison nicht die Regierung unterstutzte, sondern sich neutral verhielt ... Die Kosaken- 
Einheiten lehnten den Hilferuf der Regierung ab und lieBen diese mit nur einigen Hundert Soldatinnen und 
2000 Militarkadetten allein. Andererseits konnten sich die Bolschewiken auf mehrere Regimenter zur 
Erf 01 lung ihrer Befehle stutzen. Auch die Einheiten der Ostseeflotte unterstutzten sie... Jedenfalls war der 
bolschewistische Putsch praktisch ohne BlutvergieBen voruber. Im Vergleich zu den Ereignissen im 
Februar konnte man der Stadt an diesem 25. Oktober fast nicht ansehen, daB sie in den Fangen der 
Revolution lag. Gruppen wohlgekleideter Menschen belebten abends die StraBen. Theater und 
Restaurants waren geoffnet, und in der Oper sang Schaliapin Boris Godunow. Die strategisch wichtigsten 
Platze und Einrichtungen waren alle schon am Morgen ohne einen SchuB ubernommen worden. 16 

Des Volkes Unterstutzung war nicht notig 

Eugene Lyons war Korrespondent der Nachrichtenagentur United Press im revolutionaren Ru Gland. Am 
Anfang seiner Karriere stand er den Bolschewiken und ihrem neuen Regime voller Sympathie gegenuber, 
doch sechs Jahre des taglichen Lebens im neuen sozialistischen Utopia zerstorten alle lllusionen. In 
seinem gelobten Buch Workers' Paradise Lost faBt er die wahre Bedeutung der Oktober-Revolution 
zusammen: „Lenin, Trotzki und ihre Kohorten haben die Monarchie gesturzt, sie sturzten die erste 
demokratische Gesellschaft der russischen Geschichte, die in einer wahrhaft popularen Revolution im 
Marz 1917 errichtet worden war. Sie reprasentierten die kleinste der russischen radikalen Bewegungen ... 
Diese Bewegung ging hohnisch uber Zahlen hinweg und miBtraute den Massen. Die Arbeiter konnte man 
nach der Revolution fur ihre Rolle erziehen; sie wurden nicht gefuhrt, sondern in den irdischen Himmel 
getrieben. Lenin spottete immer uber die Fixierung der anderen sozialistischen Gruppen auf ihre 
„Massenbasis". „Gebt uns eine Organisation von professionellen Revolutionaren", pflegte er zu sagen, 
„und wir werden Ru Bland auf den Kopf stellen. " ... Selbst diese Kontingente wurden auf das Lacherlichste 
betrogen, denn sie hatten nicht die geringste Ahnung, wofur man sie tatsachlich einsetzte. Sie handelten, 
so glaubten sie, fur Mehr-Parteien-Rate, fur Freiheit, Gleichheit und andere Ziele, die ihre Anfuhrer als 
emotionalem Schrott empfanden... Auf der Stufe zur Diktatur wagte Lenin das Versprechen, daB der Staat 
sich auflosen wurde, well sich die „Notwendigkeit der Gewalt auflosen wird". Und zwar nicht in der 
Zukunft, sondern sofort: „Der proletarische Staat beginnt zu zerfallen unmittelbar nach seinem Triumph, 
denn in einer klassenlosen Gesellschaft ist ein Staat unnotig und unmoglich ... Sowjetmacht ist eine neue 
Art von Staat, in dem es keine Burokratie, keine Polizei und keine stehende Armee gibt. " Also: „Solange 
der Staat existiert, gibt es keine Freiheit, wenn es Freiheit gibt, wird es keinen Staat geben. " 



15 ...Die GroBe Sozialistische Oktoberrevolution, wie sie spater in der Sowjetmythologie hieB, war in Wirklichkeit ein 
militarischer Putsch - kaum wahrgenommen vom Gros der Einwohner Petrograds (St. Petersburg), durchgezogen 
von kaum mehr als ein paartausend Aufstandischen. Theater, Restaurants und StraBenbahnen funktionierten 
weitgehend normal, wahrend die Bolschewiki die Macht ergriffen. Der legendare „Sturm" auf den Winterpalast, wo 
Kerenskis Kabinett seine letzte Sitzung abhielt, wirkte eher wie ein routinemaBiger Hausarrest. ... 

Spiegel special, Experiment Kommunismus - Die russische Revolution und ihre Erben, 4/2007, S. 28 

1 6 Leonard Schapiro, The Russian Revolutions of 1 91 7 (New York: Basic Books, 1 984, S. 1 35-1 36 

33 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Innerhalb weniger Monate nach ihrer Machtubernahme hatten die Leninisten die meisten zaristischen 
Praktiken, die sie einst verdammt hatten, wiederbelebt, haufig genug in noch schrecklicherer Form: 
politische Gefangene, Schuldspruche ohne Gerichtsverhandlungen und formelle Anklage, brutale 
Verfolgung Andersdenkender und die Todesstrafe fur weit mehr Verbrechen als in irgendeiner anderen 
modernen Nation. Mehr noch wurde in den folgenden Jahren eingefuhrt, einschlieSlich der Unterdruckung 
aller anderen Parteien, der Wiedereinfuhrung des internen Passes, einem Staatsmonopol der Presse und 
vieler Unterdruckungsmethoden, die auch die Monarchie schon seit mehr als einem Jahrhundert 
aufgegeben hatte." 17 NatGrlich fuhrt dies alles etwas von der eigentlichen Erzahlung weg, aber es muRte 
eine Tatsache klargestellt werden, die durch den Lauf der Zeit und die Bereitschaft vieler Historiker, 
Legenden als Wahrheit zu akzeptieren, aus dem BewuRtsein zu schwinden drohte. Tatsache ist, Lenin 
und Trotzki wurden nicht nach Rutland geschickt, um einen antisemitischen Zaren zu stGrzen. Ihre von 
der Wall Street gegebene Aufgabe lautete, die Revolution zu stGrzen. [9, Seite 325-329] 

Trotzki als Doppelagent 

Einer der bekanntesten russischen Revolutionare dieser Zeit war Leo Trotzki 18 . Im 

Januar 1916 wurde er aus Frankreich ausgewiesen und kam in die Vereinigten 

Staaten. Es wurde behauptet, seine Unkosten seien von Jacob Schiff getragen 

worden, doch hierfur gibt es keine Beweise. Die Indizien jedoch weisen auf einen 

wohlhabenden Gonner in New York hin. Trotzki blieb mehrere Monate, schrieb fur 

eine russische sozialistische Zeitung namens Novy Mir (Neue Welt) und hielt 

revolutionare Reden bei Massenversammlungen in New York City. Trotzki selbst 

berichtete, haufig sei ihm von einem reichen Freund, der nur Doktor M. genannt 

wurde, eine Limousine mit Chauffeur zur VerfGgung gestellt worden. 

Bild 12: Jacob Schiff leitete die New Yorker Investmentfirma Kuhn, Loeb & Co. Er war einer der 

wichtigsten Unterstutzer der Bolschewistischen Revolution und finanzierte personlich Trotzkis 

Reise von New York nach RuRland. AuBerdem finanzierte er Woodrow Wilsons Prasidentschafts- 

kampagne und war ein Befurworter der Verabschiedung des „Federal Reserve Act". [Griffin, Seite 242] 

In dem Buch Mein Leben schrieb Trotzki: „Die Frau des Doktors nahm meine Jungs mit dem Auto mit und 
war sehr nett zu ihnen. Doch war sie nur eine Sterbliche, wahrend der Chauffeur ein Zauberer war, ein 
Titan, ein Supermann. Mit dem Wink einer Hand brachte er die Maschine dazu, seine geringsten Befehle 
zu befolgen. Neben ihm zu sitzen war der hochste Genu 3. Wenn sie in eine Teestube gingen, fragten die 
Jungs, besorgt ihre Mutter: „Wieso kommt der Chauffeur nicht mit hinein?"' 9 

Es muR ein seltsamer Anblick gewesen sein, die Familie des groRen sozialistischen Radikalen, des 
Verteidigers der Arbeiterklasse, des Feindes des Kapitalismus dabei zu erleben, wie sie die 
Annehmlichkeiten einer Teestube und eines Chauffeurs in Anspruch nahmen, also der eigentlichen 
Symbole des kapitalistischen Luxus! 

Am 23. Marz 1917 gab es in der Carnegie Hall erne Versammlung zur Feier der Abdankung von Nikolaus 
II., die den Sturz des Zarenregimes in RuRland bedeutete. Tausende von Sozialisten, Marxisten, 
Nihilisten und Anarchisten hatten sich zum Jubel eingefunden. 20 Am Tag darauf veroffentlichte die New 
York Times auf Seite 2 ein Telegramm von Jacob Schiff, das vor dem Publikum verlesen worden war. Er 
drGckte sein Bedauern aus, nicht teilnehmen zu konnen, und beschrieb dann die erfolgreiche Revolution 
als „... worauf wir gehofft und wonach wir gestrebt haben in diesen langen Jahren."" 
In der Ausgabe des New York Journal America vom 3. Februar 1949 wird Schiffs Enkel John von dem 
Kolumnisten Cholly Knickerbocker zitiert, sein GroRvater habe ungefahr 20 Millionen Dollar fur den 
Triumpf des Kommunismus in RuRland spendiert. ... Es ware falsch, den SchluR zu Ziehen, Jacob Schiff 
und Deutschland waren in diesem Drama die einzigen Mitspieler gewesen. Trotzki ware nicht einmal bis 
Halifax gekommen ohne einen amerikanischen PaR, und diesen hatte er duch die personliche 
Intervention Prasident Wilsons erhalten. Professor Antony Sutton erklart: „Prasident Wilson war die gute 
Fee, die Trotzki mit einem PaB zur Ruckkehr nach RuSland ausstattete, um die Revolution 
„voranzutragen". Zur gleichen Zeit waren aufmerksame Burokraten des AuSenministeriums besorgt, 
solche Revolutionare konnten nach RuBiand geiangen, und deshaib versuchten sie, strengere MaBstabe 
bei PaB-Angelegenheiten durchzusetzen. " 22 



Eugene Lyons, Workers' Paradise Lost (New York: Funk & Wagnalls, 1 967), S. 1 3-29 

18 Leo Dawidowitsch Bronstein, Kampfname „Trotzki" 

19 Leo Trotzki, My Life (New York: Scribnefs, 1930), S. 277 

„... zwolf Tage nach AbschluB der 'russischen Revolution' sticht Trotzki am 27. Marz 1 91 7 von New York in See. In 
seiner Gefolgschaft: 275 kommunistische Revolutionare. Fast alle Juden. Ihr Ziel: Sankt Petersburg. Ihr Auftrag: Die 
Durchfiihrung der zweiten kommunistischen Phase der Revolution. ... Unter Deck hat der generose Bankier Jakob 
Schiff 20 Millionen Dollar in Gold verstaut." Wolfgang Eggert in „Geheimvatikan", Bd. 2, S. 235 

21 „Mayor Calls Pacifits Traitors", The New York Times, 24. Marz 1917, S. 2 

22 Antony C. Sutton, Wall Street and the Bolshevik Revolution (New York: Arlington House, 1 974), S. 25 

34 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Und es gab noch andere. 1911 druckte der St. Louis Dispatch eine 

Karikatur von einem Bolschewiken namens Robert Minor. Dieser 

wurde spater im zaristischen Ru Gland wegen revolutionarer 

Aktivitaten verhaftet, und auch er war von beruhmten Financiers der 

Wall Street unterstutzt worden. Da wir mit Sicherheit voraussetzen 

konnen, daR er sein Thema gut kannte, ist diese Karikatur von 

groRer geschichtlicher Bedeutung. Sie zeigt Karl Marx mit einem 

Buch, das den Titel Sozialismus tragt, unter dem Arm, wie er in einer 

jubelnden Menge auf der Wall Street steht. Umstanden und 

enthusiastisch begrGRt wurde er von Personen mit SeidenhGten, die 

man als John D. Rockefeller, J. P. Morgan, John D. Ryan von der 

National City Bank, George W. Perkins und Teddy Roosevelt, dem 

Fuhrer der Progressive Party, erkannte. Der Betrachter kann hier ein 

klares Muster starker Unterstutzung fur den Bolschewismus aus 

den hochsten finanziellen und politischen Machtzentren der 

Vereinigten Staaten herauslesen; von Mannern also, die 

vermutlich „Kapitalisten" waren und die dem allgemeinen 

Glauben zufolge Todfeinde des Sozialismus und Kommunismus 

hatten sein miissen. 

Doch dieses Phanomen war nicht beschrankt auf die Vereinigten 

Staaten. In seinem Buch Mein Leben berichtet Trotzki von einem 

britischen Financier, der ihn 1907 ein „groRes Darlehen" gegeben 

habe, rGckzahlbar nach dem Sturz des Zaren. Arsene de Goulevitch, der aus erster Hand die 

Bolschewistische Revolution beobachtete, teilte sowohl den Namen des Financiers als auch die Hohe des 

Darlehens mit. „ln privaten Gesprachen" sagte er, „wurde mir anvertraut, Lord Alfred Milner habe mehr als 

21 Millionen Rubel fur die russische Revolution spendiert ... Der gerade genannte Financier war jedoch 

keineswegs allein unter den Briten, der die russische Revolution mit groRen finanziellen Zuwendungen 

unterstGtzte." Ein weiterer, ausdrGcklich von Goulevitch genannter Name war Sir George Buchanan, zu 

der Zeit britischer Botschafter in RuRland. 23 Es war eine Sache, daR Amerikaner das zaristische RuRland 

unterminieren wollten und damit indirekt Deutschland im Krieg halfen, denn Amerika war bis dahin 

neutral. Doch fur britische BGrger kam dies einem Verrat nahe. Urn zu verstehen, welcher Gbergeordneten 

Loyalitat sich diese Manner verpflichtet fuhlten, daR sie ihren Kriegsalliierten betrogen und das Blut 

eigener Landsleute opferten, mGssen wir uns die einzigartige Organisation anschauen, der sie 

angehorten. 




Die geheime Gesellschaft 

Lord Alfred Milner war eine der SchlGsselfiguren bei der Organisation einer geheimen Gesellschaft, die zu 
jener Zeit bereits 16 Jahre existierte. Ihr Bestreben war nichts geringeres als die stille Beherrschung der 
Welt. Die Eroberung RuRlands wurde nur als erster Teil ihres Planes angesehen. Da die Organisation 
heute noch existiert und weitere Fortschritte auf dem Weg zu ihrem Ziel macht, muR ihr Werdegang in 
dieser Untersuchung erwahnt werden. 

Eines der maRgeblichen Nachschlagewerke Gber diese Gruppe heiRt Tragedy and Hope von Dr. Carroll 
Quigley. Er war Geschichtsprofessor an der Georgetown University, wo der spatere Prasident Clinton zu 
seinen Studenten gehorte. Er war auRerdem Autor des bekannten Lehrbuches Evolution of Civilization, 
Mitglied der Herausgeberschaft des monatlich erscheinenden Magazins Current History, und er war 
begehrt als Dozent und Berater fur das Industrial College of the Armed Forces, die Brookings Institution, 
das U.S. Naval Weapons Laboratory, das Naval College, das Smithsonia Institute und das 
AuRenministerium. Doch Dr. Quigley war nicht nur Akademiker. Er wurde auch mit vielen Familien der 
Superreichen in Verbindung gebracht. Wie er sich selbst brGstete, war er ein Insider mit dem allerfeinsten 
Ausblick auf die Welt des Geldes. 

Als Dr. Quigley sein gelehrtenhaftes 1300-Seiten-Buch mit trockener Geschichte schrieb, war das gar 
nicht fur die Massen bestimmt, sondern fur die intellektuelle Elite. Dieser ausgesuchten Leserschaft 
eroffnete er eines der bestgehGteten Geheimnisse aller Zeiten. Er lieR jedoch auch durchblicken, daR er 
ein freundlicher Apologet dieser Gruppe war und ihre Ziele und Absichten unterstGtzte. Dr. Quigley 
schrieb: Jch kenne das Wirken dieses Netzwerkes, weil ich es uber 20 Jahre beobachtet habe und weil 
mir in den 1960ern fur zwei Jahre gestattet wurde, die Papiere und geheimen Aufzeichnungen 
durchzusehen. Ich verspure keine Abneigung gegen das Netzwerk selbst oder seine Ziele und stand ihm 
lange nahe ... Ich kann jedoch keinesfalls seinen Wunsch teilen, geheim zu bleiben. :ii 
Wie gesagt, Quigleys Buch richtete sich an eine Elite aus Gelehrten und Mitgliedern des Netzwerkes. 
Unerwarteterweise wurde er aber in den Publikationen der John Birch Society zitiert, die korrekt erkannt 
hatte, daR sein Werk einen wertvollen Blick in die innere Funktionsweise einer versteckten Machtstruktur 
gestatte. Die John Birch Society stieR eine groRe Nachfrage nach dem Buch auch bei den Leuten an, die 
dem Netzwerk gegenGberstanden und neugierig darauf waren, was ein Insider zu berichten hatte. Dies 



Arsene de Goulevitch, Czarism and Revolution (Hawthorne, California: Omni Publications, 
Carroll Quigley, Tragedy and Hope: A History of the World in Our Time (New York: Macmil 

35 



1962), S. 224, 230 
an, 1966), S. 950 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



entsprach nicht der eigentlichen Absicht. Was dann geschah, wird am besten von Quigley selbst 
beschrieben. In einem personlichen Brief vom 9. Dezember 1 975 lieR er wissen: „Vielen Dank fur Ihr Lob 
bezuglich Tragedy and Hope, ein Buch das mir Kopfschmerzen bereitet, we'd es offensichtlich Dinge 
erwahnt, die machtige Leute nicht bekannt werden lassen mochten. Mein Herausgeber stellte den 
Verkauf 1968 ein und versprach eine Wiederauflage (doch 1971 teilte er meinem Anwalt mit, man habe 
die Druckplatten 1968 vernichtet). Der Preis fur noch erhaltliche Exemplare schnellte auf 135 Dollar hoch, 
und Teile davon wurden unter Verletzung des Copyrights nachgedruckt. Mir waren die Hande gebunden, 
denn ich glaubte dem Herausgeber, und er wollte nichts unternehmen, wenn eine Kopie auf dem Markt 
erschien. Erst als ich 1974 einen Anwalt einschaltete, erhielt ich einige Antworten auf meine Fragen ..." 
In einem weiteren Brief personlichen Brief ging Quigley ebenfalls auf die Doppelzungigkeit des 
Herausgebers ein: „Sechs Jahre log er mich an, indem er behauptete, er wurde eine Neuauflage 
herausgeben, sobald 2000 Bestellungen vorlagen ... Dies war jedoch ausgeschlossen, denn man erzahlte 
jedem Nachfrager, es sei ausverkauft und wurde nicht neu erscheinen. Mir gegenuber wurde dies 
bestritten, bis ich ihnen Kopien solcher Nachfragen aus Bibliotheken vorlegte, woraufhin man von einem 
Irrtum eines Angestellten sprach. Mit anderen Worten, sie haben mich angelogen und mich daran 
gehindert, die Nachdruckrechte zu erwerben ... Mir ist ziemlich klar, da8 Tragedy und Hope unterdruckt 
werden sollte ..." 

FGr das Verstandnis daur, daR „machtige Leute" das Buch unterdrGcken wollten, sind die Zeilen wichtig, in 
denen Dr. Quigley die Ziele Netzwerkes, das aus weltweit tatigen Financiers besteht, beschreibt: 
„... nichts geringeres als die Schaffung eines weltweiten Systems der Finanzkontrolle in privaten Handen, 
urn das politische System jedes Staates und die Wirtschaft der Welt insgesamt bestimmen zu konnen. 
Das System konnte in geradezu feudalistischer Manier von den Zentralbanken kontrolliert werden durch 
geheime Absprachen, die bei regelmaSigen privaten Treffen und auf Konferenzen getroffen werden 
sollten ..." Jede Zentralbank - in den Handen solcher Manner wie Montagu Norman von der Bank of 
England, Benjamin Strong von der New York Federal Reserve Bank, Charles Rist von der Bank von 
Frankreich und Hjalmar Schacht von der Reichsbank - suchte ihre jeweilige Regierung zu dominieren, 
und zwar mit ihrem EinfluR auf Schatzanweisungen, Wechselkurse, dem EinfluR auf die wirtschaftliche 
Aktivitat eines Landes; auRerdem wollte man mitwirkende Politiker fur ihr Entgegenkommen in der 
Geschaftswelt belohnen. 25 Diese Art von Informationen mochten „machtige Leute" vor dem gemeinen 
Menschen verbergen. Es ist bemerkenswert, daR Quigley diese Gruppe als „Netzwerk" beschreibt. Dieses 
stimmt genau, und erst dadurch versteht man die Krafte des internationalen Finanzwesens. Das Netzwerk 
ist nicht die geheime Gesellschaft. Es wird zweifellos von ihr dirigiert, und es gibt Mitglieder dieser 
Gesellschaft an entscheidenden Stellen des Netzwerkes, doch wir konnen gewiR sein, daR viele 
Menschen innerhalb dieses Netzwerkes wenig oder gar keine Ahnung von einer verborgenen Kontrolle 
besitzen. Urn dies zu erklaren, sollten wir zu den UrsprGngen dieser geheimen Gesellschaft 
zurGckkehren. [9, Seite 301 -308] 

Ruskin, Rhodes und Milner 

1870 wurde ein wohlhabender britischer Sozialist namens John Ruskin zum Kunstprofessor an der Oxford 
University in London berufen. Er lehrte, der Staat mGsse die Kontrolle Gber die Produktionsmittel ergreifen 
und zum Wohle der Gemeinschaft als Ganzem einsetzen. Er befGrwortete auRerdem, die Geschafte des 
Staates in die Hande einer kleinen herrschenden Klasse zu legen, moglicherweise gar einzigen Diktators. 
Er meinte: „Mein standiges Bestreben war es, die Uberlegenheit einiger Menschen uber andere zu 
zeigen, sogar die eines Mannes uber alle anderen. ' M Dies ist naturlich die gleiche intellektuelle 
Denkweise wie die der Kommunisten. Lenin hat gelehrt, man konne den Massen nicht vertrauen, ihre 
eigenen Angelegenheiten zu regeln, und daR deshalb eine Gruppe disziplinierter Intellektueller diese 
Rolle fur sie Gbernehmen mGsse. 

Diese Funktion sollte die Kommunistische Partei erfullen, der niemals mehr als drei Prozent der 
Bevolkerung angehorten. Selbst wenn die Farce freier Wahlen stattfindet, werden nur Parteimitglieder - 
oder vom KGB kontrollierte Personen - fur eine Kandidatur zugelassen. Das Konzept, daR nur eine 
herrschende Partei oder Klasse die ideale Grundlage fur die Gesellschaft darstellt, liegt alien 
kollektivistischen Systemen zugrunde. Ob es sich nun urn Sozialismus, Kommunismus, Nazismus, 
Faschismus oder irgendeinem anderen „-ismus" handeln mag. Anhanger dieser elitaren Mentalitat 
kommen also in jedem dieser Lager zurecht. Eine Tatsache, auf die Dr. Quigley anspielte: „Dieses 
Netzwerk, das wir als Runder Tisch bezeichnen mogen, zeigt keine Ablehnung gegen eine Kooperation 
mit den Kommunisten 27 oder andere Gruppen, und handelt haufig auch dementsprechend." 28 



25 Quigley, Tragedy, S.324 

26 Siehe Kenneth Clark, Ruskin Today (New York: Holt, Reinhart & Winston, 1964), S. 267 

7 „Mit und neben diesen treuen Dienern der Macht starben Hunderttausende ehemaliger Burger und Bauern, 
Offiziere und Beamte, die vor Massengrabern an der Peripherie dergroBen Stadte erschossen wurden. Sie alle 
galten ais „gewesene Menschen" und wurden nach Quoten verhaftet. Damber hinaus wurden Millionen willkurlich 
ausgesonderter „Volksfeinde" einer Armee von Sklavenarbeitern eingegliedert. Dieser „Archipel Gulag" war freilich 
nur der zugespitzte Ausdruck allgemeiner Staatssklaverei, wie sie sozialistischen Staaten in ihrer totalitaren 
Formationsphase immer wieder praktiziert haben - in einem Geisterland wie Nordkorea bis heute." 
Spiegel Special, 4/2007, Seite 10 
28 Quigley, Tragedy, S. 950 

36 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Zum Thema des Ursprunges dieser Gruppe schreibt Dr. Quigley: „Ruskin sprach 

zu den Oxford-Studenten als Mitglieder einer privilegierten herrschenden Klasse. 

Er sagte ihnen, sie besaBen eine hervorragende Tradition der Erziehung, 

Schonheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Anstand und Selbstdisziplin, daB diese 

Tradition jedoch nicht gerettet werden konne und dies auch nicht verdiene, wenn 

sie nicht auf die unteren Klassen in England selbst und in der ganzen Welt 

ausgedehnt werden wurde. Ruskins Botschaft machte einen sensationellen 

Eindruck. Seine Antrittsvorlesung wurde von dem Studenten Cecil Rhodes 

handschriftlich vervielfaltigt, der sie 30 Jahre aufbewahrte. " 2g 

Cecil Rhodes hat eines der groGten Vermogen der Welt angehauft. Mit Hilfe der 

Bank of England und Financiers wie Rothschild konnte er praktisch ein Monopol 

der Diamantengewinnung in Sudafrika und auch den groGten Teiles der 

Goldbergwerke gewinnen. 

Bild 13: Carroll Quigley war Geschichtsprofessor an der Georgetown University. Sein Buch 

Tragedy and Hope offenbarte, dali der AusschuR fur Auswartige Beziehungen (CFR) eine 

Nebenerscheinung der Geheimgesellschaft, die von Cecil Rhodes gegriindet wurde, ist. Er 

verfaBte ein Werk daruber, wie ein internationales Netzwerk von Finanzleuten ein weiteres 

Netzwerk geschaffen hat, daB die politischen Systeme aller Lander mit Hilfe der Zentralbanken 

beherrschen kann. Er nannte Namen und lieferte eine peinlich genaue Dokumentation. 

Sein Buch wurde unterdruckt. [9, Seite 245] 

Den groBeren Teil dieser enormen Einkommen gab er fur John Ruskins Idee der herrschenden Klasse 

aus. Dr. Quigley: „Die Rhodes-Stipendien, Teil seines letzten Willens, sind wohlbekannt. Weit weniger 

bekannt ist die Tatsache, da3 Rhodes in funf fruheren Testamenten sein Vermogen einer geheimen 

Gesellschaft vermachte, die sich dem Erhalt und der und der Ausweitung des Britischen Empire widmen 

sollte. Was offensichtlich niemanden bekannt ist: Diese geheime Gesellschaft wurde von Rhodes und 

seinem Vermogensverw alter Lord Milner gegrundet und existiert bis zum heutigen Tag. ...In dem Buch, 

das er uber Rhodes Testament schrieb, stellte Stead (Mitglied des inneren Kreises) an einer Stelle test: 

„Mr. Rhodes war mehr als der Grunder einer Dynastie. Er trachtete danach, Schopfer einer dieser 

riesigen semi-reiigiosen, quasi-politischen Vereinigungen zu werden, die, wie die Society of Jesus, eine 

solch wichtige Rolle in der Welt spielen sollte. Urn es auf den Punkt zu bringen: Er wollte einen Orden 

grunden als Instrument des Willens der Dynastie." 30 ...In dieser geheimen Gesellschaft sollte Rhodes der 

Anfuhrer sein; Stead, Brett (Lord Esher) und Milner sollten das Exekutivkomitee bilden; Lord Balfour, Sir 

Harry Johnston, Lord Rothschild, Lord Grey und andere wurden als mogliche Mitglieder eines „Kreises 

der Eingeweihten" genannt. Wobei es noch einen auBeren Kreis mit dem Titel Association of Helpers gab 

(spater von Milner zur Organisation des Runden Tisches zusammengefugt.)" 3 ' 

Das Muster der Konspiration 

Hier war nun das klassische Muster der politischen Konspiration. Diese Struktur erlaubte es Quigley, 
zwischen dem internationalen „Netzwerk" und der geheimen Gesellschaft innerhalb dieses Netzwerkes zu 
unterscheiden. Im Mittelpunkt steht immer eine kleine Gruppe im Besitz der Macht, mit einem Mann als 
unumstrittenem Anfuhrer. Dann kommt ein Kreis der zweiten FGhrerschicht, die sich zum groRten Teil des 
inneren Kernes nicht bewuRt ist. Man laBt sie glauben, sie selbst seien dieser innerste Kern. 
Wahrend sich diese Konspirationen vom Kern her immer weiter ausweiten, bilden sie zusatzliche Ringe 
von Organisationen. Die am auReren Rande tatigen gehoren haufig zu den Idealisten mit dem 
aufrichtigen Wunsch, die Welt zu verbessern. Niemals wurden sie eine innere Kontrolle vermuten, 
die andere Zwecke verfolgt, und nur die wenigen, die unzweifelhafte Fahigkeiten zur hoheren 
Fiihrerschaft zeigen, durfen jemals einen Blick ins Zentrum werfen. 

Nach dem Tode von Cecil Rhodes fiel die Fiihrerschaft des inneren Kreises an Lord Alfred Milner, den 
Governor-General und High Commissioner of South Africa. Seine Funktionen bei einer Reihe offentlicher 
Banken und auch bei der englischen Midland Bank machten aus ihm einen der machtigsten Manner in 
der Politik und im Finanzwesen. Milner rekrutierte fur seine geheime Gesellschaft eine Gruppe junger 
Manner vor allem aus Oxford und Toynbee Hall. Quigley dazu: „Durch seine Macht gewannen diese 
Manner wichtige Posten bei der Regierung und im internationalen Finanzwesen und erlangten einen 
dominierenden EinfluB auf GroBbritanniens AuBenbeziehungen bis 1939. ... Von 1909 bis 1913 
organisierten sie quasi geheime Gruppen, bekannt als Runder-Tisch-Gruppen, in den britischen 
Oberseegebieten und den Vereinigten Staaten. Das Geld fur die weitverzweigten Aktivitaten dieser 
Organisation stammte ... ganz wesentlich aus dem Rhodes-Trust und von reichen Gesinnungsgenossen 
wie den Beit-Brudern, Sir Abe Bailey und nach 1915 von der Familie Astor ... sowie von Stiftungen und 
Unternehmen, die mit der Bruderschaft des internationalen Bankwesens verbunden waren, vor allem der 



^ Ebenda, S. 130 

Caroll Quigley, The Anglo-American Establishment: From Rhodes to Cliveden 
(New York: Books in Focus, 1981) S. ix, 36 
Quigley, Tragedy, S. 131 

37 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Carnegie United Kingdom Trust, andere Organisationen verbunden mit Morgan, die Familien der 
Rockefeller und Whitney, den Teilhabern der Lazard-Bruder und von Morgan, Grenfell & Co... 
Am Ende des Krieges wurde es klar, daB man die Organisation dieses Systems stark ausweiten muBte. 
Wieder wurde diese Aufgabe Lionel Curtis ubertragen, der in England und in jedem Dominion zu der 
jeweiligen Gruppe des Runden Tisches eine Speerspitze hinzufugte. Dieses sogenannte Konigliche 
Institut fur Internationale Angelegenheiten hatte als Kern den jeweiligen Runden Tisch. In New York 
war es bekannt als Council on Foreign Relations und pflegte gewisse Beziehungen mit der sehr kleinen 
American Round Table Group. " 32 

The Council on Foreign Relations war ein Ergebnis des Fehlschlages der Politiker, am Ende des Ersten 
Weltkrieges den Volkerbund als echte Weltregierung zu etablieren. Den geistigen Vorreitern war deutlich 
geworden, daR eine rasche Umsetzung nicht zu erwarten war. Sollte ihr Plan vorangebracht werden, 
konnte dieses nur auf der Basis des langsamen Fortschrittes geschehen, wie dies die Schildkrote der 
Fabier darstellt. Rose Martin hierzu: „Oberst House war nur ein Mann, wo eine ganze Masse gebraucht 
wurde. Er hatte das Muster vorgegeben und die Ziele der Zukunft skizziert, und noch immer hatte er ein 
oder zwei Vorhaben im Kopf. Vor allem hielt er es fur notig, daB die Fabier eine anglo-amerikanische 
Planungsgruppe auf hochster Ebene ins Leben rufen, die sich mit auswartigen Beziehungen befassen 
und insgeheim die Politik beeinflussen und zudem die offentliche Meinung „erziehen" sollte... 
Den ehrgeizigen jungen Fabiern, Briten wie Amerikaner, die als Wirtschaftler und Nachwuchsbeamte zur 
Friedenskonferenz stromten, wurde bald klar, daB es dort in Paris keine Neue Weltordnung geben wurde 
... Sie alle lud Oberst House am 19. Mai 1919 zu einer Abendveranstaltung im Hotel Majestic ein, zu der 
auch eine Gruppe englischer Fabier wie Arnold Toynbee, R.H. Tawney und John Maynard Keynes 
geladen war. Sie alle waren aus unterschiedlichen Grunden vom Ausgang des Friedens enttauscht. Sie 
trafen die Vereinbarung, eine Organisation mit Zweigstellen in England und Amerika zu grunden, die 
Jnternationale Fragen wissenschaftlich untersuchen sollte. " Dies war der Beginn zweier machtiger und 
eng verbundener meinungsbildender Institutionen. Der englische Zweig wurde Royal Institute of 
International Affairs genannt. Der amerikanische Zweig wurde 1921 zum Council on Foreign Relations.' 23 
Vor allem mit Hilfe dieser Gruppierung und ihres Einflusses auf die Medien, steuerfreien Stiftungen, 
Universitaten und Regierungsamtern konnten die internationalen Financiers die innen- und 
auRenpolitische Haltung der Vereinigten Staaten entscheidend bestimmen. [9, Seite 308-313] 

Wolfe hinter der Maske 

Im folgenden Jahr (1919) untersuchte der US-Senat die Rolle, die prominente amerikanische Burger als 
UnterstGtzer der bolschewistischen MachtQbernahme gespielt haben. Eines der Dokumente, das seinen 
Weg in die Archive fand, war ein Schreiben von Robins an Bruce Lockhart. Darin steht: „Sie werden 
davon horen, daB ich ein Agent der Wall Street sei; ich sei der Diener von William B. Thompson, urn 
Kupfer aus dem Altai-Gebirge fur ihn zu besorgen; daB ich bereits 500.000 Acre (2000 km ) feinster 
Walder in RuBland besitze; daB ich bereits mit der Transsibirischen Eisenbahn durchgebrannt bin; daB 
man mir das Monopol fur Platin in RuBland verliehen hat; daB all dies meine Arbeit fur die Sowjets erklart 
... Dieses Gerede werden Sie horen. Ach ja, naturlich ist all dies unwahr; doch nehmen wir einmal an, es 
sei richtig. Hehmen wir an, ich sei hier, urn RuBland fur die Wall Street und amerikanische Geschaftsleute 
einzufangen. Nehmen wir an, Sie seien ein britischer und ich ein amerikanischer Wolf, und daB wir uns 
nach dem Ende dieses Krieges gegenseitig wegen des russischen Marktes auffressen werden. Doch 
lassen Sie uns dies in einer absolut offenen und angemessenen Art tun. Lassen Sie uns dennoch 
gleichzeitig annehmen, wir seien eigentlich recht intelligente Wolfe, die wissen: Wenn sie nicht 
gemeinsam jagen in dieser Stunde, so wird der deutsche Wolf beide fressen. " H 

Professor Sutton hat all dies in die richtige Perspektive gerGckt. In der folgenden Passage auRert er sich 
insbesondere zu William Thompson, doch seine Bemerkungen treffen ebenso zu auf Robins und all die 
anderen Finanzleute, die ein Teil der Rot-Kreuz-Mission in RuBland waren. 

„Thompsons Motive waren vor allem finanzieller und geschaftlicher Natur. Er interessierte sich dafur, wie 
der russische Markt beeinfluBt und umgeleitet werden konnte, damit er in der Nachkriegszeit von einem 
Wall-Street-Syndikat ubernommen werden konnte. GewiB sah Thompson Deutschland als einen Feind 
an, doch weniger als einen politischen denn einen wirtschaftlichen oder handelsmaBigen Feind. Die 
deutsche Industrie und das deutsche Bankwesen waren der wirkliche Feind. Urn Deutschland zu 
uberlisten, war Thomspon bereit, Geld auf praktisch jedes politische Vehikel zu setzen, das ihn seinen 
Zielen naher gebracht hatte. Mit anderen Worten: Thompson war ein amerikanischer Imperialist, der 
gegen deutsche Imperialisten zu Felde zog, und dieser Wettstreit wurde scharfsinnig erkannt und 
ausgenutzt von Lenin und Trotzki." 35 



32 Quigley, Tragedy, S. 132, 951-952 

33 Martin, S. 174-175 

34 U.S. Cong., Senate, Bolshevik Propaganda, Subcommittee of the Committee on the Judiciary 65 th Cong., 
1919, S. 802. 

35 Sutton, Revolution, Seite 97-98 

38 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Haben die Wolfe des Runden Tisches ihr Ziel erreicht? Haben sie RuRlands ReichtQmer an sich reiGen 
konnen? Die GeschichtsbGcher geben uns hierauf keine Antwort. Die Geschichte muR nach und nach aus 
den folgenden Ereignissen abgeleitet werden, und dies mussen wir tun. Sollte der Plan nicht erfolgreich 
gewesen sein, mGRte man eigentlich ein nachlassendes Interesse der Hochfinanz, wenn nicht gar eine 
offene Feindseligkeit feststellen konnen. War er aber erfolgreich, konnte man fortgesetzte UnterstGtzung 
feststellen, jedoch auch einige Hinweise darauf, daR die Investoren einen Gewinn entnommen haben als 
Entschadigung fur ihren Einsatz und ihr Risiko. Mit diesen Punkten als Richtschnur sollten wir uns einen 
Uberblick Gber die tatsachlichen Geschehnisse verschaffen, seit die Bolschewiken mit Hilfe des 
Netzwerkes der Runden Tische zur Macht kamen. 

1 . Nach der Oktober-Revolution wurden alle russischen Banken von der Bolschewiken Gbernommen 
und „verstaatlicht" - bis auf eine: Rockefellers National City Bank in Petrograd. 

2. Auch die Schwerindustrie RuRlands wurde verstaatlicht ..., bis auf das Westinghouse- 
Unternehmen, das von Charles Crane gegrQndet worden war, einem der prominenten Passagiere 
der S.S. Kristianiafjord, mit der auch Trotzki nach Rutland gereistwar. 

3. 1922 grGndeten die Sowjets ihre erste internationale Bank. Sie wurde nicht vom Staat besessen 
und betrieben, wie der Kommunismus dies eigentlich vorschrieb; stattdessen wurde sie als 
Syndikat privater Banker erstellt. Unter ihnen befanden sich nicht nur frQhere zaristische Banker, 
sondern auch Vertreter deutscher, schwedischer und amerikanischer Banken. Der groGte Teil des 
Kapitals kam aus England, sogar von der britischen Regierung. 36 Zum Direktor der 
Auslandsabteilung der neuen Bank wurde Max May bestellt, Vizeprasident der Morgan's 
Guaranty Trust Company aus New York. 

4. In den Jahren unmittelbar nach der Oktober-Revolution gab es einen bestandigen und lukrativen 
(also wettbewerbslosen) Strom von Auftragen der Sowjets an britische und amerikanische 
Unternehmen, die direkt Oder indirekt vom Netzwerk des Runden Tisches betrieben wurden. ... 
Fur die Bezahlung all dieser Auftrage und zur Tilgung der „Darlehen" der Financiers haben die 
Bolschewiken praktisch das gesamte Goldvermogen ihres Landes ausgegeben - einschlieBlich 
der betrachtlichen Reserven der Zaren - und es vor allem amerikanischen und britischen Banken 
Gbergeben. Allein 1 920 erreichte eine Schiffsladung Gber Stockholm die USA, die auf 39 Millionen 
Schwedische Kronen geschatzt wurde. Drei Schiffsladungen kamen direkt und zwar in Form von 
540 Kisten mit Gold, dessen Gesamtwert auf 97.200.000 Goldrubel geschatzt wurde. Hinzu kam 
noch wenigstens eine weitere Schiffsladung, die den Gesamtwert von 20 Millionen Dollar hatte. 
Die Schiffsfrachten wurden koordiniert von Jacob Schiffs Kuhn, Loeb & Company, und eingelagert 
wurden sie bei Morgan's Guaranty Trust. 37 

5. Ungefahr zur selben Zeit schickte die US-Regierung unter Prasident Wilson der Sowjetunion 
700.000 Tonnen Lebensmittel, die nicht nur das Regime vor dem sicheren Untergang bewahrte, 
sondern Lenin eine Atempause zur Machtergreifung in ganz Rutland verschafften. 38 Die an 
dieser Aktion beteiligten privaten Unternehmen erwarteten hGbsche Gewinne. Die amerikanische 
Behorde, die dies alles administrierte, wurde von Herbert Hoover und Lewis Lichtenstein Strauss 
geleitet. Letzterer war verheiratet mit Alice Hanauer, der Tochter eines der Gesellschafter von 
Kuhn, Loeb & Company. 

6. Verkaufe an das Sowjetregime wurden rasch zu einer Goldgrube fur amerikanische, britische und 
deutsche Wolfe. Standard Oil und General Electric steWten von 1921 bis 1925 Maschinen im Wert 
von 37 Millionen Dollar zur VerfGgung, und dies war nur der Anfang. Die deutsche Firma Junkers 
erschuf buchstablich die sowjetische Luftflotte. Mindestens drei Millionen versklavte Arbeiter 
gingen in den eisigen Bergwerken Sibiriens zugrunde ... fur Britain's Lena Goldfields. Der 
Eisenbahn-Magnat und Bankier W. Averell Harriman, der spater amerikanischer Botschafter in 
Rutland werden sollte, erhielt ein auf 20 Jahre begrenztes Monopol der gesamten sowjetischen 
Manganproduktion. Armand Hammer, ein personlicher Freund Lenins, erwarb eines der groRten 
Vermogen in der Welt mit russischem Asbest. 

In den Anfangsjahren waren die Bolschewiken verzweifelt auf der Jagd nach GGtern, Dienstleistungen 
und Kapitalinvestitionen. Es war ihnen bewuRt, da(3 ihre kapitalistischen Geschaftspartner sie 
Gbervorteilen wGrden, doch wenn schon! Es war schlieRlich nicht ihrGe\d. Ihnen ging es einzig darum, an 
der Macht zu bleiben. Und das war schwer genug. [9, 331 -334] 

Das Magazin der Spiegel hierzu: Jnsgeheim freilich - und das wuBte nur eine eine Handvoll Eingeweihte 
- endete mit dem Abbruch der Beziehungen auch das wohl eigenartigste politische Zweckbundnis des 20. 
Jahrhunderts: zwischen den russischen Revolutionaren urn Lenin und den deutschen Imperialisten um 
Wilhelm aus dem Hause Hohenzollern. Es war eine Komplizenschaft ideologischer Todfeinde, betrieben 
voller Hinterlist und intriganter Raffinesse. Die Verschworer schrieben Weltgeschichte: Ohne die Hilfe 
Wilhelms II. fur Lenin hatte es die Oktoberrevolution vor nunmehr 90 Jahren so nicht gegeben. Mehr 



U.S. State Dept. Decimal File, 861.516/129, 28. August 1922 

U.S. Dept. Decimal File, 861.51/815, 837, Oktober 1920, und Sutton, Revolution, S.159-160, 165 

George F. Kennan, Russia and the West under Lenin and Stalin, 1 961 , S.1 80 

39 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



noch: Ohne deutsche Unterstutzung hatten Lenins Bolschewiki das entscheidende erste Jahr an der 
Macht kaum uberstanden. Vermutlich ware keine Sowjetunion entstanden, den Aufstieg des 
Kommunismus hatte es nicht gegeben, auch nicht die Millionen Gulag-Toten waren wohl nicht zu 
beklagen gewesen. " 39 

Zusammenfassung 

Die Bolschewistische Revolution war keine spontane Erhebung der Massen. Sie war geplant, finanziert 
und geleitet von AuRenseitern. Ein Teil des Geldes kam aus Deutschland, das hoffte, interne Probleme 
wGrden Rutland aus dem Krieg heraushalten. Doch der groRte Teil des Geldes und der geistigen 
FGhrerschaft stammte von Financiers aus England und den Vereinigten Staaten. Es war ein perfektes 
Beispiel der Rothschild-Formel. Das alles ging wesentlich von einer geheimen Gesellschaft aus, die von 
Cecil Rhodes gegrQndet worden war - zu der Zeit einem der reichsten Manner der Welt. Das Ziel dieser 
Gruppe lautete: Weltherrschaft und die Etablierung einer modernen feudalistischen Gesellschaft, 
kontrolliert von den internationalen Zentralbanken. Die in England ansassige innere FGhrung wurde 
Runder Tisch genannt. In anderen Landern wurden untergeordnete Ableger gegrQndet, genannt Round 
Table Groups. Die Runder-Tisch-Gruppe in den Vereinigten Staaten wurde bekannt als AusschuR fur 
Auswartige Beziehungen, CFR. Dieser wurde ursprGnglich von J. P. Morgan und spater von den 
Rockefellers beherrscht; er ist noch heute eine der machtigsten Gruppierungen Amerikas. Der CFR ist 
sogar einfluRreicher als die Bundesregierung, denn fast alle der wichtigsten Positionen in Regierung und 
Verwaltung werden von seinen Mitgliedern besetzt. Mit anderen Worten: Dies ist die US-Regierung. 
Vertreter dieser beiden Gruppen arbeiteten eng im vor-revolutionaren RuRland zusammen, und noch 
enger nach dem Sturz des Zaren. Der amerikanische Kontinent verkleidete sich in RuRland als eine Rot- 
Kreuz-Mission fur angeblich humanitare Aufgaben. Die enge Freundschaft mit Trotzki und Lenin 
verschaffte ihnen profitable Geschafte mit der neuen Regierung, die ein Vielfaches der ursprGnglichen 
Investitionen ausmachten. [9, Seite 323] 

Abschied von der Zivilmacht - Denkfabriken steuern die EU-Politik 

Die kunftige EU wird nicht mehr viel mit dem bisherigen Europa gemeinsam haben. Das betrifft nicht nur 
die flachendeckende Vergatterung auf das neoliberale Marktkonzept, sondern auch die Rolle der EU in 
der Welt. ... Schon die Verbissenheit, mit der Berlin die Verabschiedung der EU-Verfassung vorantreibt, 
ist verraterisch. Dort soil namlich unter anderem die Militarisierung der europaischen AuBenpolitik und die 
zielstrebige Steigerung der europaischen RGstungsanstrengungen festgeschrieben werden. Wie der neue 
Kurs im einzelnen konnte lassen zahlreiche halboffizziose Verlautbarungen aus dem Umfeld 
einflussreicher, scheinbar unabhangiger Stiftungen erkennen, die die Kernvokabeln einer zukGnftigen 
europaischen AuRen- und Sicherheitspolitik schon seit geraumer Zeit zielstrebig in die offentliche 
Diskussion einspeisen. 

Einer der tonangebenden „think tanks" ist die Bertelsmann-Stiftung mit ihren angeschlossenen 
Instituten. Sie gehort derzeit zu den wichtigsten EinflGsterern der Berliner Regierungspolitik, wenn es urn 
marktliberale „Reform".Projekte geht, einerlei, ob im Gesundheits-, Sozial- Oder Bildungsbereich. 
Immerhin mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen der Bertelsmann-Stiftung zur VerfGgung, 
urn ihre Konzepte an Medien, Politiker und andere „gesellschaftlich relevante" Multiplikatoren 
weiterzureichen. ... Als die Stiftung im Jahr 2006 ihr erstes „Global Policy Council" abhielt, an dem 
zahlreiche prominente Politiker und Wissenschaftler teilnahmen, berichtete das CAP darGber mit den 
Worten: „Diese Bestandsaufnahme ... zeigt, wie wirtschaftliche Verflechtung, globale Abhangigkeiten, 
Kontrolle uber wichtige regionale Versorgungslinien, demographischer StreS, Pandemien, Zugang zu 
Ressourcen wie Energie und Wasser sowie Probleme wie staatliches Versagen oder die Entfaltung 
nuklearer Macht geostrategisches Handeln in Zukunft bestimmen werden. " 

Die Ansammlung von Leerformeln zielt darauf ab, auszublenden, daR gerade die Politik der Globalisierer 
und Liberalisierer viele der angesprochenen Probleme selbst mitverursacht, etwa die asozialen Folge- 
erscheinungen „wirtschaftlicher Verflechtungen", „staatliches Versagen" und „demographischer StreR". 
Anstatt durch die Verhinderung des letzteren durch eine konsequente Bevolkerungspolitik in Europa zu 
widmen, sorgten die Drahtzieher der „One World" seit langem fur einen verheerenden „Migrations"- Druck 
aus der Dritten Welt, der die europaischen Bevolkerungen geradezu zwangslaufig unter 
..demographischen StreB" setzt. Auch das „staatliche Versagen" ist nicht etwa eine unkalkulierbare 
Begleiterscheinung der Politik im 21 . Jahrhundert, sondern geradezu ein Kernanliegen der Globalisierung- 
Betreiber. Mit der Notwendigkeit „geostrategischen Handelns", wie es sich die Bertelsmann-Weltpolitiker 
wGnschen, hat das alles nichts zu tun (man schafft vorher die Voraussetzung, urn spater eine gewGnschte 
politische Richtung einschlagen und legitimieren zu konnen). Die Europaer waren gut beraten, die 
ideologische Vorfeldarbeit der groRen „think tanks" wachsam zu beobachten. Diese sind namlich mit 
Hochdruck dabei, der Alten-Welt eine neue Welt-Politik zu verpassen, die auf einen permanenten Welt- 
Konflik hinauslauft. Und dafGr braucht es dann logischerweise noch mehr europaische RGstungs- 
anstrengungen und noch mehr Uberwachung. Ein Teufelskreis, aber kein zufalliger. kr 



39 Spiegel Nr. 50, 10.12.07, Seite 35, Die gekaufte Revolution 

40 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Der CFR bestimmt die Strategie 

Der Gehirn-Trust zur Umsetzung der fabianischen Plane in Amerika heiRt AusschuR fur Auswartige 
Beziehungen, CFR. In spateren Kapiteln werden wir uns noch naher damit befassen, doch hier ist nur 
wichtig zu wissen, daR fast die gesamte amerikanische FGhrung aus dieser kleinen Gruppierung stammt. 
Eingeschlossen sind dabei Prasidenten und ihre Berater, Kabinettsmitglieder, Botschafter, Vorstands- 
mitglieder der Federal Reserve, Direktoren der groRen Banken und Investmenthauser, Prasidenten der 
Universitaten, die Leiter der groRen Zeitungen, Nachrichtendienste und die Fernseh-netze. 40 
Es ist keine Ubertreibung, diese Gruppe als die verborgene Regierung der Vereinigten Staaten zu 
beschreiben. CFR-Mitglieder haben sich niemals gescheut, die Schwachung Amerikas als notwendigen 
Schritt auf dem Wege zum groReren Guten, namlich einer Weltregierung, zu beschreiben. Einer der 
Grunder der CFR war John Foster Dulles, der spater von dem CFR-Mitglied Dwight Eisenhower zum 
Minister ernannt wurde. 1939 sagte Dulles: „Eine Schwachung oder ein Abflachen des Souveranitats- 
Systems der heutigen Welt mu3 fruher oder spater stattfinden ... 

Zum unmittelbaren Nachteil der Nationen, die jetzt das Ubergewicht der Macht besitzen. ... Die 
Schaffung eines gemeinsamen Geldes ... wurde unsere Regierung der exklusiven Kontrolle uber die 
nationale Wahrung entziehen ..., die Vereinigten Staaten mussen auf spatere Opfer vorbereitet sein fur 
eine politisch-okonomische Weltordnung, die Ungleichheiten der wirtschaftlichen Chancen in Bereichen 
der Nationen mildern sollte." 41 ... Die CFR-Strategie fur die ZusammenfQhrung der Welt-Finanzsysteme 
wurde von Professor Richard N. Cooper, der Staatssekretar fur Wirtschaft in der Regierung Prasident 
Carters gewesen war, ausgesprochen: „Fur das nachste Jahrhundert schlage ich eine radikale Alternative 
vor: Schaffung einer gemeinsamen Wahrung fur alle industriellen Demokratien, mit einer gemeinsamen 
Wahrungspolitik und einer gemeinsamen Ausgabebank zur Festlegung der monetaren Strategie ... Wie 
konnen unabhangige Staaten dies erreichen? Sie mussen die Kontrolle uber die Wahrungspolitik an eine 
supranationale Korperschaft abtreten. (Starke Betonung) ... Es ist hochst zweifelhaft, ob die 
amerikanische Offentlichkeit, urn nur ein Beispiel zu nehmen, es jemals hinnehmen wurde, daB Lander 
mit autoritaren Regimen eine Wahrungspolitik mitbestimmen, die das Geldwesen der Vereinigten Staaten 
beruhren wurde . . . Damit solch ein verwegener Plan funktioniert, ist zuerst eine gewisse Konvergenz der 
politischen Werte vonnoten. 42 

Solche Phrasen wie monetare Koordinierungsmechanismen, moderne Weltwirtschaftsordnung, 
Konvergenz politischer Werte oder Neue Weltordnung sind nicht sehr aussagekraftig. FGr den 
DurchschnittsbGrger klingen sie angenehm und harmlos. Doch fur die Insider des Clubs sind dies 
eindeutige Schlussel-Phrasen: die Beendigung der nationalen Souveranitat und die Schaffung der 
Weltregierung. CFR.Mitglied Richard Gardner, ein weiterer Berater von Prasident Carter, erlautert 
die Bedeutung dieser AusdrGcke und wirbt fur die Strategie der Tauschung und Behutsamkeit der Fabier: 
„Kurz gefaBt: Das „Haus der Weltordnung" wird von unten nach oben errichtet werden mussen ... Ein 
Endlauf urn nationale Souveranitat herum, sie dabei Stuckchen fur Stuckchen abtragend, wird letztlich viel 
mehr erreichen als der althergebrachte Frontalangriff. " 43 

1 993 wurde Volcker Prasident der Trilateralen Kommision, der TLC. Sie wurde von David Rockefeller ins 
Leben gerufen, urn die Schaffung einer neuen Weltordnung in Ubereinstimmung mit Gardners Strategie 
zu koordinieren: „Ein Endlauf urn nationale Souveranitat herum, sie dabei Stuckchen fur Stuckchen 
abtragend ..." Ziel ist es, die Vereinigten Staaten, Mexiko, Kanada, Japan und Westeuropa in eine 
politische und wirtschaftliche Union zu fGhren. Unter Schlagwortern wie freier Handel und Umweltschutz 
muR jede Nation „StGck fur StGck" ihre Souveranitat preisgeben, bis eine richtiggehende Regierung aus 
diesem ProzeR hervorwachst. Die neue Regierung wird die Arbeitsbedingungen, Lohne und Steuern jeder 
Nation kontrollieren. Sobald dies erreicht ist, ist es ein relativ einfacher Schritt, die regionalen 
Verwaltungen zu einer globalen Regierung zusammenzufassen. Diese Realitat verbirgt sich in Wahrheit 
hinter den sogenannten Handelsabkommen der Europaischen Union (EU), des Nordamerikanischen 
Freihandelsabkommen (NAFTA), der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation APEC und des 
General Agreement on Tariffs and Trade (GATT). Sie alle haben relativ wenig zu tun mit Handel. ... 
Legt man denselben MaRstab an die NAFTA an, dann handelt es sich hierbei „nicht urn ein 
konventionelles Handelsabkommen, sondern urn eine Architektur eines neuen internationalen Systems 
..., den ersten entscheidenden Schritt zu einer neuen Gemeinschaft der Nationen." Der Zeitungsartikel, 
der dieses Statement enthielt, trug die passende Uberschrift: „Mit der NAFTA schaffen die USA endlich 
eine Neue Weltordnung." 44 David Rockefeller (CFR) wurde noch deutlicher: Er meinte, es ware „krimineH" 
gewesen, den Vertrag nicht zu verabschieden, denn: „Alles steht bereit - nach 500 Jahren -, eine 
wahrhaft „Neue Welt" in der westlichen Hemisphere zu schaffen. " 45 [9, Seite 1 37-1 41 ] 



James Perloff, Shadows of Power (Appleton, Wisconsin: Western Islands, 1988). 

„Dulles Outlines World Peace Plan", New York Times, 28. Oktober 1 939 

„A Monetary System for the Future" von Richard N. Cooper in: Foereign Affairs, 1984, S. 166, 177, 184 

„The Hard Road to World Order" von Richard Gardner in: Foreign Affairs, April 1974, S. 558 

Henry Kissinger, Los Angeles Times, 18. Juli 1993, S. M-2, 6 

David Rockefeller, Wall Street Journal, 1 . Oktober 1 993, S. A -1 

41 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Anschauungsunterricht in Sudafrika 

Auf den ersten Blick scheint es unvereinbar, daR die Morgan-Gruppe Geld sowohl 

fur Kerensky als auch fur Lenin bereitstellen sollte. Beide Manner mogen 

sozialistische Revolutionare gewesen sein, aber sie lagen Welten auseinander in 

bezug auf ihre Plane und waren verbitterte Wettstreiter bei der Bildung einer neuen 

Regierung. Doch die Taktik, beide Seiten in einem politischen Wettstreit zu 

finanzieren, war von den Mitgliedern des Runden Tisches damals schon zu einer 

Kunst entwickelt worden. Ein verbluffendes Beispiel dafQr lieferte SGdafrika beim 

Ausbruch des Buren-Krieges 1899. Mehrere Jahrzehnte schon waren Briten und 

Hollander als Siedler nach SGdafrika gezogen. 

Bild 14: Cecil Rhodes erwarb im 19. Jahrhundert eines der groftten Vermdgen der Welt. Finanziell 

unterstiitzt von Nathan Rothschild und der Bank of England, errichtete er ein Diamanten-Monopol 

in Sudafrika und auch eines uber die meisten Goldminen. Er grundete eine Geheimgesellschaft, in 

der viele fuhrende Regierungsvertreter Englands Mitglied waren. Ihr elitares Ziel war nichts 

Geringeres als die Beherrschung der Welt und die Schaffung einer modernen feudalen 

Gesellschaft unter ihrer Kontrolle mit Hilfe der Zentralbanken. Der amerikanische AusschuB fur 

Auswartige Beziehungen (CFR) war ein SproG dieser Gruppe. 

Die Hollander hatten die Provinzen Transvaal und den Oranje-Freistaat gegrundet, wahrend die Briten 
Rhodesien, Kap Hoorn, Basutaloland, Swasiland und Betschuanaland kolonisiert hatten. Der Konflikt 
zwischen diesen Siedlergruppen flammte immer wieder auf, sobald sie sich begegneten, doch die 
Entdeckung von Gold im Whitewater-Gebiet von Transvaal lieferte den Grund fur den Krieg. 
Politisch war Transvaal in den Handen der Buren, also den Nachkommen der niederlandischen Siedler. 
Doch nach der Entdeckung von Gold wurden die Minen vor allem von den Briten entwickelt und standen 
fest unter deren Kontrolle. Es ist eigentlich keine Uberraschung, dal3 einer der groRten Mitspieler Cecil 
Rhodes war, der bereits die Diamantenfelder im Suden unter seine und die britische Kontrolle gebracht 
hatte. Der Historiker Henry Pike schreibt: „Bei der Entdeckung von Gold in Transvaal wurde Rhodes Gier 
grenzenlos. Sein Ha3 auf Paul Kruger, den Afrikaner-Prasidenten des Transvaals, kannte keine Grenzen. 
Er lehnte Krugers unabhangigen Transvaal leidenschaftlich ab und sah dies als Haupthindernis gegen 
sein Bemuhen, das gesamte sudliche Afrika unter britische Hoheit zu zwingen. " 46 

1895 begann Rhodes seinen Plan umzusetzen. Er wollte Krugers Regierung stGrzen, indem er einen 
Aufstand unter den britischen Bewohnern von Johannesburg anstachelte. Bezahlt wurde die Sache von 
ihm selbst, wahrend sein Bruder Frank und andere loyale Mitstreiter die FGhrung Gbernehmen sollten. 
Das Ganze sollte dann zu einer militarischen Invasion des Transvaal durch britische Truppen aus 
Betschuanaland und Rhodesien unter der Leitung von Sir Leander Jameson fGhren. Doch der Aufstand 
verpuffte ohne Wirkung, Jameson fiel in Ungnade und wurde festgesetzt. Rhodes aber war entschlossen, 
den Transvaal zu bekommen, und bereitete umgehend einen zweiten raffinierteren Trick vor. Mit Rhodes 
Hilfe wurde Lord Milner zum britischen Hochkommissar fur SGdafrika berufen. In London wurde Lord 
Esher - ebenfalls Mitglied der geheimen Gesellschaft - zum politischen Berater Konig Edwards, mit dem 
er taglich in Kontakt stand. Soweit zur britischen Seite dieses Konfliktes. Uber die Buren hat Professor 
Quigley eine verblGffende Geschichte zu erzahlen: „Aufgrund bestimmter Vorgange, deren Einzelheiten 
noch verborgen sind, machte sich ein brillanter junger Absolvent von Cambridge, Jan Smuts, auf den 
Weg in den Transvaal. Er war ein leidenschaftlicher Anhanger von Rhodes und handelte als dessen 
Vertreter 1895 in Kimberly (Sudafrikas groBter Diamanten-Mine) und wurde eines der wichtigsten 
Mitglieder der Rhodes-Milner-Gruppe von 1908 bis 1950. Durch heftige anti-britische Agitation wurde er 
Minister des Landes (obwohl britischer Staatsburger) und Berater von Prasdent Kruger. Milner lieB 
provozierend Truppen entlang der Grenze des Burenstaates aufziehen, trotz der heftigen Proteste des 
sudafrikanischen kommandierenden Generals, der spater seines Amtes enthoben wurde. SchlieBlich 
wurde der Krieg entfesselt, als Smuts ulimativ einen Ruckzug der britischen Truppen verlangte und Milner 
dies ablehnte." 47 Und so, als Ergebnis der sorgfaltigen Steuerung beider 48 Seiten des Runden Tisches - 
die eine mit unerhorten Forderungen und die andere in Erwiderung mit Emporung reagierend -, begann 
der Krieg schlieRlich mit der britischen Invasion im Oktober 1 899. 

Nach zweieinhalb Jahren erbitterten Kampfes wurden die Buren gezwungen, sich zu ergeben, und Milner 
verwaltete die frij here Republik wie ein militarisch besetztes Territorium. Mitglieder des Runden Tisches, 
die offentlich „M ilners Kindergarten" genannt wurden, kamen alle in entscheidende Regierungspositionen, 
und die Goldminen waren gesichert. [9,315-317] 



46 Henry R. Pike, A History of Communism in South Africa (Germiston, South Africa: Christian Mission International of 
South Africa, 1985), Seite 39 

47 Quigley, Tragedy, Seite 137-138 

48 Wetten auf alle Pferde: Auf der anderen Seite der Welt, in New York City, wurde die gleiche Taktik, namlich beide 
Seiten gegeneinander auszuspielen, mit brillanter Prazison von dem Mitglied des Runden Tisches J. P. Morgan 
angewandt. Professor Quigley berichtet: Fur Morgan waren alle politischen Parteien einfach nur brauchbare 
Organisationen, und die Firma achtete darauf, den FuB in alien Tiiren zu behalten. Morgan selbst, Dwight Morrow 
und andere Partner waren den Republikanern verbunden; Russel C. Leffingwell zahlte zu den Demokraten, Grayson 
Murphy gehorte der extremen Rechten an, und Thomas W. Lamont der Linken. (Quigley, Tragedy, S. 945) 

... Man hat einfach das getan, was man schon immer tat: auf alle Pferde wetten, damit unabhangig vom Ausgang des 
Rennens der Sieger einem zu Dank verpflichtet ist. [9, Seite 31 8, 31 9] 

42 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Gesellschaft der Fabier 

Die Fabier waren eine elitare Gruppe von Intellektuellen, die eine semi-geheime Gesellschaft fur die 
Verbreitung des Sozialismus grundeten. Wahrend die Kommunisten den Sozialismus rasch mit Gewalt 
und Revolution herbeifuhren wollten, zogen die Fabier filr den gleichen Zweck Propaganda und 
Gesetzgebung vor. Das Wort Sozialismus wurde dabei nicht benutzt; stattdessen sprachen sie von 
offentlichen Vorteilen wie Wohlfahrt, medizinische Versorgung, hoheren Lohnen und besseren 
Arbeitsbedingungen. Auf diese Weise suchten sie ihre Ziele ohne BlutvergieGen und sogar ernsthafte 
Opposition zu erreichen. Sie scholten die Kommunisten nicht wegen deren Ziele, sondern weil sie mit den 
Mitteln nicht einverstanden waren. Urn die Bedeutung eines behutsamen Vorgehens zu unterstreichen, 
wurde die Schildkrote Symbol ihrer Bewegung. Drei prominente Mitglieder der ersten Stunde waren 
Sidney und Beatrice Webb sowie George Bernard Shaw. Ein Buntglas-Fenster im Beatrice-Webb-Haus 
im englischen Surrey ist in dieser Hinsicht verraterisch. Darauf liest man die Zeilen Omar Chayyam: 

Ach konnten wir, mein Lieb, mit Gotteskraft 

Packen das All, das inn' und auSen klafft: 

Zerschmettern taten wir's, und aus dem Schutt 

Ganz neu aufbauen ..., wie es die Sehnsucht schafft. 

Unter der letzten Zeile „Ganz neu aufbauen ..., wie es die Sehnsucht schafft" zeigt das Bild, wie Shaw 
und Webb mit einem Hammer auf die Erde einschlagen. Entlang des unteren Randes knien die Massen 
ehrfurchtig vor BGchern, die Theorien des Sozialismus verkunden. 
[9, Seite 1 1 2-1 13, Abbildung vom Fensterbild im Beatrice Webb House, siehe ebd. Seite 133] 

Die Fabian Society 

Die Fabian Society war ein mosaisch semi-geheimer Verein welcher 1884 von Sidney and Beatrice Webb 
sowie Edward Pease gegrGndet wurde. Ebenfalls zu den frGhen Mitglieder gehorten (George) Bernard 
Shaw und H.G. Wells. Sie bekannten sich als Kollektivisten und Sozialisten zu Reform und Veranderung. 
Ihre Ziele waren mit denen der Kommunisten Marx und Engels weitgehend identisch, doch die 
Implementierung unterschied sich. Fabiane wollten Gber langsame stufenweise gesellschaftliche 
Anpassung und dem politischen Umfeld, soziale Einrichtungen fur die Massen etablieren, im Gegensatz 
zu den schnellen revolutionaren Methoden des Umsturzes der Bolschewisten. ... Den Namen Fabian 
leiteten sie von dem romischen General Fabius Cunctator ab, welcher als ausgezeichneter Stratege in 
seinen Kriegen mit Hannibal ebenfalls direkte Konfrontationen scheute und auf die Voraussetzungen und 
Manipulationen im gegnerischen Umfeld setzten. Seine Strategie sollte auch den Fabianen helfen die 
Menschheit langsam zu Gberzeugen. So hatten sie in ihrem Wappen eine Schildkrote sowie den Wolf im 
Schafspelz. Die Fabiane mit ihrer Denkfabrik rekrutierten die jGdisch-intellektuelle Prominenz wie G.D.H. 
Cole, Edith Nesbit, Rupert Brooke, Arnold Bennett, Emmeline Pankhurst, Eleanor Marx, und viele andere 
und bauten Gber diese Kontakte das politische Umfeld fur ihre Bewegung auf. Im Jahre 1900 vereinigten 
sie sich mit den Gewerkschaften und grGndeten die Labour Party mit denen sie sich bis zum heutigen Tag 
verbunden fuhlen. Die Fabiane gelten als die Architekten des modernen Sozialstaates und waren ein 
Vorlaufer fur Roosevelts ,New Deal' Politik. Die Doktrin der Fabiane war es den .unausweichlichen 
Ubergang' der sozialen Idee in offentlichen und privaten Institutionen zur gesellschaftlichen Veranderung 
im allgemeinen in die Volker der Welt einflieRen zu lassen. Die in ihren Augen herausragendste 
Leistungen war der Start der London School of Economics, welche der Quell ihrer sozialen und 
wirtschaftlichen Theorie war - sowohl in der Erziehung als auch in der Implementierung in die echte Welt. 
John Maynard Keynes und Harry Dexter White waren spatere Mitglieder, welche in die FuRstapfen dieser 
Fabianschen Wirtschafts- und Sozialvorstellungen traten. 

John Maynard Keynes war mit am Verhandlungstisch in Versailles, an dem das Deutsche Reich sein 
Friedensdiktat erhielt. Ihm erschienen die Auflagen angeblich als unerfGllbar, weshalb er die 
Verhandlungen vorzeitig verlies. In Wirklichkeit wurde er fGr die Vorbereitung des Aufbaus der BIS 
benotigt, die er zusammen mit Hjalmar Schacht realisierte. Er erkannte, da(3 es hier nicht urn die 
Machbarkeit von Reparationszahlungen handelte, sondern um Macht und der Umerziehung eines 
unter dem feudalistischen System zusammengewachsenen Nation, welche weder nach 
Kapitalismus noch nach Sozialismus strebte und mit dem FLihiungsstil Bismarcks und des 
Kaisers keinen Bedarf fur eine breiter angelegte Demokratie sahen. Bismarcks Reformen deckten 
alle Bedurfnisse des WIR-Verstandnis der Deutschen ab. 

...Der Britische Sozialstaat wurde ebenfalls wesentlich von den Fabianen bestimmt. Die heutigen Ziele der 
Fabiane berichten nichts von den vergangenen Erfolgen. Sie stehen heute wie damals fGr 
Internationalisierung bzw der moderne Ausdruck ist .Globalisierung ihrer politischen, wirtschaftlichen und 
sozialen Anliegen'. Sie sind der Gegenpol zum Kapitalismus. Die Fabiane erfuhren erst in der 
Nachkriegszeit eine Revitalisierung und gelten als die GrGnder der weltweiten Gewerkschaftsbewegungen 

43 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



und der linken Internationalen. Einer ihrer NachkriegsfGhrer war Willy Brandt. Sie waren vor allem stark in 
den verschiedene sozialen UNO Organisationen tatig. ... Wer ein System kontrollieren will - muR beide 
Pole kontrollieren, d.h. Kapitalismus und Kommunismus. Dies war seit jeher Hauptanliegen der „Global 
Governance und ihren Investmentbankern". So spielt es keine Rolle, ob bei den Wahlen die 
Konservativen oder die Labour Partei gewinnt. Wer weiR dies besser als Tony Blair oder Gordon Brown 
welche beide Mitglieder der Fabiane sind. Der gemeinsame Ursprung der Hintermanner erlaubt es Blair 
und Bush die heutige politische Situation aus der selben Perspektive zu sehen und gemeinsam zu 
handeln. Sie sind den selben Hintermannern und den selben politischen Zielen verpflichtet. ... 
Das Konzept der Fabiane ist der ,Weltsozialismus' - ein Begriff der nicht verwendet werden durfte. 
Sie sprachen statt dessen von den Vorteilen fur die Massen, welche mit dem 'Business Konzept' der 
heutigen Sozialdienste umschrieben werden -Sozialabsicherung, Gesundheitswesen, Lohn- und 
Arbeitsbedingungen - oder in anderen Worten Rentenversicherung, Krankenkasse, Arbeitslosen- 
versicherung. Dies sind fur die 'Global Governance und ihre Investmentbanker' die besten Einnahme- 
quellen. Jeder zahlt in diese Kassen ein, solange sein Geld noch einen Wert hat und wenn es darauf 
ankommt, werden die Zahlungen gekurzt oder sind bis dahin durch die Inflation und Geldentwertung 
wertlos. Die Gelder selbst werden dem Staat aus seinen Kassen in Form von Zinszahlungen fur das 
Schuldgeld abgenommen. Zusatzlich schopfen die Versicherungskonzerne der 'Global Governance und 
ihren Investmentbankern' noch direkt Gelder ab. Sie waren immer die profitabelsten Unternehmen der 
Hochfinanz. Viel abschopfen und wenig ausbezahlen. So sagte Tony Blair: 

„Nur durch die staatliche Kooperation und Umfunktionierung auf unsere gemeinsamen Ideale kann die 
,Neue Weltordnung' aufgebaut werden. Das Prinzip der bewuBten Eigenverantwortung und Mitarbeit des 
einzelnen Burgers fur sein personliches Wohl selbst aufzukommen, sowie die Verabschiedung von 
Gesetzen die jeden zur (Selbst)Versorgung verpflichten, ist die einzige Moglichkeit fur die Basis des 
Weltstaats der Zukunft.' 49 Der Burger kommt letztlich fur sich selbst auf und der Staat kassiert trotzdem 
laufend fur die Hochfinanz ab. ... Sie waren die treibenden Krafte hinter der Sozialdemokratie in der 
Weimarer Republik. ... 

Es muR heute jedem klar geworden sein, daR die soziale Aufgabe nur von der Familie wahr genommen 
werden kann, denn wenn es darauf ankommt versagt der Staat immer. Diese Familie wird aber 
systematisch in der heutigen Gesellschaft entmachtet. So flieRen alle Zahlungen immer an die Individuen, 
aber gleichwohl haftet die Gemeinschaft wenn es darauf ankommt. Das Schweizer Model im 
foderalistischen Staat weist diese Verantwortung deshalb der BGrgergemeinde zu. Nun da die Staaten - 
zumindest in Europa - weitgehend aufgelost sind, haben unsere Politiker ohnehin nichts mehr zu 
melden. Sie mussen nur noch die Massen still halten und ansonsten die EU-Gesetze durchsetzen, welche 
uns von der „Global Governance und ihren Investmentbankern" diktiert werden. Ohne eigene Wahrung 
sind wir nicht mehr in der Lage unser wirtschaftliches Schicksal zu kontrollieren und zu bestimmen. Ohne 
eigene Gesetze sind wir „gesetzlos" und dem Kapital ausgeliefert. 

Der Sozialismus falit FuB in Amerika 

Alles begann mit einem Konzept. Es faRte FuR in Amerika im wesentlichen als Ergebnis der GroRen 
Depression der 1930er Jahre. Amerikanische Politiker waren tief beeindruckt davon, wie es radikalen 
Marxisten gelang, die UnterstGtzung der Massen zu gewinnen, indem sie den Kapitalismus fur die 
Probleme des Landes verantwortlich machten und ihrerseits ein sozialistisches Utopia versprachen. Sie 
bewunderten und fQrchteten diese Radikalen gleichzeitig: Sie bewunderten deren Geschick in bezug auf 
die Massenpsychologie; sie fQrchteten zugleich, die Marxisten konnten so popular werden, daR sie bei 
den Wahlen die Mehrheit gewinnen wGrden. Schon bald begannen viele politische Reprasentanten die 
Seifenkisten-Redner nachzumachen, und die Wahler brachten sie in Amt und WGrden. 
Wahrend man die extremen und gewalttatigen Aspekte des Kommunismus allgemein zuruckwies, wurden 
die feineren Theorien des Sozialismus recht popular bei der gebildeten Elite. Naturlich wurden sie die 
Anfuhrer eines amerikanischen sozialistischen Systems werden. Jemand muRte sich urn die Massen 
kummern und ihnen sagen, was sie Gutes fur sich selbst tun konnten. Viele Hochschulabsolventen und 
Wohlhabende waren geradezu gefesselt von dem Gedanken, diese Rolle zu ubernehmen. Und so wurde 
dieses Konzept auf alien Ebenen der amerikanischen Gesellschaft weitgehend akzeptiert - von den mit 
„FuRen getretenen Massen" ebenso wie von der gebildeten Elite -, daR es wunschenswert ist, wenn die 
Regierung sich urn ihre Burger kummert und sie in ihren wirtschaftlichen Handlungen beschutzt. ... 
[9, Seite89, 90] 



http://society. guardian. co. uk/futureforpublicservices/story/O,, 799849, 00. html 

44 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Rockefellers „General Education Board" 

Um die Jahrhundertwende war einer der verachtesten Namen Amerikas der Name Rockefeller. Der alte 
John D. Rockefeller hatte diesen Ruf mit unerhorter Schlaue, Falschheit und Gier erworben. Sein Name 
war ein Synonym fur skrupellose Ausbeutung. Er sagte oft: „Konkurrenz ist SGnde". In einem Versuch, 
sein Image (nicht seinen Charakter) zu verbessern, heuerte John D. mit Ivy Lee einen der fuhrenden 
amerikanischen Werbefachleute an. Auf dessen Vorschlag trug Mr. Standard Oily von nun an immer eine 
Handvoll 10-Cent-Stucke mit sich herum, um sie an Kinder zu verteilen, wenn er einmal - was selten 
genug vorkam - in der Offentlichkeit auftrat. Teil des Programms zur Verbesserung seines Images war die 
Grundung einer Reihe von Stiftungen und Konzernen. Nach auRen wurden sie der Offentlichkeit als ein 
Versuch Rockefellers prasentiert, das Los des amerikanischen Volkes durch die Finanzierung von 
Forschungsprojekten auf erzieherischem, medizinischem und religiosem Gebiet zu erleichtern. Aber bei 
John D.'s zutiefst verschworerischer Natur gab es dabei naturlich immer einen Haken. 
Gary Allen schreibt in seinem Bestseller Die Rockefeller Papiere: „Er hatte noch etwas im Hinterkopf, das 
dem alten Machiavelli mehr entsprach. Er wollte sein Geld an Stiftungen ,verschenken\ die seiner 
Kontrolle unterstanden, und dann sollten diese Stiftungen das Geld wieder auf eine Art und Weise 
ausgeben, die dem Rockefeller-lmperium noch mehr Macht und Gewinn verschaffte. Das ,verschenkte* 
Geld sollte sozusagen Brot sein, das als Koder ins Wasser geworfen wurde. Brot mit einem Haken darin. 
John D. Junior entwickelte dafur spater den Grundsatz des wissenschaftlichen Schenkens'." 
Diese Tatsache trat ganz deutlich zutage, als Rockefeller sich auf dem Erziehungssektor zu engagieren 
begann. John D. stellte Fred Gates ein, der vorher als Reprasentant des Pillsbury Mehlunternehmens 
unerhort erfolgreich gewesen war und der nun das Rockefellersche General Education Board 
organisieren sollte. Der wirkliche Zweck dieser Einrichtung war nicht, wie man glauben machen wollte, 
eine Erhohung des Standards des amerikanischen Erziehungswesens zum Nutzen der Nation. Wie bei 
Clinton Roosevelt und Albert Pike traten die eigentlichen Absichten der neuen Institution in ihrer ersten 
Veroffentlichung zutage. Sie folgten einem Muster, das mehr als hundert Jahre zuvor von Adam 
Weishaupt niedergelegt wurde, als er schrieb: „Es ist notwendig, das gemeine Volk fur unseren Orden zu 
gewinnen. Das beste Mittel zu Erreichung dieses Ziels ist die Beeinflussung der Schulen." 
Es ist fast unmoglich, die Bestrebungen der Weishauptschen Verschworung auf dem Feld der 
Erziehungspropaganda praziser auszudrilcken, als das im „Gelegenheitsbrief Nr.1 des Rockefellerschen 
General Education Board im Jahre 1904geschah. In ihm heiRtes: 

„ln unseren Traumen haben wir unbegrenzte Mittel, und die Leute fugen sich mit volliger Hingabe unseren 
formenden Handen. Die gegenwartigen Erziehungs-Konventionen entschwinden ihren Geistern und, 
ungehindert durch Tradition, breiten wir unseren guten Willen uber ein dankbares und ansprechendes 
landliches Volk. Wir werden nicht versuchen, diese Leute Oder eines ihrer Kinder zu Philosophen oder zu 
Menschen der Lehre oder Manner der Wissenschaft zu machen. Wir haben aus ihnen nicht Autoren, 
Publizisten, Dichter oder Manner der Schrift zu Ziehen. Wir werden weder nach werdenden groBen 
Kunstlern, Malern und Musikern suchen, noch nach Anwalten, Doktoren, Predigern, Politikern, Staats- 
mannern, von welchen wir uber ein groBes Potential verfugen. Die Aufgabe vor uns wird eine sehr 
einfache und ebenso schone sein, diese Leute so, wie wir sie vorfinden, fur ein vollkommen ideates 
Leben dort, wo sie sind, auszubilden. Wir werden daher unsere Kinder organisieren und sie lehren, was 
ihre Mater und Mutter auf imperfekte Weise tun, in ihren Heimen, den Geschaften und auf den Farmen 
perfekt zu tun." Occasional Paper No. 1, General Education Board, 1904 

Alle wesentlichen Elemente von Weishaupts llluminismus finden sich in diesem Brief. Zunachst die 
Pose der Menschenfreundlichkeit; dann die Absicht, die Leute einer Gehirnwasche zu unterziehen - sie 
zu „formen" (Politische Korrektness); drittens die Ausmerzung von Tradition 50 , Wissenschaft und echtem 
Lernen; viertens der diktatorische Anspruch; funftens der Plan, die Bauern in ein Kastensystem 
einzuteilen - „wie wir sie vorfinden"; sechstens der Plan, die nationale Intelligenz auf den kleinsten 
gemeinsamen Nenner hinabzudrGcken und den EinfluR des Elternhauses zu zerstoren (was einer 
Abschaffung der Familie gleichkommt); siebtens die vollige Verachtung der Bauern; achtens das Element 
der Subversion und des Un-Amerikanismus - die erklarte Absicht, anerkannte Sitten und Gebrauche Gber 
Bord zu werfen fur die Rockefellerschen Bestrebungen; und schlieRlich der „Perfektionismus", die 
„Vervollkommnung des menschlichen Lebens", die auch Weishaupts vorgebliches Ziel war. 



Wertevorstellungen wurden gezielt pervertiert - ein Buch des US-Politikers Patrick J. Buchanan uber den 
„Tod des Westens" sorgt fur heftige Diskussionen 

... Buchanan beschrankt sich nicht auf die kritische Zustandsbeschreibung. Vielmehr benennt er auch die 
Verursacher. Als solche hat er marxistische Vordenker des 20. Jahrhunderts ausgemacht. Diese waren enttauscht, 
weil Europas Arbeiterschicht gehorsam in den Ersten Weltkrieg zogen. Die Internationale Solidaritat hatte sich als 
LuftschloB erwiesen. Statt den Klassenkampf zu fuhren, uberwog beim Proletariat das Nationalgefuhl. Als dann noch 
das bolschewistische RuBland zum Sturm gegen Polen antrat, standen Polen aller Schichten tapfer gegen die 
vermeintlichen „Befreier". Karl Marx wurde zum ersten Mai durch die Realitat widerlegt. 

Entsetzte Intellektuelle entwarfen einen Plan B. Weil Christentum, Heimat- und Volksverbundenheit die Volker gegen 
den Marxismus immunisiert hatten, muBten diese zuerst vernichtet werden. In Frankfurt errichteten kommunistische 
Abtrunnige 1923 ihren Stutzpunkt: die ..Frankfurter Schule" wargeboren. Die eigene Intentionen verschleiernd, 
attackierten die Kulturmarxisten die biirgerliche Gesellschaft. Sie beherberge und produziere Rassismus, Sexismus 
und Faschismus, lautete der Vorwurf, die jeweils Untersruckten, Frauen, Auslander, Homosexuelle etc., sollten das 
neue Proletariat fur den Sturm auf die virtuelle Bastille bilden. Junge Freiheit, Nr. 13/02, S. 6, Ronald Glaser 

45 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Geistige Erziehung zur Formung des Menschen 

G. Edward Griffin bemerkt dazu: „Das dritte Blatt Papier, das den Drucker verlaRt, weist auf das Jahr 
1904 hin und befaRt sich mit einem Bericht des General Education Board, einer der ersten Stiftungen von 
John D. Rockefeller sr. Der Zweck dieser Stiftung bestand darin, die Macht des Geldes zu nutzen, indem 
sie die Zielrichtung der Erziehung beeinflussen sollte, und nicht, um den Standard der Erziehung in 
Amerika allgemein zu verbessern, wie man damals glaubte. Die Absicht war eindeutig, die Ideologie des 
Kollektivismus und Internationalismus zu fordern. Ziel war es, die Klassenzimmer zu nutzen, um 
Ansichten zu verbreiten, die Menschen zu einer passiven und unterwurfigen Haltung den Regierenden 
gegenuber zu ermutigen. Sinn und Zweck war und ist es, BGrger heranzuziehen, die gut genug fur 
produktive Arbeit unter Anleitung ausgebildet sind, aber Autoritaten nicht in Frage stellen Oder sich uber 
ihre Klasse zu erheben versuchen. Eine echte Erziehung sollte den Sohnen und Tochtern der Elite 
vorbehalten bleiben. Die anderen sollten nur Facharbeiter hervorbringen, deren einzige Ambition es sein 
sollte, das Leben zu genieRen. Es sei genug, wie de Tocqueville es beschrieb: „da3 die Menschen sich 
vergnugen, vorausgesetzt, sie denken an nichts anderes". [9, S. 61 6] 

„Der Tod des Westens" 

Der ehemalige US-Prasidentschaftskandidat Patrick Buchanan uber den Zerfall des Abendlandes und 
den Kampf der Kulturen. Geboren 1938 in Washington D.C. studierte Buchana Journalismus und 
arbeitete unter Nixon, Ford und Reagan unter anderem als Pressesprecher im WeiRen Haus. 

JF: Was sind die Griindungsvater der Vereinigten Staaten von Amerika: Freiheitskampfer Oder 
Sklavenhandler? - Sie behaupten, die amerikanischen Kinder wiirden umerzogen, uber ihre Ahnen 
wiirden sie in den Schulen meist nur noch Schlechtes gelehrt. 

Buchanan: In so vielen Schulen, Colleges und Universitaten lernen unsere Kinder, daB sie das Produkt 
und die NutznieBer einer spieSigen, ublen, ausbeutenden, korrupten Vergangenheit und Erben brutaler 
Kolonisatoren, Imperialisten, Sklavenhalter, Rassisten und Sexisten seien. Es ist ein regelrechter Krieg 
gegen die Vergangenheit. Ziel ist es, die alten und guten Ideen in den Kopfen der Jugend Amerikas zu 
vernichten. Sie sollen ersetzt werden durch die Litanei eines neuen Glaubens und einer neuen Religion, 
die aus Sakularitat, Globalisierung, Konsumdenken, Gleichheitswahn und allem, was ich als 
Kulturmarxismus bezeichne, besteht. 

JF: Und Sie sehen dieses Problem nicht auf Amerika beschrankt? 

Buchanan: Nein, es ist ein Problem des gesamten Westens. Und diese Krankheit ist in Europa sogar 
noch welter vorangeschritten als in den Vereinigten Staaten. 

JF: In diesem Zusammenhang sprechen Sie davon, daB der Humanismus das Christentum im 
offentlichen Leben zunehmend ersetze. 

Buchanan: Dieser „Humanismus" ist die neue, etablierte Religion Amerika. Ihre Gebote lauten, es gibt 
keinen Gott, kein Leben nach dem Tod, keine unsterbliche Seele. Alles beginnt und endet hier. Es gibt 
keinen Moralkodex. Jedes Volk und jedes Individuum schafft sich seinen eigenen Moralkodex fur eine 
bestimmte Zeit. Jede Form der Sexualitat ist angeblich gut. Wir entscheiden selbst, wann wir leben und 
wann wir sterben. Abtreibung beispielsweise ist jedermanns Recht. Es ist eine Philosophie von 
Individualismus, von Materialismus, von Konsumismus, von Hedonismus und von Agnostizismus Oder 
Atheismus. Vaclav Havel hat dazu gesagt, wir versuchten die erste atheistische Gesellschaft zu gestalten. 
Aber Volker, die diese neue Religion oder Philosophie verinnerlichen, konnen nicht als solche uberleben. 
Es ist wie Heroin, es verschafft ein phantastisches Gefuhl, aber es zersetzt einen innerlich. 
Interview in der Jungen Freiheit, Nr. 1 3/02, Marz 2002 mit R. Glaser u. M. Schwarz 

Vier Jahre darauf schrieb der Generalanwalt des Ausschusses, Rene A. Wormser, ein hochst 
aufschluRreiches Buch uber das Thema „Macht und EinfluR von Stiftungen". Nach seinen Worten fuhren 
einen die von dem AusschuR zutage geforderten Fakten „zu dem SchluR, daR es unter einigen fuhrenden 
Erziehern in den Vereinigten Staaten in der Tat so etwas wie eine echte Verschworung mit dem Ziel gibt, 
Gber unser Schulsystem den Sozialismus einzufuhren. ...Uber die Jahre entstand ein sehr machtiges 
Netzwerk von Stiftungen mit ihnen verbGndeten Organisationen, das das Erziehungswesen in hohem 
MaRe kontrollierte. Teil dieses Netzwerkes und in letzter Instanz verantwortlich fur es sind die Rockefeller- 
und Carnegie-Stiftungen." ... Der „fortschrittliche" Erzieher John Dewey war eine fuhrende Figur in ihren 
Gesamtplanungen. Er wurde als Vorsteher des Teachers College der Columbia Universitat bekannt und 
war spater der einfluRreichste Mann im amerikanischen Erziehungswesen. 1919 grundete er mit 
Rockefeller-Mitteln den „Fortschrittlichen Erziehungsverband" (Progressive Education Association), um 
die Ideen seiner Meister zu verbreiten. Nach einiger Zeit schlossen sich Ruggs, Counts, Kilpatrick und 
andere „Eine Welf-Sozialisten Dewey an. Es gelang ihnen, sich in einfluRreichen Positionen einzunisten, 
und sie begannen, das Erziehungssystem als Mittel fur die Erreichung ihrer politischen Ziele zu benutzen. 
In ihren Schriften und Reden machten sie keinen Hehl daraus, daR es ihr Hauptbestreben war, die 

46 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



amerikanische Nation wie eine Herde dummer, ahnungsloser Schafe - nach dem Vorbild des 
Rattenfangers von Hameln - in eine sozialistische „Eine Welf-Utopie zu fuhren, in der sie, wie das in 
jedem Marchen der Fall ist, ..gIGcklich und zufrieden lebten bis zu ihrem Tod". Es genGgt, dies mit einigen 
Zitaten zu belegen. 1933 legte Dr. Harold Ruggs in seinem Buch „The Great Technology" dar, wie sie 
planten, Amerika zu einem sozialistischen Staat zu machen: „Ein neues offentliches BewuStsein ist zu 
schaffen. Wie? Nur so, daB zig-Millionen neue individuelle BewuBtseine geformt und zu einem neuen 
gesellschaftlichen BewuBtsein verschmolzen werden. Alte Denkvorstellungen sind zu zerbrechen und 
neue Meinungsklimas in den Amerika beeinflussenden Staaten sind zu schaffen" (S. 32). 
In dem 1 934 von der Amerikanischen Historischen Vereinigung veroffentlichten und von der 
Carnegie-Stiftung geforderten Erziehungsbericht schrieb Counts: „Das Zeitalter des Individualismus und 
des laissez-faire in Wirtschaft und Regierung geht zu Ende, und eine neue Ara des Kollektivismus zieht 
herauf." In einem Artikel in der „New Republic" vom 29. Juli 1936 schrieb der fuhrende britische Sozialist 
Harold Laski: „... wenn man seine sorgfaltig neutral gehaltene Formulierung beiseite laRt, entpuppt sich 
der Bericht als ein Erziehungsprogramm fur ein sozialistisches Amerika." 

Counts und seine Freunde leugneten das nie ab. Sie sagten, zur Erreichung ihres Ziels seien 
grundlegende ..Anderungen unserer Ideale" notwendig. (..Progressive Education", April 1932) 
Wie andert man die Ideale einer Nation? Nun, man braucht lediglich zu verandern, was in Schulen, 
Colleges und Universitaten, in Kirchen und Massenmedien gelehrt wird. Also wurden die grundlegendsten 
LehrbGcher ausgemerzt Oder umgeschrieben, urn sie der neuen sozialistischen Linie anzupassen. Viele 
neue LehrbGcher tauchten in den Klassenzimmern auf - alle mit dem Zweck, traditionelle Werte zu 
unterminieren und den Studenten vermittels dieser Gehirnwasche den Sozialismus nahezubringen, durch 
den „der groRe Bruder" (die Regierung) praktisch jede Phase des Lebens der BGrger beeinflussen oder 
kontrollieren konnte. Die Schlacht urn den Geist der Jugend hatte begonnen, und die Sozialisten setzten 
ihrem blitzkriegartigen Uberfall alle Mittel des totalen Krieges ein. Von Linken infiltrierte Zeitungen, 
Zeitschriften und Radiosender machten sich die sozialistische Sache zu eigen und unterwarfen die 
Offentlichkeit einem subtilen Propaganda-Bombardement, urn „die Schaffung eines neuen 
gesellschaftlichen BewuRtseins" voranzutreiben. Zunachst erhoben diejenigen, die wach genug waren, 
urn zu erkennen, daR etwas vollig schief lief, lauten Einspruch. Die ..fortschrittlichen" Erzieher anderten 
ihre Taktik: ihre Attacken auf die nationalen Helden, Sitten und Gebrauche wurden nicht mehr often 
vorgetragen, sondern nur noch angedeutet, wodurch sie viel schwerer zu entdecken waren, wenn man 
nicht jedes Wort analysierte und abwog. Aus nationbildenden Institutionen, Saulen einer von Grund auf 
gesunden Gesellschaft, wurden die Schul- und Collage-Systeme zu etwas umgeformt, das man zu Recht 
..Brutkasten der Degeneration" genannt hat. 

Mit Marx als Aushangeschild versuchten die llluminaten ihren Plan fur eine weltweite gesellschaftliche 
Revolution in die Wirklichkeit umzusetzen. Dieses Vorhaben schlug vollig fehl. Marx' Lehren entzGndete 
die Vorstellungskraft der Menschen keiner Gesellschaftsschicht - urn am allerwenigsten die der 
Arbeiterklassen! Im Jahre 1864 organisierte Marx die Internationale Arbeitervereinigung (die spater unter 
dem Namen Sozialistische Internationale bekannt wurde). Acht Jahre spater wurde das Hauptquartier 
nach New York verlegt. Kurz darauf schloR sie sich mit der dort 1868 gegrGndeten Sozialistischen Partei 
zusammen. Marx* personliches Leben war eine endlose Kette von Fehlschlagen. Er war ein Parasit, der 
von anderen lebte; es ist zu bezweifeln, daf3 er nur einmal in seinem Leben ehrliche Arbeit leistete. Aus 
seiner Ehe gingen sechs Kinder hervor. Marx jedoch war so beschaftigt damit, Theorien Gber „die 
Erhebung der Massen" zu schreiben, daR er nie Zeit fand, seine eigene Familie zu ernahren. Drei seiner 
Kinder verhungerten im Sauglingsalter. Zwei begingen Selbstmord. Nur einem gelang es, erwachsen zu 
werden. Als er 1883 starb, nahmen sechs Menschen an seiner Beerdigung teil! Die GrGndung der 
Zweiten Sozialistischen Internationale am 14. Juli 1889 in Paris entsprang der Erkenntnis, daR die 
..Arbeiter aller Lander" dem Ruf der sozialistischen FGhrung nicht Folge leisteten, sondern durch Gberall 
zu errichtende Gewerkschaftsverbande manipuliert werden muRten. Auch diesem Versuch war sehr 
geringer Erfolg beschieden. Das war der Zeitpunkt, als die Gesellschaft der Fabier und Lenins 
Bolschewiken die WeltbGhne betraten und echte Fortschritte in Richtung auf die von Weishaupt, 
Roosevelt, Marx und Pike entworfenen Zielen machten. Der einzige wirkliche Unterschied zwischen 
diesen beiden Gruppen lag in den Methoden, die sie zur Erreichung des Gesamtziels der Schaffung einer 
klassenlosen sozialistischen Eine-Welt-Gesellschaft, wie sie von Marx beschworen worden war - 
anwandten. („Ein Manifest", Fabianisches Traktat Nr. 2, 1884). Seitdem haben die Bolschewiken 
(Kommunisten) nicht davon abgelassen, ihr Ziel mit Gewalt und Revolution zu verwirklichen. Uber die 
Fabier schreibt die Encyclopaedia Britannica (1973er Edition, Artikel Gber Fabianischen Sozialismus, 
Band 20, S. 750f.): „Der Name leitet sich von dem romischen General ... Fabius, dem Zogerer, her, der fur 
seine berechnende, lange Zeitraume einkalkulierende Strategie bekannt war." Von Beginn an setzten sich 
die Fabier fur eine „neue Weltordnung" ein, die durch Indoktrinierung junger SchGler und Studenten 
erreicht werden sollte. Sie gingen davon aus, daR diese intellektuellen Revolutionare schlieRlich in den 
verschiedenen meinungsbildenden und Macht ausGbenden Gremien der Welt entscheidenden EinfluR 
gewinnnen und so ihre Ziele erreichen konnten. Ihre Taktik wurde als ..Doktrin der Unaufhaltsamkeit des 
stufenweisen Fortschritts" bekannt. 



47 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Federal Reserve System 

Der Basisplan fur das Federal Reserve System wurde auf einem Geheimtreffen im November 1910 in 
dem Ferienanwesen von J.P.Morgan auf Jekyll Island vor der KGste von Georgia skizziert. Die Teilnehmer 
des Treffens vertraten finanzielle Institutionen der Wall Street und indirekt auch solche Europas. Der 
Grund fur die Geheimhaltung war recht einfach. Ware durchgesickert, daR rivalisierende Fraktionen des 
Bankenwesens dabei waren, sich zusammenzutun, ware die Offentlichkeit von der drohenden 
Einschrankung des freien Wettbewerbes aufgeschreckt worden. Aber genau dies war schlieBlich das 
Ansinnen der Banker. Was schlieBlich dabei herauskam, war ein Kartellabkommen mit funf Zielen: 
die wachsende Konkurrenz der neuen Banken in Schach halten; die Konzession erlangen, Geld praktisch 
aus dem Nichts heraus fur Darlehen zu drucken; die Kontrolle Gber die Reserven aller Banken zu 
erlangen, so daR die leichtsinnigeren Banken nicht der Gefahr von WahrungsabflGssen und 
Bankensturmen ausgesetzt waren; den Steuerzahler fur die unvermeidbaren Verluste des Kartells 
heranziehen; und schlieBlich den KongreR davon zu Gberzeugen, dies alles diene nur der Offentlichkeit. 
Man erkannte rasch, daR die Banken gemeinsame Sache machen mGRten mit den Politikern und daR die 
Struktur des Kartells eine Art von Zentralbank sein mGRte. Die Vergangenheit beweist, daR das FED die 
selbstgesteckten Ziele verfehlt hat. Nicht zuletzt, weil dies niemals ihre wahren Ziele waren. Als 
Bankkartell und im Sinne der genannten funf Ziele war das Ganze ein uneingeschrankter Erfolg. 
Die sieben Manner, die an dem geheimen Treffen auf Jekyll Island teilnahmen, wo das Federal Reserve 
System entworfen wurde, reprasentierten etwa ein Viertel des Reichtums dergesamten Welt. 
Ihre Namen waren: 

1) Nelson W. Aldrich, Republikanischer „Einpeitscher" („Whip") im Senat, Vorsitzender der Nationalen 
Wahrungskommison, Schwiegervater von John D. Rockefeller jr. 

2) Henry P. Davidson, Senior-Partner der J.P.Morgan Company 

3) Charles D.Norton, Prasident der 1 st National Bank of New York 

4) A. Piatt Andrew, Ministerialdirektor des US-Schatzamtes 

5) Frank A. Vanderlip, Prasident der National City Bank of New York, Vertreter von William Rockefeller 

6) Benjamin Strong, Vorsitzender der J.P.Morgans's Bankers Trust Company, spater der „Kopf" des 
Systems. 

7) Paul M. Warburg, Partner von Kuhn, Loeb & Company, Vertreter der Rothschildschen Bankendynastie 
in England und Frankreich sowie der Bruder von Max Warburg, der zum Vorstand des Warburgschen 
Bankenkonsortiums in Deutschland und den Niederlanden gehorte. [9, S. 21 , 40, 41 ] 

Zu Beginn dieses Jahrhunderts war die amerikanische Wirtschaft derart dynamisch gewachsen, daR die 
internationalen Bankiers groRe Muhe hatten, die Entwicklung unter Kontrolle zu halten. Ihre Macht und 
ihre Autoritat wurden in Frage gestellt. Ein Weg muRte gefunden werden, urn sicherzustellen, daR sie 
ihrer Macht nie verlustig gehen konnten. Sie beschlossen, daR „der Weg" die GrGndung einer Zentralbank 
war, die sie selbst besitzen und leiten wGrden. Es darf nicht vergessen werden, daR die internationalen 
Bankierfamilien seit mehr als zweihundert Jahre Europa beherrschten, nachdem es ihnen gelungen, war 
die Bank „von England" und andere Zentralbanken in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz zu 
begrGnden. Seit dem „Coup der Coups" von 1815, als sie fur einen lacherlichen geringen Betrag die 
Kontrolle Gber England erkauften, beherrschten die Rothschilds das Bankwesen („Die Rothschilds - Ein 
Familienportrat" von Frederic Morton). Alle ihre BemGhungen, auch den Vereinigten Staaten eine 
Zentralbank aufzuhalsen, waren fehlgeschlagen. Die US-Verfassung verlieh allein dem KongreR die 
Autoritat, „Geld zu pragen (und) seinen Wert zu bestimmen". Das Federal Reserve System (eine 
Zentralbank) entstand mit der Verabschiedung des BundesrGcklagengesetzes (Federal Reserve Act) 
durch das Reprasentantenhaus und den Senat Ende September 1913. 

Mit diesem Gesetz erhielten die Bankiers das Privileg zugesprochen, Geld ohne Gegenwert zu schaffen 
und es der amerikanischen Regierung gegen Zinsen zu leihen. Der Weg fur die PIGnderung der 
amerikanischen Nation durch die internationalen Finanzhaie war frei. ... Das Federal Reserve System 
(eine Zentralbank) entstand mit der Verabschiedung des BundesrGcklagengesetzes (Federal Reserve 
Act) durch das Reprasentantenhaus und den Senat Ende September 1913. Mit diesem Gesetz erhielten 
die Bankiers das Privileg zugesprochen, Geld ohne Gegenwert zu schaffen und es der amerikanischen 
Regierung gegen Zinsen zu leihen. Der Weg fur die PIGnderung der amerikanischen Nation durch die 
internationalen Finanzhaie war frei. Milner (ein Strohman der Rothschilds) war ein fGhrendes Mitglied der 
geheimen Round-Table-Organisation, deren EinfluR ... kaum Gberschatzt werden kann" (Quigley, S. 130- 
133). ,,1919 war es dieselbe Gruppe, die fur die GrGndung des Koniglichen Instituts fiir Internationale 
Angelegenheiten in England und den Rat fur Auswartige Beziehungen in den Vereinigten Staaten 
verantwortlich zeichnete" (Quigley, S. 132). Beide Organisationen sind seit ihrer GrGndung nie mGde 
geworden, das Konzept einer „neuen Weltordnung" zu verkGnden. Sofort nach Beginn der 
bolschewistischen Revolution wurden in der amerikanischen Presse zahlreiche kritische Stimmen zu 
Ursache und Auswirkungen der Revolution laut. Am 28. November 1917 - zwei Wochen nach Beginn der 
russischen Revolution - kabelte „Colonel" House, „der kein offizielles Regierungsamt bekleidete und nie in 
irgendeine Position gewahlt worden war, an Prasident Wilson ... Es ist von allerhochster Wichtigkeit, daR 
solche Kritik unterdrGckt wird* (National Suicide - Military Aid to the Soviet Union - Nationaler Selbstmord; 

48 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Militarhilfe fur die Sowjetunion von Antony C. Sutton, S. 50). Etwa in dieser Zeit betrat der geheimnisvolle 
„Colonel" Edward Mandell House die politische Szenerie. Er war ein Agent der Internationalisten. 
Prasident Wilson sagte von ihm: „Mr. House ist mein zweites Ich. Er ist mein unabhangiges Selbst. Seine 
und meine Gedanken sind eins. Ware ich an seiner Stelle, wurde ich so handeln, wie er sagt" {Intimate 
Papers of Colonel House, herausgegeben von Charles Seymour, Band 1, S. 114). Im Herbst 1912, 
unmittelbar nach Wilsons erstem Wahlsieg, erschien anonym ein Buch mit dem Titel Philip Dru - 
Administrator. „Colonel House war der Autor" (a. a. 0., S. 1 52-1 57). 

In dem Buch erlauterte House Plane filr eine Zentralbank, Einkommensteuer (beides Programmpunkte 
des Kommunistischen Manifests) und fur einen „Sozialismus, wie er von Karl Marx ertraumt wurde". 
(S. 45) ... Zu dieser Zeit bekleidete Max Warburg, der Bruder der Paul und Felix Warburg, die bei der 
Fesselung der amerikanischen Nation durch das Federal Reserve System eine fuhrende Rolle gespielt 
hatten, einen hohen Posten im deutschen Geheimdienst. AuRerdem war es der Vorstand der 
Rothschild/Warburg-Bank in Frankfurt. Lenin und Trotzki vereinigten ihre Krafte (die eigentliche 
Revolution hatte unter Kerenskij bereits im Marz begonnen) und waren innerhalb von sieben Monaten 
durch List, Korruption und Betrug so weit, daR sie zusatzliche Kriminelle in ausreichender Menge 
anheuern und dem Staat das Prinzip aufzwingen konnten, das Lenin „alle Macht den Raten" nannte. Die 
Bolschewiken ubernahmen die Kontrolle in einigen Stadten, deren wichtigste Petrograd war. Das war 
Jahre vor der endgultigen Machtubernahme in Rutland durch Lenin und seine Horde. ... 
Winston Churchill erkannte die wahre Kraft hinter der bolschewistischen Revolution - die llluminaten! 
In einem Artikel des Illustrated Sunday Herald vom 8. Februar 1920 schrieb er: 

„(Seit) ... den Tagen Spartacus Weishaupts uber Karl Marx, Trotzki, Bela-Kuhn, Rosa Luxemburg und 
Emma Goldman ist diese weltweite Verschworung zur Vernichtung der Zivilisation und zur Neubildung 
einer Gesellschaft auf der Grundlage von Entwicklungsstillstand, von Neid, MiSgunst und einer nicht 
praktikablen Idee der Gleichheit stetig angewachsen. Sie spielte in der Tragodie der franzosischen 
Revolution eine klare erkennbare Rolle. Sie war die Triebfeder jeder subversiven Bewegung des 19. 
Jahrhunderts; und jetzt hat diese Gruppe auBergewohnlicher Personlichkeiten aus der Unterwelt der 
groBen Stadte Europas und Amerikas das russische Volk beim Schopf gepackt und ist praktisch der 
unbeschrankte Herrscher dieses Riesenreiches geworden". 51 

Die Auswirkungen des Krieges und der Revolution auf die russische Nation waren verheerend. Als die 
Feindseligkeiten aufhorten, war Rutland in jeder Beziehung ein Schlachtfeld. Die toten Theorien von 
Marx und seinen Jungern erwiesen sich als vollig unbrauchbar bei dem Versuch, den Wiederaufbau zu 
leisten. Der Zusammenbruch des gesamten Systems schien unabwendbar. GroRe Teile der Bevolkerung 
litten Hunger, als amerikanische Unterstutzung in Form von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen 
Gutern den Druck auf Lenins diktatorisches Regime abschwachen half. Diese von vielen aufrichtigen 
Amerikanern gutgemeinte Geste half Lenin, seine Macht zu festigen. Ohne die amerikanische Hilfe ist es 
fast als sicher anzunehmen, daR das russische Volk die roten Ketten, die von den internationalen 
Bankiers bezahlt worden waren, abgeschuttelt hatte. In den auf die Revolution folgenden Jahren pumpten 
amerikanische Industrielle, Bankiers und ihre Geschaftspartner aus anderen Landern Kapital nach 
RuRland. Nach Dokumenten, die in einem Senat-Hearing uber den Export strategischer Guter in die 
UdSSR am 23. Oktober 1961 vorgelegt wurden, sandte die groRen amerikanischen Olgesellschaften 
Techniker und Maschinen in die UdSSR, urn die dortigen Olfelder zu erschlieRen. AuRerdem wurden 
zahlreiche amerikanische Experten hinubergeschickt urn Bolschewiken zu helfen, durch den Bau von 
Eisenbahnen, Stahl- und anderer Industrie ihre Position zu festigen. Innerhalb weniger Monate nach 
Amtseintritt erwies es sich, daR die Roosevelt-Administration eindeutig fur das brutale, RuRland noch 
immer kontrollierende kommunistische Regime eingenommen war. 

Nach sechzehnjahriger StGmperei, schlechtem Management und umfassenden Sauberungsaktionen 
unter Stalin und trotz gigantischer UnterstGtzung durch den Westen stolperte die kommunistische 
Regierung unsicher am Rande der Vergessenheit voran. Waren die Kommunisten mit ihren Mitteln 
alleingelassen worden, hatte das Regime wahrscheinlich nicht Gberlebt - was fur niemanden auRer dem 
langgeplagten russischen Volk etwas bedeutet hatte. Ein solches Ereignis hatte aber die Plane der 
internationalistischen Insider zunichte gemacht. Deshalb durfte es nicht eintreten. Am 1 7. November 1 933 
schritt die amerikanische Regierung ein, urn die Kraft zu retten, deren offenes Ziel es war, jede andere 
Regierung der Welt zu sturzen. Kurz, die Franklin D. Roosevelt-Administration versuchte, der 
amerikanischen Nation die letzte Phase von Clinton Roosevelts illuministischem Plan der Zerstorung von 
Verfassung und Regierung aufzuburden - unter dem Vorwand, eine „neue Gesellschaftsordnung" oder, 
wie sie es ironisch nannten, einen „New Deal" zu errichten. 

Sie pragten sofort das Zeichen der llluminaten auf die amerikanische Wahrung (die 1-Dollar-Noten), 
womit sie often erklarten, das Ziel ihrer Verschworung - ihren „Novus Ordo Seclorum" oder New Deal - 
erreicht zu haben. 



51 „From the days of Spartacus-Weishaupt to those of Karl Marx and down to Trotsky (Russia), Bela Kun (Hungary), 
Rosa Luxembourg (Germany), and Emma Goldman (United States), this world-wide conspiracy for the overthrow of 
civilisation and for the reconstitution of society on the basis of arrested development, of envious malevolence, and 
impossible equality, has been steadily growing." 
Winston Churchill, „Zionism versus Bolshevism"; in: Illustrated Sunday Herald, 8. Februar 1920 

49 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Grund zur Abschaffung des Systems der FED 

Vor Jahrhunderten gait jede Art von Zinsen als Zinswucher. Heute zahlen wir nur 
ubertriebene Zinsen dazu. Tatsachlich aber ist jede Art von Zinszahlung fur einen 
vorgetauschten Kredit exzessiv hoch. Also miJRte eigentlich das Worterbuch neu 
geschrieben werden. Zinswucher: Die Forderung jeglicher Zinsen fur ein Darlehen 
aus Papiergeld. Schauen wir uns also in diesem Zusammenhang die Schulden und 
Zinsen naher an. Thomas Edison faRte die Unsittlichkeit des Systems zusammen: 
„Menschen, die keine Schaufel voll Erde bei einem Projekt bewegen oder sonst 
wie etwas dazu beitragen, werden mehr Geld gewinnen als diejenigen, die alles 
Material bereitstellen und die Arbeit verrichten. 52 " Ist das eine Ubertreibung? 
Nehmen wir als Beispiel den Kauf eines Hauses zum Preis von 1 00.000 Dollar, 

Bild 15: Paul M. Warburg 
wovon 30.000 Dollar auf das Grundstuck, das Architektenhonorar, die Vermittlungsgebuhr, die Bau- 
erlaubnis usw. entfallen, und 70.000 auf Arbeitskraft und Baumaterial. Besitzt der Bauherr 30.000 Dollar 
Anfangskapital, muR er 70.000 aufnehmen. Wird das Darlehen mit elf Prozent Gber 30 Jahre verzinst, 
betragen die Zinskosten 167.806 Dollar. Die Kosten fur das Darlehen sind also etwa 2,5 Mai so groR wie 
der Betrag, der fur die Arbeitskraft und das Baumaterial auszugeben ist. Es ist wahr, das sich diese 
Summe auf den jeweiligen Zeitwert des Geldes uber 30 Jahre hinweg erstreckt, und man konnte 
einwenden, daR ein Geldverleiher dafur entschadigt werden muR, daR er die Nutzung seines Kapitals ein 
halbes Leben lang jemand anderem GberlaRt. Dabei wird jedoch vorausgesetzt, daR jemand tatsachlich 
etwas zum Verleihen besaR, daR er das Kapital erworben und erspart hatte und es dann fur den Bau 
einer anderen Person zur Verfugung stellte. Wie aber wurden wir daruber denken, wenn der Kreditgeber 
das Geld nicht erworben oder gespart hatte, sondern es aus der Luft heraus geschaffen hatte? 
Wie hoch ist der Zeitwert eines Nichts? ... Der Strom solch unverdienten Wohlstandes unter dem 
Deckmantelchen des Zinses kann nur als Zinswucher auf hochstem Niveau bezeichnet werden. Auch 
wenn es keine anderen Grunde zur Abschaffung des FED gabe, ware die Tatsache, daR es das oberste 
Instrument des Zinswuchers ist, Grund genug dafQr. [9, Seite 221 , 222] 

Antony Sutton, ein ehemaliger Forschungskollege an der Hoover Institution for War, Revolution and 
Peace und Wirtschaftsprofessor an der California State University Los Angeles, bietet eine noch tiefere 
Analyse. Er schreibt: „Warburgs revolutionarer Plan, die amerikanische Gesellschaft fur die Wall Street 
arbeiten zu lassen, war verbluffend einfach. Sogar heute noch bedecken akademische Theoretiker ihre 
Tafeln mit bedeutungslosen Gleichungen, wahrend die Allgemeinheit in konfuser Verwirrung mit Inflation 
und dem bevorstehenden Zusammenbruch des Kreditwesens kampft ... Und die recht einfache Erklarung 
des Problems bleibt undiskutiert und beinahe ganzlich unverstanden. Das Federal Reserve System ist ein 
legalisiertes privates Monopol des Geldvorrates zum Wohle einiger weniger unter dem Vorwand, das 
Offentliche Interesse zu fordern und zu schutzen. " 53 

Die echte Bedeutung der Reise nach Jekyll Island und der Kreatur, die dort ausgebrutet wurde, wurde 
versehentlich in den Worten von Paul Warburgs bewunderndem Biographen Harold Kellock zusammen- 
gefaRt: „Paul M. Warburg ist wahrscheinlich der gesittetste Mann, der jemals personlich eine Revolution 
geleitet hat. Es war eine unblutige Revolution: Er bemuhte sich nicht, das Volk zu den Waffen zu rufen. Er 
trat hervor nur mit einer Idee bewaffnet. Und er siegte. Das ist das Erstaunliche. Ein schuchterner, 
feinfuhliger Mann stulpte seine Idee einer Nation von 100 Millionen Menschen uber. " 54 [9, Seite 40,41 ] 
Jahre spater erlauterte Paul Warburg noch weiter: „Wahrend die „Federai Reserve Note" technisch und 
gesetzlich eine Obligation der amerikanischen Regierung ist, ist sie in Wahrheit eine Obligation, deren 
einzige und tatsachliche Verantwortung bei den Reservebanken liegt... Die Regierung konnte nur dann 
aufgefordert werden, sie zu ubernehmen, nachdem die Reservebanken versagt hatten." 55 

Warburgs Erlauterung sollte sorgfaltig analysiert werden. Es handelt sich urn eine unglaublich wichtige 
Aussage. Der fuhrende Kopf des Federal ; Reserve Systems berichtet uns hier nichts anderes, als daR 
die Noten der Federal Reserve privat herausgegebenes Geld darstellen, wahrend die Steuerzahler 
dabeistehen, urn die potentiellen Verluste der Banken zu ubernehmen, die sie ausgegeben haben. 
Eine der kontroversesten Behauptungen dieses Buches [9, Griffin] lautet, daR die wahrend des Treffens 
auf Jekyll Island formulierten Ziele unter anderem darin bestanden, die Verluste des Kartells von den 
EigentQmern der Banken auf die Steuerzahler abzuwalzen. Warburg selbst hat dies bestatigt. 
[9, Seite 521] Ungeachtet der Halbwahrheiten und Propaganda war die von Aldrichs Gesetzesvorlage 
vorgeschlagene Struktur in vielerlei Hinsicht vergleichbar der alten Bank of the United States. Sie sollte 
das Recht zur Umwandlung von Bundesschulden in Geld erhalten, durfte dieses Geld der Regierung 
leihen, die Handlungsweisen regionaler Banken kontrollieren und der Verwahrungsort von Regierungs- 
geldern sein. Ungleichheiten ergeben sich in den Bestimmungen, die der Kreatur mehr Privilegien und 
mehr Macht verliehen, als die fruheren Zentralbanken besaRen. Die wichtigste davon war das Recht, das 
offizielle Geld der Vereinigten Staaten zu schaffen. 



52 Zitiert von Brian L. Bex, The Hidden Hand (Spencer, Indiana: Owen Litho, 1975), Seite 161 

53 Sutton, Wall Street and F.D.R., S. 94 

54 Harold Kellock, „Warburg, the Revolutionist" in: The Century Magazine, Mai 1915, Seite. 79 

55 Warburg, Band I, S. 409 

50 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Zum ersten Mai in unserer Geschichte wurden die Papiernoten einer Bankinstitution gesetzliches 
Zahlungsmittel, und zwar nicht nur fur offentliche Schulden, sondern auch fur Privatleute. Fortan konnte 
jeder, der die Annahme dieser Noten verweigerte, ins Gefangnis geworfen werden. [9, Seite 494] 
Da nun die grundlegende Strategie festgelegt und eine Gesetzesvorlage bestimmt worden war, bestand 
der nachste Schritt darin, die offentliche Unterstutzung zu gewinnen. Dieses war der kritische Teil des 
Planes, der auRerste Raffinesse erforderte. Dieser Aufgabe wurde im Grunde genommen dadurch 
erleichtert, daR es eine heftige Opposition gegen die Konzentration finanzieller Macht an der Wall Street 
gab. Die beiden heftigsten Kritiker waren seinerzeit Senator Robert LaFollette aus Wisconsin und der 
Kongressabgeordnete Charles Lindbergh aus Minnesota. Kaum eine Woche verging, ohne daR einer der 
beiden eine vernichtende Rede gehalten hatte gegen das „Geld-Kartell", das ihrer Ansicht zufolge 
vorsatzlich wirtschaftliche Auf- und Abschwunge herbeifQhren wGrde, um aus den Zwangsversteige- 
rungen von Eigenheimen, Farmen und Geschaften Profit zu schlagen. 

Hatte irgend jemand bezweifelt, daR es solch einen Verschworerkreis gab, so wurde diese Skepsis 
unvermittelt beendet, als LaFollette mit der offentlichen Anschuldigung hervortrat, das gesamte Land 
wurde von nicht mehr als 50 Mannern beherrscht. Die Finanzfachleute waren daruber keineswegs 
besturzt, noch gaben sie sich MGhe, dies zu verleugnen. Als der Partner von J. P Morgan, George F. 
Baker, von Reportern nach seiner Ansicht Gber LaFollettes Behauptung befragt wurde, erwiderte er, sie 
sei absolut absurd. Seiner personlichen Kenntnis zufolge lage diese Zahl nicht hoher als bei acht! 56 
Naturlich war die Offentlichkeit auRer sich, und der Druck auf den KongreR, endlich einzuschreiten, nahm 
durchaus vorhersehbar zu. [9, Seite 495] 

Farmer werden zu Entenbraten 

Wahrend des Ersten Weltkrieges stiegen die Agrarpreise auf einen absoluten Hochstand, und ebenso die 
Profite. Die Farmer hatten einen Teil ihrer EinkGnfte in Kriegsanleihen investiert, doch ebensoviel Geld in 
den Sparkassen ihrer landlichen Gebiete angehauft, also im wesentlichen im Mittleren Westen und SGden 
des Landes. FGr die New Yorker Banken war dies nicht hinnehmbar, weil sie ihren Anteil an den 
gesamten Geldeinlagen des Landes schrumpfen sahen. Es muRte also ein Weg gefunden werden, dieses 
Geld zurGckzugewinnen. Also wurde das Federal Reserve System, schon damals in der Hand der New 
Yorker Banken, zur ErfGllung dieser Aufgaben gezwungen. 

Nur wenige dieser landlichen Banken hatten sich dazu entschlossen, Mitglieder des Federal Reserve 
Systems zu werden. Das machte alles noch viel schlimmer, und es bot dem FED eine Ausrede, ihnen 
wirtschaftlich den Krieg zu erklaren. Das Vorhaben war weder kompliziert noch originell, sondern schon 
viele Male von den Zentralbanken angewandt worden. Es bestand darin, erstens den Farmern billige 
Kredite zu versprechen, um sie in eine tiefe Verschuldung hineinzufGhren, um dann zweitens eine 
Rezession herbeizufGhren, die deren Einkommen soweit drGckte, daR sie zahlungsunfahig wurden. 
Auf diese Weise sahen sich die landlichen Banken plotzlich im Besitz geplatzter Kredite und wertloser 
GrundstGcke, die sie nicht ohne enorme Verluste weiterverkaufen konnten. Am Ende wGrden sowohl die 
Farmer als auch die Banken aus dem Geschaft gezogen. Die Banken waren das Ziel, schade um die 
Farmer. Der KongreRabgeordnete Charles Lindbergh sr., der Vater des Mannes, der den ersten Alleinflug 
Gber den Atlantik gewagt hatte, erlauterte dies so: „Unter dem „Federal Reserve Act" werden Paniken 
kunstlich erzeugt. Die gegenwartige Panik ist die erste geplante, und zwar funktioniert sie so, wie wir ein 
mathematisches Problem losen.' 61 

Die Einzelheiten dieses Vorganges wurden 1939 vom Senator Robert Owen beschrieben, dem 
Vorsitzenden des Banken- und Wahrungsausschusses. Er war selbst ein Autor des „Federal Reserve Act" 
gewesen, eine Tatigkeit, die er spater bereute. Owen: „lm Mai 1920 ... waren die Farmer ausgesprochen 
wohlhabend ... Sie tilgten ihre Hypotheken. Sie hatten viel neues Land erworben, auch auf Betreiben der 
Regierung, hatten sich dafur Geld geliehen und waren dann plotzlich bankrott wegen der plotzlichen 
Kontraktion der Kredite und des Geldes im Jahre 1920. Der Vorstand der Federal Reserve kam am 18. 
Mai 1920 zu einem vor der Offentlichkeit geheimgehaltenen Treffen zusammen. Nichts davon drang an 
die Offentlichkeit, und man tagte den ganzen Tag. Die Notizen umfassten 60 Druckseiten, die am 10. 
Februar 1923 im Senats-Dokument 310 erschienen ... Als Ergebnis dieses Federal Reserve-Board- 
Treffens gab es eine heftige Verringerung des Kreditumfanges ... Als Ergebnis sank im folgenden Jahr die 
nationale Produktion um 15 Milliarden Dollar; Millionen von Menschen verloren ihre Arbeit, und der Wert 
von Grundstucken und Landereien sank um 20 Milliarden Dollar. " 58 

Die Einschrankung des Kreditrahmens hatte einen verheerenden Effekt auf die Nation als Ganze, und 
nicht nur auf die Farmer. Doch diese traf es wesentlich harter, weil der kGrzlich erst gegrGndete Federal 
Farm Loan Board sie mit auRerordentlich gGnstigen Konditionen zur Aufnahme groRer Kredite verlockt 
hatte - wie die Enten am Teich! (vorangegangenes Kapitel, Griffin) AuRerdem wurde den Banken der 
GroRstadte, die Mitglieder des Systems waren, im Sommer 1920 die UnterstGtzung des FED zuteil, damit 



56 Mullins.S. 16. 

57 Charles A. Lindbergh sr., The Economic Pinch, 1923 (Hawthrone, California: Omni Publications 1968), Seite 95 
8 U.S. Cong., Senate, Special Committee on the Investigation of Silver, Silver, Part 5, 76 1 Cong., 1 st sess. 

(Washington, D.C.: GPO 1 939), 7. April 1 939, Seite 1 96-1 97 

51 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



sie Kredite an Industrieunternehmen und Handler vergeben konnten. Das ermoglichte vielen von ihnen, 
den Abschwung zu Gberstehen. FGr die Farmer und die landlichen Banken, die 1921 wie Domino-Steine 
fielen, gab es keine solche Unterstutzung. Die Geschichtsbilcher schreiben von der „Landwirtschaftlichen 
Depression 1 920-1 921 ". Eine treffendere Bezeichnung ware Enten-Essen in New York. 
[9, Seite 530-532] 

Die letzte Seifenblase 

Im Fruhjahr 1928 auRerte die Federal Reserve ihre Besorgnis Gber die Spekulation am Aktienmarkt und 
hob die Zinsen an, urn die Ausweitung der Kredite einzuschranken. Daraufhin verlangsamte sich das 
Wachstum des Geldvorrates und ebenso die Steigung der Aktienpreise. Es ist vorstellbar, daR die 
explodierende Wirtschaft zu einer „sanften" Landung hatte gefuhrt werden konnen, doch es muRten einige 
andere Dinge bedacht werden. Professor Quigley hatte festgestellt, daR die Banker als „keine 
eigentlichen Krafte" aus sich wirkten, sondern als Marionetten, deren Faden von anderen gezogen 
wurden. Gerade als die Gberschaumende Spekulation wieder unter Kontrolle schien, wurden diese Faden 
herausgerissen, und die Federal Reserve drehte sich erneut urn 180 Grad. Die Faden hatten ihren 
Ursprung in London. 59 Selbst nach sieben Jahren der UnterstGtzung durch die Federal Reserve stohnte 
die britische Wirtschaft unter der Last des sozialistischen Systems, und Gold wurde in die Vereinigten 
Staaten zuruckgeschafft. Trotz seiner offentlichen Verurteilung der exzessiven Spekulation anderte das 
FED auf dem Hohepunkt seines Erfolges seine Politik und erwarb in der zweiten Halfte 1 928 mehr als 300 
Millionen Dollar an Bankakzepten. Damit wurde der Geldvorrat urn fast zwei Milliarden Dollar ausgeweitet. 
Professor Rothbard hierzu: „Wie wir feststellen muBten, haben sich die Vergunstigungen der Inflation von 
1927 fur Europa aufgelost, und in der europaischen Meinung wird jetzt gegen eine amerikanische Politik 
Front gemacht. Die Lockerungen von Ende 1928 haben den RuckfluB von Gold in die Vereinigten Staaten 
erschwert. GroBbritannien hatte Gold verloren, und das britische Pfund war wieder einmal geschwacht. 
Die Vereinigten Staaten verleugneten ihren eigenen Wunsch, daB Europa die unvermeidlichen 
Konsequenzen seiner eigenen inflationaren Politik uberlassen bliebe. " 6 ° 

Vor der gravierenden Anderung der Politik des FED waren die Aktienkurse urn funf Prozent gesunken. 
Jetzt rasten sie durch die Decke, indem sie von Juli bis Dezember urn 20 Prozent wuchsen. Der Boom 
war mitZins und Zinseszins zuruckgekehrt. Im Februar 1929 gab es ein merkwQrdiges Ereignis. Montagu 
Norman bereiste die Vereinigten Staaten, urn sich privat mit Offiziellen der Federal Reserve zu beraten. 
Er traf auch AuRenminister Andrew Mellon. Es gibt keine Aufzeichnungen darQber, was auf diesen 
geheimen Treffen besprochen wurde, aber wir konnen von dreierlei ausgehen: Es war wichtig, es betraf 
die Wirtschaft von Amerika und GroRbritannien, und man hielt es fur angebracht, der Offentlichkeit nichts 
daruber zu sagen. Es scheint nicht abwegig zu vermuten, daR die Zentralbanker zu der SchluRfolgerung 
gekommen waren, daR die Seifenblase nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa schon sehr bald 
platzen wGrde. Anstatt dagegen anzukampfen, wie man dies in der Vergangenheit getan hatte, schien es 
nun an der Zeit, es einfach geschehen zu lassen. Wie Galbraith es ausdrGckte: „Aus der Sicht der Federal 
Reserve schien es angebracht, der Natur freien Lauf zu lassen und alle Schuld auf sie abzuladen." 61 
Mellon wurde noch deutlicher. Herbert Hoover beschreibt seine Ansichten wie folgt: „Mr. Mellon hatte nur 
eine Losung: „Liquidiert die Arbeit, liquidiert die Aktien, liquidiert die Farmer, liquidiert das 
Grundstuckswesen. " Es bestand darauf, wenn Menschen von einer Inflation benebelt werden, kann man 
dies nur aus ihrem Blutkreislauf herausholen, wenn es zum Zusammenbruch kommt. Er meinte sogar, 
selbst eine Panik ware nicht zwangslaufig schlimm. Er sagte: „Sie wurde die Verderbtheit des Systems 
beseitigen. Es wird hohe Lebenskosten und einen hohen Lebensstandard geben. Die Menschen werden 
harter arbeiten und ein anstandiges Leben fuhren. Die Werte werden sich anpassen, und die aktiven 
Menschen werden die Scherben von den weniger fahigen auflesen." 62 

Falls das die Ubereinstimmung zwischen Mellon und Norman und dem Federal Reserve Board war, so 
hatte die Absicht ihres Treffens darin bestehen konnen, sicherzustellen, daR die Zentralbanken ihre 
Taktiken aufeinander abstimmen, sobald die Implosion geschehen sollte. Statt sich davon Gberwaltigen zu 
lassen, wollten sie diesen Vorgang so gut es geht steuern und ihn letztlich zu ihrem Vorteil nutzen. 
Vielleicht werden wir niemals erfahren, ob dieses Szenario korrekt ist, doch die folgenden Ereignisse 
scheinen diese Ansicht zu bestatigen. 

An die „Aufgeklarten" erging am 9. Marz eine rechtzeitige Warnung. Paul Warburg wurde in der Financial 
Chronical wie folgt zitiert: „Wenn Orgien ungezGgelter Spekulation zu weit ausgedehnt werden dGrfen ..., 
ist der endgGltige Zusammenbruch sicher." In den nachsten sechs Monaten hatten die Eingeweihten Zeit, 
ihre Aktien zu hohen Preisen zu verkaufen und ihr Geld in Silber und Gold anzulegen. 



CoL, City of London, der Londoner Banken- und Finanz-Distrikt 

Rothbard, Seite 147 

Galbraith, Seite 181 

Burton Hersch, The Mellon Familiy: A Fortune in History, 1978, Seite 290 

52 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Friihwainung nur fur Mitglieder 

Unmittelbar nach diesem Treffen gaben die Finanzleute an ihre Bruderschaft die Warnung heraus, den 

Markt zu verlassen. Am 6. Februar riet die Federal Reserve ihren Mitgliedsbanken, ihre Anteile am 

Aktienmarkt aufzulosen. Im folgenden Monat wiederholte Paul Warburg diesen Ratschlag vor den 

Aktionaren seiner Internationale Acceptance Bank. Er begrGndete dies folgendermaRen: 

„Wenn es der hemmungslose Spekulation weiterhin gestattet wird, sich auszubreiten, wird der 

letztendliche Zusammenbruch nicht nur die Spekulanten selbst betreffen, sondern eine allgemeine 

Depression des gesamten Landes herbeifuhren. " 63 

Paul Warburg war ein Partner der Firma Kuhn, Loeb & Co., die eine Liste der Vorzugskunden fuhrte. 

Dabei handelte es sich urn andere Banker, reiche Industrielle, prominente Politiker und hohe Beamte 

auslandischer Regierungen. Eine ahnliche Liste wurde bei J. P. Morgan & Company gefuhrt. 

Es war Gblich, diese Manner rechtzeitig Gber wichtige Aktienausgaben zu informieren, damit sie diese 

zwei bis 15 Punkte unter dem allgemein Gblichen Ausgabepreis erwerben konnten. Auf diese Weise 

bewahrten sich die Investmentbanker ihren EinfluR auf die Weltpolitik. Die Manner auf diesen Listen 

wurden naturlich auch rechtzeitig von dem bevorstehenden Zusammenbruch informiert. 

John D. Rockefeller, J. P. Morgan, Joseph P. Kennedy, Bernard Baruch, Henry Morgenthau, Douglas 

Dillon ... Die Biographien all dieser Giganten der Wall Street stellen fest: Sie alle waren „klug genug", sich 

aus den Aktienmarkten vor dem groRen Zusammenbruch zurGckzuziehen. Und das ist richtig. Praktisch 

der gesamte innere Kreis hat sich retten konnen. Es gibt keine Aufzeichnungen darGber, daR sich 

irgendein Mitglied des inneren Kreises der Federal Reserve, der groRen New Yorker Banken und ihre 

wichtigsten Kunden hatte Gberraschen lassen. Die Weisheit bestand offensichtlich darin, ob man auf 

diesen Listen gestanden hat. 

Eine Botschaft zur Beruhigung der Offentlichkeit 

Als die Mannschaft das untergehende Schiff verlieR, wurde den Passagieren gesagt, es sei eine herrliche 
Reise gewesen. Prasident Coolidge und Finanzminister Mellon hatten lautstark bekraftigt, die Wirtschaft 
sei in besserer Verfassung als jemals zuvor. Von seinem sozialistischen Thron erklarte John Maynard 
Keynes aus London, die Wahrungspolitik bezGglich des Dollars durch das Federal Reserve Board sei ein 
„Triumph" des Menschen Gber das Geld gewesen. Und in den feudalen BGros seiner New Yorker Federal- 
Reserve-Bank rGhrmte sich Benjamin Strong: „Die Existenz des Federal Reserve Systems ist eine 
Sicherheit gegen jegliche Katastrophe auf dem Geldmarkt ... Fruher waren die Umstande ganz anders, 
weil die Situation der Banken eine andere war. Massenpaniken sind nun ebenso unwahrscheinlich wie die 
von den Massen erzeugten Unglucke." Die Offentlichkeit war beruhigt, und die Seifenblase dehnte sich 
weiter aus. Hochste Zeit, die Nadel zu spitzen. Am 19. April gab es ein auRerordentliches Geheimtreffen 
der FED. Am folgenden Tag berichtete die New York Times: 

Sondertreffen des Reserve Council 

Geheimnis umgibt das Treffen in Washington 

Die Vorgange wurden sowohl vom Vorstand als auch vom allgemeinen Rat verschleiert. 
Es gab keine vorherige AnkGndigung einer auRergewohnlichen Versammlung, und die Tatsache, daR 
einige ihrer Mitglieder Gberhaupt in der Stadt anwesend waren, wurde nur deshalb bekannt, weil einige 
Zeitungsleser sie beim Betreten des Finanzministeriums beobachtet hatten. Selbst dann noch wurden nur 
ausweichende Antworten gegeben ... Wahrend des gemeinsamen Treffens im Finanzministeriums wurde 
noch immer alles getan, den Vorgang geheimzuhalten, und eine Gruppe von Zeitungskorrespondenten 
wurde gebeten, die Raume zu verlassen. New York Times, 20. April 1 929, Seite 8 

Kehren wir kurz zu Montagu Norman zurGck. Sein Biograph berichtet uns, daR er nach seiner Ernennung 
zum Prasidenten der Bank of England mehrmals jahrlich die Vereinigten Staaten zu besuchen pflegte, 
wobei seine Ankunft sorgfaltig vor der Presse verborgen wurde. Er erschien fast verkleidet mit einem 
langen schwarzen Mantel und einem breitrandigen Hut, und er benutzte das Pseudonym Professor 
Skinner. 64 Auf einer dieser geheimen Fahrten traf er zufallig auf einen jungen Australier namens W.C. 
Wntworth. 60 Jahre spater schrieb Wentwort einen Brief an die Zeitung The Australien in Sydney: 
„1 929 war ich Mitglied der Sportmannschaften von Oxford und Cambridge, die zu einem Wettkampf 
gegen amerikanische Universitaten unterwegs waren. Ende Juli teilten wir uns fur die RGckreise auf, und 
mit einigen anderen ging ich in New York an Bord eines kleinen Passagierschiffes. Ein Mitpassagier hieR 
„Mr. Skinner", und ein Mitglied unserer Mannschaft erkannte ihn. Es war Montagu Norman, der nach 
London nach einem geheimen Treffen mit der amerikanischen Zentralbank zurGckreiste ..., und zwar 
inkognito. 



63 Dieser Rat wurde im Commercial and Financial Chronicle vom 9. Marz 1 929 auf Seite 1 444 abgedruckt 

64 Hargrave, Seite 1 

53 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Als wir direkt sagten, wir wurden ihn kennen, bat er uns, seine wahre Identitat nicht zu verraten, denn 
sonst konne dies ernste finanzielle Konsequenzen nach sich Ziehen. Naturlich stimmten wir dem zu, und 
wahrend der folgenden Reise Gber den Atlantik unterhielten wir uns sehr haufig ganz often. 
Er meinte: „ln den nachsten Monaten wird es eine Rezession geben. Machen Sie sich keine Sorgen, sie 
wird rasch vorubergehen." Am 9. August, nur wenige Wochen nach diesem Zwischenfall, anderte das 
Federal Reserve Board seme Politik des leichten Kredites und hob die Diskontrate auf sechs Prozent an. 
Wenige Tage spater folgte die Bank of England. In beiden Landern sanken die Bankreserven rasch, und 
ebenso schrumpfte der Geldvorrat. Zugleich begann das System, Schuldverschreibungen auf dem 
offenen Markt zu verauRern, was ebenfalls den Geldvorrat einschrankte. Die Zinsen filr Hinterlegungs- 
summen sprangen rasch auf 1 5, spater auf 20 Prozent. Die Nadel war eingestochen worden. 

Das Enten-Essen beginnt 

Der Markt fur Schuldverschreibungen erreichte seinen Hohepunkt am 19. September. Dann glitt er ab. 
Der Offentlichkeit war noch gar nicht bewuRt, daR das Ende gekommen war. Die Achterbahn war auf de 
Weg nach unten. GewiR wGrde sie wieder nach oben schieRen. FGnf weitere Wochen lang kaufte die 
Offentlichkeit, wahrend es nach unten ging. Mehr als eine Million Aktien wurden in dieser Zeit gehandelt. 
Am Donnerstag, dem 24. Oktober, schlieRlich drehte sich alles wie ein groRer Fischschwarm auf einen 
geheimen Befehl in die andere Richtung, und Tausende von Anlegern fingen an zu verkaufen. Die 
Fernschreiber waren hoffnungslos Gberlastet. Die Preise sturzten. 13 Millionen Aktien wechselten ihren 
Besitzer. Jeder meinte, der Markt habe seinen Tiefpunkt erreicht. Sie irrten. Das geschah funf Tage 
spater. 

Am Dienstag, dem 29. Oktober, Gberrollte eine Verkaufslawine die Borsen. 

Zeitweilig gab es Gberhaupt keine Kaufer mehr. Am Ende des Handelstages waren Gber 16 Millionen 
Aktien irgendwo abgeladen worden, in den meisten Fallen zu jedem angebotenen Preis. Innerhalb eines 
einzigen Tages waren Millionen von Investoren ausgeloscht. Nach wenigen Wochen der Abwartsfahrt 
waren drei Milliarden Dollar vernichtet. Nach zwolf Monaten waren 40 Milliarden Dollar verschwunden. 
Menschen, die auf ihre Anlagen gezahlt und sich fur reich gehalten haben, muRten plotzlich feststellen, 
daR sie arm waren. Die andere Seite der MGnze heiRt, daR es fur jeden Verkaufer auch einen Kaufer gibt. 
Die Insider, die ihr Kapital in Bargeld und Gold angelegt hatten, waren nun Kaufer. 
Man muR sich in Erinnerung rufen, daR sinkende Aktienkurse nicht notwendigerweise bedeuten, es sei 
irgend etwas nicht in Ordnung mit diesen Aktien. Die der gesunden Unternehmen warfen noch immer 
Dividenden ab und waren zu einem realistischen Preis auch eine gute Investition. Wahrend der Panik 
waren die Kurse jedoch weit unter den realistischen Preis gesunken. Wer damals noch Bargeld besaR, 
konnte sie zu einem Bruchteil ihres echten Wertes erwerben. Riesige Auffanggesellschaften wurden fur 
diesen Zweck gegrGndet, wie zum Beispiel die Marine Midland Corporation, die Lehman Corporation und 
die Equity Co. J. P. Morgan schuf den Nahrungsmittelkonzern Standard Brands. Wie die Haie die 
Makrelen verschlingen, verschlangen die groRen Spekulanten die kleinen. Es gibt keinen Beweis dafGr, 
daR der Zusammenbruch zum Zwecke des Profites geplant wurde. Tatsachlich weist alles darauf hin, daR 
die Finanzleute ihn mit alien Mitteln abzuwenden versuchten und dies vielleicht sogar geschafft hatten, 
waren ihnen nicht Gbergeordnete Ziele in den Weg geraten. Doch als sie die Unabwendbarkeit des 
Zusammenbruches des Marktes erkannten, scheuten sie sich nicht, ihre Privilegien zu ihren Gunsten 
auszunutzen. In diesem Sinne hatte der Schwiegersohn von Roosevelt, Curtis Dall, recht, als er schrieb: 
„Es handelt sich urn das kalkulierte „Schropfen" der Bevolkerung durch die Machte des Geldes." 65 
[9, Seite 551 -557] 

Der freimGtige Vorsitzende des Banken- und Wahrungsausschusses im KongreR, Louis T. McFadden, 
erkannte die Ursache fur die groRe Depression: „Das war kein Zufall. Es ist ein sorgfaltig geplantes 
Ereignis ... die internationalen Bankiers legten es darauf an, hier eine allgemeine Verzweiflung zu 
wecken, aus der sie als die absoluten Herrscher hervorgehen wollten." 

...Das wichtigste Ziel davon war das Recht, das offizielle Geld der Vereinigten Staaten zu schaffen. Zum 
ersten Mai in unserer Geschichte wurden die Papiernoten einer Bankinstitution gesetzliches 
Zahlungsmittel, und zwar nicht nur fur offentliche Schulden, sondern auch fur Privatleute. Fortan konnte 
jeder, der die Annahme dieser Noten verweigerte, ins Gefangnis geworfen werden. Die Worte „Vereinigte 
Staaten von Amerika" sollten auf der Oberseite jeder Banknote zusammen mit dem Siegel des US- 
Finanzministeriums erscheinen ... Und naturlich auch die Unterschrift des Ministers an einer auffalligen 
Stelle. All dies wurde geplant, urn die Offentlichkeit davon zu Gberzeugen, die neue Institution sei 
eigentlich eine Regierungsbehorde. [9, Seite 494] 



65 Curtis B. Dall, FDR: My Exploited Father-ln-Law (Tulsa, Oklahoma: Christian Crusade Publication, 1967), 
Seite 49 

54 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Freimaurer 

Die ersten Freimaurerlogen entstanden angeblich aus den mittelalterlichen BauhGtten nach 1700 in 
England, kamen 1 737 nach Deutschland und verbanden sich spater , um 1 782, mit dem llluminatenorden. 
Dieser war 1 776 von Adam Weishaupt gegrQndet worden. Weishaupt war vom mosaischen Glauben zum 
Katholizismus konvertiert, wurde Professor fur katholisches Kirchenrecht an der Universitat Ingolstadt, 
Jesuit und Mitglied der Freimaurerei. Den Orden der llluminaten grQndete er, nachdem er aus dem 
Jesuitenorden ausgetreten war. In Frankreich hatten sich verschiedene Freimaurerlogen unter Mithilfe 
von llluminaten aus Bayern bereits 1773 zum „Grand Orient de France" zusammengeschlossen. Der 
Sturm auf die Bastille am 14.7.1789 war maRgeblich von Freimauerern in die Wege geleitet worden, 
ebenso die Radikalisierung nach der Proklamation der Republik ab 1791 mit etwa 40.000 Opfern auf der 
Guillotine in Paris und etwa 500.000 getoteten Konigstreuen in den Provinzen; blondes Haar und blaue 
Augen genQgten bereits dem Mob fur das Schaffot. Auch die Revolution von 1830 und 1848 in Frankreich 
und Revolutionen in weiteren Staaten waren vor allem das Werk von Freimaurern (siehe die Werke von 
Hasselbacher, Heise, Wichtl/Schneider, Schwarz-Bostunitsch, Riegelmann, Romberg, Gurtler u.v.a.) 
Als fQhrende Akteure werden u.a. die BrGder Rothschild genannt. (F. Hasselbacher, III, 1 941 , S. 87) 
1830 trat den llluminaten - wie sich die Freimaurer zeitweise nannten - Karl Marx (al. Mordechai Marx 
Levy) bei, der aus einer alten Rabbinerfamilie stammte. Damals vertraten die llluminaten schon seit 
langem nihilistische 68 und atheistische Anschauungen. 

In der Entstehungszeit galten die Freimaurerorden als freigeistige Diskussionsklubs mit Mitgliedern wie 
Friedrich dem GroRen, derdann GegenmaRnahmen ergriff. Goethe schrieb in seinem Gutachten 1807 als 
Staatsminister: „Die Freimaurerei macht durchaus statum in statu. Wo sie einmal eingefuhrt ist, wird sie 
das Gouvernment zu beherrschen und unschadlich machen suchen. " 

Allmahlich entwickelten sie sich aber zu Werkzeugen zur Errichtung der Weltherrschaft der in ihnen 
verpuppenden Hintergrundmachte. Zum Einfangen von Mitgliedern fur die unteren Grade dienen 
angeblich idealistische Zielsetzungen, die aber fur bereits Wissende einen anderen Sinn haben. 
Die Entwicklungen hin zur Eroberung der Weltherrschaft werden zentral und verborgen gesteuert. Es 
bestehen personelle Querverbindungen sowohl zur Hochfinanz wie zum Sozialismus, Marxismus, 
Zionismus und Vatikan. Die Wege mit EinfluRnahme auf alien Gebieten sind vielfaltig, und je nach 
Notwendigkeit scheinen sie sich z.T. auch zu widersprechen. So bestand einer der Wege zur Zerstorung 
monarchisch geordneter Staaten vor dem Ersten Weltkrieg in der Agitation fur nationale Befreiungen. Mit 
Morden wurde dazu kraftig nachgeholfen. Der Mord an Erzherzog Ferdinand war der folgenreichste. 
Heute sind hingegen antinationale Parolen zur Zerstorung von stabilen Volkern zugunsten einer ONE 
WORLD und MULTIKULTI „modern". Aber stets war und ist die ethische Zersetzung und die Auflosung 
stabiler selbstandiger Strukturen ein Hauptanliegen. (Schrocke, Kapitel 5) 

Das Symbol fur die von den llluminaten und Freimaurern verkundete „Neue Weltordnung" lieB F.D. 
Roosevelt auf die Ein-Dollar-Noten drucken: eine Pyramide mit einem Strahlen aussendenden Auge auf 
der Spitze, dem Auge Jahwehs, und der Unterschrift „Novus ordo seclorum", die neue Weltordnung, wie 
sie dann nicht nur von US-Prasident Bush verkundet wurde. Die Pyramide mit dem Auge auf der Spitze 
ist das alte Symbol der llluminaten und Freimauern, fur die Gbrigens schon 1830 Clinton Roosevelt, ein 
direkter Vorfahre von F.D. Roosevelt, Spenden gesammelt hatte. Das Staatswappen der USA zeigt zu 
den Hauptern des Wappenadlers 13 fGnfzackige Sterne (Pentagramme), geordnet in der Form eines 
Davidsterns, 13 senkrechte Streifen im Wappenschild und in den Krallen des Adlers 13 Pfeile und einen 
Zweig mit 13 Blattern. Das sind alles freimaurerische Symbole. Die Flagge der USA zeigt als Symbole fur 
die einzelnen Mitgliedsstaaten ebenso wie die Flagge der EU (und der ehem. Sowjetunion) fGnfzackige 
Sterne, also Pentagramme, dazu 13 waagerechte Streifen. Als die weltumspannende Organisation UNO 
vor allem auf Betreiben Roosevelt hin gegrGndet wurde, und den Volkerbund abloste, wahlte sie als 
Symbol die Weltkarte, Gberlagert von funf konzentrischen Kreisen, die durch vier Durchmesser in 33 
Felder (das Feld im Zentrum mitgezahlt) geteiltsind. Flankiert ist dieses Symbol von zwei Palmwedeln mit 
jeweils 13 Blattern. Das UNO-Zeichen ist also ebenfalls ein Freimaurerzeichen mit dem hochsten, dem 
33. Grad des Feldes im Zentrum, sowie die heilige Zahl 13. 

Von ihrer Struktur her stellen Freimaurerorden als GeheimbGnde mit nichtdemokratischen, nach unten 
verborgenen autoritaren FGhrungen und geheimgehaltenen Zielen autoritar-hierarchische Machtapparate 
dar (siehe u.a. Wichtl/Schneider/Bohlinger 1999). In Deutschland waren GeheimbGnde nach § 128 StGB 
bis 1968 verboten, dann wurde das Verbot ohne besondere BegrGndung aufgehoben (Inf. Dienst 1996, 
Nr. 11, 0713). Erst die in den GroRlogen zum Schottischen Ritus vereinigten 31 ., 32, und 33. Grade sind 
die Eingeweihten, Wissenden, die aktiv und nachhaltig auf die Weltpolitik EinfluB nehmen. Die Obersten 
Rate aller Logen des Schottischen Ritus sind in der Lausanner Konfoderation seit 1875 
zusammengeschlossen. Die gesamte Freimaurerei der Welt wird noch heute geleitet von dem Rat der 13, 
dem der Rat der 33 untersteht. Dieser wahlt das Weltparlament der Freimaurer, das Komitee der 300, aus 
undleitetes. [10, Seite 165-167] 



Nihilismus [lat. nihil >nichts<] der,- allg. jedes Denken, das auf der Leugnung bzw. Verneinung einer Erkenntnis- 
Seins-, Wert- oder Gesellschaftsordnung grundet. 

55 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Diese Zeichen auf der 1 -Dollar-Note wurde von Weishaupt 
ubernommen, als er den llluminatenorden am 1. Mai 1776 grQndete. 
Auf dieses Ereignis wird durch die romischen Ziffern MDCCLXXVI am 
FuR der Pyramide hingewiesen, nicht auf das Jahr der 
Unabhangigkeitserklarung. Weiterhin muR man wissen, dal3 das 
Zeichen der Vereinigung der llluminaten mit den Freimaurern auf dem 
Wilhelmsbader KongreR von 1782 filr die letzteren Bedeutung 
erlangte. Beachten Sie auch die Inschrift des Zeichens oberhalb der 
Pyramide: ANNUIT COEPTIS - es bedeutet „unsere Unternehmung 
(Verschworung) ist vom Erfolg gekront". Unter der Pyramide stehen 
die Worte NOVUS ORDO SECLORUM. Sie erklaren die Natur der 
Unternehmung, die Schaffung einer „neuen Weltordnung" oder des 
New Deal. Es ist von Bedeutung, dal3 „der Grundeckstein", die Spitze 
der Pyramide fehlt. Bild 16: Ruckseite einer 1 -Dollar-Note 

An ihrer Stelle erscheint das „allsehende Auge", das die terroristische Spionageagentur symbolisiert, die 
Weishaupt unter dem Namen der „Schmeichlerischen Bruder" einrichtete. In der Bibel wird Jesus Christus 
als „Grundeckstein" bezeichnet (Epheser 2:20). Er ist das Haupt der Kirche, die ebenfalls in pyramidischer 
Form organisiert ist. Christus wird in Markus 12:10 und Lukas 20:17 der „Stein, den die Bauleute 
verworfen haben" genannt. Wie wir im 5. Kapitel dieses Buches sahen, verwarfen die llluminatenfuhrer 
(die Bauleute der neuen Weltordnung) Jesus Christus und wahlten Satan den Teufel als ihr Oberhaupt, 
ihren Chef. Kein Wunder, daR sie den „Grundeckstein" aus dem Zeichen entfernten und ihn durch das 
satanische allsehende Auge ersetzten. Innerhalb weniger Monate nach Amtseintritt erwies es sich, daR 
die Roosevelt-Administration eindeutig filr das brutale, Rutland noch immer kontrollierende 
kommunistische Regime eingenommen war. Nach sechzehnjahriger Stumperei, schlechtem Management 
und umfassenden Sauberungsaktionen unter Stalin und trotz gigantischer UnterstGtzung durch den 
Westen stolperte die kommunistische Regierung unsicher am Rande der Vergessenheit voran. Waren die 
Kommunisten mit ihren Mitteln alleingelassen worden, hatte das Regime wahrscheinlich nicht Gberlebt - 
was fur niemanden auRer dem langgeplagten russischen Volk etwas bedeutet hatte. ... 
...Uber der Pyramide ist das allsehende Auge zu sehen. Gary Allan schreibt in seinem Buch „Die Insider" 
folgendes: ,jn der hierarchistischen Ordnung der Gnosis kommt das allsehende Auge nur den 
„Wissenden" zu, die als „Kerngnosis" die Spitze der Pyramide einnehmen." 

Die Pyramide selbst besteht aus 13 Schichten. Oberhaupt ist dieses Siegel von der Zahl 13 gepragt. 
Diese Schichten stehen fur die hierarchische Ordnung, auf die das System aufgebaut ist. 
John Todd Collins, der selbst ein Top-llluminat war, sogar zum Rat der Dreizehn gehorte, jedoch spater 
zum Christentum Gberwechselte, beschreibt die vier obersten Schichten der Pyramide folgendermaRen: 
„Der oberste Stein ist die Rothschild Familie, oder Tribunal, das die llluminaten beherrscht, sie waren die 
Schopfer. Das „Auge" ist ihr Gott Lucifer, und ihre Stimme. Die ersten drei Blocks sind in jeder Pyramide. 
Der oberste Block ist das, in was ich eingeweiht wurde, der Rat der Dreizehn, genannt der GroBe Rat. 
Nur sie empfangen Befehle von den Rothschilds und niemand sonst. Sie sind ihre private Priesterschaft!" 
Der Rat der DreiunddreiRig ist direkt unter ihnen. Das sind die DreiunddreiRig hochsten Freimaurer in der 
Welt. Der Rat der FGnfhundert sind einige der reichsten Leute in der Welt. Ich kann ehrlich sagen, die 500 
reichsten Leute und Konglomerate in der Welt. Und das ist die „Wahre Macht", was ich dir gleich zeigen 
werde. Das ist die Politik. Der Golden Dawn ist der vierte Block, welche der private Club der Rothschilds 
ist. Das Aquarian Arts Festival ist die Organisation, die alle okkulten Bruderschaften miteinander verbindet 
in St. Paul. Die Wicca Kirche von Amerika, bei der ich Mitglied war. Die Kirche von Allen Welten (Church 
of All Worlds ) ist ansassig in St. Lewis (das sind Konfessionen wie Nordliche Baptisten, SGdliche 
Baptisten, Unabhangige Baptisten). Der Nationalrat der Kirchen (National Council of Churches). Die 
Kirche von Wicca ist eine weitere Konfession, die in Greenfield, N.C. ansassig ist, Antidiffamierungsliga 
(Aquarian Anti-defamation League) ist eine Organisation, die von von Isaak Boniwitz, geformt wurde, 
sowie von der Amerikanischen Union der bGrgerlichen Ehrenrechte (American Civil Liberties Union). ... 
Der Kopf davon ist die Rothschild Familie und der Rat der 500. Darunter, die Rockefeller, Du Pont, 
Kennedy's, Onassis' und andere Familien. Queen Julianne ist auch im Rat der 500. Uber dem Zentrum ist 
das 'Herz'l Die Bank von England, die Bank von Frankreich, die Federal Reserve Bank. Die meisten Leute 
denken, daR die Federal Reserve Bank eine Regierungsorganisation ist. IST SIE NICHT! Sie hat nichts 
zutun mit der Regierung der Vereinigten Staaten. Sie ist eine AKTIONARSEIGENE GESELLSCHAFT, die 
EINZELNEN gehort! Die meisten der Aktien gehoren NICHT-AMERIKANERN! Neunzig Prozent davon! 
Die Chase Manhattan Bank. Die Bank of Amerika und die First National Bank. Der gemeinsame 
Weltmarkt. Standart Oil, Montgomery Wards. Sears. Federal Departrment Stores. Fazios'. Safeway 
Lebensmittel und andere. Wir haben ein paar Blocks darGber stehen. Shell Oil. Shell Oil gehort Queen 
Julianne und Philip Rothschild. Und natGrlich Union 76...' In diese Pyramide sind heute alle Menschen 
unseres Planeten mit einbezogen, selbst die Anhanger der Kirchen. Die andere Seite des Siegels ist ganz 
von der Zahl 1 3 gepragt. Die 1 3 ist die wichtigste Zahl der Freimaurer. Der Adler, der abgebildet ist, hat in 
der linken Kralle 13 Pfeile, in der rechten einen Zweig mit 13 Blattern. 

56 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Uber ihm steht „E Pluribus Unum" (aus vielen eines) mit 13 Buchstaben, daruber ein Davidsstern aus 13 
Sternen und auf der Brust das Banner mit 13 Streifen, die die 13 Grilndungsstaaten reprasentieren. Der 
1 4. Grundungsstaat wurde bei der GrGndung nicht angenommen. 

Im Jahr 1843 wurde in New York der Freimaurerorden B' nai B'rith gegrundet. Um 1900 hatte er in den 
USA bereits 30.000, heute besitzt er weltweit rund 500.000 Mitglieder. Seine Aufgabe ist es, „die 
Israelite/! in einer Weise zu verbinden, in der die Entwicklung der hochsten Interessen des Judentums am 
ehesten und allgemeinen ermoglicht wird" (K. Heise 1920, Seite 277) Diesem Orden gehorten die beiden 
Sekretare Wilsons, Mandel-House und Itzig Tumultey an, der Vizeprasident Wilsons, Marshall, der US- 
Botschafter Wilsons in Paris, Morgenthau, maRgebliche Personen der Wallstreet-Hochfinanz, Bernard 
Baruch (Befehlshaber der US-Kriegswirtschaft unter Wilson und dann Angehoriger des Gremiums, das 
Roosevelt zum Prasidenten managte), weiter Kuhn, Loeb, Davidson, Paul Warburg (dessen Bruder als 
Chef der Hamburger Bank Warburg u. Co. Vertrauter des deutschen Kaisers war), sowie Georg Mandel 
(al. Jerobeam Rothschild), der Berater Clemenceau - aber auch die Linksrevolutionare wie 1918 Kurt 
Eisner, Liebknecht, Bela Kun, Trotzky und L. Nizer (K. Heise 1920, S. 277). Damit deutet sich ein 
Zusammenhang an zwischen den Kriegsgegnern des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg, der 
internationalen Hochfinanz und den Linksrevolutionaren in Deutschland, Ungarn und Rutland. 67 
Ein Mitglied des B' nai B'rith und Hochgradfreimaurer Graf Coudenhove-Kalergi, schrieb 
(Freimaurerzeitung, Wien, Nr. 9/10, 1923): „Wir erstreben ein orientalisches Europa mit einer eurasisch- 
negroiden Mischrasse der Zukunft. Diese zukunftige Mischrasse wird auBerlich der altagyptischen Rasse 
ahnlich sein. Fuhrer werden die Juden sein als neuer Adel von Geistes Gnaden." 

Hochgradfreimaurer 68 waren auch F.D: Roosevelt, Truman, der Chef der IMT Jackson sowie aus neuerer 
Zeit Kissinger und der langjahrige Prasident der EU-Kommission Delors. Der US-Prasident Truman wurde 
nach dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki in den 33. Grad erhoben. 
Der B' nai B'rith verlieh Willy Brandt vor mehr als 10 Jahren einen goldenen Orden und einen solchen 
sowohl an Kohl (Allgemeine JGdische Wochenzeitschrift, 7.2.1991) als auch an den ehemaligen 
Bundesprasidenten Richard von Weizacker (T.Z., 5.12.1991) sowie 1996 wieder einen solchen an Kohl 
(Munchner Merkur, 27.1.1996). Kohl war bereits 1976 vom Council of Foreign Relations zu Vortragen 
Gber die Vorstellungen der CDU zur deutschen AuRen- und Deutschlandpolitik wie alle seine Vorganger 
vor ihm eingeladen worden. 

Im Europa des Ersten Weltkrieges hatten Freimaurer ihre blutigen Spuren gezogen, die alle in einer 
Logenorganisation zusammenliefen, dem Grand Orient de France (Heise 1991, S. 210), in dem die 
fuhrenden Sozialisten Frankreichs, Belgiens, Italiens und Spaniens Mitglieder waren, aber auch Briand, 
Clemenceau, Poincare, Lenin, Trotzky und viele andere. Schon am 26.11.1870 war dort beschlossen 
worden: „Wilhelm und seine beiden Genossen Bismarck und Moltke, GeiBeln der Menschheit, und durch 
ihren unersattlichen Ehrgeiz Ursache so vieler Mordtaten, Brandstiftungen und Plunderungen, stehen 
auBerhalb des Gesetzes wie drei tolle Hunde. Allen unseren Brudern in Deutschland und in der Welt ist 
die Vollstreckung des gegenwartigen Urteils aufgetragen. Fur jedes der drei verurteilten reiBenden Here 
ist eine Million Franken bewilligt, zahlbar an die Vollstrecker oder ihre Erben durch 7 Zentrallogen". 
F. Hasselbacher, I, 1 934, 1 992, S. 1 76 

„Wir mussen alien Verbanden gestatten, wie bisher weiterzuexistieren mit ihren Sy sternen, ihren zentralen 
Organisationen und den verschiedenen Arten der Korrespondenz zwischen den hohen Graden desselben 
Ritus, in ihren gegenwartigen Organisationsformen. Aber wir mussen einen Superritus schaffen, der 
unbekannt bleiben soil und in den wir die Maurer hoher Grade nach unserer Wahl berufen werden. Aus 
Rucksicht auf unsere Mitburger mussen sich die Manner der strengsten Geheimhaltung unterwerfen. Mit 
diesem obersten Ritus werden wir das gesamte Freimaurertum regieren; er wird die Internationale 
Zentrale werden, die um so machtiger ist, well seine Leitung „unbekannt sein wird. " 
Mazzini an Pike, 22. Januar 1870, zit. nach Carrs: Satan: Prince of This World 



7 Seit die englischen Hauptakteure des Opiumkrieges 1840-42 gegen China, weil China sich weigerte, sich dem 
Opiumhandel zu offnen, geadelt und in die Hocharistokratie aufgestiegen waren, spielten die Freimaurer in England 
zahlenmaBig und politisch eine herausragende Rolle, gedeckt vor allem durch ihre Mitglieder in der Aristokratie. 
1 91 3 gab es in England 1 52.000 Logenbruder in 31 00 Logen, im Ersten Weltkrieg wuchs die Zahl auf 250.000 an. 
Alle Logen hatten als GroBprotektor Konig Eduard VII., den Schmied der Einkreisung Deutschlands. „K6nig Eduard 
war der groBte Freimaurer der modernen Zeiten. (K. Heise 1991 , S. 1 16) Er war GroBmeister von 33 
Weltfreimaurerorganisationen. „ln keinem Land als England (stehen die Freimaurer) ... so in allerintensivsten 
Beziehungen zur Krone." Ihre „Staatsmanner in England: Br. Earl of Reading (Rufus Isaacs), Sir Herbert Samuel ..., 
Lord Montague (Montag), Lord Robert Cecil ..., Br. Lord Lansdown, Lord Sheffield, Br. Lord Northcliffe (Harmsworth- 
Stern). (K. Heise 1991, S. 123) 
68 Grade des „Alten Angenommenen Schottischen Ritus" (AASR). 

1. Grad (Lehrling), 

2. Grad (Geselle) 

3. Grad (Meister) ... 

1 6. Grad Prinz von Jerusalem ... 
18. Grad Ritter Rosenkreuzer ... 

31. Grad Inquisitor-Meister 

32. Grad Ritter und Prinz des Koniglichen Geheimnisses 

33. Grad Souveraner General-GroBinspekteur 

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Auf dem 20. pazifistischen WeltkongreR vom 23. -25.8.1913 sagte der President: „Seit 20 Jahren besteht 
die groBte Kriegsgefahr im Gefuhl gegenseitiger Entfremdung und des Hasses zwischen Frankreich und 
Deutschland. Nicht das Frankreich der Revolution 69 , sondern das militarische, von Waffen starrende 
Deutschland 70 Bismarcks ist das Haupthindernis fur die Annaherung beider Volker und damit fur den 
Weltfrieden."{G. MGIIer 1994, S. 47) [10, Seite 167-169] 

Henker als Heilige 

Die GroRe Revolution der Franzosen war Wladimir lljitsch stets nahe: Mai als gepriesenes Vorbild fur die 
eigene, mal als warnendes Beispiel, als objektive Fallstudie Oder als Demonstrationsobjekt angewandter 
Dialektik. ... Die Pariser Commune sei zu zart und nachsichtig mit ihren Gegnern verfahren, findet 
Rechtsanwalt Uljanow: Es gabe „Momente, wo die Interessen des Proletariats es erforderlich machen, 
seine Feinde mitleidlos im Nahkampf zu erschieRen". Das ist Lenins Version der franzosischen 
Revolutionsparole „l_es aristocrats a la lanterne" - nur, daR es in Rutland kaum Laternen, jedoch viele 
Waffen gab. Urn den gerade erst beginnenden Umbau gesellschaftlicher Verhaltnisse in Rutland 
kurzfristig vor Intervention und Revanche zu schGtzen, schafft und rechtfertigt Lenin eine Partei-Polizei... 
An der Spitze dieses neuen Straf- und Verfolgungsorgans wGnscht sich Lenin ausdrGcklich einen 
„proletarischen Jakobiner": Er weiR sehr genau, wen er auf diesen Posten sehen will - und warum. 
Im April 1906, auf dem sogenannten Vereinigungsparteitag der russischen Sozialdemokraten in 
Stockholm, war ihm zum ersten Mal ein hagerer Pole mit asketischem Gesicht aufgefallen. Dieser 
Auslandssekretar der polnisch-litauischen Bruderpartei, Vorstandskollege von Rosa Luxemburg, den die 
meisten unter den Decknamen Josef Domanski kennen, heiRt in Wirklichkeit Felix Edmundowitsch 
Dserschinski. Spiegel Spezial 4/2007, Geschichte, Experiment Kommunismus, Seite 32, 33, Mettke 

Der 2. Weltkrieg 

Als Folge des von den Insidern vorbereiteten Vertrags von Versailles, der nach Lord Curzons Worten 
„kein Vertrag, ... (sondern) lediglich eine Unterbrechung der Feindseligkeiten war, zogen wieder einmal 
Kriegswolken Gber Europa auf. Zur selben Zeit, als die internationalen Bankiers das wankende 
kommunistische Regime in RuRland finanziell polsterten, unterschrieben sie zudem auf beiden Seiten des 
Atlantik Riesenkredite fur das neue Regime Adolf Hitlers. Die finanzielle UnterstGtzung Hitlers wurde von 
der Warburg-kontrollierten Mendelsohn-Bank von Amsterdam geregelt. Spater Gbernahm die Henry J. 
Schroeder-Bank die Firma Sullivan and Cromwell, zu deren Seniorenpartnern John Foster Dulles und 
Allen Dulles (CFR) gehorten („AII Honorable Men" von James Martin, S. 51). 

Es gibt hinreichende Unterlagen fur die These, daR Hitler nicht die Absicht hatte, England anzugreifen 
und den Krieg mit einer Macht zu beginnen, die er sehr bewunderte. Der 2. Weltkrieg wurde in einer 
Weise ausgefochten, daR die Ziele der llluminaten naher rGckten und die Realitat ihren Planen mehr und 
mehr entsprach. Nach Unterzeichnung des deutsch-russischen Nichtangriffspaktes 1939 Gberfielen Hitler 
und Stalin Polen und teilten es unter sich auf. Jetzt erklarten England und Frankreich - unter dem Druck 
Roosevelts und der Insider - Deutschland den Krieg. Wohlgemerkt: nur Deutschland, nicht RuRland. In 
den folgenden acht Monaten geschah nicht viel. Mit Chamberlain als Premierminister gab es keinen 
„SchieRkrieg" mit Deutschland. Die Chefs der deutschen und der britischen Regierung wuRten von den 
Planen der internationalen Bankiers, die auf einen weiteren groRen Krieg hinausliefen, und bemGhten 
sich, ihn in Verhandlungen zu vermeiden. Hitler wollte Englands UnterstGtzung fur einen direkten Angriff 
auf die Verschworer. Die kontrollierte englische Presse startete eine bittere Kampagne gegen 
Chamberlain. Die „Drahtzieher" wollten ihn aus dem Weg haben, urn einen echten Krieg entfesseln zu 
konnen. Das propagandistische Sperrfeuer zwang Chamberlain zum RGcktritt. Unmittelbar nach 
Churchills Amtsantritt begann der Krieg richtig - mit englischen Luftangriffen auf Deutschland. 71 



69 ...Die Umwalzungen in Frankreich (haben) zwischen 1789 und 1799 einer Million Menschen das Leben gekostet: 
Opfer der revolutionaren Justiz, der systematischen Vernichtung wegen Abstammung (Adlige) oder Uberzeugung 
(Katholiken), der Progrome gegen die Reichen, auch gegen reiche Juden, gegen Deutsche und Bretonen, die nicht 
die „Sprache der Revolution und der Menschenrechte" sprachen, oder der Opfer des Burgerkriegs, besonders im 
Suden und den westlichen Departments. Es gab zahllose Ausschreitungen des Pobels, ... aber vor allem eine 
systematische staatliche Schreckensherrschaft. Die Truppen der Republik haben in der Vendee nicht nur gemordet 
und verwustet, vergewaltigt, summarisch erschossen, ertrankt oder guillotiniert, sondern auch gehautet und bei 
lebendigem Leib verbrannt. ... Winkler selbst weist auf die Forschungen des israelischen Historikers Jacob Talmon 
hin, der die fatalen Folgen dieser Art von „totalitarer Demokratie" analysisiert hat, die von Rousseau erdacht und dann 
von Robespierre und seinen Anhangern umgesetzt wurde. ...der Zusammenhang von Gleichheitsideologie, 
Totalitarismus, terroristischer Gewalt und Ausmordung der „Ungleichen". Ihre Rede von den „roten" und den „braunen 
Jakobinern" (Emil Franzel) des 20. Jahrhunderts, die so oder so die Grundvorstellung der radikalen Revolutionare 
aufgenommen hatten, enthielt aber auch eine Kritik des westlichen Gesellschaftsmodells: Den Jakobinern gehen die 
Girondisten voran. ... Junge Freiheit, Nr. 46/07, S. 14, Keine Angst vor Sonderwegen, von Karlheinz WeiBmann 
Von 1905 bis 1914 vermehren sich durch Aufriistung die Landstreitkrafte wie folgt: 
Frankreich sein Heer urn etwa 235.000 Soldaten auf 0,91 9 Millionen Mann 
Deutschland urn 193.000 Soldaten auf 0,760 Millionen Mann 
RuBland sein Heer um etwa 430.000 Soldaten auf 1 ,640 Millionen Mann 
Osterreich um 96.000 Soldaten auf 0,490 Millionen Mann; Venohr, Seite 20 [1 1 , Seite 54] 
71 Bombing Vindicated -„Rechtfertigung der Bombenangriffe" - von J. M. Spaight, Hauptsekretar des 
britischen Luftfahrtministeriums; erschienen 1944 

58 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Rothschild-Formel 

Der Aufstieg des Hauses Rothschild in Europa; die Tradition der Bankleute, von beiden Seiten eines 
bewaffneten Konfliktes zu profitieren; die Formel, mitder sich Kriege in Schulden und Schulden zuruck in 
Kriege verwandeln lassen. [9, S.248f.] 

Bisher haben wir uns dicht an das Thema Geld in der Geschichte seiner Manipulation durch Politiker und 
Finanzleute gehalten. Nun wollen wir einen kurzen Umweg Gber einen parallelen Pfad nehmen und einige 
politische Ereignisse aus einer anderen Perspektive betrachten. Vielleicht werden Sie sich zwischendurch 
fragen, ob wir vom Weg abgekommen sind und wo die Verbindung zum Federal Reserve System 
geblieben ist. Doch seien Sie versichert, daf3 es viel damit zu tun hat, und wenn wir schlieRlich zu diesem 
Thema zurGckkehren werden, wird diese Verbindung schmerzlich offenbar. 

Der Profit des Krieges 

Der Kern dieses Kapitels handelt vom Profit des Krieges und, noch genauer, von der Gruppe der Leute, 
die diesen Profit einstreichen und deshalb Regierungen in militarische Konflikte hineinmanovrieren, und 
zwar nicht aus nationalen Oder patriotischen GrGnden, sondern des privaten Gewinn wegen. 
Der Mechanismus, mit dem man dies in der Vergangenheit erreichte, war wesentlich komplizierter, als 
den kriegsfQhrenden Regierungen nur Geld zu leihen und dafur die Zinsen einzustreichen. NatGrlich war 
dies ein Teil der Absicht, doch der echte Gewinn lag in der politischen GGnstlingswirtschaft. 1 937 schrieb 
der franzosische Historiker Richard Lewinsohn: „Obwohl auch sie Bankiers genannt wurden, waren 
diejenigen, die in der vor-kapitalistischen Zeit Kriege finanziert haben ... keine Bankiers im modernen 
Sinne des Wortes. Anders als die modernen Finanzleute, die mit Geld ihrer Einleger (oder noch jGnger, 
mit dem Geld der Zentralbanken aus dem Nichts heraus) 72 , habe sie im allgemeinen mit dem von ihnen 
selbst angesammelten oder geerbten Vermogen gewirtschaftet, das sie zu hohen Zinsraten ausliehen. 
Diejenigen also, die das Risiko der Finanzierung eines Krieges eingingen, waren vorher bereits sehr 
reich, und dies begann schon im 17. Jahrhundert. Sobald sie sich zur Finanzierung eines Krieges 
bereiterklarten, legten diese reichen Finanzleute jedoch immer besonderes Gewicht auf die Zinsraten. In 
diesem Zusammenhang legten sie haufig allergroBte Willfahrigkeit gegenuber ihren erlauchten Kunden an 
den Tag. Im Gegenzug erwarteten sie Privilegien, die man in industrielle oder geschaftliche Profile 
umwandeln konnte, wie zum Beispiel Bergwerkskonzessionen, Monopole, Einfuhrgenehmigungen usw. 
Bisweilen wurden ihnen sogar gewisse Steuern zugestanden als Sicherheit fur ihre Darlehen. Obwohl 
also diese Kredite mit beachtlichen Risiken behaftet waren und wenig Zinsen einbrachten, war der 
indirekte Gewinn haufig betrachtlich; die Nachsicht des Kreditgebers wurde groBzugig belohnt. " 73 

Die Rothschild-Dynastie 

Keine Untersuchung Gber den Mechnismus der Kriegsfinanzierung ware vollstandig, ohne sich mit dem 

Namen Rothschild befaRt zu haben. Mayer Amschel Rothschild wird gerne mit der Aussage zitiert: 

„LaBt mich das Geld einer Nation herausgeben und kontrollieren, und es ist mir egal, wer die Gesetze 

schreibt." 74 Der Biograph Frederic Morton zog den SchluR, da(3 die Rothschild-Dynastie die Welt 

grGndlicher und schlauer und nachhaltiger erobert hat, als alle Casaren vor ihnen und alle Hitlers nach 
ihnen." 75 GegrGndet wurde diese Dynastie in Frankfurt am Main, Deutschland, in der Mitte des 18. 



2 Amerikanern fallt es schwer sich vorzustellen, da(3 ihr gesamter Geldvorrat durch nichts als Verschuldung 
abgesichert ist. Und es ist noch weit verwirrender sich vorzustellen, daB wenn jeder alles zuruckzahlen wurde, was 
jemals geliehen wurde, es uberhaupt kein Geld mehr geben wurde. Richtig, es gabe keinen Cent mehr im Umlauf, 
alle Munzen und Banknoten wurden zuruckwandern in die Tresore, und es gabe keinen Dollar mehr auf irgendeinem 
Girokonto. Kurz gesagt, alles Geld wurde verschwinden. 

Marriner Eccles war Prasident des Federal Reserve Systems 1 941 . Am 30 September jenes Jahres sollte er vor dem 
AusschuB fur das Wahrungs- und Bankenwesen in den Zeugenstand treten. Der Zweck bestand darin zu ergriinden, 
inwieweit der FED gewisse Umstande mit herbeigefiihrt haben konnte, die zu der Depression der 1930er Jahre 
gefuhrt hatten. Der KongreBabgeordnete Wright Patman, Vorsitzender des Komitees, verlangte zu wissen, woher das 
FED 1933 zwei Milliarden Dollar fur den Kauf von Regierungsanleihen gehabt hatte. Es folgte dieser Wortwechsel: 
Eccles: Wir erschufen es. 
Patman: Woraus? 

Eccles: Aus dem Recht, Kreditgeld herauszugeben. 

Patman: Und es steht nichts dahinter, wirklich nichts, auBer der Kreditwurdigkeit unserer Regierung? 
Eccles: So ist unser Geldsystem. Gabe es keine Schulden, gabe es kein Geld. 

Man muB sich folgendes vor Augen halten: Geld mag einzelnen Individuen zwar als Aktivposten gelten, doch wenn es 
als Anhaufung des gesamten Geldvorrates betrachtet wird, ist es keineswegs ein Aktivposten. Wenn sich jemand 
1 000 Dollar leiht, mag er seine finanzielle Position urn diese 1 000 Dollar verbessert sehen; tatsachlich ist sie jedoch 
nicht besser geworden. Die 1 000 Dollar in Form von Bargeld werden von 1 000 Dollar in Form von Verbindlichkeiten 
aufgefressen, so daB seine Netto-Position null ist. [9, Seite 218] 

73 Richard Lewinsohn, The Profits of War through the Ages (New York: E.P. Dutton 1 937), S. 55-56 

74 So zitiert von Robert L. Owen, dem fruheren Vorsitzenden des Senatsausschusses Banken und Wahrungen und 
einer der Mitbegriinder des „Federal Reserve Act". Dieses Zitat konnte nicht verifiziert werden; betrachtet man jedoch 
das Leben und Wirken des alteren Rothschild, kann man kaum daran zweifeln, daB dies seiner Ansicht und 
Handlungsweise entsprach. 

75 Federic Morton, The Rothschilds: A Family Portrait (New York: Atheneum, 1962), S.14 

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Jahrhunderts von Mayer Amschel Bauer, dem Sohn eines Goldschmiedes. Mayer trat als Angestellter in 
die Oppenheimer-Bank in Hannover ein und wurde schlieBlich deren Juniorpartner. Nach dem Tode 
seines Partners kehrte er nach Frankfurt zurilck und fuhrte das Familiengeschaft weiter. Uber der 
Eingangstur prangte ein rotes Schild mit einem Adler. Das deutsche Wort fur ein rotes Schild lautet 
„Rotschild", und deshalb nahm Herr Bauer den Namen Rothschild an und fugte fur seine funf Sonne funf 
goldene Pfeile in die Klauen des Adlers ein. 

Das Gluck der Familie Rothschild nahm seinen Anfang, als Mayer die Praxis des Scheidegeldes 
aufnahm. Wie wir sahen, stand er damals nicht allein, aber das Haus Rothschild ubertrumpfte alle 
anderen. Dies lag an seinem ausgepragten Geschaftssinn und an seinen funf ungewohnlichen Sohnen, 
die alle selbst Finanzfachleute wurden. Als sie erwachsen wurden und die Zauberei verstanden, wie man 
Schulden in Geld umwandelt, verlieRen sie die engen Grenzen Frankfurts und engagierten sich in den 
Finanzzentren Europas und weiten Teilen der zivilisierten Welt. Wahrend der ersten Halfte des 19. 
Jahrhunderts kummerten sich die BrGder urn wichtige finanzielle Transaktionen fur die Regierungen 
Englands, Frankreichs, PreuRens, Osterreichs, Belgiens, Spaniens, Neapels, Portugals, Brasiliens und 
verschiedener deutscher Staaten und vieler anderer kleiner Lander. Sie wurden zu personlichen Bankiers 
vieler gekronter europaischer Haupter. Mit Hilfe von Vertrauensleuten investierten sie in den Markten der 
Vereinigten Staaten, Indiens, Kubas und Australiens. Sie wurden zu den Geldgebern von Cecil Rhodes 
und ermoglichten es ihm, das Monopol Gber die Diamantenfelder SGdafrikas zu erlangen. Noch immer 
haben sie eine Verbindung zu de Beers. 76 

Der Biograph Derek Wilson schreibt: „Diejenigen, welche die Rothschilds fur ihren „unheilvollen" EinfluB 
schmahten oder verspotteten, hatten ausreichend Grund fur ihren Arger und ihre Furcht. Die Bankleute 
hatten schon immer einen Junften Stand" 77 gebildet, dessen Mitglieder wegen der Kontrolle uber die 
Geldborsen des Hochadels wichtige Dinge beeinflussen konnten. Doch das Haus Rothschild war ungleich 
machtiger als jemals ein Finanzimperium zuvor. Es beherrschte unglaublichen Reichtum. Es war 
international. Es war unabhangig. Konigshauser waren seinetwegen unruhig, well es sich ihrer Kontrolle 
entzog. Volksbewegungen hassten es, well es der Offentlichkeit keine Antworten schuldete. Verfassungs- 
rechtler waren aufgebracht, well es hinter den Kulissen agierte ..., geheim. " 7S 

Naturlich ist Heimlichkeit die Voraussetzung fur eine Verschworung, und die Rothschilds beherrschten die 
Kunst. Indem sie hinter den Kulissen wirkten, konnten sie den Zorn der Offentlichkeit meiden, der sich 
stattdessen auf die von ihnen kontrollierten politischen Figuren richtete. 

Dieser Schachzug wurde seitdem immer wieder von Finanzmanipulatoren angewandt, und er wird 
ebenfalls beherzigt von denen, die das Federal Reserve System heute leiten. Wilson informiert uns 
weiter: „Heimlichkeit war und ist noch immer das Merkmal politischer Tatigkeit der Rothschilds. Nur selten 
haben sie sich offentlich zu wichtigen Themen geauRert. Niemals strebten sie in Regierungsamter. Selbst 
als einige in spateren Jahren Mitglieder von Parlamenten wurden, spielten sie dort niemals eine wichtige 
Rolle in London, Paris oder Berlin. Und dennoch wirkten sie an alien wichtigen Tagesereignissen mit: 
Indem sie Gelder vergaben oder zuruckhielten, Politiker einen diplomatischen Dienst anboten, die 
Berufung in hohe Amter beeinfluRten und durch ihren beinahe taglichen Umgang mit den wichtigen 
Entscheidungstragern." 79 

Im folgenden Kapiteln wird der Aufstieg der Rothschilds beschrieben, die hier nur erwahnt werden sollen: 
„Ein Vermogen durch Schmuggel", „Napoleon gegen die Banker", „Ein Plan zur Zerstorung der 
Vereinigten Staaten", „Gold fur Herzog Wellington" und „Die Schlacht bei Waterloo". 80 



76 Morton, S. 145,219 

7 „Die Staatsmanner dieses Jahrhunderts haben es nicht allein mit Regierungen, Kammern, Kaisern, Konigen und 
Ministern zu tun, sondern auch mit geheimen Gesellschaften, Elementen, denen man Rechnung tragen muB. Diese 
Gesellschaften konnen schlieBlich alle politischen Arrangements zunichte machen. Sie haben uberall Agenten, 
skrupeilose Agenten, welche Morde schiiren, und sie konnen ein Blutbad herbeifuhren, wenn sie es fur zweckmaBig 
halten." Benjamin Disraeli (1804 - 1881) - britischer Premierminister („Mensch und MaaB", 23.6.1964, S. 549) 
„Wenn meine Sonne es nicht wollen, so gibt es keinen Krieg!" 

Gudula Rothschild - Witwe von Mayer Amschel Rothschild und Mutter von funf Sohnen, die europaweit 
Bankendynastien begrundeten („Der Aufstieg der Rothschilds" von Dr. Bertha Badt-StrauB in "Menorah", Mai 1928) 

78 Derek Wilson, Rothschild: The Wealth and Power of A Dynastie (New York: Charles Scribnefs Sons, 1988, 
S. 79, 98-99 

79 Derek Wilson, S. 99 

80 Die erste Nachricht von Wellingtons Sieg erreichte Brussel am 18. Juni 1815 gegen Mitternacht. ... In den fruhen 
Morgenstunden des 20. Juni klopfte der erschopfte Bote an Nathans Tur ..., voile 24 Stunden fmher, als Wellingtons 
Kurier Major Henry Percey eintraf. ... Alle Augen ruhten auf ihm, wahrend er niedergeschlagen auf den FuBboden 
starrte. Dann hob er den Kopf und begann mit niedergeschlagenem Ausdruck zu verkaufen! Ein Raunen ging durch 
den uberfullten Raum (Londoner Borse) : „Nathan verkauft?" - „Nathan verkauft!" - „Wellington muB verloren haben." 
- „Die Regierungsanleihen werden niemals zuruckgezahlt werden." - „Verkauft sie jetzt. Verkauft. Verkauft!" Die 
Preise gaben nach, und Nathan verkaufte noch immer. SchlieBlich brachen die Preise vollkommen zusammen, und 
plotzlich zog Nathan sein Angebot zuruck und erstand alle Regierungsanleihen. Innerhalb weniger Stunden hatte er 
Englands gesamte Schulden zu einem Bruchteil des Wertes ubernommen. [9, Seite 259] 

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Sidonia 

Der englische Premierminister Benjamin Disraeli 

veroffentlichte 1844 das Buch Coningsby. Darin brachte 

er seine Ansichten zur Zeitgeschichte zum Ausdruck. 

Eine wichtige Figur des Buches war ein Finanzier 

namens Sidonia, doch jedes Detail von dessen 

Handlungen war eine exakte Replik von Lord Rothschild, 

den Disraeli bewunderte. In der Form eines Romans 

lesen wir darin von Rothschilds Immigration aus 

Deutschland, Gber seine Familie und die Bank- 

verbindungen nach ganz Europa, die Transaktion des 

Goldes fur Wellington und den finanziellen Coup von 

Waterloo. Dann schrieb Disraeli: „ Europa brauchte Geld, 

und Sidonia war bereit, es auszuleihen. Frankreich 

brauchte etwas, Osterreich mehr, PreuBen ein wenig, 

RuBland ein paar Millionen. 

Bild 17: Eine satirische Karikatur aus dem Jahre 1848 stellt „Rothschild" dar, wie er grubelt, 

welchen europaischen Herrscher er mit Darlehen bedenken sollte, wahrend Revolutionary bereits 

die von ihm unterstutzte althergebrachte Ordnung herausfordern. [9, Seite 268] 

Sidonia konnte sie alle zufrieden stellen ... Es fallt nicht schwer sich vorzustellen, daB Sidonia eine der 
bedeutendsten Personlichkeiten in Europa war, nachdem wir seinen Aufstieg uber zehn Jahre hinweg 
begleitet hatten. Er hatte einen Bruder oder nahen Verwandten, dem er vertrauen konnte, in den meisten 
groBen Hauptstadten etabliert. Er war Herr und Meister des Geldmarktes der Welt, und naturlich auch 
Herr und Meister von beinahe alien anderen Dingen. Man hatte ihm buchstablich die Einkunfte des 
sudlichen Italiens verpfandet, und die Monarchen und Minister alter Lander suchen seinen Rat und lieBen 
sich von seinen Vorschlagen leiten." 81 Da(3 Disraeli nicht Gbertrieb, wurde durch die Prahlereien von 
James Rothschild selbst deutlich. Als 1842 in Paris amerikanische Abgesandte des Finanzministeriums 
mit der Bitte urn ein Darlehen fur die amerikanische Regierung an ihn herantraten, sagte er: „Sie haben 
einen Mann getroffen, der an der Spitze des Finanzwesens Europas steht." az Schon immer gab es 
Manner, die in der Lage waren, private Vermogen aus der Kooperation mit beiden Seiten eines Krieges 
zu zeugen. Die Rothschilds waren in dieser Hinsicht nicht einzigartig, doch sie hatten die Kunst 
vervollkommnet und wurden zur Personifizierung dieser Gruppe. In einem moralischen Sinne waren sie 
nicht unbedingt bose. Was ihren Geist beschaftigte, war nicht die Frage nach Recht und Unrecht, sondern 
nach Profit oder Verlust. Diese GleichgGltigkeit menschlichen Leides gegenuber wurde von den 
Rothschilds selbst treffend beschrieben: „Wenn Blutdie StraBen von Paris bedeckt, kaufe ich M 
Sie mogen die jeweilige Staatsburgerschaft ihrer Gastlander besessen haben, doch Patriotismus lag 
jenseits ihrer Vorstellungskraft. Sie waren schlau, ja gerissen, und diese Kombination an Charakterzugen 
lieB sie zum Vorbild der kuhlen Pragmatiker werden, welche die politischen und finanzielle Welt von heute 
beherrschen. Disraeli charakterisierte diesen Typus treffend, wenn er uber Sidonia schrieb: 
„Er war ein Mann ohne Gemutsbewegungen. Es ware zu hart zu behaupten, er besaBe kein Herz, denn 
er war fur tiefe Gefuhle empfanglich, aber nicht fur Individuen. ... Der einzelne Mensch beruhrte ihn nicht. 
Frauen waren fur ihn Spielzeug, Manner eine Maschine.'** 

Man konnte meinen, ein Mangel an Patriotismus und ein kalter, analytischer Verstand wurde es 
Financiers verbieten, Regierungen, womoglich gar auslandischen Regierungen Kredite zu gewahren. 
Private Kreditnehmer konnen gezerrt und ihre BesitztQmer zur Begleichung der Schuld enteignet werden. 
Doch Regierungen kontrollieren die legalisierte Anwendung der Macht. Sie sind das Gericht. Sie sind die 
Polizei. Wer kann sich ihre BesitztQmer aneignen? Die Antwort lautet: eine andere Regierung. Ron 
Chernow erlautert ein relativ zeitgenossisches Beispiel dieses Prinzips: „Die neue Allianz (zwischen 
Finanzleuten und Politikern) war fur beide Seiten vorteilhaft. Washington wollte die neue Finanzkraft 
nutzen, urn die Offnung auslandischer Markte fur amerikanische Guter oder eine pro- amerikanische 
Politik zu erzwingen. Die Banken wiederum brauchten Hebel, urn die Schulden-Ruckzahlungen zu 
erzwingen, und begruBten die Macht der Regierung in fernen Landern. Die Androhung militarischer 
Intervention war ein hervorragendes Mittel, urn Ruckzahlungen zu beschleunigen. Als Kuhn, Loeb & Co. 
uber ein Darlehen an die Dominikanische Republik nachdachte, das von Zolleinnahmen gedeckt werden 
sollte, erkundigte sich Jacob Schiff bei seinem Londoner Gesellschafter Sir Ernest Cassel: „Wenn sie 
nicht zahlen, wer wird die Zolle erheben?" Cassel erwiderte: Jhre Marine und unsere. " 85 



Benjamin Disraeli, Coningsby (New York: Alfred A.Knopf), S. 225, Original herausgegeben in England 1844 

82 Stephen Birmingham, „Our Crowd": The Great Jewish Families of New York (Harper & Row, 1 986), S. 73 

83 New York Times, 21. Oktober 1987, Zitat von Chernow, S. 13 

84 Disraeli, S. 299 

5 Zitiert von Jacques Attali, Ubersetzung Barbara Ellis, A Man of Influence: Sir Siegmund Warburg, 1 902-1 982 
(London: Weidenfeld & Nicolson, 1986), S. 57 

61 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Amerikanisierung der New Yorker Zweigstelle 

Nach dem unerwarteten Tod von Junius bei einem Verkehrsunfall nur wenige Jahre spater beschloR 
Pierpont, das Image der Londoner Firma noch starker auf England ausrichten zu lassen. Damit sollte der 
New Yorker Zweigstelle ermoglicht werden, die amerikanische Seite der Firma starker zu betonen und 
damit unverdachtiger zu wirken. Zu dieser Zeit war sein Sohn J. P. Morgan jr., von seinen Freunden Jack 
genannt, bereits als Partner in die Firma eingebracht worden. Er sollte spater eine wichtige Rolle bei der 
Schaffung des angestrebten Images Gbernehmen. ... Doch all die auRerlichen Retuschen anderten nichts 
an der Wirklichkeit, daR J. P. Morgan & Company in New York letzten Endes im Geiste eher britisch als 
amerikanisch war. Eine oberflachliche LektGre der Ereignisse jener Zeit konnte die SchluRfolgerung 
provozieren, Peabody und Morgan seien gIGhende Konkurrenten der Rothschilds gewesen. In der Tat 
haben sie sich haufig urn dasselbe Geschaft bemGht, doch es ist ebenso richtig, daR fast jeder Biograph 
schrieb, die amerikanischen Neuankommlinge in London seien vor der Macht der Rothschilds in Ehrfurcht 
erstarrt und hatten gezielt deren Freundschaft gesucht, eine Freundschaft, die schliefBlich so eng wurde, 
daR die Amerikaner als personliche Gaste des Hauses Rothschild empfangen wurde. Morgan hat oft und 
eng mit dem Haus Rothschild bei groRen Projekten zusammengearbeitet, doch das war schon immer - 
und ist es noch heute - eine Gbliche Praxis zwischen groRen Anlagegesellschaften. Im Lichte der 
folgenden Ereignisse jedoch scheint es angeraten, Gber die Moglichkeit nachzudenken, daR die Peabody- 
Morgan-Firma noch einen Schritt weiter gegangen sein konnte und gelegentlich sogar zum geheimen 
Agenten der Rothschilds wurde. 

Eine geheime Allianz mit Rothschild? 

Einige Biographen haben schon fruh vermutet, es habe eine geheime Verbindung gegeben. So sagte 
Eustance Mullins zum Beispiel: „Schon kurz nach seiner Ankunft in London wurde George Paebody von 
der Einladung zu einer Audienz bei dem schroffen Baron Nathan Mayer Rothschild uberrascht. 
Unverblumt eroffnete Rothschild Rothschild Peabody, ein groBer Teil der Londoner Aristokratie wurde sie 
nicht mogen und ihre Einladungen ablehnen. Er schlug Peabody vor, also dem Mann mit bescheidenen 
Mitteln, sich als verschwenderischer Gastgeber zu zeigen, dessen Unterhaltungen rasch zum 
Gesprachsstoff in London werden sollten. Rothschild wurde naturlich fur all das bezahlen. Peabody nahm 
dieses Angebot an und wurde bald zum beliebtesten Gastgeber in London. Die jahrlichen 
Abendgesellschaften am 4. Juli, zu Ehren der amerikanischen Unabhangigkeit, wurden auBergewohnlich 
popular bei den englischen Aristokraten. Wahrend sie Peabodys Wein tranken, unterhielten sie sich 
gegenseitig mit Scherzen uber Rothschilds ungeschliffene Manieren, ohne da3 ihnen bewuBt war, daB 
jeder Tropfen ihrer Getranke von den Rothschilds stammte. " 86 

Mullins gibt leider keine Quelle fur seine Geschichte an, und man kann durchaus skeptisch sein in bezug 
auf solche Details. Dennoch ist ein solches geheimes Arrangement nicht so absurd, wie es klingen mag. 
Es steht auRer Zweifel, daR die Rothschilds dazu fahig gewesen waren, denn sie wurden fur genau diese 
Art von Tauschung berGhmt. AuRerdem gab es genGgend GrGnde fur sie, so zu handeln. 
Sowohl in Europa als auch in Amerika hatte sich ein starkes antisemitisches und Anti-Rothschild-GefGhl 
breitgemacht und die Familie hielt es haufig fur vorteilhaft, Mittelsmanner einzusetzen, statt personlich 
aufzutreten. Derek Wilson hierzu: „Der Name Rothschild wurde also haufig auch auBerhalb der 
anspruchsvollen Orte wie London oder Paris genannt. Doch die Verbindung mit den groBen Bankiers war 
eigentlich durftig." 87 Diese durftige Verbindung war exakt die Rolle, die August Belmont in den Vereinigten 
Staaten zu spielen hatte, und der Antisemitismus, den er dort vorfand, war zweifellos der Grund dafGr, 
daR er nach seiner Landung in New York 1837 seinen Namen Schonberg in Belmont umwandeln lieR. 
Davor war er Rothschild-Agent der Firma J.L. and S.I. Joseph & Company gewesen, was so amerikanisch 
klang, wie es nur geht. Schon bald jedoch wurde die Verbindung von Belmont zu Rothschild allgemein 
bekannt, und das Komplott verlor an Wirksamkeit. 1848 beschloR die Familie, Alphonse Rothschild in die 
Vereinigten Staaten zu schicken, urn Belmonts Geschafte zu prGfen und ebenso die Moglichkeit, ihn 
durch einen direkten Vertreter der Rothschilds ersetzen, moglicherweise Alphonse personlich. Nach 
einem langen Besuch schrieb er nach Hause: „Schon in wenigen Jahren wird Amerika einen groBen Teil 
des Handels mit China und Westindien an sich gerissen haben und zwischen den beiden Ozeanen 
thronen ... Das Land besitzt solche Moglichkeiten des Wohlstandes, daB man blind sein muBte, sie nicht 
zu erkennen ... Ich zogere nicht zu sagen, daB ein Haus der Rothschild und nicht nur eine Agentur in 
Amerika geschaffen werden sollte ... Noch besitzen wir eine gunstige Gelegenheit. Spater wird es 
zwangslaufig schwieriger sein, denn von alien Seiten werden Wettbewerber auftauchen." M [9, 462 - 464] 

„Die Welt wird von ganz anderen Personlichkeiten regiert als diejenigen glauben, die nicht hinter die 
Kulissen blicken." Prime Minister Benjamin Disraeli of England, 1844 
Die Formel 



Eustance Mullins, Secrets of the Federal Reserve (Virginia: Bankers Research Institute, 1983), Seite 49 

87 Derek Wilson, S. 176 

88 Ebd., S. 181 

62 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Stellen wir uns einen vollkommen pragmatischen Mann vor. Er ist kluger und gerissener als die meisten 
Menschen und betrachtet sie mit kaum verhohlener Geringschatzung. Er respektiert die Talente einiger 
weniger, kQmmert sich aber kaum um den Zustand der Menschheit. Er hat bemerkt, daR Konig und 
Politiker standig wegen irgend etwas kampfen, und daraus den SchluR gezogen, Kriege seien 
unvermeidbar. Er hat auch verstanden, daR Kriege Gewinne abwerfen konnen, und zwar nicht nur durch 
das Ausleihen oder Schaffen von Geld, um sie zu finanzieren, sondern auch durch die BegGnstigung 
durch die Regierungen bei der Vergabe von Subventionen oder Monopolen. Er zeigt sich unfahig zu 
einem primitiven Gefuhl wie Patriotismus, und deshalb ist er frei, jede Seite eines Konfliktes zu 
finanzieren, und wird darin nur von seinem Eigeninteresse eingeschrankt. 

WGrde ein solcher Mann die Welt um sich herum betrachten, kann man sich leicht vorstellen, daR er zu 
den folgenden SchluRfolgerungen kame und diese zu seinen Lebenszielen erheben wurde: 

1. Der Krieg ist die auRerste Bestrafung fur eine Regierung. Kann sie den Herausforderungen des 
Krieges standhalten, wird sie Gberleben. Kann sie es nicht, wird sie untergehen. Alles andere ist 
zweitrangig. Die Unangreifbarkeit ihrer Gesetze, den Wohlstand ihrer BGrger und die Vorrate in 
den Schatzkammern wird sie bedenkenlos opfern zugunsten ihres Uberlebens. 

2. Will man die Schulden einer Regierung erhalten oder sogar steigern, muR man sie nur in einen 
Krieg verwickeln oder diesen androhen. Je groRer die Drohung und je verheerender der Krieg, 
desto groRer wird der Bedarf an Schulden. 

3. Um eine Land in einen Krieg zu verstricken oder damit zu drohen, muR es Feinde mit einer 
furchteinfloRenden Militarmacht haben. Sollten diese Feinde schon bestehen, umso besser. 
Mangelt es ihnen an militarischer Starke, muR man sie mit Geld ausstatten fur den Aufbau einer 
Kriegsmaschine. Gibt es keinen Feind, muR man einen erzeugen, indem man den Aufstieg eines 
feindlichen Regimes finanziert. 

4. Das unGberwindbare Hindernis ist eine Regierung, die zur Finanzierung von Kriegen 
Schulden ablehnt. Dies ist zwar selten, wenn es doch eintrifft, muR man eine interne politische 
Opposition ins Leben rufen, Aufruhr oder Revolution erzeugen, damit diese Regierung durch eine 
unserem Willen geneigtere ersetzt wird. Auch die Ermordung eines Staatsoberhauptes konnte 
nGtzlich sein. 

5. Keine Nation darf gestattet werden, militarisch starker als ihre Gegner zu bleiben, denn dies 
konnte zu Frieden und Schuldenreduzierung fGhren. Um das Gleichgewicht der Macht zu 
schaffen, kann es notig sein, beide Seiten finanziell zu unterstGtzen. Solange nicht einer der 
Streitenden unseren eigenen Interessen feindlich gegenGbersteht (und deshalb zerstort werden 
muR), sollte man keiner Seite einen entscheidenden Sieg gestatten. Wahrend wir immer den 
Segen des Friedens hervorheben miissen, bleibt das unausgesprochene Ziel der standige 
Krieg. 

Es spielt keine Rolle, ob jemand diese Strategie deutlich ausgesprochen oder sie von Generation zu 
Generation weitergereicht hat. Es ist sogar zweifelhaft, daR es jemals so geschah. Ob ein Produkt 
bewuRter Planung oder nur die Auswirkung der Aussicht, mit Papiergeld riesige Profite einzustreichen, die 
Finanzmagnaten der Welt haben so gehandelt, als ob sie solch einen Plan verfolgten, und dies wurde 
besonders deutlich mit der Schaffung der Zentralbanken und des Mandrake-Mechanismus vor 300 
Jahren. ... Das bedeutet nicht, daR jede kriegslGsterne Partei, die des Weges kommt, gleich von den 
Herrn und Meistern finanziert wird. Das hangt davon ab, wen sie bedroht und wie groR die Aussicht auf 
Erfolg ist. 1830 sahen sich beispielsweise die Hollander einem Aufstand ihrer Untertanen in Belgien 
gegenGber. Sowohl die Regierung, als auch die Aufstandischen waren von der Finanzierung des 
Konfliktes durch die Rothschilds abhangig. Die Hollander waren verlassliche Kreditnehmer und fur 
zuverlassige Zinszahlungen bekannt . Es ware geradezu tollkGhn gewesen, den Rebellen mehr als 
Spielmarken zu gewahren, denn einmal an der Macht, hatten sie wahrscheinlich abgelehnt, die Schulden 
des frGheren Marionettenregimes zu begleichen. Salomon Rothschild erlauterte: 

„Diese Herren sollten nicht auf uns zahlen, solange sie keine Vernunft und Zuruckhaltung an den Tag 
legen ..., unser guter Wille reicht noch nicht aus, ihnen die Knuppel in die Hand zu legen, mit denen sie 
uns schlagen wurden, also ihnen fur den Krieg Geld zu leihen und damit unseren Ruf zu schadigen, den 
wir mit alien Mitteln und Anstrengungen aufrecht erhalten wollen. " S9 

Nachdem die Revolution mit Verhandlungen statt mit Waffen beendet worden war, stellte die neue 
Regierung in BrGssel ein natGrliches Ziel fur die finanzpolitische Ubernahme dar. James Rothschild 
formulierte die Strategie, die seitdem als Modell solcher Operationen dient: Jetzt ist der Augenblick 
gekommen, den wir nutzen sollten, um uns zu den absoluten Herrschern der Finanzen dieses Landes zu 
machen. Als erster Schritt werden wir eine intime Beziehung zu Belgiens neuem Finanzminister 
herstellen, um sein Vertrauen zu gewinnen und alle Anleihen zu ubernehmen, die er uns anbieten mag." 90 
Bestandiger Krieg im 18. Jahrhundert in England 



89 Derek Wilson, S. 100 



Ebenda, S. 100 

63 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Kriege, groGe wie kleine, waren stets eine Plage Europas, aber erst als es leicht wurde, sie mit Hilfe von 
Zentralbanken und Papiergeld zu finanzieren, gab es praktisch kein Ende. Die folgenden Kriege, zum 
Beispiel, begannen unmittelbar nach der Errichtung der Bank of England, die, wie Sie sich erinnern 
mogen, fur die Finanzierung eines Krieges gegrundetworden war: 

1 689 - 1 697 Der Pfalzische Krieg (Liga von Augsburg ) 

1 702 - 1 71 3 Der Spanische Erfolgkrieg 

1 739 - 1 742 The War of Jenkins Ear (Kolonialkrieg zwischen Spanien und England) 

1 744 - 1 748 Der Osterreichische Erbfolgekrieg 

1 754 - 1 763 Der Franzosisch-lndianische Krieg 

1 793 - 1 801 Der Krieg gegen das revolutionare Frankreich 

1 803 - 1 81 5 Die Napoleonischen Kriege 

Zusatzlich zu diesen europaischen Konflikten gab es zwei Kriege mit Amerika: den Unabhangigkeitskrieg 
und den Krieg von 1812. In den 126 Jahren zwischen 1689 und 1815 befand sich England 63 Jahre im 
Krieg. Jedes zweite Jahr also wurde gekampft; die anderen wurden fur die Vorbereitung gebraucht. 
Die Spur der Rothschild-Formel liegt unverkennbar auf diesen Konflikten. Haufig finanzierten die 
Geldleute beide Seiten. Ob Sieg Oder Niederlage, das Ergebnis erhielt die europaische „Balance der 
Macht" Oder stellt sie wieder her. Und das langfristige Ergebnis all dieser Kriege war die Verschuldung 
(und Abhangigkeit) aller Regierungen. [9, Seite 248-265] 

Agenten einer hoheren Macht 

Wenn man diese Angelegenheiten der Geschichte der FED untersucht, tauchen naturlich Fragen nach 
der Staatstreue von Mannern wie Benjamin Strong auf. Wie ist es beispielsweise moglich, daft ein Mann 
zwar samtliche Vorteile seiner Nation genieRt (wie Sicherheit, Wohlstand und Ansehen) und gleichzeitig 
konspirativ daran beteiligt ist, seine Landsleute auszuplGndern, urn damit Politikern anderer Lander erst 
die Moglichkeit zu eroffnen, auch ihre Untergebenen auszubeuten? Der erste Teil dieser Antwort wurde in 
fruheren Teilen dieses Buches (Griffin) gegeben. Die internationalen Manager des Geldwesens mogen 
BGrger eines bestimmten Landes sein, aber fur die meisten von ihnen ist das im Grunde ein 
bedeutungsloser Zufall. Zunachst halten sie sich fur Weltburger. Zwar sprechen sie gern von ihrem 
Wohlwollen fur die ganze Menschheit, doch ihre hochste Loyalitat gehort ihnen selbst und ihrem 
Berufsstand. Das ist aber nur die halbe Antwort. Wir mussen uns daran erinnern, daf3 die Manner an den 
Schalthebeln der Macht, also die Prasidenten der Bank of England Oder der Federal Reserve, selbst nur 
Marionetten von anderen Spielern waren. In ihren Kopfen gab es keiner Vorstellung von Nationalismen 
oder gar einem Internationalismus. Ihre Loyalitat gait ausschlieRlich Mannern. Professor Quingley hierzu: 
„Es sollte nicht so scheinen, als waren die Fuhrer der groBten Zentralbanken der Welt selbst wichtige 
Personlichkeiten im internationalen Finanzwesen. Sie waren es nicht. Stattdessen waren sie 
Sachverw alter und Agenten der einfluBreichen Investitionsbanken ihrer Lander, die sie unterstiitzt 
hatten und ebenso gut fallen lassen konnten. Die wesentlichen Finanzkrafte der Welt lagen in den 
Handen dieser Investmentbanker (auch Jnternationale" oder „Handelsbanker" genannt), die weitgehend 
im Hintergrund ihrer eigenen Privatbanken blieben. Sie bildeten ein System der internationalen 
Kooperationen und nationalen Vorherrschaft, das privater und machtiger und geheimer war als das ihrer 
Agenten in den Zentralbanken." 91 Wir haben es also nicht mit den Handlungen von Mannern zu tun, die 
sich selbst als Betruger ihrer Nation empfinden, sondern mit Technikern, die sich den Finanzleuten 
verpflichtet fuhlen und ebenso den Politikern, die ihnen zur Macht verholfen haben. Von beiden Gruppen 
sine! die Finanzleute dominant. Politiker kommen und gehen, doch diejenigen, die die Macht des Geldes 
besitzen, erwahlen die Nachfolger. [9, S. 529, 530] 

Die verborgene Tagesordnung: Welt-Sozialismus 

Obwohl sich die meisten Verlautbarungen der Weltbank mit Wirtschaftsfragen befassen, verrat eine 
genaue Untersuchung ihre tatsachlichen Aktivitaten die Konzentration auf soziale und politische 
Angelegenheiten. Die ist keineswegs uberraschend, denn die Bank wurde von ihren Grundern als 
Instrument fur soziale und politische Veranderungen vorgesehen. Diese Veranderungen sollten den 
Aufbau eines Welt-Sozialismus herbeifuhren, und genau diesem Zweck versucht sie heute zu erfullen. 
... Wie die Fabler vorgesehen hatten, darf das Wort Sozialismus nicht benutzt werden. Statt dessen 
werden die Darlehen fur staatliche hydroelektrische Projekte, staatliche Olraffinerien, staatliche 
Sagewerke, staatliche Bergwerke und staatliche Stahlwerke vergeben. Sie wandern von den Handen der 
Politiker und BGrokraten in die Hande von Politikern und Burokraten. Stammt das Geld von einer 
Regierung und geht es zu einer Regierung und wird es von einer Regierung verwaltet, so ist das Ergebnis 
die Ausweitung des Regierungsbereiches. ... 



91 Quigley, Tragedy, S. 326-327. 



64 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Ken Ewert erlautert, daR die vom Wahrungsfonds auferlegten Bedingungen sich nur selten an 
Marktbedingungen orientieren: „Der Fonds konzentriert sich auf „Makro-Strategien", wie die Fiskal- und 
die Geldpolitik oder Wechselraten, und kummert sich nur wenig urn fundamentale Fragen, wie privater 
Bodenbesitz und Freiheit wirtschaftlichen Handelns. Hintergrundig ... verbirgt sich darin der Glaube, daB 
mit einem angemessenen „Makro-Management" jedes wirtschaftliche System lebensfahig sei... Noch 
wichtiger: Er hat Regierungen auf der ganzen Welt gestattet, den Reichtum ihrer Burger effizienter zu 
enteignen (mit Hilfe der versteckten Steuer; genannt Inflation), wahrend sie selbst ihre eigen Kraft 
ausweiten durfte. Es gibt keinen Zweifel daran, daB der IWF den weltweiten Sozialismus fordert." 92 
[9, Seite 121-122] 

...In einem fruheren Abschnitt beschaftigten wir uns mit einer Strategie, genannt die Rothschild-Formel, 
bei der das Finanz-Komplott der Welt absichtlich Kriege ermutigt, urn die gewinntrachtige Produktion von 
Waffen zu stimulieren und Staaten auf ewig in die Verschuldung zu treiben. Das ist kein Profitstreben, es 
ist Volkermord. 93 Deshalb ist es auch keine Belanglosigkeit, die Moglichkeit zu untersuchen, ob unsere 
gewahlten und nicht gewahlten FGhrer auch heute noch die Rothschild-Formel anwenden. [9, Seite 345] 

Die Kreatur kommt aus Europa 

Wer waren diese privaten Investoren? Obwohl ihre Namen nirgendwo in den Veroffentlichungen 
auftauchten, konnen wir sicher sein, daR Kongressabgeordnete und Senatoren sowie deren 
Geschaftsfreunde diese Charta entworfen haben. In dem Text von Galbraith tauchtjedoch ein Hinweis auf 
eine ganz andere Dimension der Zusammensetzung dieser Gruppe auf. Auf Seite 72 des Buches Money: 
Whence It Came, Where It Went schreibt er klipp und klar: „Auslander durfen Anteile besitzen ohne 
Stimmrecht." Welch eine Geschichte verbirgt sich hinter diesem harmlosen Ausspruch? Die 
schonungslose Realitat ist, daR die Bankendynastie der Rothschilds in Europa sowohl finanziell als auch 
politisch die dominante Kraft bei der Bildung der Bank of the United States war. Der Biograph Derek 
Wilson erlautert: „Uber die Jahre, seit N.M. (Rothschild) als Textilfabrikant aus Manchester Baumwolle 
aus den Sudstaaten aufgekauft hatte, waren die Rothschilds tief in der amerikanischen Wirtschaft 
verstrickt. Nathan ... hatte verschiedenen Staaten Darlehen gewahrt, war fur einige Zeit der europaische 
Bankenvertreter fur die amerikanische Regierung gewesen und war ein Unterstutzer der Bank of the 
United States." 94 Gustavus Myers kommt in seiner Schrift History of the Great American Fortunes direkt 
auf den Punkt: „Unter der Oberflache ubten die Rothschilds schon lange einen machtigen EinfluB auf die 
amerikanischen Finanzgesetze aus. Die Unterlagen beweisen, daB sie die alte Bank of the United States 
beherrschten." 95 

Die Rothschild waren also weder nur Investoren, noch einfach nur machtig. Sie waren die Kraft hinter der 
Bank of the United States! Die Bedeutung des Einflusses der Rothschilds auf das amerikanische 
Finanzwesen und die Politik war schon in einem vorherigen Kapitel ein Thema, so daR wir nicht erneut 
darauf zuruckkommen mussen. An dieser Stelle genugt es, einfach darauf hinzuweisen, daR die Kreatur 
von Jekyll Island 96 von einer Spezies stammt, die ihren Ursprung nicht in diesem Land hat. 
[9, Seite 375-376] Eine Untersuchung dieser und ahnlicher Ereignisse fordert ein Personlichkeitsprofil 
zutage, und zwar nicht nur das der Rothschilds, sondern eines ganzen Stammbaumes internationaler 
Financiers, deren Erfolg sich auf besonderen Charaktereigenschaften grundet. Diese beinhalten kuhle 
Objektivitat, Immunitat gegenGber Patriotismus und Gleichgultigkeit fur das Leben der Menschen. Dieses 
Profil ist die Basis fur die Rothschild-Formel, die solche Manner dazu motiviert, Regierungen zum Zwecke 
des Profits zum Krieg anzustacheln. [9, Seite 266] 

In der Vergangenheit war die Auswirkung dieses inflationaren Prozesses stets das langsame 
Verschwinden der Kaufkraft und ein kontinuierlicher Transfer von Eigentum derer, die es geschaffen 
hatten, zu denen, die in der Regierung waren und die Banken besaRen. Diesmal jedoch gab es eine ganz 
andere Entwicklung. Der fruhere langsame ProzeR wurde vom Katastrophentum abgelost. Die 
Finanzleute, die Hande fest am Steuerknuppel der Geldmaschine, warfen ihn jetzt herum, zuerst hierhin, 
dann dorthin. Die Expansion und nachfolgende absichtliche Verringerung des Geldvorrates bescherten 
der Nation wirtschaftliche Zuckungen. [9, Seite 389] 



92 „The International Monetary Fund" von Ken S. Ewert in: The Freeman, April 1 989, S. 1 57-1 58. 
13 Es ist nun an der Zeit, diese tragische Episode zu verlassen und weiterzugehen. Fassen wir also zusammen. 
Amerikas blutigster und verheerendster Krieg wurde nicht uberden Konflikt Freiheit gegen Sklaverei ausgefochten, 
sondern nurwegen widerspruchlicher Wirtschaftsinteressen. Im Kern dieses Konfliktes standen Fragen wie 
legalisierte Ausplunderung, Bankmonopole und sogar europaische Expansionsplane in Lateinamerika. Der 
Stiefelabdruck der RothschildFormel steht unverkennbar auf den Grabern amerikanischer Soldaten beider Seiten. 
[9, Seite 445, Kapitel 19] 

Derek Wilson, Seite 178 
95 Gustavus Myers, History of the Great American Fortunes (New York: Random House 1 936), Seite 556 
6 Gemeint ist hier das Federal Reserve System von 1913, den Nachfolger der Bank of the United States 

65 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Not fur die Welt 

Mit Milliardenbetragen fordern Industrienationen ihre Hightech-Landwirtschaft. Der produzierte UberfluR 
landet oftmals zu Billigpreisen auf den Markten der Entwicklungslander und nimmt dort den Bauern jede 
Moglichkeit, ihre Produkte abzusetzen. Selbst die US-amerikanischen Lebensmittelhilfen in Hunger- 
gebiete schaffen mehr Leid, als sie lindern. Denn viele Regierungen warten lieber auf die Geschenk- 
pakete, als die Ernten ihrer Landwirte aufzukaufen. Die Chancenlosigkeit treibt Tausende Afrikaner zur 
lebensgefahrlichen Flucht nach Europa. Spiegel Nr. 19/2007, Seite 122f., v. Manuela Schiessel 

...Doch selbst wenn die Einheimischen nicht mit bloRer Muskelkraft das Netz aus dem Meer Ziehen 
wGrden, selbst wenn sie Eis hatten, um ihren Fang zu retten, und Schiffe, mit denen man taglich zur 
KGste zurGckkehren muR - es wGrde immer ein ungleicher Kampf bleiben. Denn sie mussen vom Verkauf 
ihrer Ware leben, anders als die hochgerusteten Konkurrenten aus dem Norden. Das ist schwer zu 
verstehen fur die Fischer von Mbour. Die angeblich so marktorientierten Industrielander des Nordens 
geben fast doppelt so viel Geld fur den Fischfang aus, wie sie dam it einnehmen. 

Die Fischer aus Europa, Japan, den USA bekommen Geld geschenkt, um ihre Boote mit modernsten 
Geraten vollzustopfen. Sie tanken vergGnstigten Treibstoff und profitieren von billigen Darlehen. Der 
Transport wird bezuschuRt, auch der Export. All das finanziert der Steuerzahler. Und wenn sie ihre 
eigenen Meere leergefischt haben, kauft man ihnen einfach neue: Vergangenes Jahr gab die Europaische 
Union Gber 200 Millionen Euro aus, damit ihre Flotten in fremden Hoheitsgewassern jagen konnen... 
Senegals Fischer sind nicht die einzigen Verlierer im Kampf gegen viel zu starke Gegner. Auch die 
Bauern verlassen in Scharen ihre Felder, weil ihre Waren mit Billigprodukten aus Europa, den USA und 
Asien nicht mithalten konnen. Auf den Markten in der Hauptstadt Dakar stapeln sich Zwiebeln aus den 
Niederlanden. Das Tomatenmark stammt aus Italien, das Milchpulver aus Frankreich, die HGhnchenteile 
aus alien Regionen der EU. 

Die Landwirte im Senegal haben keine Chance. Und da geht es ihnen nicht anders als ihren Kollegen in 
Kenia, in Burkina Faso, in vielen Landern Afrikas, aber auch Lateinamerikas. Sie alle konnten von ihrer 
Hande Arbeit leben. Sie konnten sich und ihre Familien ernahren mit dem Anbau von Mais, Soja Oder 
Tomaten, mit dem Fischfang oder der Milchwirtschaft, wenn, ja wenn sie es nicht mit Gbermachtigen 
Konkurrenten zu tun hatten, die ihre Markte mit hochsubventionierten Waren Gberschwemmen. ... 
Die USA liefern ihren UberfluR kostenlos in die Hungersgebiete der Welt. Doch selbst dieses vermeintlich 
karitative Werk schadet letztlich den Beschenkten. Die Lebensmittel landen dort oft auf den Markten und 
verdrangen die heimische Produktion: Not fur die Welt statt Brot fur die Welt. 

DaR sich daran moglichst wenig andert, dafGr sorgt eine machtige Lobby. Ihr EinfluR reicht bis in ihre 
Regierungen. Die wiederum dominieren die internationalen Institutionen, die eigentlich dafGr sorgen 
sollen, daR auf den Weltmarkten faire Bedingungen herrschen. Den freien Wettbewerb fordern diese 
Organisationen - alien voran die Welthandelsorganisation WTO - standig. Doch frei soil vor allem der 
Zugang der Entwicklungslander fur die Erzeugnisse des Westens sein. Ihre eigenen Markte schotten sie 
ab. FrGher hielt sich auch die Dritte Welt Konkurrenz mit Hilfe hoher Einfuhrzolle vom Leib. Doch wer 
Kredite braucht vom Internationalen Wahrungsfonds (IWF), muR Zugestandnisse machen an die 
globalisierte Handelswelt. ... „Sie sagen, die Welt sei ein groBer Marktplatz geworden, die Schranken 
sollen fallen, damit der Handel seine heilsamen Krafte entfalten kann", sagt Gamba Gueye, Prasident des 
nationalen Rats fur landliche Zusammenarbeit im Senegal. „Doch wir haben nicht den gleichen 
Blickwinkel, wie diejenigen, die beim IWF, der Weltbank und der WTO die Regeln machen." ... 
Senegal, eines der armsten Lander der Welt, bemGht sich seit Mitte der neunziger Jahre, mitspielen zu 
dGrfen im Konzert der GroRen. FGr einen Kredit des IWF hatte das Land die Wahrung abgewertet und 
seinen Markt fur auslandische Lebensmittel geoffnet. Quoten und Lizenzen fielen weg, Zolle gingen bis 
2001 schrittweise von durchschnittlich 34 Prqzent auf 14 runter. Fast Gber Nacht verwandelte sich der 
Senegal in ein Paradies - fur Lander, die ihre UberschuRproduktion loswerden wollten. 
Die Tomatenbauern traf das besonders hart. Sie hatten bis dahin gut leben konnen, weil Staatsfirmen ihre 
Ernten kauften. Plotzlich wurde italienisches Tomatenmark ins Land gepumpt. 300 Millionen Euro an 
Exportsubventionen zahlten Europas BGrger 1997 dafGr, daR ihre Uberproduktion die armsten Lander der 
Welt Gberschwemmt - zu Dumping Preisen. Die Entwicklung verlief fast zwangslaufig: Die mittlerweile 
teilprivatisierten Tomatenmarkfirmen Senegals kauften das billige italienische Tomatenmark und 
verarbeiteten es weiter. Die Importe aus de EU explodierten zeitweise auf das 20fache. 
Die Senegalesen hatten der europaischen Konkurrenz nichts entgegenzusetzen. Ihre eigenen Beihilfen 
waren durch die erzwungene Liberalisierung praktisch verschwunden, ihre Tomatenproduktion brach um 
fast 70 Prozent ein, der Preis fiel um die Halfte. Es kam noch schlimmer. 2005 eroffnete ein Libanese eine 
Tomatenfabrik in Dakar - und importiert Paste aus China noch unter dem Preis des EU-Produkts. Unter 
Senegals Farmern herrscht seitdem Verzweiflung. Vor der Aussaat im Sommer 2006 versammelt Ibrahim 
Fadior, Prasident des Tomatenbauernverbandes, seine Schicksalsgenossen zum Krisengesprach in 
Dagana, an der Grenze zu Mauretanien. Hier, wo der Senegal rotbraun flieRt, ist das fruchtbarste Land fur 
GemGseanbau. Die Manner sind wGtend. Einige muRten bereits ihre Kinder aus der Schule nehmen, weil 
sie die GebGhr, neun Euro im Monat, nicht mehr zahlen konnen. Was sollen sie tun? 
Auf Zwiebeln ausweichen? Keine Chance, seit drei Jahren Gberrollen niederlandische Zwiebeln den 
Markt. Reis anbauen? Nicht konkurrenzfahig gegen die Thailander, die ihre Abfalle spottbillig als 
Bruchreis verscherbeln. Baumwolle? Sinnlos, der Preis ist wegen der US-Uberproduktion im Keller. 

66 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Manner in Fediors BGro fasten einen mutigen BeschluR: Wenn die Regierung ihnen nicht garantiert, 
fur mindestens zwei Monate nach der Ernte die Grenzen fur auslandische Konkurrenz dichtzumachen, 
werden sie nicht pflanzen. Keine einzige Tomate. Dann werden sich die Politiker fragen lassen mussen, 
warum sie den Tomatenanbau fur das eigene Volk zerstort haben. Knapp 80 Prozent der Afrikaner leben 
wie die Manner von Dagana von der Landwirtschaft. Sie alle konnen sich ernahren. Doch wenn sie nichts 
verkaufen, fehlt das Geld fur alles, was ihnen aus der Armut helfen kann: Schule, Medizin und Transport. 
Das Argument des Nordens, man helfe mit der Einfuhr billiger Lebensmittel vor allem den Armen, klingt 
fur sie wie Hohn: Wer nichts versilbern kann, kann nichts kaufen, egal, wie billig. Statt not lindern, wird 
alte Not konserviert und neue geschaffen. ... 

Manchmal genugt schon der Abfall der Reichen, urn arme Lander ins Wanken zu bringen. Im Jahr 2000 
bewegte die Weltbank die Lander der westafrikanischen Wirtschafts- und Wahrungsunion dazu, ihre 
Einfuhrzolle auf Geflugelteile von 55 auf 20 Prozent zu senken. Das Ergebnis: Praktisch uber Nacht 
wurde die Region mit HahnchenflGgeln GberschGttet. Die Teile gelten in den gesundheitsbewuRten 
Industrielandern als Fast-Abfall, das Geschaft wird dort mit dem mageren Brustfleisch gemacht. Nun 
plotzlich bot sich die Chance, die Reste zu verscherbeln, statt sie als TiermehldGnger auf die Felder zu 
streuen. Den senegalesischen GeflGgelzGchtern wurde damit der Garaus gemacht. Aus einem 
prosporierenden Sektor mit 1 0.000 Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz von 3,8 Millionen Euro wurde 
ein Sanierungsfall. 2000 KleinzGchter gaben auf. Innerhalb von funf Jahren fiel der Marktanteil 
einheimischer HGhnerproduzenten von 80 auf 35 Prozent, wahrend sich der Import bis 2003 verdoppelte. 
Drei Viertel der Einfuhren kamen tiefgefroren aus Belgien und den Niederlanden - fur die Halfte des 
Preises eines senegalesischen Huhns. ... 

Djibril Dieme, GeflGgelzGchter nahe Dakar, hatte schon alle Hoffnung verloren. Er hatte alles gemacht wie 
immer, und doch kaufte niemand mehr sein Fleisch. Er sah das fremde Angebot auf den Markten, aber er 
wuRte nicht, was dahintersteckte. Nur eins war ihm klar: daR er aufgeben muR, wenn nicht ein Wunder 
geschieht. Das Wunder kam. Es nannte sich Vogelgrippe und begab sich in Europa. Mit dem Argument 
der Gesundheitsgefahrdung konnte der Senegal Anfang 2006 die Einfuhren legal stoppen. Seitdem hat 
Dieme seinen HGhnerbestand wieder erhohen konnen. Er weiR nicht, was er macht, wenn der 
Einfuhrstopp auslauft. Er weiR nur, daR dies der Tag ist, an dem er erledigt sein wird. Dann muR auch er 
sich Gberlegen, ob er den gefahrlichen Trip nach Europa wagt, von dem alle Sengalesen traumen. Die 
meisten haben die Hoffnung auf eine Zukunft im eigenen Land langst aufgegeben. Die Hafenstadte 
Mbour oder St. Louis sind Gbervolkert mit Jugendlichen, die auf die Chance ihres Lebens warten: in ein 
Boot zu steigen, mit Kurs auf Spanien. ...„lch zahle einen hohen Preis, damit meine Familie leben kann", 
sagt Ngouda. Seine Frau sieht er hochstens einmal im Jahr - und ein Dutzend Mai taglich auf einem Bild 
in seinem Foto-Handy. Lebenslaufe wie der des nach Europa eingewanderten Ngouda sind typische 
Folgen einer unfairen Handelspraxis, die Menschen entwurzelt, Bauern in die Stadte treibt Oder 
auf lebensgefahrliche Reisen. 

Man muR den BGrgern in den reichen Landern einmal verdeutlichen, welche ungeheuren Auswirkungen 
ihre Agrarpolitik auf das Leben der Armsten dieser Welt hat", sagt Lamine Ndiaye von Oxfam Westafrika. 
Genau das hat Terry Steinhour, 59, Farmer aus Greenview, Illinois, gemacht. Er ist nach Afrika gereist 
und hat einfach mal nachgesehen, was seine Subventionen so anrichten am anderen Ende der Welt. Nun 
sitzt er wieder in seinem schmucken Farmhaus, auf denen stramm der Mais steht und die 
genmanipulierten Sojabohnen vor sich hin reifen, und sagt: „Die Reise hat mir die Augen geoffnet." Nicht, 
daR er vorher nicht geahnt hatte, daR da etwas faul ist in der Agrarpolitik. Seit Jahren beobachtet er, wie 
die Farmer immer weniger werden und die wenigen immer groRer. Er erlebt den Niedergang des 
landlichen Amerika und die Fremdbestimmtheit der verbleibenden Bauern. Deren Leben wird weit weg in 
Washington D.C. geplant, von einfluRreichen US-Agramultis wie Cargill, Bunge, Con-Agrar und ADM. ... 
Die Region zwischen Nairobi und Uganda ist die fruchtbarste im ganzen Land. Die grGnen HGgel erinnern 
eher an die Toskana als an ein Land, in dem Menschen verhungern. Die Maisfelder stehen in voller 
Frucht, Tomatenfelder leuchten rot, der Weizen wogt im Wind, und dicke Holsteiner KGhe grasen auf 
Wiesen. Dennoch bleiben die Bauern auf ihrer Ernte sitzen. „Wenn im Norden oder Osten ein Hungersnot 
droht, wartet die Regierung lieber auf die Lieferung des World-Food-Programms, als unseren Mais zu 
kaufen", sagt Julius Rotich. Der Bauer hat sich mit den Landwirten von Kesses zu einer 
Vermarktungskooperative zusammengetan. Sie haben ein BGro bezogen und wollen ihre Produkte 
gemeinsam verkaufen, so wie die Kollegen in den reichen Landern. Doch so sehr sie sich auch bemGhen: 
Gegen Geschenke konnen nicht einmal sie konkurrieren. 

„Die gesamte Lebensmittelhilfe ist doch pervertiert", findet der kenianische Okonom James Shikwati. „Es 
wurde eine Kultur geschaffen, die jede Eigeninitiative zerstort, korrupte Regierungen stabilisiert und 
langst Gberholte Lebensformen erhalt." Etwa die der Hirtennomaden. „Die halten sich Vieh als 
Statussymbol - und urn Frauen zu kaufen. FrGher haben sie die Tiere auch geschlachtet, wenn Nahrung 
und Wasser knapp wurden. Heute warten sie lieber auf Hilfslieferungen." Effekt: Viel zu viele Tiere 
Gberweiden die kargen Flachen, das Land erodiert, die Hirten Ziehen auf fremdes Land, und schon kommt 
es zum Konflikt mit den Bauern. Wird der Streit zum Krieg, rGcken UNO-Blauhelme an und versuchen zu 
schlichten, was das UNO-Nahrungsmittelprogramm angerichtet hat. 

67 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



...Man muR sie zwingen, sie mit hohen Schutzzollen aus dem Land halten, damit sich eigene Markte 
entwickeln konnen; ihre BGrger Gber die unfaire Politik informieren, damit die Verantwortlichen in 
Erklarungsnot kommen; Proteste organisieren, damit die Welt von der Ungerechtigkeit erfahrt. ... 
Das beste Druckmittel aber ist der Strom der Migranten, die sich zu Hunderttausenden in die Paradiese 
des Nordens aufmachen. Europa ist schon jetzt nervos, daR weiR Traore von seinen Reisen. Und die 
Anspannung wird weiter steigen. Denn wer in der Heimat keine Existenzgrundlage mehr hat, Ial3t sich auf 
Dauer nicht von Zaunen, KGstenschutzbooten oder Soldaten aufhalten. „Wenn die reichen Lander jede 
Entwicklungschance in unseren Landern zerstoren, dann mussen wir uns eben in ihren entwickeln", sagt 
Gamba Gueye, Traores Armtskollege im Senegal. Das klingt wie eine Drohung. Und so ist es auch 
gedacht: „Wir haben Erdnusse exportiert, das wurde uns kaputtgemacht. Wir exportierten Fisch, der 
wurde uns weggefangen. Nun exportieren wir eben Menschen. " g? 

Die UN und die Reduzierung der Weltbevdlkerung 

Die WHO setzt international gebannte Insektizide gegen Bewohner der 3. Welt ein 

Heute leben geschatzte 6 Mrd. Menschen auf diesem Planeten. Laut der BefGrworter der Nachhaltigkeit 
kann unser Planet nur rund 2 Mrd. Menschen ausreichend mit Wasser und Nahrung versorgen. Aus 
diesem Grund soil die Weltregierung dafGr zustandig sein die Weltbevolkerung zu reduzieren. Bereits 
heute spielen die Vereinten Nationen die Hauptrolle in der weltweiten Abtreibungsindustrie. UN 
Organisationen wie das Kinderhilfswerk UNICEF, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der 
Bevolkerungsfond der Vereinten Nationen (UNFPA) und die Weltbank fordern die Abtreibungsprogramme 
der UN. Des Weiteren arbeitet sie eng mit weiteren Organisationen wie der ..International Planned 
Parenthood Federation" (IPPF), dem Population Council und dem International Projects Assistance 
Services zusammen. Doch nicht nur Organisationen unterstGtzen die Abtreibungsprogramme der UN 
sondern auch allzu bekannte Global-Player, die die Ziele der UN fordern und finanzieren. 
Ein Pressestatement des UN Bevolkerungsfonds der Vereinten Nationen bestatigte anerkennend: 
..Neben (Bill) Gates und (Ted) Turner ... war die Rockefeller, MacArthur und Hewlett Packard Foundation 
sehr mit den Belangen der Bevolkerung beschaftigt gewesen und hatten Beitrage zu regionalen sowie 
internationalen Programmen geleistet." ... Agypten, wo ja noch vor 2080, die Bevolkerung auf 250 
Millionen steigen soil ist ebenfalls ein Land welches von Malaria geplagt wird. Und es leidet neben Malaria 
noch unter zahlreichen anderen Krankheiten die ohne Behandlung todlich enden. 

Dennoch steigt die Bevolkerung stetig. ... Die Losung des Problems liegt fur die Elite scheinbar auf der 
Hand: Anstelle zu warten, daR die Bevolkerung durch Krankheiten reduziert wird, muR man sie daran 
hindern sich fortzupflanzen. So verkGndete die WHO im Sommer 2006 stolz Afrika von der Malaria zu 
befreien und auf diese Weise angeblich Millionen Menschenleben zu retten. Diese „Rettungsaktion" ist 
ein Parade-Beispiel dafGr, wie die angeblich urn das Wohl der Volker besorgten Elite, die Not der 
Menschen hinterhaltig und unter falschen Vorwanden dafGr ausnutzt ihre Ziele voranzutreiben. 
Das ..Wundermittel" mit dem Afrika angeblich geholfen werden soil, ist das seit den 70er Jahren 
international gebannte Insektizid „DDT" welches in den Innenraumen der Wohnung versprGht werden soil. 
Nur ein Tag nach der Empfehlung der WHO hob Tansania den Bann gegen DDT auf. Kurze Zeit spater 
folgten weitere Lander. NatGrlich nehmen die Bewohner der dritten Welt das DDT gerne an urn der taglich 
drohenden Infektion durch einen MGckenstich zu entkommen. Doch Gber eines wurden sie bestimmt nicht 
aufgeklart - die Folgeschaden. In einem Interview mit dem pressetext auRerte der Umweltmediziner Klaus 
Rhomberg: „DDT und seine Abbauprodukte sind wie auch andere Pestizide die Ursache Nummer eins fur 
Leukamieerkrankungen in Osterreich. Pestizide wie DDT sind es auch, die die Fruchtbarkeit bei Mannern 
drastisch verringern und steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen." 

Robert Muller, ein UnterstGtzer der „URI" und der „Erd-Charta" schlagt ein Heiratsbuch der Vereinten 
Nationen vor. Eine Voraussetzung urn die Erlaubnis zu heiraten zu bekommen wGrde sein, daR das 
Paar bereit ist, nur ein oder zwei Kinder zu bekommen. Tatsachlich soil die Weltregierung definieren, wie 
viele Menschen in jede einzelne Nation leben dGrfen und dem entsprechend Policen verteilen. 98 
Eine weitere Moglichkeit urn die Geburtenrate zu senken sieht die UN darin, Kinder zum Geschlechts- 
verkehr mit ..toten Gegenstanden, gleichgeschlechtliche Partnern und Tieren" zu ermutigen." 



~ 7 UN mahnt ..Europa des Asyls an" 



Die UN-Organisation verfolge die Diskussionen uber einen EU-Einwanderungspakt aufmerksam. Man erwarte, da(3 
das Dokument den „Aufbau eines 'Europas des Asyls' - eines der Ziele des Paktes - fordert", sagte UNHCR- 
Sprecherin Jennifer Pagonis in Genf. Ein ..Europa des Asyls" konne jedoch nur funktionieren, wenn Menschen, die 
Schutz suchten, auch tatsachlich europaischen Boden erreichen konnten. Das UNHCR rief die EU-Staaten weiter auf, 
verstarkt Fluchtlinge bei sich anzusiedeln. 

8 ..Kinderkriegen sollte ein strafbares Verbrechen an der Gesellschaft sein, sofern die Eltern keine Genehmigung der 
Regierung haben. Alle potentiellen Eltern sollten verpflichtet werden chemische Verhutungsmittel zu nehmen und die 
Regierung Gegenmittel an die Burger geben, die fur das Kinderkriegen ausgewahlt wurden." 
David Brower zitiert von Dixy Lee Ray in ihrem Buch ..Trashing the Planet", 1990 

„Die Schlacht um die Menschheit zu ernahren ist vorbei. In den 70ern wird die Welt Hungersnote erleben. Hunderte 
von Millionen Menschen werden sterben trotz der eingeleiteten Notfallprogramme. Bevolkerungskontrolle ist die 
einzig richtige Antwort." Paul Ehrlich in seinem Buch „The Population Bomb", 1968 
99 Kinder-Sexbuch auf UN-Gipfel verteilt, The Washington Times, 10.5.2002 

68 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Finanzierung der Korruption und der Tyrannei 

Nirgendwo ist dieses offensichtlicher als in Afrika. Julius Nyerere, der Diktator Tansanias, ist beruchtigt fur 
sein „Dorfprogramm", in dessen Verlauf die Armee Kleinbauern von ihrem Land vertrieben, ihre HGtten 
verbrannt und sie wie Vieh auf Lastwagen gezwungen hat, um sie in Regierungsdorfern anzusiedeln. 
Dahinter steckte die Absicht, die Menschen in Lagern zusammenzutreiben, wo man sie beobachten und 
kontrollieren kann. Mittlerweile ist die Wirtschaft zusammengebrochen, die Hofe sind von Unkraut 
Gberwuchert, und der Hunger ist allgegenwartig. Dennoch erhielt Tansania pro Kopf der Bevolkerung 
mehr UnterstGtzung der Weltbank als jeder andere Staat. In Uganda haben sich die Streitkrafte an 
Zwangsumsiedlungen, Folter und der Totung von Gefangenen beteiligt. Dasselbe trifft auf die 
terroristische Regierung von Simbabwe zu. Dennoch sind beide Regimes weiterhin Empfanger von 
Millionen von Dollar der Weltbank. Simbabwe, das ehemalige Rhodesien, ist ein geradezu klassischer 
Fall. Nach der Unabhangigkeit verstaatlichte (also konfiszierte!) die linksorientierte Regierung viele der 
ehemaligen Farmen der weiRen Siedler. Die guten Landereien haben sich die hochrangigen Regierungs- 
beamten angeeignet, und der Rest wurde in staatliche Kollektive umgewandelt. Der wirtschaftliche Erfolg 
dieser Farmen war derart verheerend, daR die Landarbeiter schon bald um Nahrung betteln muRten. 
Ungeachtet dieses Fehlschlages verkGndeten diese sozialistischen Politiker 1981, daR sie auch die Halfte 
der verbliebenen Farmen verstaatlichen wGrden. Den Gerichten wurde ausdrGcklich untersagt, sich um 
die Kompensation der ehemaligen Besitzer zu kGmmern. Der IWF wurde seinerzeit in Simbabwe von 
Michel Camdessus vertreten, dem Prasidenten der franzosischen Zentralbank und ehemaligen 
Finanzminister von Francois Mitterands sozialistischer Regierung. Nachdem er von Simbabwes Plan zur 
Konfiszierung weiterer Landereien und der Umsiedelung von Landarbeitern dorthin erfahren hatte, 
stimmte Camdessus einem Darlehen in Hohe von 42 Milliarden Rand zu, und zwar in dem vollen 
BewuRtsein, daR es groRtenteils fur dieses Umsiedelungsprojekt benutzt werden wGrde. 
Die wahrscheinlich schlimmsten Menschenrechtsverletzungen wurden unter dem marxistischen Regime 
von Mengistu Haile Mariam in Athiopien begangen. Die Hungersnot 1984/85, die Millionen von Menschen 
betraf, war das Ergebnis der regierungsamtlichen Verstaatlichung und ZerrGttung der Landwirtschaft. 
Gewaltige Umsiedlungsprogramme haben Hunderttausende von Menschen aus ihrem angestammten 
Gebiet im Norden des Landes gerissen und sie in konzentrationslagerartige „D6rfer" im SGden deportiert, 
die von WachtGrmen umgeben waren. Der Bericht einer franzosischen Hilfsorganisation, Arzte ohne 
Grenzen, spricht davon, daR bei diesem Umsiedelungsprogramm moglicherweise ebenso viele Menschen 
zu Tode kamen wie durch die Hungersnot selbst. 100 Dr. Rony Brauman, der Direktor der Organisation, 
beschreibt die Erfahrungen: „Bewaffnete Milizen sturmen unser Lager, rissen alles an sich und belastigten 
unsere Freiwilligen. Einige Angestellte wurden geschlagen und unsere Lastwagen, Medikamente und 
Lebensmittel konfisziert. Wir muSten Athiopien als Feinde der Revolution verlassen. Das Regime sprach 
die Wahrheit. Die Greueltaten im Namen von Mengistus Plan machten aus uns tatsachlich Feinde der 
Revolution. " 101 

Finanzierung von Hunger und Genoziden 

In den 1980er Jahren war die Welt entsetzt Gber die Bilder hungernder Kinder in Athiopien; der Westen 
erkannte nicht, daR dieses eine geplante Hungersnot war. Sie folgte dem Beispiel von Stalins 
Hungerprogramm in der Ukraine in den 1930er Jahren und Maos Hungerprogramm der Kleinbauern in 
den 1940er Jahren. Die Absicht bestand darin, Menschen in die totale Unterwerfung unter die Regierung 
zu treiben, denn diese bestimmt darGber, wer essen durfte und wer nicht. Doch bis zum Sturz Mengistus 
schickte ihm die Weltbank Hunderte von Millionen von Dollar, ein GroRteil davon ausdrGcklich fur das 
Landwirtschaftsministerium bestimmt, welches das Umsiedlungsprogramm leistete. 102 
In den spaten 1970er Jahren geschah ahnliches im kommunistischen Vietnam. Auch dort gab es 
Umsiedlungsprogramme, Zwangskollektivierung, Konzentrationslager, Graueltaten ..., Zehntausende von 
Systemkritikern flohen in randvollen und lecken Booten Gber das Meer, viele ertranken. 



„Ethiopia Bars Relief Team" von Blaine Harden in: Washington Post, 3. Dezember 1 985, S. A-21 . 
101 „Famine Aid: Were we Duped?" von Dr. Rony Braumann in: Reader's Digest, Oktober 1986, S. 71 . 

2 James Bovard, The World Bank vs. The World's Poor, Cato Policy Analysis (Washington D.C.: 
Cato Institute 1987), S. 4-6 

69 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Die ganze Zeit wurde das Regime groBzGgig von der Weltbank unterstutzt. ... 
Wie konnen die Bankmanager guten Gewissens solche volkermordenden 
Regime finanzieren? Ein Teil der Antwort liegt darin, daB man ihnen kein 
Gewissen gestattet. Der Leiter der Abteilung Athiopien, David Dunn, erklart: 
„Unsere Charta erlaubt uns keine politischen Unterscheidungen." 103 
Ein Teil der Erklarung liegt aber auch darin begrGndet, daB alle sozialistischen 
Regime das Potential fur Volkermord haben und daB die Bank sich dem 
Sozialismus verschrieben hat. FGr Gberzeugte Sozialisten gehoren die 
Brutalitaten dieser Lander einfach dazu, denn sie werden nur als bedauerliche 
Notwendigkeit fur den Aufbau ihrer Utopie betrachtet. 

Bild 18: Harry Dexter White (links) und John Maynard Keynes (rechts) waren die Theoretiker der 
Bretton Woods Monetary Conference, auf der die Weltbank und der Internationale Wahrungsfonds 
geschaffen wurden. White war Mitglied der Kommunistischen Partei. Keynes war Mitglied der 
Fabler. Sie teilten das Ziel der Schaffung des internationalen Sozialismus. Der IWF/die Weltbank 
haben seitdem dieses Vorhaben weiterverfolgt. [9, Seite 245] 

Lenin meinte, man konne kein Omelett machen, ohne Eier zu zerbrechen. George Bernard Shaw, einer 
der ersten Mitglieder der sozialistischen Fabier, drGckte es so aus: 

„lm Sozialismus wird man euch nicht arm werden lassen. Ihr werdet zwangsweise ernahrt, gekleidet, 
beherbergt, unterrichtet und beschaftigt, ob ihr wollt Oder nicht. Sollte man herausfinden, daB ihr aufgrund 
eurer Art und eures Eifers diesen ganzen Aufwand nicht wert seid, konntet ihr moglicherweise auf 
humane Weise beseitigt werden. Doch wenn man euch zu leben gestattet, werdet ihr gut leben. " 104 

Die oberen Range der Weltbank sind die BrGder sozialistischer Diktatoren, mit denen sie taglich 
Geschafte machen. Unter den passenden Umstanden konnen sie leicht die Rollen wechseln. Was wir 
gesehen haben, ist nur ein erster Ausblick darauf, was wir fur die gesamte Welt erwarten konnen, sollte 
die Neue Weltordnung kommen. Der IWF und die sind die SchGtzlinge der Federal Reserve. Es gabe sie 
nicht ohne den bestandigen FluB amerikanischer Dollar und ohne das Wohlwollen unserer Politiker. Das 
FED wurde zum Komplizen totalitarer Regime in der ganzen Welt. Wie zu Anfang dieser Studie 
festgestellt, ist dieses einer der GrGnde fur ihre Auflosung: Es ist ein Instrument des Totalitarismus. 
Vor dem Geldsegen der Weltbank war Tansania nicht reich, aber es konnte seine Einwohner ernahren 
und hatte Wirtschaftswachstum. Nachdem es mehr als drei Milliarden Dollar an Darlehen erhalten hatte, 
verstaatlichte es landwirtschaftliche Betriebe und Industrien. Es errichtete ein Lastwagenwerk, eine 
Reifenfabrik, Elektrofirmen, SchnellstraBen, Hafen, Eisenbahnen und Damme. Tansanias Industrie- und 
Landwirtschaftsproduktion sank urn fast ein Drittel. 1996 waren Lebensmittel das wichtigste Exportgut. 
Unter dem Sozialismus muBten Lebensmittel eingefGhrt werden..., bezahlt von Entwicklungshilfe und 
weiteren Darlehen der Weltbank. Das Land ist hoffnungslos verschuldet (abhangig) und unfahig zu 
irgendwelchen RGckzahlungen. [9, Seite 124 - 128] 

Der IWF und die Weltbank wurden 1944 auf einem Treffen von internationalen Finanzleuten und 
Politikern in Bretton Woods, New Hampshire, gegrGndet. Zu den erklarten Zielen zahlten die Starkung 
des Handels und die Stabilisierung der Urmtauschraten nationaler Wahrungen. Die nicht genannten Ziele 
sahen anders aus. Dazu zahlte die Abschaffung des Gold-Wechsel-Standards als Basis fur die 
Bewertung von Wahrungen und die Schaffung des Welt-Sozialismus. Die Methode des Goldes im 
internationalen Handel bestand darin, es durch eine Weltwahrung zu ersetzen, die der IWF aus dem 
Nichts erzeugen sollte. Die Schaffung des Sozialismus sollte durch das, von der Weltbank an die 
Regierungen der unterentwickelten Lander transferierte und als Darlehen maskierte, Geld bewerkstelligt 
werden. Auf diesem Wege sollte der freie Markt abgeschafft werden. 

Das Geld wanderte aus den Handen der Politiker und BGrokraten in die Hande anderer Politiker und 
BGrokraten. Wenn Geld von Regierungen stammt und zu Regierungen wandert und von ihnen verwaltet 
wird, so ist das Ergebnis eine Ausweitung des staatlichen Sektors. Die Theoretiker, die die Konferenz von 
Bretton Woods dominierten, waren der bekannte sozialistische Fabier 105 aus England, John Maynard 
Keynes, und der Ministerialdirektor des amerikanischen Finanzministeriums, Harry Dexter White. Dieser 
wechselte als erster Amerikaner in den Vorstand des IWF. Die Fabier sind eine intellektuelle Elite, die wie 
die Kommunisten den Sozialismus anstrebt, aber mit einer anderen Taktik. 



103 ..Harnessing World Bank to the West", Insight, 9. Februar 1987, S.8 

104 George Bernard Shaw, The Intelligent Woman's Guide to Socialism and Capitalism (1928, New Brunswick, 
New Jersey: Transaction Books, 1984), S. 470 

5 „Der Name leitet sich von dem romischen General Fabius, dem Zogerer her, der fur seine berechnende, lange 
Zeitraume einkalkulierende Strategie bekannt war. Von Beginn an setzten sich die Fabier fur eine „Neue Welt- 
ordnung" ein, die durch Indoktrinierung junger Schuler und Studenten erreicht werden sollte. Sie gingen davon aus, 
da(3 diese intellektuellen Revolutionare schlieBlich in den verschiedenen meinungsbildenden und Macht ausubenden 
Gremien der Welt entscheidenden EinfluB gewinnen und so ihre Ziele erreichen konnten." Encyclopaedia Britannica 

70 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Wahrend Kommunisten die Revolution mit Gewalt und unter Zwang herbeifuhren wollen, befurworten die 
Fabier eine langsame Transformation der Gesellschaft durch Gesetzgebung. ... Wahrend sich die IWF 
langsam zu einer Zentralbank der Welt entwickelt, dient die Weltbank als Anleiheninstitut. Als solches 
wurde es zum Transmissionsriemen fur die Verschiebung von Reichtum aus der industrialisierten Welt zu 
den Entwicklungslandern. Wahrend dabei die Wirtschaft in den Spender-Landern leidet, wurde den 
Empfangern nicht wirklich geholfen. Das Geld ist schlicht durch politische Korruption und Verschwendung 
versickert. [9, Seite 131, 132] 

Die Verschworungstheorie 

Ein kurzes Nachdenken Gber diese Ereignisse fuhrt uns zu Gewissenskonflikten. Wir mGssen einen von 
zwei Wegen erwahlen. Entweder haben die Amerikaner die Kontrolle uber ihre Regierung verloren, oder 
wir weisen solche Informationen als eine Verzerrung der Geschichte zuruck. Im ersteren Fall werden wir 
zu Advokaten einer Verschworungstheorie. Im anderen Falle schlieBen wir uns denen an, fur die alles 
eigentlich zufallig ist. Eine schwierige Wahl, denn uns wurde immer Misstrauen gegenuber 
Verschworungen beigebracht, und nur wenige werden sich offentlichem Spott aussetzen wollen. 
Andererseits scheinen Zufalle auf diesem Gebiet kaum denkbar. Die Geschichte ist eine ununterbrochene 
Folge von Verschworungen. Sie stellen die Norm dar und nicht die Ausnahme. 

Die Industrienationen bluten sich bei dem Transfer ihres Wohlstandes in die gering entwickelten Lander 
zu Tode. Dies aber wird nicht von ihren Feinden verursacht, sondern von ihren eigenen Politikern. 
Dieser Vorgang ist gut koordiniert uber nationale Grenzen hinweg und fQgt sich zusammen mit den 
Handlungen anderer politischer FGhrer, die bei sich zuhause genauso agieren. RegelmaRig kommen 
diese Politiker zusammen, urn ihre Handlungen abzustimmen. Ohne Planung ware dies alles nicht 
moglich. Ein Sprecher der IWF wGrde hier zustimmen, naturlich gabe es einen Plan, und dieser sei, die 
unterentwickelten Staaten zu unterstGtzen. Und dennoch haben diese nach 40 Jahren und Hunderten von 
Milliarden Dollar ihr Ziel vollkommen verfehlt. WGrden intelligente Menschen glauben, die gleiche 
Strategie wGrde in Zukunft plotzlich andere Ergebnisse zeigen? Weshalb also bleibt man bei einem 
erfolglosen Plan? Die Antwort heiRt: Sie verfolgen nicht diesen Plan. Sie haben einen anderen: 
Aus ihrer Sicht der Dinge war dieser sehr erfolgreich. Sonst mGGten wir zu dem Ergebnis kommen, die 
FGhrer der Industrienationen seien schlichtweg dumm. Doch das glauben wir nicht. Diese Manner und 
Frauen haben ein anderes Ziel vor Augen als Loyalitat fur ihr Heimatland. In ihren Herzen mogen sie 
glauben, daR langfristig die Welt - einschlieRlich ihrer Landsleute - eine bessere sein wird. 
Doch im Augenblick werden ihre Ziele nicht von denen geteilt, die sie in ihr Amt gewahlt haben. 
Also miissen sie ihre Absicht noch vor der Offentlichkeit verbergen. Wuftten ihre Landsleute die 
ganze Wahrheit, wiirden sie diese Politiker aus dem Amt jagen oder gar als Verrater hinrichten. 
Sollte das nur dem Zufall gehorchen, gabe es keinen Plan, keine Kooperation, kein Ziel und keinen 
Betrug, sondern nur die blinde Kraft der Geschichte, die den Weg des geringsten Widerstandes geht. 
Manche mogen dieses Modell bevorzugen, doch die Beweislage spricht dagegen, und zwar nicht nur die 
Zahlen aus den vergangenen Kapiteln, sondern auch die Informationen auf den folgenden Seiten. Im 
Gegensatz dazu ist die Zufallstheorie nur eine leere Seite. 

Die internationale Version des Spieles, genannt „Bailout" 106 , ahnelt der inlandischen insoweit, als es 
immer darum geht, den Steuerzahler fur die Begleichung von Zinsen heranzuziehen. Die Unterschiede 
sind nur: Erstens: Statt zu behaupten, es ginge urn den Schutz der amerikanischen Offentlichkeit, lautet 
der Vorwand, die Welt aus der Armut zu fGhren. 

Zweitens: Der wesentliche GeldfluR kommt von der Federal Reserve durch den IWF/die Weltbank. 
Ansonsten sind die Regeln die gleichen. Das Spiel hat jedoch noch eine andere Dimension, Gber Profit 
und Gaunermethoden hinaus. Es ist die bewuRte und absichtliche Entwicklung der IWF/der Weltbank hin 
zu einer Welt-Zentralbank mit einer Befugnis, eine weltweite Papierwahrung herauszugeben. Und dies 
wiederum ist ein wichtiger Schritt innerhalb eines groReren Planes zur Schaffung einer echten 
Weltregierung im Rahmen der Vereinten Nationen. 

Wirtschaftlich starke Nationen sind keine Kandidaten fur die Ubergabe ihrer Souveranitat an eine 
Weltregierung Deshalb lenkt das System IWF/Weltbank einen massiven Strom des Wohlstands 
von den Industrienationen zu den weniger entwickelten Staaten mit Hilfe von ..Darleheiv. die 
niemals zuruckgezahlt werden. So wird die Wirtschaft der Reichen bis zu dem Punkt 
ausgepliindert, da sie selbst Unterstutzung benotigen. Sobald sie selbst nicht mehr fahig sind, 
unabhangig zu handeln, werden sie dann den Verlust der Souveranitat im Austausch fiir 
internationale Hilfe hinnehmen. 



All das Geld, das fur diese „Bailouts" benotigt wurde, stammte vom Federal Reserve System, das als „Kreditgeber 
des letzten Ausweges" agierte. Das war einer der Zwecke, fur die es geschaffen worden war. Wir sollten dabei nicht 
vergessen, da(3 der Ausdruck „Kreditgeber des letzten Ausweges" bedeutet, dal3 das Geld quasi aus dem Nichts 
heraus geschaffen wird und damit zu einer Konfiszierung des nationalen Reichtums durch die versteckte 
Besteuerung unter dem Namen Inflation fuhrt. [9, Seite 88] 

71 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die unterentwickelten Staaten werden mit einer ganzlich anderen Strategie in die Neue Weltordnung 
gefuhrt. Viele dieser Lander werden von relativ unbedeutenden Tyrannen regiert, die sich wenig um ihre 
Landsleute scheren und nur darauf bedacht sind, moglichst hohe Steuern herauszupressen, ohne einen 
Aufstand zu provozieren. IWF-/Weltbank-Kredite sollen am Laufen gehalten werden und die Machthaber 
erhalten ..., und genau dies ist die Absicht. Ungeachtet solcher Lippenbekenntnisse wie „Hilfe fur die 
Armen" heiRt das wahre Ziel des Transfers von Wohlstand, getarnt als Darlehen: Kontrolle erlangen Gber 
die FGhrer der schwach entwickelten Lander. (Die Umkehrung davon ist die Massenzuwanderung. Beides 
entzieht den Industrienationen Geld und laBt den allgemeinen Lebensstandard der einheimischen, 
Bevolkerung sinken, trotz hoherer Produktivitat.) Die Ideologie bedeutet ihnen nichts: Kapitalist, 
Kommunist, Sozialist, Faschist ... was heiRt das schon, solange das Geld flieBt. Der IWF und die 
Weltbank kaufen buchstablich diese Lander und benutzen dafiir unser Geld. [9, 1 60, 1 61 , 1 62] 

...Diese Manner sind zu echtem Patriotismus unfahig. Sie halten sich nicht fur die BGrger irgendeines 
Landes, sondern fur BGrger der Welt. Sie machen mit blutrGnstigen Diktaturen genauso leichtfertig 
Geschafte wie mit jeder anderen Regierung, vor allem auch deswegen, weil der Transfer-Mechanismus 
ihnen garantiert, daf3 im Zweifelsfall stets und immer der amerikanische Steuerzahler fur alles aufkommen 
wird. Als David Rockefeller nach der Schicklichkeit finanzieller UnterstGtzung fur marxistische und 
kommunistische Lander befragt wurde, die offene Feindseligkeit gegenGber den Vereinigten Staaten 
zeigen, erwiderte er: Jch glaube, eine Internationale Bank wie unsere sollte sich nicht zum Richter 
daruber aufspielen, welche Art von Regierung ein Land sich wunscht. " 

Sich wGnscht? Vorher war die Rede von Angola, wo den Menschen mit Hilfe kubanischer Soldaten und 
sowjetischer Waffen eine marxistische Diktatur aufgezwungen worden war! [9, Seite 338] 

Professor Caroll Quigley behauptet in mehreren Interviews, daR vieles aus dem Gedankengut der 
„Protokolle der Weisen von Zion" heute von der Power-Elite verwendet wird Gber die Steuerung von 
Medien, Politik und Finanzwelt eine Neue Weltordnung zu errichten. 

1 . Phyllis Schlafly Gber Carrol Quigley 

2. Kurzportrait zu Carrol Quigley 

3. Wer bestimmt die Realitat in den USA? 

4. Phyllis Schlafley kommentiert die folgenden 8 Gesichtspunkte 

5.1 Strukturen und Strategien des Establishments 

6.2 Steuerbefreite Stiftungen als Basis der Operationen 

7.3 Wie das Establishment China den Kommunisten auslieferte 

8.4 Die Rolle des Councli on Foreign Relations CFR innerhalb des Establishments 

9.5 Die Kontrolle der Universitaten 

10.6 Der EinfluR auf die Wahl des US-Prasidenten 

1 1 .7 Die Bedeutung von Cecil Rhodes 

1 2.8 Es gibt etwas, wovor sich das Establishment furchtet 

Dr. Quigley schildertdie Panik, in die das Establishment geriet, als 1953 der KongreRabgeordnete Carroll 
Reece aus Tennessee Vorsitzender eines Komitees zur Untersuchung von steuerbefreiten Stiftungen 
wurde. Quigley bestatigt substantiell die Aussage des ausgezeichneten Buches von Rene A. Wormser 
„Macht und EinfluR von Stiftungen", in welchem die Ergebnisse der Untersuchung von Reece offengelegt 
werden: 

1) weltweite Interventionen auf der Basis einer monolithisch vernetzten Machtstruktur 

2) die Bildung eines Elite-Corps von „Social-Engineers" zur weltweiten Verbreitung sozialistischer 
Ideologien 

3) wie der Kinsey-Report (zum Sexualverhalten der Gesellschaft) gesponsert wurde, als Attacke auf die 
jGdisch-christliche Moral 

4) wie ein schwedischer Sozialist veranlaRt wurde, eine Studie Gber US-amerikanische Neger zu 
verfassen, welche zur Rechtfertigung von revolutionaren Aktivitaten benutzt wurde 

5) wie mit der Drohung „Conform - or no grant " das US-Erziehungswesen untergraben wurde 

6) auf welche Weise bestimmte sozialistische Literatur gefordert wurde 

7) wie Anhanger Cecil Rhodes in Verwaltungsstellen der Regierung gebracht wurden 

8) Gber die Produktion von Geschichtsbiichern. welche den Amerikanern die Wahrheit vorenthalten 

9) wie die UNO zur Basis fur sozialistisch-kommunistische Koalitionen gemacht wurde 

Detailliert wird von Dr. Quigley nachgewiesen, wie die ..International Bankers" wahrend Generationen 
amerikanische Hochschulen beherrschten mittels universitaren Stiftungsgeldern, insbesondere die 
Columbia Universitat durch J.P.Morgan. Dessen Sprecher Nicholas Murray Butler sagte: 
„Die Welt besteht aus 3 Klassen von Menschen, namlich einer auBerst kleinen Gruppe, die alles 
entscheidet, eine etwas groBere, welche wahrnimmt, wie die Dinge laufen und schlieBlich die 
uberwaltigende Mehrheit derjenigen, die keine Ahnung hat, was vor sich geht. " 

72 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Zu dem uberragenden, jedoch meist verborgenen EinfluR des englischen „Pioniers" einer „Eine-Welt- 
Regierung", (dem Gold- und Diamanten-Magnaten) Cecil Rhodes sagt Quigley: 

„lm Zentrum seiner mysteriosen Unternehmungen stand der Wunsch, eine Foderation alter englisch 
sprechenden Volker zu erreichen, unter deren Kontrolle die ganze restliche Welt gebracht werden sollte. 
Zu diesem Zweck begrundete er -mit einem betrachtlichen Anteil seines Vermogens- die „Rhodes 
Scholarships at Oxford" Wahrend der 90er-Jahre des vorletzten Jahrhunderts, so Quigley, hatte er ein 
Einkommen von mindesten 1 Million pounds Sterlings pro Jahr, das er aber im Zusammenhang mit 
seinen Unternehmungen oft mehr als nur umsetzte ...". Rhodes begrundete eine Geheimgesellschaft 
(„Circle of Initiates") zusammen mit Unternehmungen anderer Leute, die nicht zu den Insidern gehorten. 
Dr. Quigley: „Obwohl es wenig bemerkt wurde, ubte die Rhodes-Milner Gruppe in Angelegenheiten des 
British Empire und dessen Weltpolitik seit 1889 - in kaum zu uberschatzender Weise - ihre Macht und 
ihren EinfluB aus". Die Zeitung „The London Times" wurde von 1890 bis 1912 von der Rhodes-Milner 
Gruppe dominiert und ab 1912 vollstandig kontrolliert mit Ausnahme der Jahre 1919-1922. Das 
sogenannte „Eastern Establishment" der USA ist der amerikanische Zweig der Rhodes-Organisation 
(wobei dessen Kern die J.P.Morgan Bank bildete und der CFR die ..AuRenbastion"). Es intensivierte 
seinen EinfluB auf die Presse der USA nach dem Vorbild der Rhodes-Gruppe in England. Quigley nennt 
in diesem Zusammenhang die Namen von funf amerikanischen Zeitungen: The New York Times, New 
York Herald Tribune, Christian Science Monitor, The Washington Post „and the lamented Boston Evening 
Post". Dr. Quigley charakterisiert den Konflikt zwischen den amerikanischen BGrgerrechtsbewegungen 
(„Grassroots-Americans") und dem Establishment als vergleichbar demjenigen zwischen dem „Midwest of 
Tom Sawyer" und dem „kosmopolitischen Osten der J.P.Morgan Co.", Oder demjenigen von „Old Siwash" 
gegen „Harvard", Oder von der „Chicago Tribune" gegen „Washington Post und NY. -Times". 
Er Ial3t jedoch keinen Zweifel daran, welches die maRgeblichen Machtzentren sind. Aber er macht das 
Eingestandnis, daR es innerhalb des Internationalen Establishments eine Art panischer Angst gibt vor der 
Moglichkeit einer drohenden Aufdeckung, Entlarvung. Wann und wo immer etwas von den 
verschworerischen Prozessen (..conspiratorial processes") an die Offentlichkeit gelangte, reagierte man 
innerhalb der riesigen, vernetzten Machtstrukturen des ganzen London-Wall Street Kombinates (man 
beachte die Reihenfolge!) damit, das Getriebe der Abwehrmechanismen hochtourig in Gang zu setzen, 
urn Agenten und deren Spuren zu verbergen. Im Original heiRt es: „Whenever the public became 
somewhat aware of the conspiratorial processes, the vast, interlocking power structure of the whole 
London- Wall Street combine immediately shifted into high gear to cover up their agents and their tracks". 
Deshalb reagiert das Establishment mit bosartigen Attacken (..viciously attacks") auf fast jeden Versuch zu 
Recherchen seitens des KongreRes. Schweres Geschutz richteten Vertreter des Establishments gegen 
demokratische und republikanische Abgeordnete, wie etwa Martin Dies, Carroll Reece, Pat McCarran, 
Joseph McCarthy. Kataslrophe und Hoffnung (Tragedy and Hope, 1966), neu 2006, ISBN 3-907564-42-1 

Der EntschluR zur GrGndung des CFR, wie auch des Royal Institute of International Affairs (RIIA), wurde 
bei einem Treffen im Pariser Hotel Majestic am 30. Mai 1919 gefaRt. Zu den 50 Teilnehmern des Treffens 
gehorten: Edward Mandell House, Harold Temperley, Lionel Curtis, Lord Eustace Percy, Herbert Hoover, 
Christian Herter, sowie die Historiker James Thomson Shotwell (Columbia University), Archibald Coolidge 
(Harvard) und Charles Seymour (Yale). Andere Quellen verweisen auf eine Initiative der amerikanischen 
und britischen Vertreter auf der Pariser Friedenskonferenz 1919(1 8. Januar bis 21 . Januar). 
Im Juli 1920 das British Institute of International Affairs gegrundet, welchem 1923 das Chatham House 
am St.James Square in London geschenkt wurde, wo es seither residiert. Seit 1 926 tragt die Organisation 
den Titel Royal Institute of International Affairs. 1927 wurde die Chatham House Rule aufgestellt, wonach 
die Teilnehmer an Seminaren und Diskussionsrunden freien Gebrauch von den Informationen, die sie 
erhalten haben, machen, aber nicht die Identitat und Zugehorigkeit eines Redners Oder die eines anderen 
Teilnehmers preisgeben durfen. Das Institut hat (2003) ca. 1750 Mitglieder und wird noch bis Ende 2006 
von Professor Victor Bulmer-Thomas geleitet, den Vorsitz fuhrt Dr. Deanne Julius CBE. 

„... Frederick Howe was never aware of Rhodes' secret society but Lord Milner's men told him about their 
plan to unite the world when he met them at the Paris Peace Conference in 1 91 9. Since he was a well- 
known peace activist, President Wilson asked him to review the English and French treaties related to the 
disposition of Palistine after the war. Frederick Howe believed in the sanctity of treaties; he was convinced 
that Great Britain was forced to enter the war because of a fifty-year-old treaty with Belgium. He justified 
the carnage that followed because he was convinced that nations must honor their treaties if there was 
ever to be world peace through world law. He wrote: The secret treaties were placed at my disposal by 
Colonel House and the English authorities. ..They furnished astounding revelations. Our allies, like 
Germany scrapped treaties - not with traditional enemies, but solemn agreements with friends and with 
each other. The documents showed that England and France had pleaded with the King of the Hedjas to 
throw the Arab forces in with the allied cause, and drive the Turks from Arabia. The Arabs were promised 
their freedom in exchange; Scarcely was the ink dry on their compact with the Arabs when they 



73 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



negotiated with each other the secret Sykes-Picot Treaty, under whose terms England was to retain 
Mesopotamia, France was to keep Syria. Then the Jews asked for Palistine, and Balfour, the gentleman- 
statesman, agreed on behalf of England that they should have it, although Palistine had already been 
promised to the Arabs and given to the French. When Frederick Howe realized neither England nor 
France honored their treaties, he was devistated. Why was World War I fought? Because of imperialism 
that was not imperialism, because of the ...white man's burden, a sacred trust undertaken to provide for 
the well-being of peoples unfitted for self-government. World War I was fought to bring all nations under 
the control of a world authority. When the conflict finally ended, Great Britain was bankrupt, and Lord 
Milner's men asked Frederick Howe to arrange a meeting with the American delegation to determine if 
they were willing to assume the leadership of their progam. Colonel House led the American delegation, 
and he and his associates readily agreed to the British offer. Subsequently, Royal Institutes of 
International Affairs were established in five Commmonwealth nations, and the Council on Foreign 
Relations was organized in the United States. When it became obvious that the League of Nations was 
destined to fail, the newly formed Anglo-American Establishment began financing the Nazis, which led to 
World War II. Excerpts from: Brotherhood of Darkness by Dr. Stanley Monteith 2000; 144 pages 

„Die wahre Geschichte der Bilderberg-Gruppe" von Daniel Estulin. 
Buchbesprechung von Carolyn Baker, 2 Oktober2007. 

„Es ist schwierig, Menschen umzuerziehen, die im Geiste des Nationalismus 
aufgewachsen sind, und ihnen den Gedanken nahezubringen, einen Teil ihrer 
Souveranitat an eine supranationale Korperschaft abzutreten." Prinz Bern hard, 
GrGnder der Bilderberg Gruppe. „Eine rhetohsche Frage: Kann mir jemand erklaren, 
wie es kommt, daB fortschrittliche Liberate wie John Edwards und Hillary Clinton 
ebenso wie wohltatige Humanitarier, die vielfaltige soziale Projekte unterhalten, wie 
die Rockefellers und jedes europaische Konigshaus bestandig den Treffen der 
Bilderberger beiwohnen, obwohl sie offensichtlich wissen, daB das letztendliche Ziel 
dieser ruchlosen Gruppe von Ganoven ein faschistisches Weltreich ist. " 
Daniel Estulin (S.318) 



- Die wahre ■ 
Geschichte der 
Bilderberger 



Daniel Estulin ist ein in Madrid ansassiger Journalist und Reporter, der sich an die einschGchternde und 
gefahrliche Aufgabe gewagt hat, die Bilderberg Gruppe zu untersuchen und der die Ergebnisse seiner 
Untersuchung in dem Buch „Die wahre Geschichte der Bilderberger Gruppe" prasentiert, das vor kurzem 
bei Trine Day (auf Deutsch bei Koppp) erschienen ist. Ebenso beeindruckend wie seine beunruhigenden 
Schilderungen, wie er verfolgt und bei ein paar Gelegenheiten beinahe getotet wurde, ist die Art und 
Weise, wie Estulin die Bilderberger mit Ereignissen des Weltgeschehens, mit bedeutenden Politikern und 
Konzernherren sowie mit den beiden anderen geheimnisvollen Ungeheuern der herrschenden Elite, dem 
Council on Foreign Relations (CFR) und der Trilateral Comission (TC) in Verbindung bringt. Estulins 
Arbeit erstreckte sich Gber 15 Jahre und war von seiner Neugier angetrieben, wieso die etablierten 
Medien niemals eingehend uber die Treffen der Bilderberg-Gruppe berichteten, deren Vermogen 
zusammengenommen das gesamte Vermogen aller US-Burger Gbersteigt. 

Estulins Buch macht die Tatsache deutlich, daR die Bilderberger, zusammen mit dem CFR und der TC zu 
einer Schattenregierung geworden sind, deren vorrangiges Ziel es ist, die Souveranitat aller 
Nationalstaaten abzuschaffen und deren Wirtschaft unter globale Kontrolle der Konzerne zu stellen, 
Gberwacht durch einen ..elektionischen globalen Polizeistaat." (S.xv) 

Der Autor betont, daR nicht alle Mitglieder der Gruppe „schlechte" Menschen sind, und er unterstellt, dafB 
die Mitgliedschaft in der Art von konzentrischen Ringen strukturiert ist, wie bei einer Zielscheibe mit 
Zentrum und unterschiedlichen Ebenen von Beziehungen zwischen dem Kernbereich und den auReren 
Kreisen der Mitglieder. Nahezu jeder bekannte Akteur in Politik und Finanz ist Mitglied in einer der drei 
genannten Organisationen, und ihre politischen Schattierungen reichen von liberal bis konservativ. 
Beispiele sind George W. Bush, George Soros, Gerald Ford, George McGovern, Jimmy Carter. Estulin 
sagt Gber diesen privaten Club: „Diese Parallelwelt bleibt in den taglichen Kampfen und Muhen des 
groBten Teils der Menschheit unsichtbar. Aber glauben Sie mir, sie existiert - eine Sumpf von 
Doppeldeutigkeiten, Lugen, Neusprech und Anspielungen, von Bestechung und Erpressung. Es ist eine 
unwirkliche Welt von Doppel- und Dreifachagenten, von wechselnden Loyalitaten, von professionellen, 
psychotischen Mordern, gehirngewaschenen Geheimagenten, Soldnern und Glucksrittern, deren 
Haupteinkommensquelle die dreckigsten und verabscheuungswurdigsten subversiven Aktionen von 
Regierungen sind, die niemals ans Licht kommen durfen." (S. 15) Diese Welt, so Estulin weiter, ist so 
pervers und bose, daR sie „eine unausloschliche Spur auf meiner Seele hinterlassen hat". (S. 1 6) 
Wie auch nicht? Denn die Bilderberger und ihre beiden anderen Schwesterorganisationen haben sich 
daran gemacht, den gesamten Planeten zu pIGndern. Ihre Mitglieder lenken die Zentralbanken der Welt 
und sind in der Lage, Diskontsatze, Geldmenge und den Goldpreis zu steuern. Sie entscheiden darGber, 
welche Lander Darlehen bekommen und welche nicht. 

74 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Mitgliedschaft kann nur durch Einladung erworben werden. Viele der fruhesten Mitglieder sind 
handverlesen, nicht etwa von rechten Gruppen, sondern von niemand anderem als den Fabier-Sozialisten 
(1), die ebenfalls eine Weltregierung anstrebten. Ein weiteres aufruttelndes Zitat, das Estulin anfGhrt, 
stammt von William Shannon: „Die Bilderberger streben das Zeitalter des Post-Nationalismus an, wenn es 
kerne Lander mehr geben wird, sondern eher Weltgegenden, eingefaSt von universalen Werten. Das 
bedeutet eine Weltwirtschaft, eine Weltregierung (deren Mitglieder eher ausgewahlt anstatt gewahlt 
werden) und eine universale Religion. Urn sicherzustellen, daB sie diese Ziele erreichen, konzentrieren 
sich die Bilderberger auf einen breit angelegten technischen Ansatz und auf geringe Beachtung durch die 
allgemeine Offentlichkeit."W\e die Bilderberger ihre Vision der Einen Welt zu erreichen zu beabsichtigen, 
zeigt folgende Liste: 

- den Volkern eine internationalen Identitat schaffen 

- Zentralisierte Bevolkerungskontrolle 

- Eine Null-Wachstums-Gesellschaft (Zerstorung der Mittelklasse) 

- Ein Zustand immerwahrender Unruhen 

- Zentrale Kontrolle aller Erziehung 

- Zentrale Kontrolle Gber alle Innen- und AuBenpolitik 

- MachtGbertragung an die Vereinten Nationen 

Im Jahr 1991 war Bill Clinton bei der Bilderberg-Konferenz in Baden Baden anwesend, wo er, wie Estulin 
versichert, fur die US-Prasidentschaft „gesalbt" wurde. Kurz danach unternahm er eine Gberraschende 
Reise nach Moskau. Es hat den Anschein, so Estulin, da(3 er dorthin gesandt wurde, damit die KGB Akten 
aus seiner Studienzeit Gber seine Anti-Vietnam-Aktivitaten „beerdigt" wGrden, ehe er seine Kandidatur fur 
das Prasidentenamt bekanntgab, was ungefahr zweieinhalb Monate danach der Fall war. Heute ist 
Clinton Mitglied in alien drei Organisationen: Bilderberg, CFR und TC. Hillary Clinton ist Mitglied der 
Bilderberg-Gruppe. Estulin hebt hervor, da(3 „fast alle Prasidentschaftskandidaten beider Parteien 
wenigstens einer dieser Organisationen angehort haben, desgleichen viele der US-KongreRabgeordneten 
und Senatoren, die meisten hochrangigen Entscheidungstrager, vor allem auf dem Gebiet der 
AuBenpolitik, der groGte Teil der FGhrung von CIA, FBI, IRS (Internal Revenue Service - oberste 
Steuerbehorde in den USA, A.d.U) und von vielen der Gbrigen Regierungsbehorden in Washington. Fast 
alle Posten im Kabinett des WeiRen Hauses sind von CFR-Mitgliedern besetzt" (S. 80) Wenn man in 
Betracht zieht, da(3 die bekanntesten Mitarbeiter der etablierten Medien ebenfalls Mitglieder dessen sind, 
was Edith Kermit Roosevelt, die Enkelin von Theodore Roosevelt, „diese legitime Mafia" genannt hat, wie 
konnen wir dann sicherstellen, da(3 die Amerikaner ihre Nachrichten von unabhangigen Quellen erhalten? 
So ist zum Beispiel die Sendung „The News Hour" mit Jim Leher ein Eckpfeiler im Programm von PBS. 
Leher ist Mitglied des CFR. Wenn man die Finanzierung der Sendung untersucht, stoRt man auf Archer 
Daniels Midland (ADM), deren Vorsitzender Dwayne Andreas Mitglied der TC war, auf Pepsico, deren 
Vorstandsvorsitzende Indra Krishnamurti Nooyi zu den Bilderbergern gehort und Vorstandsmitglied der 
TC ist, sowie auf die Firma Smith Barney, die mit der Citigroup verflochten ist, einem global operierenden 
Finanzdienstleistungsunternehmen, das Mitglied der Bilderberger, des CFR und der TC ist. Welche Art 
von Nachrichten also soil man von Lehers „News Hour" erwarten? Auch viele der Journalisten der „News 
Hour" wie Paul Gligot, David Gergen, William Kristol und William Satire sind Mitglieder einer oder 
mehrerer der drei Organisationen. (S. 153) 

Wenn wir die Tatsache berGcksichtigen, da(3 fast jeder amerikanische Prasident seit der GrGndung dieser 
Organisationen Mitglied in einer oder mehreren davon war, konnen wir nicht langer davon ausgehen, da(3 
irgendein Prasidentschaftskandidat von Demokraten oder Republikanern dem amerikanischen Volk eine 
Alternative zur Hegemonie der herrschenden globalen Elite anbietet. 

In der Tat offenbaren Estulins Recherchen, daB „der Council on Foreign Relations psycho-politische 
Manover kreiert und durchfGhrt, indem er die Wirklichkeit der Menschen durch ,taktische Tauschungen' 
manipuliert und Mitglieder des Councils auf beiden Seiten der Auseinandersetzung plaziert. Die 
Tauschung ist vollkommen, wenn die Offentlichkeit dazu gebracht wird zu glauben, da(3 ihren Interessen 
gedient wird, wahrend tatsachlich die Politik des CFR ausgefGhrt wird." (S. 1 1 7) 

Und was geschieht, wenn der „Gesalbte" zu selbstandig wird? Ein Kapitel in dem Buch, „The Watergate 
Con Game" (Der faule Trick von Watergate) beantwortet diese Frage. Estulin behauptet, daf3 Richard 
Nixon vom Council on Foreign Relations, dessen Mitglied er war, vorgefGhrt wurde, weil er sich nicht 
unterordnen und den WGnschen der Schattenregierung nachkommen wollte. Vermutlich war Nixons 
Abschied sorgfaltig inszeniert, urn den nachfolgenden Staatschefs den Preis klarzumachen, den sie zu 
zahlen haben wGrde, falls sie die Plane derer miRachteten, die sie „gesalbt" hatten. 
Auf den letzten Seiten des Buches werden Estulins Recherchen zunehmend bedeutungsvoll fur den 
gegenwartigen Augenblick der Geschichte. Er fragt: „Warum sollten David Rockefeller und andere 
amerikanische Angehorige von TC, Bilderberg und CFR die industrielle Macht der Vereinigten Staaten 
demontieren wollen?" (S. 184) Dann unternimmt er eine Zusammenfassung der Wirtschaftsgeschichte 
des zwanzigsten Jahrhunderts und gelangt zu einer der machtvollsten Aussagen des gesamten Buches: 
„Was wir von dieser Verschworung mitbekommen, ist der allmahliche Niedergang der US-Wirtschaft, der 
in den 1980er Jahren begann." (S. 187) 

75 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten, dieser „allmahliche Niedergang" ist nicht mehr allmahlich, 
und Estulins Behauptung bestatigt zu einem guten Teil die Bemerkungen von Catherine Austin Fitts, daR 
die Wurzeln des gegenwartigen Platzens der Spekulationsblase auf dem Immobiliensektor/der 
Kreditkrise/der Hypothekenkrise in den 1980er Jahren liegen. Auch James Howard Kunstler schrieb 
neulich in seinem Blog unter dem Titel „Shock and Awe", daR der groRe Ausverkauf Amerikas begonnen 
habe. Mit anderen Worten: wahrend ein kalkulierter wirtschaftlicher Niedergang Hunderttausende und 
vielleicht Millionen von Unternehmen und Privatpersonen in den Bankrott treibt, konnen die Hauptakteure 
in den ,GroRen Drei' bestimmenden Eliteorganisationen das Gbriggebliebene Wrack fur Pfennige statt fur 
Dollars aufkaufen - eine brillante und schell wirksame Strategie, sich die Welt anzueignen. 
In den letzten Monaten des Jahres 2007 erleben wir den erstaunlichen Erfolg der Strategie der ,GroRen 
Drei' zur Erlangung der wirtschaftlichen Hegemonie auf dem Planeten, wahrend die Kakophonie ihrer 
sorgfaltig organisierten wirtschaftlichen Katastrophe rings urn den Globus widerhallt. Es ging niemals urn 
Kaufer, die das Kleingedruckte nicht gelesen hatten, als sie Schwindelkredite aufnahmen. Es ging immer 
urn die bestimmenden Elite-Politiker und Zentralbanker mit geschmeidigen Zungen, von der 
Schattenregierung „gesalbt", die in letzte Konsequenz und mit beeindruckender Meisterschaft den Volkern 
ihre Regierungen gestohlen haben und sie durch transnationale Konzerne ersetzten - und dies weiter tun. 
Niemand konnte dies besser gesagt haben als David Rockefeller, GrGnder der Trilateral Commission, 
Mitglied der Bilderberg-Gruppe und Vorstandsmitglied des Council on Foreign Relations, in seinen 
Memoiren: „Einige glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Verschworung, die gegen die 
Interessen der Vereinigten Staaten arbeiten. Sie charakterisieren meine Familie als 
Jnternationalisten' und beschuldigen sie, sich mit anderen in aller Welt verschworen zu haben, 
eine politisch und wirtschaftlich einheitlichere Welt zu errichten - eine neue Welt, wenn Sie so 
wollen. Wenn das die Anklage ist, so bekenne ich mich schuldig - und ich bin stolz darauf." 107 
Wenn Sie wissen wollen, wer die Welt wirklich lenkt und wie weit diese Leute bereit sind zu gehen, urn 
ihre globale Vorherrschaft zu verwirklichen, dann mussen Sie Daniel Estulins gut recherchierte „Wahre 
Geschichte der Bilderberger-Gruppe" lesen. Carolyn Baker ist Hilfsprofessorin fur Geschichte und 
Redakteurin bei „From The Wilderness Publications". 

Die Falschungsoption 

Die Falschungsoption steht einem Land nur dann often, wenn es sich in der einzigartigen Position 
befindet, daR es eine international anerkannt Wahrung fur die Abwicklung des Handels besitzt Oder Gber 
sie verfugt. Dieses ist der Fall bei den Vereinigten Staaten. In diesem Falle laRt sich Geld aus dem Nichts 
heraus schaffen, und andere Nationen mussen dieses hinnehmen. FGr viele Jahre haben die USA mit 
Hilfe der Ausfuhren mehr Geld ausgeben konnen, als sie einnahmen; die Federal Reserve sorgte dafur. 
Als sich 1 971 der Dollar vom Gold loste, verlor er den Status einer offiziellen IWF-Wahrung und muRte mit 
anderen Wahrungen wetteifern ..., vor allem mit der D-Mark und dem Yen. Von diesem Zeitpunkt an 
wurde er zunehmend unbeliebt, blieb aber das wichtigste Zahlungsmittel. Auch waren die USA einer der 
sichersten Platze der Welt fur Investitionen. Urn jedoch zu handeln, muRte man erst die eigene Wahrung 
in Dollar tauschen. Diese Tatsache verschaffte dem amerikanischen Dollar einen hoheren Wert auf 
internationalen Markten, als er sonst hatte erlangen konnen. Trotz der Tatsache, daR die Federal Reserve 
Riesige Mengen von Geld in dieser Zeit erschuf, schien die Nachfrage des Auslandes schier grenzenlos. 
Amerika konnte sein also sein Handelsdefizit mit Papiergeld ausgleichen, oder mit Falschungen, wenn 
man will. Keine andere Nation der Welt hatte dies geschafft! Man hat uns gesagt, das Handelsdefizit 
unseres Landes sei eine schreckliche Sache, und es ware besser, den „Dollar zu schwachen", urn die 
Angelegenheit zu beenden. Eine Schwachung des Dollars ist nur ein beschonigender Ausdruck fur die 
Steigerung der Inflation. In Wahrheit leidet Amerika keinesfalls unter einem Handelsdefizit. 
Tatsachlich sind wir die NutznieRer, wahrend unsere Handelspartner Opfer sind. Wir kriegen die Autos 
und Fernsehapparate, wahrend sie dieses komische Geld erhalten. Wir erhalten die Hardware. Sie 
bekommen Papier. Es gibt aber auch eine dunkle Seite des Austausches. Solange der Dollar geachtet 
bleibt als Handelswahrung, kann Amerika weiterhin mehr ausgeben als einnehmen. Doch wenn der Tag 
kommt - wie er kommen muR -, an dem der Dollar zu trudeln beginnt und Auslander ihn nicht mehr haben 
mogen, ist die kostenlose Fahrt vorbei. Sollte dies geschehen, werden Hunderte von Milliarden Dollar, die 
jetzt im Ausland liegen, an unsere KGsten zurGckschwappen, weil die ganze Welt ihn in GrundstGcke und 
Immobilien, in Fabriken und andere greifbare Dinge umwandeln mochte ... und dies alles so schnell wie 
moglich, eher der Wert (des Dollars) weiter sinkt. Wahrend diese Flut von Dollars die Preise in die Hohe 
treibt (Geldentwertung), werden wir schlieRlich die Inflation erleben, die seit Jahren Gberfallig war, aber 
verschoben wurde, weil Auslander so freundlich waren, diese Dollar aus unserer Wirtschaft 
herauszunehmen im Austausch fur ihre Produkte. [9, S. 118-11 9] 



„For more than a century, ideological extremists at either end of the political spectrum have seized upon well- 
publicized incidents such as my encounter with Castro to attack the Rockefeller family for the inordinate influence they 
claim we wield over American political and economic institutions. Some even believe we are part of a secret cabal 
working against the best interests of the United States, characterizing my family and me as 'internationalists' and of 
conspiring with others around the world to build a more integrated global political and economic structure - one world, 
if you will. If that is the charge, I stand guilty, and I am proud of it." Memoires of Rockefeller, page 405. 

76 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die Neue Weltordnung 

...Die Kapitel 5 und 6 haben gezeigt, welchen Plan es derzeit gibt, im Rahmen der Vereinten Nationen 
eine Weltregierung einzurichten. Von ihren Anhangern wird sie gern die Neue Weltordnung genannt, und 
der Vorschlag basiert auf dem Prinzip des Kollektivismus. Es ware der real gewordene Traum dieser 
sozialistischen Theoretiker, Politiker und Beamten, die dies als ein riesiges Laboratorium filr ihre sozialen 
Experimente mit der Menschheit ansehen. Von der UNO werden bereits zwei Mechnismen der Macht 
vorbereitet. Einer davon ist ein Militarkommando, das alle nationalen Armeen und die Superwaffen 
kontrollieren soil. Die Schlagworte Frieden und Abrustung sollen hierbei helfen. Der andere besteht in 
einer Welt-Zentralbank. jetzt noch IWF/Weltbank genannt, mit der Fahigkeit, eine gemeinsame Wahrung 
herauszugeben, die alle Nationen akzeptieren mussen. Das wird den Menschen unter den Schlagwortern 
internationaler Handel und Wirtschaftswachstum schmackhaft gemacht. Von beiden Mechanismen ist die 
Kontrolle Gber das Geld die wichtigere. Ein kunftiges Weltparlament, das sich auf ein Konzept minimaler 
Einschrankungen und groRtmoglicher Freiheit stGtzt, konnte fur die Menschheit eine wunderbare 
Erscheinung sein. Ohne den Versuch, alle Nationen in einen zentral gelenkten Bienenkorb zu pferchen, 
wGrde es kulturelle und religiose Vielfalt ermoglichen. Statt die Welt in eine kollektivistische Zwangsjacke 
von Regeln, Bestimmungen, Quoten und Subventionen zu zwingen, wGrde es zur Vielfalt ermutigen und 
zur Freiheit der Wahl. Statt immer hoherer Steuern fur jede mogliche wirtschaftliche Aktivitat zu verlangen 
und dabei menschliche Initiativen zu verhindern, konnte es die Mitgliedsstaaten ermutigen, bereits 
bestehende Steuern zu senken und damit wirtschaftliche Produktion und Kreativitat zu fordern. 
Ein dem Konzept des Friedens verpflichtetes Weltparlament mGRte jede Regierung ausschlieRen, die 
ihren BGrgern die Grundrechte des Menschen verwehrt. Es konnte ein Mittel sein, urn totalitare Regime zu 
verpflichten, ihren UnterdrGckungsmethoden abzuschworen, urn die wirtschaftlichen und politischen 
Vorteile einer Mitgliedschaft in dieser Weltkorperschaft zu genieRen. Es konnte die groRte Friedensmacht 
und eine Quelle fur Wohlstand und Freiheit sein, wie sie bisher einzigartig ware. 

Doch die Neue Weltordnung, die sich jetzt in den Vereinten Nationen entwickelt, ist eine Kreatur ganz 
anderer Art. Ihre Mitglieder bestehen aus praktisch jedem Diktator oder Kriegsherrn der Welt. Ihre 
Philosophie beruht auf der sozialistischen Doktrin, daR alles Gute ausschlieBlich vom Staat kommt. Wer 
sich dem nicht unterwirft, muR vom Willen der Regierung gebeugt oder ausgeloscht werden. 
Sie kann den Totalitarismus nicht bekampfen, weil sie selbst totalitar ist. 

Amerika ist das Ziel 

Die Neue Weltordnung kann keine funktionierende Realitat werden, solange die Vereinigten Staaten in 
der Lage sind, alles allein zu schaffen. Amerika hat den Ruf eines Bullen in Porzellanladen. Im Moment ist 
er unter Kontrolle, aber die Strategen der Welt fGrchten, er konne irgendwann losbrechen. Wenn sich die 
amerikanische Bevolkerung der Realitaten der Weltpolitik bewuRt und wieder Herr iiber ihre eigene 
Regierung wurde, besaRe das Land noch immer die militarische und wirtschaftliche Kraft, aus dem 
System auszuscheiden. FGr die Strategen der Welt wurde es deshalb oberstes Ziel, die Vereinigten 
Staaten sowohl militarisch als auch wirtschaftlich zu schwachen. Und diese Direktive kam nicht von 
anderen Landern, sondern von amerikanischen Personlichkeiten. Die Mitglieder des CFR, die im WeiRen 
Haus sitzen, im AuRen-, Verteidigungs- und Finanzministerium, arbeiten bereits an der Fertigstellung 
dieses Planes. ... Ebenso funktioniert der IWF/die Weltbank in Ubereinstimmung mit dem Federal 
Reserve Sytem bereits als Welt-Zentralbank. Die amerikanische Wirtschaft wird absichtlich durch 
Geschenke fur das Ausland und andere nutzlose Dienste geschwacht. Ziel dieser Strategie ist nicht, den 
BedGrftigen zu helfen oder die Umwelt zu schGtzen, sondern das System zu schwachen. 
Wenn einstmal stolze und unabhangige Amerikaner jetzt vor SuppenkGchen anstehen, werden sie bereit 
sein, die sorgfaltig ausgedachten „RettungsmaRnahmen" der Weltbank hinzunehmen. Schon gibt es 
Plane fur eine Weltwahrung, die nur auf eine passende Krise warten, urn ihre EinfGhrung zu rechtfertigen. 
Auch hierwird es kein Entrinnen geben. 

Der Bericht von Iron Mountain 

Die Funktionsweise dieser Kriegslist laRt sich zurGckfGhren auf die Untersuchung einer Strategie- 
kommission, die 1966 unter dem Namen Report from Iron Mountain veroffentlicht wurde. Obwohl Gber 
den Ursprung dieses Berichts immer noch diskutiert wird, enthalt das Dokument Hinweise darauf, daR es 
vom Verteidigungsministerium unter Minister Robert McNamara in Auftrag gegeben worden war und vom 
Hudson Institute am FuRe des Iron Mountain in Cronton-on-Hudson im Staat New York erstellt wurde. 
Das Hudson Institute war von Herman Kahn, ehemals Mitglied der Rand Corporation, begrGndet und 
gefGhrt worden. Sowohl McNamara als auch Kahn waren Mitglieder des CFR. Der selbsternannte Zweck 
dieser Studie bestand darin, verschiedene Wege zur „Stabilisierung der Gesellschaft" zu untersuchen. So 
lobenswert dies klingen mag, so erschlieRt sich bereits durch das Lesen der Studie, daR das Wort 
Gesellschaft praktisch nur als Synonym fur Regierung benutzt wird. In dem Bericht wurde von Anfang an 
festgestellt, daR es keineswegs urn Ethik ging. Er sollte sich nicht befassen mit Fragen wie Recht oder 
Unrecht oder Freiheit oder Menschenrechte. Auch die Ideologie oder der Patriotismus oder religiose 
Konzepte sollten keine Rolle spielen. Das einzige Ziel war es, die bestehende Regierung zu erhalten: 

77 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



„Fruhere Untersuchungen haben wiinschenswerte Ziele wie Frieden, den Erhalt des menschlichen 
Lebens, die Uberlegenheit demokratischer Institutionen, das allgemeine „Gute" fur die Menschen, die 
„Wurde" des Individuums, die Gesundheit und ein langes Leben und andere verstandliche Wunsche des 
Menschen als grundsatzliche Werte definiert, die eine Studie uber Friedenspolitik rechtfertigen. Wir haben 
dies nicht so gesehen. Wir haben uns urn eine physikalische und wissenschaftliche Denkweise bemuht, 
deren wichtigste Charakteristik nicht wie allgemein geglaubt, auf der Quantifizierung beruht, sondern die, 
in „Whiteheads"-Worten, ... alle Urteile uber Werte ignoriert, zum Beispiel auch alle asthetischen und 
moralischen Bewertungen. " 108 

Die wesentliche SchluRfolgerung dieses Berichtes bestand darin, daR in der Vergangenheit der Krieg das 
einzig verlaRliche Mittel zur Erreichung dieses Zieles gewesen sei. Er behauptet, nur in Zeiten des 
Krieges Oder der Kriegsdrohung wGrden die Massen das Joch einer Regierung ohne Klagen ertragen. Die 
Furcht vor der Eroberung und AusplGnderung durch einen Feind lassen vergleichsweise jede andere Last 
ertraglich erscheinen. Der Krieg kann dazu benutzt werden, menschliche Leidenschaften und patriotische 
Loyalitat zu den FGhrern einer Nation erwecken. FGr den Sieg wird keine BGrde abgelehnt. Widerstand 
wird als Verrat gesehen. Doch in Zeiten des Friedens beklagen sich Menschen Gber hohe Steuern, 
Erschwernisse und bGrokratische Bevormundung. Sobald sie ihre Anfiihrer nicht mehr respektieren, 
werden sie gefahrlich. Also ist der Krieg eine unerlaRliche Voraussetzung zur „Stabilisierung" der 
Gesellschaft. Und so steht es in dem Bericht: 

„... Die Umstande des Krieges waren nicht nur bedeutsam fur die Existenz von Nationen als unabhangige 
politische Einheiten, sie waren ebenso uneriaBlich fur die Stabilitat des politischen Systems. Ohne Krieg 
war keine Regierung jemals in der Lage, die Duldung ihrer „Legitimitat" beziehungsweise das Recht zu 
erhalten, die Gesellschaft zu regieren. Die Moglichkeit eines Krieges verdeutlicht die externe 
Notwendigkeit, ohne die keine Regierung lange an der Macht bleiben kann. Die geschichtlichen 
Aufzeichnungen verdeutlichen einen Fall nach dem anderen, bei denen der MiBerfolg einer Regierung, 
die Glaubwurdigkeit eines moglichen Krieges aufrechtzuerhalten, letzten Endes zu ihrer Auflosung gefuhrt 
hat durch private Interessen, Reaktionen auf soziale Ungerechtigkeiten oder andere 
Zerfallserscheinungen. Die Organisation einer Gesellschaft zur Vorbereitung auf den Krieg ist ein 
wesentlicher politischer Stabilisator ... Er hat Gesellschaften ermoglicht, notwendige Klassenunterschiede 
zu erhalten, und die Unterwerfung der Burger unter den Staat dadurch gesichert, da3 es im Konzept der 
Nationalbildung stets hintergrundig auch urn die Moglichkeit eines Krieges ging."' 09 

Eine neue Definition des Friedens 

Der Bericht erlautert aber auch, daf3 wir wahrscheinlich an einem Punkt der Geschichte angekommen 
sind, an dem die alten Formen nicht langer gelten. Weshalt? Weil es jetzt vielleicht moglich ware, eine 
Weltregierung zu errichten, die zur Entwaffnung aller Nationen durch eine Weltarmee fGhren konnte, also 
zu einem Zustand, den man Frieden nennen konnte. In dem Bericht heiRt es: „Das Wort Frieden, wie wir 
ihn auf den folgenden Seiten verstehen ..., bringt eine totale AbrGstung mit sich." 110 
In diesem Szenario wird es keine unabhangigen Nationen mehr geben, und Regierungen werden nicht 
mehr in der Lage sein, Kriege zu fGhren. Zwar mag es Militaraktionen der Weltarmee gegen abtrGnnige 
politische Untergruppen geben, doch diese wGrden friedensstiftende Operationen genannt und die 
Soldaten Friedensstifter. GleichgGltig, wieviel Eigentum zerstort oder wieviel Blut vergossen wurde, die 
Kugeln werden „friedliche" Kugeln und die Bomben (auch Atombomben wenn notig) werden 
„friedensstiftende" Bomben sein. Der Bericht stellt die Frage, ob es jemals einen angemessenen Ersatz 
fur den Krieg geben konne. Was sonst konnten die lokalen Regierungen - und was konnte die 
Weltregierung - benutzen, urn sich zu legitimieren und zu erhalten? Der Versuch einer Antwort auf diese 
Frage war der ausdrGckliche Grund fur die Erstellung dieser Studie. 

Eine raffinierte Form der Sklaverei 

Zum Thema allgemeiner Wehrpflicht stellt der Bericht fest, einer der Vorteile einer stehenden Armee sei, 
daR die Regierung damit antisoziale und abweichende Elemente unter Kontrolle bringen konne. Ohne 
Krieg waren diese Bataillone von Zwangsarbeitern zur Bekampfung der Armut oder zur Sauberung 
unseres Planeten oder zur Forderung der Wirtschaft oder zu Diensten irgendeiner anderen guten Sache 
einzusetzen. Jeder Teenager mGRte einmal dienen ..., vor allem in den Jahren seines Lebens, in denen 
junge Leute besonders aufsassig gegen Autoritaten sind. Auch altere Menschen wGrden zur Abarbeitung 
von Steuerzahlungen oder GebGhren herangezogen. Dissidenten wGrden schwere Bestrafungen fiir 
„HaB-Verbrechen" und politisch inkorrekte Ansichten befiirchten miissen. so daft sie schlieBlich alle 
in den Bataillonen der Zwangsarbeit enden wGrden. Im Bericht heiRt es: „Wir werden untersuchen ... den 
altehrwurdigen Gebrauch militarischer Institutionen, urn eigentlich antisozialen Elementen eine 



108 Leonard Lewin, Ed., Report from Iron Mountain on the Possibility and Desirability of Peace (New York: Dell 
Publishing, 1967), S. 13-14 

109 Leonard Lewin, S. 39, 81 
1,0 Ebenda, S.9 



78 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



akzeptierten Rolle in der sozialen Struktur zu bieten. Die zeitgenossischen beschonigenden Klischees wie 
Jugendkriminalitat Oder Entfremdung hatten in jedem Zeitalter ihre Entsprechung. In fruheren Zeiten 
wurden solche Zustande direkt vom Militar ohne ordentliche Verfahren durch PreBpatrouillen oder offene 
Unterwerfung geregelt. Die meisten Vorschlage, die sich ausdrucklich oder anderweitig an das 
Nachkriegsproblem richten, die sogenannte Entfremdung unter Kontrolle zu halten, richten sich an solche 
Varianten wie ein Friedenscorps oder ein sogenanntes Job-Corps als Losungsvorschlag. Die sozial 
Unzufriedenen, die wirtschaftlich Unvorbereiteten, die psychologisch MiBgestimmten, die harten 
Deliquenten, die unverbesserlichen „Umsturzler" und der Rest der nicht einzubindenden Menschen wird 
moglicherweise von der Disziplin eines Dienstes erfaSt, der sich an dem militarischen Vorbild orientiert 
und mehr oder weniger einsatzfreudige Sozialarbeiter hervorbringt. 

Ein weiterer moglicher Ersatz fur die Kontrolle durch potentielle Feinde ist die Wiedereinfuhrung der 
Sklaverei in Ubereinstimmung mit modernen technologischen und politischen Prozessen ... 
Es ist durchaus moglich, da3 die Entwicklung einer verfeinerten Form der Sklaverei eine Voraussetzung 
fur die soziale Kontrolle einer absolut friedfertigen Welt ist. Die Umwandlung militarischer Disziplin in eine 
beschonigende Form der Sklaverei wurde erstaunlich wenig Uberarbeitung bedurfen; der logische erste 
Schritt ware die Annahme einer Art von „universeller" Militardienstleistung. " 1 ' ' 

Der Bericht untersuchte Moglichkeiten, wie das Volk mit unwichtigen Aktivitaten beschaftigt werden 
konnte, so daR es keine Zeit hatte, sich in politische Streitigkeiten einzumischen oder Widerstand zu 
leisten. Erholung, triviale Gameshows, Pornographie und Sitcoms konnten dabei eine wichtige Rolle 
Gbernehmen. [9, Seite 570-576] 

Die Glaubwiirdigkeit des Berichtes 

The Report from Iron Mountain stellt test, er sei von einer Studiengruppe von 1 5 Mannern verfaRt worden, 
deren Identitat geheim bleiben sollte; auRerdem sei er nicht zur Veroffentlichung gedacht. Ein Mitglied 
der Gruppe jedoch hielt den Bericht fur so wichtig, daR er nicht geheim bleiben dijrfe. Er hatte keine 
Einwande gegen die SchluRfolgerungen. Er meinte nur, daR ihn mehr Menschen lesen sollten. Er 
Gbergab seine personliche Kopie an Leonard Lewin, einen bekannten Autor und Kolumnisten, der fur die 
Veroffentlichung durch Dial Press sorgte. Spater erschien er bei Dell Publishing. Dies geschah wahrend 
der Prasidentschaft von Johnson, und sein Berater filr nationale Sicherheitsfragen war das CFR-Mitglied 
Walt Rostow. Dieser gab schnell bekannt, der Bericht sei unecht. Herman Kahn, der CFR-Direktor des 
Hudson Institute, meinte, er sei nicht authentisch. Die Washington Post, die von dem CFR-Mitglied 
Katharine Graham besessen und geleitet wird, bezeichnete ihn als eine „kostliche Satire". Das Magazin 
Time, gegrundet von CFR-Mitglied Henry Luce, bezeichnete ihn als einen geschickten Schwindel. Am 26. 
November 1 967 wurde der Bericht auf der Buchseite der Washington Post von Herschel McLandress 
besprochen. Hinter dem Pseudonym versteckte sich der Harvard-Professor John Kenneth Galbraith. 
Er, der auch Mitglied des CFR gewesen war, erklarte, er wisse aus erster Hand, daR der Bericht echt sei, 
denn er selbst sei eingeladen worden, daran mitzuwirken. Obwohl er nicht Teil der offiziellen Gruppe 
gewesen sei, habe man ihn von Zeit zu Zeit konsultiert und gebeten, daruber zu schweigen. ... 
Galbraith hat also zumindest bei drei Gelegenheiten die Authentizitat bestatigt und zugleich seine 
Autorenschaft verleugnet. Wer also war es dann? War es doch Lewin? 1967 behauptete er, er sei es 
nicht. 1 972 meinte er, er sei es gewesen. In der New York Times Book Rew'en/erlauterte Lewin: 
„lch schrieb den Bericht, alles ... Was ich vorhatte, war lediglich, solche Themen wie Krieg und Frieden 
auf eine provozierende Weise darzustellen."" 2 Doch halt! Ein paar Jahre zuvor hatte der Kolumnist 
William F. Buckley der New York Times erzahlt, er sei der Autor. Diese Behauptung war sicherlich 
ebenfalls ironisch gemeint, doch wem oder was sollen wir glauben? War Kahn, Galbraith, Rusk, Brooth 
Luce, Lewin oder Buckley der Autor? Letzten Endes jedoch ist das unerheblich. Von Bedeutung ist nur, 
daR der Report from Iron Mountain (ob er nun das Werk eines Gelehrtenkreises oder eine politische 
Satire war) die uns umgebende Realitat erlautert. Die darin erhaltenden Konzepte werden heute fast bis 
ins Detail umgesetzt. Man braucht nur den Report in einer Hand und die Tageszeitung in der anderen zu 
halten, urn zu erkennen, daR jeder groRe Trend im amerikanischen Leben dieser Blaupause entspricht. 
Viele ansonsten unverstandliche Dinge werden plotzlich deutlich: 

Auslandshilfe, Ausgabenverschwendung, die Zerstorung der amerikanischen Industrie, 
Waffenkontrollen, eine (inter)- nationale Polizeitruppe, die angebliche Abdankung der 
Sowjetmacht, eine UN-Armee, Abrustung, die Weltbank, eine Weltwahrung, die Aufgabe der 
nationalen Unabhangigkeit durch internationale Vertrage und die Hysterie der Okologie. The 
Report from Iron Mountain ist eine prazise Zusammenfassung des Planes, der bereits unsere 
Gegenwart gestaltet. Er formt jetzt unsere Zukunft. 113 



111 Leonard Lewin, S. 41-42, 68, 70 

1 ' 2 London Times, 1 2. Februar 1 968, S. 8 

113 „There does exist ... an international network whose aim is to create a world system of financial control in private 

hands able to dominate the political system of each country and the economy of the world." 

„The Council on Foreign Relations (CFR) is the American Branch of a society which originated in England ... (and) ... 

believes national boundaries should be obliterated and one-world rule established." 

Professor of History Carroll Quigley, Georgetown University, in his book Tragedy and Hope". 

79 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Umweltschutz als Ersatz fur Krieg 

...Wahrend die Gefolgsleute der Umweltschutzbewegung sich mit dem Untergang des Planeten 
beschaftigen, sollten wir uns auch darum kummern, was deren Anfuhrer denken. Am 22. April 1970 wurde 
der erste Earth Day ausgerufen, und zwar wahrend eines Gipfeltreffens in Rio de Janeiro, der von 
UmweltschQtzern und Politikern der ganzen Welt besucht wurde. Auf diesem Treffen machte das 
Environmental Handbook die Runde. Das Hauptthema des Buches wurde in einem Zitat von Richard A. 
Falk, Professor an der Princeton Universitat und Mitglied des CFR, zusammengefasst. Falk schrieb, es 
gebe vier miteinander verflochtene Bedrohungen des Planeten: Kriege durch Massenvernichtungswaffen, 
Uberbevolkerung, Umweltverschmutzung und die Erschopfung der naturlichen Ressourcen. Dann meinte 
er: „Die Basis fur alle vier Probleme liegt in der Unzulanglichkeit der souveranen Staaten, die 
Angelegenheiten des Menschen im 21. Jahrhundertzu regeln." 114 

Das Handbook blieb auf der Linie des CFR, indem es die rhetorische Frage stellte: „Sind Nationen 
tatsachlich noch zeitgemaB, wo sie inzwischen die Macht besitzen, sich gegenseitig an einem einzigen 
Nachmittag auszuloschen? ... Welchen Preis waren die Menschen bereit zu zahlen fur eine dauerhaftere 
Art menschlicher Organisation: hohere Steuern, die Aufgabe der Nationalflaggen, oder vielleicht das 
Opfer einiger hart erworbenen Freiheiten?"" 5 1989 veroffentlichte die zum CFR gehorende Washington 
Post einen Artikel des CFR-Mitgliedes George Kennan: „Wir mussen uns stattdessen einstellen ... auf ein 
Zeitalter, wo der groBte Feind nicht langer die Sowjetunion ist, sondern die rasche Verschlechterung 
unseres Planeten als Lebenshort fur die Zivilisation." 1 ' 6 Am 27. Marz 1990 schrieb das CFR-Mitglied 
Michael Oppenheimer in der CFR-beherrschten New York Times: „Die globale Erwarmung, der Ruckgang 
der Ozonschicht, Abholzung und Uberbevolkerung sind die vier apokalyptischen Reiter des 21. 
Jahrhunderts ... Wahrend der Kalte Krieg beendet wird, wird die Umwelt zum wichtigsten internationalen 
Sicherheitsproblem."" 7 CFR-Mitglied Lester Brown leitete eine weitere Strategiekommission, genannt 
Worldwatch Institute. In ihrem Jahresbericht State of the World 1991 schrieb Brown, „die Schlacht zur 
Rettung des Planeten wird die Schlacht uber Ideologie ersetzen als das zusammenfassende Thema der 
Neuen Weltordnung." ue ...Wie oft muB es erklart werden? Die Umweltschutzbewegung wurde vom 
CFR geschaffen. Sie ist ein Ersatz fur den Krieg und soil die emotionale und psychologische 
Grundlage fur eine Weltregierung legen. 

Die Menschheit selbst ist das Ziel 

Der Club of Rome" 9 ist eine Gruppe von Fachleuten, die jahrliche Berichte Gber Endzeit-Szenarien, 
basierend auf Vorhersagen von Uberbevolkerung und Hungersnoten, herausgibt. Seine Mitgliedschaft ist 
international, doch der amerikanische Teil besteht aus wohlbekannten Mitgliedern des CFR wie Jimmy 
Carter, Harlan Clevelan, Clairburne Pell und Sol Linowitz. Ihre Losungen fur die Uberbevolkerung? Eine 
Weltregierung zur Geburtenkontrolle und, wenn notig, der Anwendung von Euthanasie. 
Das ist ein zartes Wort fur die absichtliche Totung der Alten, Kranken und Nutzlosen. In derselben 
Denkweise, wie die von Iron Mountain, hat der Club of Rome beschlossen, daR die Furcht vor 
Umweltschaden als Feind-Ersatz zum Zwecke Mobilisierung der Massen fungieren konnte. In dem 1991 
erschienenen Buch The First Global Revolution finden wir diese Stelle: ,Auf der Suche nach einem neuen 
Feind, der uns vereinen konnte, stieBen wir auf die Idee, daB die Verschmutzung, die drohende globale 
Erwarmung, Wasserknappheit, Hungersnote und anderes sehr nutzlich sein konnte ... Alle diese 
Gefahren kommen durch die Handlungen der Menschen zustande ... Der wahre Feind ist also die 
Menschheit selbst. " 12 ° 



Garettde Bell, Ed., The Evironmental Handbook (New York: Ballantine/Friends of the Earth, 1970), S. 138 

115 Ebenda, S. 145 

1 1 6 George Kennan in der Washington Post vom 1 4. November 1.989, S. B7 

117 Die New York Times vor allem hat die CFR-Ansichten in die Offentlichkeit getragen. Die Zeitung war 1896 von 
Alfred Ochs mit finanzieller Unterstutzung der CFR-Pioniere J. P. Morgan, Rothschild Agent August Belmont und dem 
Partner von Kuhn Loeb & Co., Jacob Schiff, erworben worden. Heute gehort sie CFR-Mitglied Arthur Sulzberger, und 
sie beschaftigt viele CFR-Redakteuere und -Kolumnisten. 

118 Lester R. Brown, „The New World Order" in: State of the World 1991 : A Worldwatch Institute Report on Progress 
Toward a Sustainable Society (New York: W.W. Norton, 1991), S.3 

1 ' 9 Liest man solche Traktate aus heutiger Sicht, gewinnt man den Eindruck, hier seien Kommunisten am Werk 
gewesen. Tatsachlich traf sich der Club of Rome damals auch in Moskau, was in der Zeit des Kalten Krieges 
ungewohnlich war. Doch die Mitglieder des handverlesenen Clubs - es durfen laut Satzung nicht mehr als 1 00 sein - 
waren und sind alles andere als stoppelbartige Linksintellektuelle in abgewetzten Lederjacken. Es ist der 
internationale Geldadel, der so vehement Planwirtschaft propagiert. ... 

Seit der Grundung bestehen die hauptsachlichen Aktivitaten des Club of Rome in der Veroffentlichung von Reports 
und zahllosen Symposien, Konferenzen und Kongressen zumeist an den schonen Orten dieser Welt. Die neueste 
Kopfgeburt des Clubs ist besonders in Deutschland und Osterreich popular und nennt sich „Global Marshall Plan." 
Es ist mehr oder weniger wieder das Gleiche: Die Welt soil unter der weisen Fuhrung einer erleuchteten Elite 
gerettet werden. Wie in den vorherigen Reports und Appellen spielt der Faktor Freiheit als Kriterium fur eine bessere 
Welt nicht die geringste Rolle. Neu ist lediglich, daB zur ublichen antikapitalistische Rhetorik diesmal noch 
besonderes Verstandnis fur Islamisten hinzukommt. 

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/welterfolg_mit_fehlprognosen/ 

"° Alexander King und Bertrand Schneider, The First Global Revolution, A Report by the Council of the Council of 
the Club of Rome (New York: Pantheon Books, 1 991 ), S. 1 1 5 

80 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Die sozialistischen Theoretiker waren schon immer fasziniert von der Moglichkeit, das Bevolkerungs- 
wachstum zu kontrollieren. Dies erregte ihre Phantasie, denn sie das ist der ultimative bQrokratische Plan. 
Wenn der, wie der Club of Rome sagt, der wahre Feind der Menschen die Menschheit ist, dann muR die 
Menschheit das Ziel werden. Der sozialistische Fabier Bertrand Russel 121 druckte dies so aus: 
Jch behaupte nicht, daB Geburtenkontrolle der einzige Weg zur Einschrankung des 
Bevolkerungswachstums sei ... Wie ich bereits bemerkt habe, hat sich der Krieg in diesem Zusammen- 
hang nicht bewahrt, doch vielleicht werden sich die bakteriologischen Waffen als effektiver erweisen. 
Wenn man in jeder Generation einmal den Schwarzen Tod in der ganzen Welt verbreiten wurde, konnten 
sich die Uberlebenden ungehindert fortpflanzen, ohne die Weltzu vol I werden zu lassen. ... 
Eine wissenschaftliche Weltgesellschaft kann niemals stabil sein ohne eine Weltregierung ... 
Es wird notig sein, Mittel und Wege zur Verhinderung eines weiteren Zuwachses der Weltbevolkerung zu 
finden. Sollte dies anders geschehen als durch Kriege, Seuchen und Hungersnote, so wird es eine 
machtige Internationale Autoritat geben mussen. Diese Behorde sollte die Nahrungsmittel der Welt an die 
verschiedenen Nationen im Verhaltnis zu ihrer Bevolkerung verteilen. Wenn eine Nation in der Folge ihrer 
Bevolkerungszahl steigen laBt, sollte sie nach dieser Rechnung nicht mehr Lebensmittel erhalten. 
Das Motiv, die Bevolkerungszahl nicht steigen zu lassen, ware also unwiderstehlich. " 122 
Tatsachlich sehr unwiderstehlich! Diese Sozialisten mit ihren sanften Worten machen keinen SpaR. Einer 
der bekanntesten „UmweltschGtzer" und FGrsprecher einer Bevolkerungskontrolle ist Jacques Cousteau. 
In einem Interview mit der UNESCO-Publikation Courier vom November 1 991 kam Cousteau zur Sache: 
„Was sollten wir tun, urn das Leiden und Krankheiten auszuschalten? Beides ist eine wunderbare Idee, 
aber auf lange Sicht moglicherweise nicht nutzbringend. Wenn wir dieses umzusetzen versuchen, 
gefahrden wir vielleicht die Zukunft unserer Art. Es ist schrecklich, dies sagen zu mussen: Die 
Weltbevolkerung muB stabilisiert werden, urn dies zu erreichen, muBten taglich 350.000 Menschen 
verschwinden. Es ist geradezu schrecklich, daran auch nur zu denken, und wir sollten es schon gar nicht 
aussprechen. Doch es nicht zu sagen istgenauso schlimm."' 23 [9, Seite 581-588] 

Die USA als okologischer SLindenbock 

Die Anwendung von Zwang ist ein wichtiger Punkt in diesen Planen. Von den Menschen der 
Industrienationen wird nicht erwartet, daR sie freiwillig kooperieren. Also mussen sie gezwungen werden. 
Sie werden es nicht mogen, wenn man ihre Nahrung fur eine globale Verteilung wegnimmt. Sie werden 
nicht zustimmen, wenn sie von einer Weltbehorde mit Steuern belegt werden, urn weit entfernte politische 
Projekte damit zu bezahlen. Sie werden nicht freiwillig ihre Autos aufgeben oder in kleinere Hauser 
umziehen oder in Gemeinde-Baracken, urn den Umverteilungsquoten einer UN-Behorde GenGge zu tun. 
Das Mitglied des Club of Rome, Maurice Strong, erlautert das Problem wie folgt: 

„Tatsachlich begehen die Vereinigten Staaten eine okologische Aggression gegen den Rest der Welt ... 
Auf dem militarischen Gebiet sind die Vereinigten Staaten der Aufseher. Auf dem Umweltschutzgebiet 
sind die Vereinigten Staaten dagegen das groBte Risiko ... Eines der groBten Probleme des Landes sind 
die Energiepreise ..., sie sind viel zu niedrig ... Es ist klar, daB der gegenwartige Lebensstil und die 
Verbrauchergewohnheiten einer wohlhabenden Mittelklasse ..., ein hoher Verbrauch von Fleisch, groBen 
Mengen von Fertignahrung und Tiefkuhlprodukten, der allgemeine Besitz von Automobilen, zahlreichen 
Haushaltsgeraten, Klimaanlagen zu Hause und am Arbeitsplatz ..., das Wohnen in riesigen Vororten ..., 
auf Dauer nicht zu halten sein werden. " ,24 

... Wer ist eigentlich dieser Maurice Strong, der die USA als okologischen Aggressor gegen die Welt 
betrachtet? Lebt er in Armut? Stammt er aus einem rGckschrittlichen Land, das Amerika seinen 
Wohlstand neidet? Lebt er selbst in bescheidenen Verhaltnissen unter Verzicht auf jeden Konsum, urn 
unsere natGrlichen Ressourcen zu schonen? Keineswegs. Er ist einer der reichsten Manner der Welt. Er 
lebt und reist in groRem Komfort. Er ist ein groRzGgiger Gastgeber. Zusatzlich zu der Tatsache, dal3 er 
groRen personlichen Reichtum, erworben in der Olindustrie Kanadas (die er mithalf zu verstaatlichen), 
sein eigen nennt, war Maurice Strong Generalsekretar des Weltgipfels von 1992 in Rio, Leiter der UN 
Conference on Human Environment 1972 in Stockholm, der erste Generalsekretar des UN- 
Umweltschutzprogramms, Prasident der World Federation of United Nations, Vizevorsitzender des 
Weltwirtschaftsforums, Mitglied des Club of Rome, Treuhander des Aspen-Institutes und einer der 
Direktoren der World Future Society. Das ist wahrscheinlich viel mehr, als den Leser eigentlich 
interessieren mag, doch es ist wichtig fur das Verstandnis der folgenden Seiten. 



121 Siehe Martin, S. 171, 325, 463-469 

122 Bertrand A. W. Russel, The Impact of Science on Society (New York: Simon and Schuster, 1953), S. 103f., 111 

123 Courrierde' I Unesco, November 1991, S.13 

124 „Ecology Remedy Costly", Sacramento Bee, 12. Marz 1992, S. A8 

„Wenn wir uns nicht andern, wird unsere Spezies nicht uberleben. ... Often gesagt, wir konnten zu dem Punkt 
gelangen, wo der einzige Weg, die Erde zu retten der Kollaps der industriellen Zivilisation ware." 
Maurice Strong, erster Chef der UNEP, Organisator der Rio-Konferenz und heute Chefberater Kofi Annan's, 
zitiert in National Review, 1. Sept. 1997 

81 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Ein Komplott fur Wirtschaftskrisen 

Maurice Strong glaubt - Oder behauptet, das zu glauben-, die Okosysteme der Welt konnten nur erhalten 
werden, wenn die wohlhabenden Nationen zur Senkung ihres Lebensstandards gebracht werden 
konnten. Produktion und Konsum mGRten eingeschrankt werden. Zur Erreichung dieses Zieles mGRten 
sich diese Nationen der Rationierung, der Besteuerung und der politischen Herrschaft einer Weltregierung 
unterwerfen. Wahrscheinlich wurden sie nicht freiwillig tun, meint er, und deshalb mGsse man sie 
zwingen. Um das zu erreichen, sei es notwendig, eine weltweite Wahrungskrise herbeizufGhren, um die 
Wirtschaftssysteme zu zerstoren. Dann bliebe ihnen keine Wahl, als die Hilfe und Kontrolle der UN 
anzunehmen. 

Diese Strategie wurde in der Mai-Ausgabe 1990 des kanadischen Magazins West enthullt. In dem Artikel 
mit der Uberschrift „Der Zauberer von Baca Grande" schrieb der Journalist Daniel Wood Gber seine 
Erfahrungen wahrend eines mehrwochigen Aufenthaltes auf Strongs Ranch in Colorado. Auch solche 
CFR-GroRen wie David Rockefeller, AuRenminister Henry Kissinger, der Grunder der Weltbank, Robert 
McNamara, und die Prasidenten solcher Unternehmen wie IBM, PanAm und Harvard waren dort schon zu 
Gast gewesen. Wahrend Woods Aufenthalt auf der Ranch auRerte sich der Industriemagnat offenherzig 
zu Fragen des Umweltschutzes und der Politik. Um seine Ansichten Gber die Welt zu auRern, berichtete 
er von seinem Plan, einen Roman Gber eine Gruppe von fuhrenden Leuten der Welt zu schreiben, die 
gemeinsam den Planeten retten wollten. Wahrend sich die Geschichte entfaltete, wurden ihm immer 
klarer, daR die Story auf realen Personen und tatsachlichen Ereignissen beruhte. Wood berichtet 
weiterhin: Jedes Jahr, so erklarte er den Hintergrund der Romangeschichte, versammele sich das 
Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz. Uber 1000 Premierminister, Finanzminister und fuhrende 
Akademiker treffen sich jeden Februar und beraten uber die Wirtschaftsfragen des kommenden Jahres. 
Dieses ist der Hintergrund. Und dann fragt er: „Was ware, wenn eine kleine Gruppe dieser weltweit 
bedeutenden Personlichkeiten zu der SchluBfolgerung gelangten, das groBte Risiko fur die Erde 
erwachse aus den Handlungen der reichen Staaten? Wenn die Welt uberleben soil, muBten die reichen 
Staaten eine Verpflichtung unterschreiben, ihren EinfluB auf die Umwelt zu reduzieren. Werden sie dies 
tun? ... Die Gruppe meint „nein", die reichen Lander werden dies nicht tun, werden sich nicht andern. Um 
also den Planeten zu retten, fragt die Gruppe: Besteht nicht die einzige Hoffnung unseres Planeten darin, 
daB die industrialisierten Zivilisationen zusammenbrechen? Ist es dann nicht unsere Pflicht, 
nachzuhelfen?" „Diese Gruppe von Weltfuhrem", fahrt er fort, „bilden eine Geheimgesellschaft, um den 
wirtschaftlichen Zusammenbruch zu beschleunigen. Es ist Februar. Sie befinden sich alle in Davos. Dies 
sind keine Terroristen, es sind Weltfuhrer. Sie haben sich Namen gemacht an den Rohstoff- und 
Aktienmarkten der Welt. Mit Hilfe ihres Zugangs zu Borsen und Computern und Goldvorraten haben sie 
eine Panik verursacht. Dann verhindern sie die SchlieBung der Aktienmarkte. Sie blockieren alles. Sie 
heuern Soldner an, um die anderen Fuhrer als Geiseln festzuhalten. Die Markte konnen nicht schlieBen, 
die reichen Lander ..." Und Strong schnippt mit den Fingern, als wurde er eine Zigarettenkippe aus dem 
Fenster befordern. Gebannt sitze ich da. Hier spricht nicht irgendein Geschichtenerzahler - es ist Maurice 
Strong. Er kennt diese Beruhmtheiten. Er ist sogar Vizeprasident des Rates des Weltwirtschaftsforums. Er 
sitzt an den Schalthebeln der Macht. Er ware in der Lage, es tatsachlich zu tun. „Wahrscheinlich sollte ich 
so etwas nicht sagen", meinte er. 12S 

Wahrscheinlich sollte man Maurice Strongs phantasievolle Geschichte nicht zu ernst nehmen, zumindest 
nicht als wortliche Vorhersage der Zukunft. Es ist unwahrscheinlich, daR sich die Ereignisse so entfalten 
werden, wenn es auch nicht unmoglich ware. Zum einen ware es nicht notwendig, die FGhrer der 
Industrienationen gewaltsam festzuahlten. Wenn schon, dann waren sie diejenigen (Marionetten), die 
diese Geschichte umsetzen. Die FGhrer der Entwicklungslander besitzen nicht einmal die Moglichkeit, 
eine globale Krise herbeizufGhren. Dies mGRte in den Finanzzentren von New York, London oder Tokyo 
stattfinden. AuRerdem saRen die fGhrenden Kopfe der Forderung nach einer Weltregierung stets 
ausschlieRlich in den Industrielandern. Sie kamen aus den Reihen des CFR in Amerika und aus anderen 
internationalen Vereinigungen in England, Frankreich, Belgien, Kanada, Japan und so weiter. Sie sind die 
ideologischen Nachfolger von Cecil Rhodes und erfGllen seinen Traum. Es ist unwichtig, ob Maurice 
Strongs Szenario fur eine globale Wirtschaftskatastrophe wortlich genommen werden muR oder nicht. 
Von Bedeutung ist nur, daR Manner wie er so denken. Wie Wood richtig meinte, waren sie dazu in der 
Lage. Oder zu etwas ahnlichem. Und wenn es nicht dieses Szenario ist, werden sie sich ein anderes mit 
vergleichbaren Folgen ausdenken. Wenn die Geschichte irgend etwas bewiesen hat, dann dies: Auch 
Manner mit groRer finanzieller und politischer Macht sind durchaus fahig zu scheuRlichen Anschlagen auf 
ihre Mitmenschen. Sie haben Kriege angezettelt, ZusammenbrGche herbeigefGhrt und Hungersnote 
angestiftet, wenn es in ihre personlichen Plane paRte. Es gibt wenig Grund anzunehmen, daR die groRen 
FGhrer von heute heiliger seien als ihre Vorganger. AuRerdem dGrfen wir uns nicht tauschen lassen von 
der angeblichen Sorge um Mutter Erde. Der Ruf zu den Waffen, um den Planeten zu retten, ist ein 
riesiger Trick. Es steckt gerade genug Wahrheit in der Umweltverschmutzung, um die Show glaubwGrdig 
zu machen, wie The Report from Iron Mountain ausdrGckte, aber die Endzeit-Szenarios, welche die 



125 „The Wizard of Baca Grande" von Daniel Wood in: West Magazin, Mai 1990, S.35 

82 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Bewegung in Schwung halten, sind eine Schwindelei. Das einzige 
tatsachliche Ziel besteht nur in der Weltregierung, dem letzten 
Weltgericht-Mechansimus, aus dem es kein Entkommen gibt. Die 
Zerstorung der wirtschaftlichen Kraft der Industrienationen ist eine 
unerlaGliche Voraussetzung dafGr, sie in dem globalen Netz zu 
fangen. Der VorstoG unserer okologischen Bewegung zielt genau in 
diese Richtung. ...Nichts davon ist Zufall. Es handelt sich urn die 
Erfullung eines Planes der Mitglieder des CFR, der innerhalb der 
Vereinigten Staaten eine Schattenregierung bildet. Sein Ziel ist die 
absichtliche Schwachung der Industrienationen als Voraussetzung 
zur Schaffung einer Weltregierung auf den Prinzipien des 
Sozialismus, in der sie selbst fuhrende Rollen Gbernehmen mochten. 
[9,589-593,595] 

John D. Rockefeller III (rechts) ubergibt am 25. Marz 1947 einen Scheck in Hone von 8,5 Millionen 
Dollar an Trygve Lie, den ersten Generalsekretar der Vereinten Nationen. Das Geld ist fur den 
Erwerb eines Grundstiicks auf Manhatten Island bestimmt, auf dem das Gebaude der UN errichtet 
werden sollte. Uber den AusschuB fur Auswartige Beziehungen (CFR) befanden sich die 
Rockefellers in der Vorfront der Bewegung fur eine Weltregierung, die auf den Grundsatzen des 
Sozialismus und des Feudalismus gegriindet werden sollte. Sie hegten keinen Zweifel, dali sie 
und ihresgleichen in anderen Landern die Kontrolle behalten wurden. [9, 452] 

Bank-„Bailout" und mehr Inflation 

Der wichtigste Teil der Notenformen bestand darin, den Banken mit Steuergeld aus der Patsche zu 
helfen. Nicht bediente Auslandsdarlehen wurden vom IWF/von der Weltbank Gbernommen, und die in 
finanzielle Schwierigkeiten geratenen Unternehmen bekamen Unterstutzung von der Regierung, 
verschleiert als Kredite, die, wie jedermann wuGte, niemals zuruckgezahlt werden wurden. Als nachstes 
wurden die Banken verstaatlicht, zumindest teilweise. Im Austausch filr die finanzielle Unterstutzung 
Gbertrugen sie der Regierung groGe Aktienpakete, so dal3 diese nun wie ein Geschaftspartner tatig 
werden konnte. Schon vorher standen die Unternehmen unter starker staatlicher Beaufsichtigung, bis hin 
zur Bestimmung ihrer Gewinne, der Dividenden und Vorstandsgehalter. Es war die Methode, Wettbewerb 
zu vermeiden und Profite sicherzustellen. Finanzleute und Politiker haben stets in einer verborgenen 
Partnerschaft zusammengearbeitet, und dieses Verhaltnis wurde nun lediglich besser sichtbar. ... 
Zehn Monate sind inzwischen vergangen. Das neue Geld flieBt durch die Wirtschaft. Der Geldvorrat 
wurde von den ..Bailouf-MaGnahmen vergroGert und auGerdem durch die weiteren Zahlungen fur 
Wohlfahrt, das Gesundheitswesen, Zinsen auf die nationale Verschuldung und die Auslands- 
unterstGtzung, die allesamt steil nach oben gingen. Die Inflation wurde institutionalisiert. 
Der Dollar wurde als De-facto-Weltwahrung vom Thron gestoGen. Auslandische Investoren und Banker 
hatten keinen Bedarf mehr an Dollars. Sie schickten sie dorthin zuruck, wo sie hergekommen waren: in 
die Vereinigten Staaten von Amerika. Mehr als ein Billion Dollar gelangten an die KGsten zuruck wie 
riesige heimkehrende Traubenschwarme, die den Himmel von Horizont zu Horizont erfullen. Sie kaufen 
unsere KGhlschranke, Autos, Computer, Flugzeuge, Frachtschiffe, Panzer, BGrogebaude, Fabriken und 
GrundstGcke. Dabei werden die Preise in Hohen getrieben, die vor einem Jahr noch unmoglich schienen. 
Eine einzelne Briefmarke kostet so viele Dollars wie fruher ein Fernsehgerat. ... 

Nach dem Crash von 1929 war der Vorrat an Papiergeld begrenzt, denn es wurde noch von Silber 
gedeckt, und dessen Menge war beschrankt. Wer damals Geld besaG, konnte Aktiva von denen 
erwerben, die keine besaGen. Da die Preise fielen, konnte man urn so mehr kaufen, je langer man seine 
Dollars behielt. Nun aber ist es genau umgekehrt. Nichts unterstGtzt den Geldvorrat auGer die Politik. Es 
gibt keine Beschrankung fur die Geldmenge, die sich erzeugen laGt. Es ist nur eine Frage des Druckens 
und Auslieferns. Geld gibt es im UberfluG, und die Preise steigen. Wer Geld besitzt, gibt es so rasch wie 
moglich aus, weil er weitere Kaufkraftverluste befGrchtet. In den 1930er wollte jeder Dollars haben. Jetzt 
will jeder sie loswerden. Die ..Emergency Banking Regulation No. 1" aus dem Jahr 1961 ermachtigte den 
Finanzminister ohne vorherige Zustimmung des Kongresses, Banknoten, Sparkonten oder Tresorfacher 
zu sperren. Er durfte demnach auch Renten, Preise, Gehalter und Stundenlohne festlegen und eine 
Rationierung einfGhren. Dies sollte fur den ..Fall eines Angriffes auf die Vereinigten Staaten" passieren. 

Dieser Satz wurde inzwischen geandert zu fur den Fall eines nationalen Notstandes". Die Federal 

Emergency Management Agency (FEMA) wurde ausgeweitet, urn die Bestimmungen des 
Finanzministeriums auszufGhren. Die FEMA besitzt auch die Kompetenz, „lm Fall eines nationalen 
Notstandes" BGrger festzuhalten und zwangsweise umzusiedeln." 126 [9, Seite 601 -603] 



126 Auszug aus der Liste der Exekutiven Annordnung der FEMA 

No. 10995 - Beschlagnahme aller Kommunikationsmedien in den USA 

No. 1 1 000 - Einzug der ganzen amerikanischen Bevolkerung in Arbeitsgruppen unter der Bundesaufsichtsbehorde. 

Hinzu kommt noch, sollte es notig sein, die Teilung der Familien, gemaB der Plane der Regierung. 

No. 1 1 004 - Beschlagnahme aller Hauser und Finanzvollmachten, um Zwangsumsiedlungen zu errichten. ... 

No. 11002 - Erm achtigung des P ostste lie nle iters zur Reg is trie ru n g aller Manner, Frauen und Kinder in den USA 

83 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




New World Order - die totale Uberwachung 

The elitist Rockefeller sons would sometimes „joke" about which parts 
of the world they would each control according to biographer Peter 
Collier, carving the world up into different thiefdoms. Collier's 
admission that there was ..something really behind the joke" is an 
understatement considering the revelations of the late Aaron Russo 
about what Nicholas Rockefeller told him. The admission is taken from 
a segment of a History Channel documentary about the Rockefeller 
family which hit You Tube today. „Sometimes they would joke about it, 
they would say well David gets Europe, Nelson's gonna have Latin 
America, and you know John D. the third gets Asia and then they'd 

Bild 19: Aaron Russo 
make some joke about what Winthrop got, you know which would be something like Arkansas - but 
nonetheless there was something really behind the joke," states Peter Collier. Of course the so-called 
„joke" was a thin veil for the fact that by the end of the 1950's the Rockefellers had become the pre- 
eminent elitist family and controlled huge swathes of economies, infrastructure, media and business 
worldwide. Revelations on behalf of the late Aaron Russo concerning what Nicholas Rockefeller told him 
about his family's predatory control of the planet were explicit in their honesty and scale. Nick Rockefeller 
told Russo in advance that an ..event" would precipitate the invasion of Afghanistan so the U.S. could run 
oil pipelines through the country before invading Iraq and establishing military bases throughout the 
Middle East. He also stated that we would see soldiers looking in caves in Afghanistan and Pakistan for 
Osama bin Laden and that there would be an ..Endless war on terror where there's no real enemy and the 
whole thing is a giant hoax," so that Jhe government could take over the American people," according to 
Russo, who said that Rockefeller was cynically laughing and joking as he made the astounding prediction. 
This was all related to Russo nearly a year before 9/1 1 happened. 

Hollywood director and documentary film maker Aaron Russo has gone in-depth on the astounding 
admissions of Nick Rockefeller, who personally told him that the elite's ultimate goal was to create a 
microchipped population. ... Rockefeller also told Russo that his family's foundation had created and 
bankrolled the women's liberation movement (feminism, emancipation) in order to destroy the 
family 127 and that population reduction was a fundamental aim of the global elite. 

Aaron Russo: ..What are you doing this for? Whaf s the point of this 
thing? You have all the money in the world you'd ever want. You 
have all the power. I said you're hurting people. (It's not a good 
thing.) And he would say: What do you care about the people for? 
Take care of yourself, and take care of your family and then I said 
to him: "what are the ultimate goals here?" 

The answer of Nick Rockefeller: „The ultimate goal is to get 
everybody in this world chipped with an RFID Chip 128 and have 
all money be on those chips and everything on those chips, and if 
anybody wants to protest what we do or violate what we want, we 
just turn off the chip." 
Bild 20: Nick (Nicholas)Rockefeller 
Rockefeller also related how members of the elite were obsessed by creating a world identification society 
where people had to carry ID cards and prove who they were at all times. During one conversation, 
Rockefeller asked Russo if he was interested in joining the Council on Foreign Relations (CFR) but Russo 
rejected the invitation, saying he had no interest in ..enslaving the people" to which Rockefeller coldly 
questioned why he cared about the ..serfs." (Diener) 

„/ used to say to him what's the point of all this," said Russo, „you have all the money in the world you 
need, you have all the power you need, what's the point, what's the end goal?" (Hauptziel) to which 
Rockefeller replied (paraphrasing): Jhe end goal is to get everybody chipped, to control the whole 
society, to have the bankers and the elite people control the world. " 

Rockefeller also told Russo that his family's foundation had created and bankrolled the women's liberation 
movement in order to destroy the family and that population reduction was a fundamental aim of the 
global elite. Watch a clip of Russo's interview with Alex Jones in which he details the admissions of 
Rockefeller below. 




127 http://video. google. com/videoplay?docid=-325448877721 52931 98 (1 9.30min) 
http://video.google.com/videoplay?docid=542075383042659091 8 (29.00min) 

8 Winzige Radiofrequenz- oder Funk-Chips, die uber GPS-Ortung eine totale Uberwachung ermoglichen (wiirden). 
Die meisten sind kleiner als ein Fingernagel und lassen sich (auch) unter die Haut implantieren. 
.....Die britische Regierung will auBerdem Haftlingen einen RFID-Chip implantieren, um sie wahrend eines 
Hausarrests uberwachen zu konnen und so die uberfullten Gefangnisse zu entlasten." 
27. Januar 2008, Welt, von Daniel Hautmann 

84 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Aaron Russo iiber Nick Rockefeller 

Aaron Russo war ein judisch-amerikanischer Geschaftsmann, Filmemacher, politische Figur der US- 
amerikanischen Libertarian Party und Steuerreform-Aktivist. Er verstarb am 24.8.2007 an Krebs. Aaron 
Russo war mit Nicholas (Nick) Rockefeller befreundet. In einem Gesprach mit Nick Rockefeller hatte 
dieser - als ein Vertreter der sogenannten „Elite" - unvorsichtigerweise Teile der Verwirklichung der 
„Neuen Weltordnung" herausgelassen. Rockefeller erzahlte Russo von dem Plan, der gesamten 
Bevolkerung Mikrochips zu implantieren und warnte ihn elf Monate vor dem 11. September 2001 vor 
einem „Ereignis, das uns erlauben wird, Afghanistan und den Irak anzugreifen". Laut Rockefeller wGrde 
der Krieg gegen den Terror ein Schwindel sein, bei dem Soldaten in Hohlen nach nicht-existierenden 
Feinden suchen. Rockefeller erzahlte Russo auch, daR die Stiftung seiner Familie die Frauenbewegung 
(women's liberation movement) gegrGndet und finanziert hat, urn die Familie zu zerstoren und daR die 
Bevolkerungsreduktion ein grundsatzliches Ziel der globalen Elite sei. 

Wahrend eines Gesprachs fragte Rockefeller Russo, ob er daran interessiert sei in den Rat fur 
Auswartige Beziehungen (Council of Foreign Relations - CFR) beizutreten, aber Russo lehnte die 
Einladung ab, indem er sagte, daR er kein Interesse daran hatte „Leute zu versklaven", worauf 
Rockefeller kaltschnauzig fragte, weshalb er denn sich so urn die „Leibeigenen" kummere? 

„lch erklarte ihm worum es bei dieser Sache geht", legte Russo dar, „sie haben alles Geld der Welt das 
sie brauchen, sie haben alle Macht die sie brauchen, was ist der Punkt, was ist das Endziel („main goal") 
?", worauf Rockefeller antwortete: „Das Endziel ist, jedem einen Chip zu implantieren urn die gesamte 
Gesellschaft zu kontrollieren, damit die Bankiers und die Leute von der Elite die Welt beherrschen 
konnen". Rockefeller versicherte Russo sogar, falls er der Elite beitreten wGrde, sein Chip speziell 
markiert wGrde urn Gbertriebene Untersuchungen durch die Behorden zu vermeiden. 
Rockefeller betonte oftmals eindringlich seine Idee „daR die Menschen beherrscht werden mGssen" durch 
eine Elite und eines der Werkzeuge solch einer Macht in der Reduktion der Bevolkerung liege, daR es „zu 
viele Menschen auf der Welt gabe" und die Zahl der Weltbevolkerung urn mindestens die Halfte reduziert 
werden soil. Hier sehen Sie Aaron Russo in einem Interview mit Alex Jones, in dem er Gber sein 
Gesprach mit Nick Rockefeller berichtet. Ein an Alex Jones von der Russo-Familie zugesandtes Foto 
bestatigt dieses Gesprach mit Nick Rockefeller. 

Die Herrschaft der Partei (Eliten) wahrt ewig. Machen Sie das zum Ausgangspunkt all ihrer 

Uberlegungen. ... Sagen Sie mir jetzt, warum wir uns an die Macht klammern. Was ist unser Motiv? 
Warum sollten wir uns die Macht wGnschen? Los, reden Sie", setzte er hinzu, als Winston stumm blieb. 
Trotzdem schwieg Winston noch einige Augenblicke. Er empfand UberdruR. ... Er wuRte im voraus, was 
O'Brien sagen wGrde. DaR die Partei nicht sehnsGchtig nach der Macht strebte, sondern nur zum Wohle 
der Mehrheit. DaR sie nach der Macht griff, weil die Menschen in der Masse schwache, feige Kreaturen 
waren, die weder die Freiheit ertragen noch der Wahrheit ins Gesicht blicken konnten und deswegen von 
anderen, die starker waren als sie, beherrscht und systematisch betrogen werden muRten (Seite 314, 
31 5). ... „lch werde Ihnen jetzt die Antwort auf meine Frage geben. Sie lautet wie folgt: 
Die Partei strebt nur aus eigenem Interesse nach der Macht. Das Wohl anderer interessiert uns nicht; uns 
interessiert einzig die Macht. Weder Reichtum noch langes Leben und GIGck: nur Macht, reine Macht. ... 
Wir wissen, daR niemand die Macht je in der Absicht ergreift, sie wieder abzugeben. Macht ist kein Mittel, 
sondern ein ENDZWECK. Man errichtet keine Diktatur, urn eine Revolution zu garantieren; man macht die 
Revolution, urn die Diktatur zu errichten. Das Ziel der Verfolgung ist die Verfolgung. Das Ziel der Folter ist 
die Folter. Das Ziel der Macht ist die Macht. Begreifen Sie nun endlich?" (Seite 316) ... „Die wahre Macht, 
die Macht, urn die wir Tag und Nacht kampfen mGssen, ist nicht die Macht Gber Dinge, sondern Gber 
Menschen." (Seite 319) ... „Macht bedeutet, den menschlichen Geist zerpflGcken und dann nach eigenem 
GutdGnken in neuer Gestalt wieder zusammensetzen zu konnen. Sehen Sie jetzt allmahlich, was fur eine 
Art Welt wir erschaffen? ... Die alten Zivilisationen behaupteten, auf Liebe und Gerechtigkeit gegrGndet zu 
sein. Unserer ist auf HaR gegrGndet. In unserer Welt wird es keine GefGhle geben auRer Angst, Wut, 
Triumph und Selbsterniedrigung. Alles andere werden wir zerstoren - alles. Wir rotten bereits die 
Denkweisen aus, die noch aus der Zeit vor der Revolution Gberlebt haben. Wir haben die Bande zwischen 
Kind und Eltern, zwischen Mensch und Mensch, zwischen Mann und Frau durchtrennt. Keiner traut mehr 
(s)einer Ehefrau, einem Kind Oder einem Freund. Doch in Zukunft wird es keine Ehefrauen und Freunde 
mehr geben. Die Kinder werden ihren MGttern gleich bei der Geburt weggenommen werden, so wie man 
einer Henne die Eier wegnimmt. Der Sexualtrieb wird ausgerottet. Die Zeugung wird zu einer alljahrlichen 
Formalitat werden, wie die Erneuerung einer Lebensmittelkarte. ... Es wird nur noch die Loyalitat 
gegenGber der Partei („Eliten") geben und sonst keine. ... Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine 
Wissenschaft geben. Wenn wir allmachtig sind, werden wir die Wissenschaft nicht mehr notig haben." 
(Seite 320, 321 ) Auszug aus: Eric Arthur Blair, alias George Orwell, 1984 



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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 




Bild 21: ..Nationhood as we know it will be obsolete; all states will recognize a single, global 
authority." Links: Strobe Talbott (CFR), Time Magazine, 20. Juli 1992 

„NAFTA is not a conventional trade agreement but the architecture of a new international system." 
Rechts: Henry (geb. Heinz Alfred) Kissinger (CFR) L.A. Times, 18.Juli 1993 

... Weil dieses Spiel in einer Ausblutung des Wohlstandes der Industrienationen mundet, sind sie zu 
einem bestandigen Niedergang ihrer Wirtschaften verdammt; dieser Vorgang begann in Bretton Woods. 
Das Ergebnis ist das Absinken ihres Lebensstandards und ihr Abschied als unabhangige Nationen. Die 
verborgene Wirklichkeit hinter sogenannter Entwicklungshilfe ist die Zerruttung Amerikas und anderer 
Industrienationen. Das ist kein Unfall; es ist die Absicht des Planes. Eine starke Nation wird kaum ihre 
Souveranitat aufgeben. Amerikaner wurden nicht freiwillig ihre Wahrung, ihr Militar oder ihre Gerichte 
einem Weltsystem aus Regierungen uberlassen, die sich despotisch gegenuber ihren eigenen 
Landsleuten verhalten haben, und schon gar nicht, weil diese Regime haufig anti-amerikanische 
Feindseligkeit offenbart haben. Doch wenn Amerikaner soweit gebracht werden, daR sie unter dem 
Zusammenbruch ihrer Wirtschaft und des Rechtssystems leiden, wird sich das andern. Wenn sie vor 
Lebensmittelgeschaften anstehen 129 und Anarchie in ihren StraRen sehen, werden sie bereitwilliger sein, 
ihre Souveranitat aufzugeben im Austausch fur eine „Unterstutzung" der Weltbank und eine UN- 
„Friedenstruppe". Dies wilrde sogar annehmbarer sein, wenn man es schafft, den Kommunismus vor 
seiner Zeit abzuschaffen, damit es so aussieht, als waren die groRen politischen' Systeme dieser Welt in 
dem gemeinsamen Nenner „soziale Demokratie" aufgegangen. [9, Seite 135] 

Henry Kissinger (hebraeisch: Avraham Ben Elazar), Mitglied der Bilderberg Group, des CFR sowie der 
Trilateral Commission, erklarte bei der Bilderberg-Konferenz 1991 im franzosischen Evians: 
„Heute ware Amerika entzurnt wenn UN-Truppen in Los Angeles einmarschieren urn die Ordnung 
wiederherzustellen. Morgen ware (Amerika) dankbar! Dies ist besonders zutreffend wenn den Leuten 
gesagt werden wurde, daB es eine externe Bedrohung von jenseits (der Erde) gabe, egal ob real oder nur 
verkundet, welche unsere gesamte Existenz bedrohe. Dann wurden alle Volker der Welt darum betteln, 
von diesem Obel erlost zu werden. Was jeder Mensch furchtet ist das Unbekannte. Konfrontiert mit 
diesem Szenario, werden individuelle Rechte aufgegeben werden fur die von der Weltregierung erklarte 
Garantie ihres Wohlergehens. " 

Gary Allen (Die Rockefeller Papiere) schreibt auf Seite 70: „Der Rat fur Auswartige Beziehungen hat 
seinen Sitz in New York und besteht aus einer Elite von knapp 1600 der Insider des Establishments aus 
der Hochfinanz, den Hochschulen, der Politik, des Handels, der Stiftungen und der Massenmedien". 
Und weiter auf Seite 75: „Zu Beginn seiner Regierungszeit hatte Nixon mindestens 1 15 CFR-Mitglieder in 
Schlusselpositionen gebracht. ... Vielleicht der wichtigste und ganz gewiS der prominenteste unter all 
diesen Insidern des Establishments ist Henry Kissinger." Er ist in der Rockefeller-Foundation groR 
geworden und er vertrat deren Interessen als Schatten-AuRenminister unter, in Wahrheit Gber Nixon. 
„Kiss" bestimmte die auRenpolitische Richtung verschiedener Prasidenten. Er war verantwortlich fur den 
Pinochet-Putsch, die Bombardierung von Kambodscha, den Umsturz in Bangladesh, Ost Timor, also eine 
Politik, die Millionen von Toten zur Folge hatte. 

„ln the next century, nations as we know it will be obsolete; all states will recognize a single, global 

authority. National souvereignty wasn't such a great idea after all." 

Strobe Talbot, President Clinton's Deputy Secretary of State, as quoted in Time, July 20th, 1 992. 



129 „Beherrsche die Energie, und du beherrschst die Nationen. Beherrsche die Nahrung, und du beherrschst die 

Menschen." Henry Kissinger 

„So we say to all peoples and governments: Let us fashion together a new world order." 

Henry Kissinger, in address before the General Assembly of the United Nations, October 1 975 

„(The New World Order) cannot happen without U.S. participation, as we are the most significant single component. 

Yes, there will be a New World Order, and it will force the United States to change it's perceptions." - 

Henry Kissenger, World Affairs Council Press Conference, Regent Beverly Wilshire Hotel , April 19th 1994 

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



„The New World Order will have to be built from the bottom 
up rather than from the top down.. .but in the end run around 
national sovereignty, eroding it piece by piece will 
accomplish much more than the old fashioned frontal 
assault." CFR member Richard Gardner, April 1974 

„To achieve world government, it is necessary to remove 
from the minds of men, their individualism, loyalty to family 
traditions, national patriotism and religious dogmas." 130 
Dr. G. Brock Chisholm, Oct. 1945, von 1948-1953 Generaldirektor 
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UN 

Bild 22: Arthur Schlesinger, Brent Scowcroft 

„We believe we are creating the beginning of a new world order coming out of the collapse of the U.S. 
Soviet antagonisms." Brent Scowcroft (August 1990), quoted in the Washington Post, May 1991 




The Trilateral Commission is intended to be the vehicle for multinational consolidation of the commercial 
and banking interests by seizing control of the political government of the United States. The Trilateral 
Commission represents a skillful, coordinated effort to seize control and consolidate the four centers of 
power-Political, Monetary, Intellectual, and Ecclesiastical." U.S. Senator Barry Goldwater from his 1964 
book No Apologies" 

„Deshalb ziehe ich es vor, langsam vorzugehen und die Souveranitat StGck fur Stuck zu zerbrechen, und 
dabei plotzliche Ubergange von den nationalen zu Befugnissen des Bundes zu vermeiden." 
Guiliano Amato, ehemaliger Innenminister Italiens, gestaltete mit die Ausarbeitung des Lissaboner Vertrages, aus: 
Interview La Stampa, 12. Juli 2000 

Aus der Symbiose von EU und NATO entwickelt sich, wie es Robert Cooper, ehemaliger Berater von 
Javier Solana ausdruckte, die EU als die weitreichendste Form imperialer Ausdehnung. In seinem 2003 
erschienen Buch The Breaking of Nations: Order and Chaos in the 21st Century: „Die postmoderne 
europaische Antwort auf Bedrohung besteht darin, das System eines kooperativen Imperiums immer 
weiter auszudehnen." In die gleiche Richtung geht die Transatlantische Burgermeisterinitiative" von Felix 
Rohatyn und John Kornblum. 

„Tne most powerful clique in these (CFR) groups have one objective in common: they want to bring about 
the surrender of the sovereignty and the national independence of the U.S. They want to end national 
boundaries and racial and ethnic loyalties supposedly to increase business and ensure world peace. What 
they strive for would inevitably lead to dictatorship and loss of freedoms by the people. The CFR was 
founded for „the purpose of promoting disarmament and submergence of U.S. sovereignty and national 
independence into an all-powerful one-world government." Harpers, July 1958 

„Once the ruling members of the CFR shadow government have decided that the U.S. Government 

should adopt a particular policy, the very substantial research facilities of (the) CFR are put to work to 

develop arguments, intellectual and emotional, to support the new policy, and to confound and discredit, 

intellectually and politically, any opposition." 

„Tne main purpose of the Council on Foreign Relations is promoting the disarmament of U.S. sovereignty 

and national independence and submergence into an all powerful, one world government." 

- Admiral Chester Ward, former CFR member and Judge Advocate General of the U.S. Navy 

„ We are not going to achieve a new world order without paying for it in blood as well as in words 
and money." Arthur Schlesinger, Jr., in Foreign Affairs (July/August 1995) 

„Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir benotigen, ist die eine richtig 
grolie Krise, und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren." 131 

David Rockefeller am 23.09.1 994 vor dem US Business Council 



„Um die Weltregierung zu verwirklichen, ist es notwendig, den Individualismus, die Loyalitat zur Familie, 
das NationalbewuBtsein und die religiosen Dogmen aus den Gedanken der Menschen zu eliminieren." 
131 Vergleichen wir die momentane Situation der Bundesrepublik: 

„...fest steht: Wir konnen die Sicherheit heute schon nicht mehr gewahrleisten. Wir sind mindestens beim Einsatz 
rund urn GroBdemonstrationen als Polizei schlicht uberfordert. Es rache sich, da(3 die Zahl der Polizisten im Vergleich 
zum Jahr 2000 urn rund 1 0.000 abgebaut worden ist, sich aber die Zahl der Aufgaben fur die Polizei stetig vermehrt 
hat. ... Mit der Finanzmarktkrise kommt uniibersehbar der scharfe Grundkonflikt urn Gerechtigkeit hinzu. ... 
AuBerdem muB die Politik endlich aufhoren, die gesellschaftspolitischen Probleme einfach der Polizei vor die FuBe zu 
kippen. Wir brauchen politische, keine polizeilichen Losungen der Konflikte." Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender 
der G d P , Polizeigewerkschaft warnt vor Ausschreitungen wegen Finanzkrise, 19.1 0.2008 

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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Zuriick zur Zukunft 

Nun folgt der vierte Ausdruck, der sich mit der Vergangenheit beschaftigt. Es handelt sich um eine Satire 
... und eine Warnung. 1949 schrieb George Orwell den klassischen Roman ,,1984". Darin behandelte er 
dieselben futuristischen Szenen, die nun vor uns liegen, wahrend wir in unserer Zeitmaschine sitzen. 
Sein einziger Irrtum scheint sich auf das Datum zu beziehen, das er zum Titel seines Buches wahlte. 
WGrde er es heute schreiben, so hieRe es 2054. Orwell beschrieb unsere Welt aufgeteilt in drei 
GroRregionen: Ozeania, Eurasia und Ostasien. Ozeania besteht dabei aus Gesamtamerika plus England 
und Australien und den Pazifischen Inseln; Eurasia ist Rutland und Kontinentaleuropa; Ostasien umfaRt 
China, Japan, Sildostasien und Indien. Diese Superstaaten befinden sich standig im Krieg miteinander. 
Diese Kriege werden nicht zur Eroberung des Feindes gefuhrt, sondern um die Bevolkerung zu 
kontrollieren. Die Menschen in diesen drei Territorien erdulden ihr Leid und die UnterdrGckung, weil Opfer 
zu Zeiten des Krieges eben notig sind. Die meisten der Kriegslisten aus dem Report from Iron Mountain 
finden sich ebenfalls in Orwells Erzahlung, doch er hat sie zuerst beschrieben. Die Denkfabrik war sogar 
bereit, Orwell als Quelle fur einige ihrer Konzepte zu nennen. Zum Beispiel erklarte die Gruppe von Iron 
Mountain zum Thema einer modernen und subtilen Form der Sklaverei: „Bisher wurde dies nur in 
Romanen vorgeschlagen, vor allem in den Werken von Wells, Huxley 132 , Orwell und anderen, die sich mit 
der imaginativen Soziologie der Zukunft befaBt haben. Doch die Phantasien der Werke Brave New World 
und 1984 schienen in den Jahren ach ihrer Veroffentlichung immer weniger plausibel. Die traditionelle 
Assoziation der Sklaverei mit antiken praindustriellen Kulturen sollte uns nicht die Augen davor 
verschlieSen, daB es auch eine Anwendung auf fortgeschrittene Arten einer sozialen Organisation geben 
konnte." 133 [9, Seite617] 

Eine Untersuchung der AFL-CIO aus dem Jahre 1 977 zeigte, daR trotz des Zuwachses in Dollar-Betragen 
die tatsachlichen Einkommen des durchschnittlichen Amerikaners (also das, was er sich wirklich dafur 
leisten konnte) inzwischen gesunken sind. Dieser Trend wurde 1980 vom Statistischen Bundesamt 
bestatigt. 1992 hat die Verbrauchervereinigung eine Untersuchung daruber angestellt, wie viele Stunden 
ein Mensch heute im Vergleich zu vor 30 Jahren arbeiten muR, um sich bestimmte Guter leisten zu 
konnen. Die Untersuchung kam zu dem SchluR: 

„Der durchschnittliche amerikanische Haushalt konnte seinen Lebensstandard vor allem dadurch 
aufrechterhalten, daB man langer arbeitete. Millionen von Frauen sind in den vergangenen 25 Jahren in 
das Arbeitsleben eingetreten. 1970 arbeiteten ungefahr 21 Millionen Frauen Vollzeit. Diese Zahl stieg 
inzwischen auf 36 Millionen. Damit wurde die Kaufkraft einer Familie relativ stabil gehalten. Doch in vielen 
Familien gibt es jetzt zwei Verdiener statt einem. '" 134 

Der Bericht des Economic Policy Instituts aus dem Jahre 1999 zeigte, daR die durchschnittliche 
Mittelklasse-Familie in Amerika sechs Wochen pro Jahr langer arbeitete als zu Beginn der Untersuchung 
1989. Damit nicht genug. Um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten, hatten diese Familien 
ihre Ersparnisse aufgebraucht und sich sogar verschuldet. 1999 betrug die personliche Sparrate minus 
ein Prozent, was nichts anderes heiBt, als daR die Fassade der Prosperitat inzwischen mit geborgtem 
Geld aufrechterhalten wird. Die Botschaft heiRt schlicht, daR die tatsachlichen Einkommen in Amerika 
gesunken sind. Junge Familien mit einem einzigen Einkommen haben einen niedrigeren Lebensstandard 
als ihre Eltern. [9, Seite 569] 



132 „Weil unsere Welt nicht die Othellos ist. Ohne Stahl kein Kraftwagen, ohne soziale Unbestandigkeit keine 
Tragodien. Die Welt ist jetzt im Gleichgewicht. Die Menschen sind glucklich, sie bekommen, was sie begehren, und 
begehren nichts, was sie nicht bekommen konnen. Es geht ihnen gut, sie sind geborgen, immer gesund, haben keine 
Angst vor dem Tod. Leidenschaft und Alter sind diesen Glucklichen unbekannt, sie sind nicht mehr von Miittern und 
Vatern geplagt, haben weder Frau noch Kind, noch Geliebte, fur die sie heftige Gefuhle hegen konnten, und ihre 
ganze Normung ist so, daB sie sich kaum anders benehmen konnen, als sie sollen. Und wenn wirklich einmal etwas 
schief geht, gibt es Soma. Und da kommen Sie her, Herr Wilder, und werfen es zum Fenster hinaus, im Namen der 
Freiheit. Freiheit!" Er lachte. „Von Deltas zu erwarten, da(3 sie wissen, was Freiheit ist! Und jetzt gar, da(3 sie 
>Othelio< verstehen! Aber, aber, lieber Freund!" Der Wilde antwortete nicht sofort. „Und dennoch", darauf beharrte er 
trotzig, „dennoch ist >Othello< gut, besser als die Fuhlfilme." „Selbstverstandlich", stimmte der Aufsichtsrat zu. „Aber 
diesen Preis mussen wir eben fur die Stabilitat bezahlen." [Seite 217, 218] „lch habe mir schon den Kopf zerbrochen", 
sagte der Wilde, „wozu ihr diese Gruppen uberhaupt habt. Ihr konnt doch in euren Flaschen zuchten, was ihr wollt. 
Warum macht ihr nicht lauter Alpha-Doppelplusse, wenn ihr schon einmal dabei seid?" Der WAR lachte. „Weil wir uns 
nicht die Kehle abschneiden lassen wollen", antwortete er. „Wir glauben an Gluck und Bestandigkeit. Eine 
Gesellschaft aus lauter Alphas mul3 einfach zu Unbestandigkeit und Ungluck fiihren. Stellen Sie sich eine 
Fabrikbelegschaft aus lauter Alphas vor, das heiBt aus lauter verschiedenen, unabhangigen Personlichkeiten mit 
erstklassiger Abstammung und einer Normung, die ihnen, in gewissen Grenzen, gestattet, Willensfreiheit zu entfalten 
und Verantwortung auf sich zu nehmen. Stellen Sie sich das vor!" wiederholte er. Der Wilde versuchte, es sich 
vorzustellen, doch ohne viel Erfolg. „Es ware absurd. Ein Mensch, der als Alpha entkorkt und genormt ist, wurde 
wahnsinnig werden, wenn er die Arbeit eines Epsilon-Halbidioten verrichten muBte; er wurde wahnsinnig werden oder 
alles kurz und klein schlagen." [Seite 220] Aldous Huxley, „Schone neue Welt", Fischer Taschenbuch Verlag, 59. Aufl. 

133 Lewin, Report, S. 70 

134 „Has Our Living Standard Stalled?", Consumer Report, Juni 1992, S. 392 

88 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Neues Geld 

Drei Monate sind vergangen, und der Prasident hat den 
nationalen Notstand ausgerufen. Heute gab der 
AuBenminister bekannt, die Staaten der Welt hatten eine 
internationale Vereinbarung zur Losung der inflationaren 
Probleme der Vereinigten Staaten unterzeichnet. Dafur 
soil eine neue weltweite Wahrung namens „Bancor" 
eingefQhrt werden; der Name wurde von John Mayard 
Keynes auf der Konferenz von Bretton Woods 1944 
vorgeschlagen. Das neue Geld wird unsere Wirtschaft 
wiederherstellen und die Inflation beenden. Endlich, so 
meinte der Finanzminister, werde die Menschheit eine 
umfassende Kontrolle Gber ihr wirtschaftliches Schicksal in 
der Hand haben. Das Geld wird nun zu ihrem Diener und 
nicht langerzu ihrem Meister! 
Bild 23: David Rockefeller (Mitte) mit Gouverneur George Pataki 
„sayan", Ronald Lauder 




Mayor Bloomberg, und Mossad 



Die Vereinigten Staaten, so sagte er, hatten den Bancor als offizielles Zahlungsmittel fur alle offentlichen 
und privaten Schulden akzeptiert. Das alte Geld werde noch anerkannt, aber uber einen Drei-Monats- 
Zeitraum aus dem Verkehr gezogen. 

In derselben Erklarung teilte der Minister mit, der IWF/die Weltbank wGrden das neue Geld mit etwas 
wesentlich Wertvollerem stGtzen als mit Gold. Dabei handele es sich urn die Aktiva der Welt. ... 
Von diesem Augenblick an wird das Federal Reserve System als eine Unterabteilung des IWF fungieren, 
der jetzt die Zentralbank der Welt darstellt. Obwohl es der Minister in seinem offentlichen Auftritt nicht 
erwahnte, hat das UN-Abkommen die Regierung auRerdem verpflichtet, der Nutzung von Bargeld 
Beschrankungen aufzuerlegen. Jeder BGrger soil einen internationalen Ausweis erhalten. Der wichtigste 
Zweck diese maschinenlesbaren Identifikationskarten besteht darin, daR sich jeder BGrger unterwegs und 
an militarischen Kontrollstellen ausweisen soil. Sie konnen auch von Banken und Geschaften benutzt 
werden, urn einen Blick in die Girokonten zu erlangen, die jetzt auch Debet-Konten genannt werden. 
Jedem BGrger wird in der Bank seines Wohnsitzes ein Konto zugewiesen. Alle Zahlungen von 
Arbeitgebern und Regierungsbehorden werden elektronisch geleistet. In drei Monaten werden 
Bargeldtransaktionen, die groGer als funf Bancor sind, illegal sein. Die meisten Ausgaben werden mit 
Debet-Karten beglichen. Nur auf diesem Wege kann die UN Monetary Transaction Agency (MTTA) 
Geldfalschung und Geldwasche des organisierten Verbrechens bekampfen. NatGrlich ist dies nur eine 
Tauschung. Der ganze Regierungsapparat, der dieses Geld herausgibt, ist der groRte Geldfalscher und 
Verbrecher, den die Welt jemals erlebt hat. 

Die echten Ziele aber sind politische Dissidenten und diejenigen, die in der Untergrundwirtschaft keine 
Steuern entrichten. Niemanden wird es gestattet sein, zu verdienen oder zu kaufen oder zu verkaufen 
ohne diesen Ausweis; ebenso wenig werden sie das Land verlassen oder in eine andere Stadt Ziehen 
dGrfen. Sobald eine Regierungsbehorde Veranlassung hat, den Ausweis zu sprerren, wird die betreffende 
Person sofort von alien wirtschaftlichen Handlungen oder UmzGgen ausgeschlossen. Das ist die 
ultimative Kontrolle des Staates. [9, Seite 603-605] 

The International Harry Schultz Life Strategies Letter of January 21 , 2007 begins with the now famous 
conspiracy quotation from David Rockefeller at the secret Bilderburger conference in Baden-Baden 
Germany in 1991 : „Wir sind der „Washington Post", der „New York Times", dem „Time-Magazin" dankbar, 
deren Direktoren seit fast 40 Jahren an unseren Treffen teilgenommen und ihr Versprechen der 
Verschwiegenheit eingehalten haben. Es ware fur uns unmoglich gewesen, unseren Plan 135 fur die Welt 
zu entwickeln, wenn wir in diesen Jahren dem Licht der Offentlichkeit ausgesetzt worden waren. 
Inzwischen haben wir die Welt hoher entwickelt und darauf vorbereitet einer Weltregierung entgegen zu 
gehen. Eine supranationale Souveranitat einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit 
Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung, wie sie in vergangenen Jahrhunderten praktiziert 
wurde, vorzuziehen."™ 6 



The Hidden Agenda for World Government, Norman Dodd, Griffin, Carnegie Foundation 1908 
6 Originallaut: „We are grateful to the Washington Post, NY Times, Time magazine & other great publications 
whose directors have attended our meetings & respected their promises of discretion for almost 40 years. It would 
have been impossible for us to develop our plan for the world if we had been subjected to the lights of publicity during 
those years. But, the world is now more sophisticated & prepared to march towards a world govt. The supranational 
sovereignty of an intellectual elite & world bankers is surely preferable to the national auto -de term ination practiced in 
past centuries." By Joel Skousen, World Affairs Brief, Commentary and Insights on a Troubled World 3-9-7 

89 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Das Entstehen revolutionarer Bewegungen 

Hyperinflationen sind ein fruchtbarer Boden fur den Samen der Revolution. Wirtschaftliche Verzweiflung 
lieR die Massen nach dem Versprechen von Lenin in Rutland, Hitler in Deutschland, Mussolini in Italien 
und Mao in China greifen. Drei Jahre sind vergangen seit jenem verhangnisvollem Ansturm auf die 
Banken in New York, und die Inflation ist auch nach der Einfuhrung des Bancors nicht verschwunden. 
Nun werden wir Zeuge gewaltiger Demonstrationen in jeder groRerer Stadt. Man fordert hohere Lohne, 
Arbeitsplatze, mehr RegierungsunterstGtzung und starkere Preiskontrollen. Weil es in den Geschaften 
praktisch keine Guter mehr zu erwerben gibt, zu keinem Preis, verlangen die Demonstranten auch eine 
hohere Produktion der Regierungsfabriken. Die Demonstrationen wurden von radikalen Organisationen 
hervorgerufen, die den Sturz des „dekadenten kapitalistischen Systems" fordern und statt dessen den 
Sozialismus wunschen. Die Demonstranten auf der StraRe verstehen nicht die Worte, die sie rufen. Es ist 
ihnen nicht bewuRt, daR der Kapitalismus in Amerika schon seit vielen Jahren tot ist und sie bereits den 
Sozialismus erleben. 

Dennoch werden Zehntausende verzweifelter Menschen von der Rhetorik der Revolution angelockt. 
Terrorismus und revolutionare Erhebungen sind nun in den groRen Ballungsraumen haufig zu 
beobachten. Die Reihen der Revolutionare werden von denen verstarkt, die nur fur die regelmaRig 
folgenden PIGnderungen gekommen sind. 137 Die BGrger fGrchten sich vor diesen Gewalttaten und 
verlangen die Wiederherstellung von Recht und Ordnung. Gber die Ausrufung des Kriegsrechtes sind sie 
erleichtert. Genauso erleichtert begrGRen sie die Internationale Garde in ihren Wohnvierteln. Sie sind 
nicht aufgebracht darGber, in ihren Hausern eingeschlossen zu bleiben oder willkGrlich von Soldaten 
festgenommen werden zu konnen. Sie sind sogar dankbar Gber die Allgegenwart des Polizeistaates. 
Es ist schon merkwGrdig, daR die revolutionaren Gruppierungen, die hinter dieser Gewalt stecken, von 
der Regierung nicht zurGckgehalten wurden. Im Gegenteil: Sie erhielten Zuwendungen von CFR- 
Organisationen, und ihre AnfGhrer wurden von CFR-Politikern hoflich behandelt. Die CFR-Medien haben 
in den Nachrichten ausfuhrlich darGber berichtet und die BeweggrGnde mit Symphatie erlautert. 

Ein paar Dissidenten haben angefangen sich zu fragen, ob die Revolutionare womoglich unwissentlich 
den Machtigen in die Hande spielen und ob ihre Hauptaufgabe moglicherweise darin besteht, die 
Bevolkerung dermaRen zu erschrecken, daR diese die Einschrankungen eines Polizeistaates hinnimmt. 
Solche Stimmen werden jedoch rasch zum Verstummen gebracht. Wer die Handlungen der Regierung 
oder der Medien in Frage stellt, wird als unzurechnungsfahiger Extremist gebrandmarkt. Leute wie er 
seien die Ursache unserer gegenwartigen Probleme, behaupten die Behorden. Sie seien die 
Uberreste des alten, auf Profitmaximierung und RassenhaB basierenden Systems. Sie hatten sich 
politisch inkorrekter Einstellungen und Gewaltverbrechen schuldig gemacht. Sie werden in 
Umerziehungslager eingewiesen, urn dort psychologische Behandlung und Rehabilitation zu 
erfahren. Wer nicht sofort alles widerruft, wird nie mehr gesehen. [9, Seite 605, 606] 

„Die Inhomogenierung der westlichen Gesellschaft ist kein System-FEHLER, sondern es IST das 
System! Kandidaten wie Polizisten-PrGgler Fischer und sein internationalistischer Bindestrich-Kumpan 
aus PrGgelzeiten (Cohn-Bendit) gehen mit ihrer One-World-Agenda ganz often und transparent urn und 
die Leute begreifen trotzdem immer noch nicht, was die Stunde des Abendlandes geschlagen hat. 

ZIEL ist die Etablierung einer (sozialistischen) One-World-Regierung unter der Agide der UNO und die 
Zerteilung aller Nationen in Fragmente mit leicht regierbaren Ethno-Mix-Bevolkerungen, in denen man 
jederzeit Minderheiten gegeneinander zu Aufruhr anstacheln kann („Balkanisierung"). 

Wem das nun alles zu abgehoben erscheint, der sollte sich einfach mal in Google reinhangen und 
recherchieren, WER diese Agenda WANN entworfen hat: Stichworte: Fabier, Cecil Rhodes, Lord Milner, 
CFR, TLC, NAU. Das genGgt als Hausaufgabe furs erste. Meine PERSPEKTIVE 2020: 

1 ) Dollar und EURO sind fusioniert (wahrsch. mit Yen), Gber Amero zum Globalo. 

die USA existieren bereits nicht mehr (sind bereits vor Jahren von der UNO in 4 Verwaltungszonen 
geteilt worden). 

2) Eine Weltregierung regiert von New York aus. Afrikanische Blauhelmtruppen patroullieren in 
europaischen Stadten 

3) ein groRer Teil der aufstandigen Bevolkerung ist interniert in den schon heute errichteten Lagern 
(bitte googeln: FEMA camps, Halliburton camps)" zitiert nach J.H. 



137 Es braucht wenig Phantasie dazu, da(3 eine „globalisierte Mischgesellschaft" in solchen Ausnahmesituationen 
eine ganz andere Dynamik entwickeln wird. Fur diese Entwicklung gibt es selbstverstandlich Verantwortliche. Die 
meisten Menschen durften jedoch nichtsahnende Idealisten sein, die einfach nur auf der „richtigen Seite" stehen 
wollen. Die politischen Parteien der BRD schutzen die Bundesburger vor dieser Entwicklung nicht. 

90 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Lohn- und Preiskontrollen sowie Arbeitsarmeen 

Inzwischen hat die UN Wage and Price Stabilization Agency (WPSA) im Kapmf gegen die Inflation Lohn- 
und Preiskontrollen eingefQhrt. Die wenigen Unternehmen, die die Verheerungen der Inflation Gberlebt 
hatten, wurden jetzt von diesen MaRnahmen k.o. geschlagen. Wichtige Industriezweige waren von der 
WPSA Gbernommen und an der SchlieRung gehindert worden. Sobald Angestellte sich weigerten, fur 
niedrige Oder festgesetzte Lohne zu arbeiten oder ihnen zugeteilte Arbeitsplatze anzunehmen, wurden sie 
unter Arrest oder wegen anti-demokratischer Aktivitaten vor Gericht gebracht. Vor die Wahl gestellt, ins 
Gefangnis zu gehen oder „freiwillig" fur die UN Full Employment and Environment Restoration Army 
(FEERA) zu optieren, entscheiden sich die meisten fur die Armee. Sie erledigen jetzt die Arbeit, die ihnen 
fur Nahrung und Unterkunft zugeteilt wurde. Viele muRten neue Arbeitsplatze annehmen, in andere 
Stadte oder gar Lander Ziehen, je nachdem, welche Beschaftigungsquoten von der UN International 
Human Resource Allocation Agency (IHRAA) zugeteilt worden waren. Ihren Familien wurden UnterkGnfte 
nach dem jeweiligen Status der Arbeit und der Bereitwilligkeit zur Kooperation zugewiesen. ... 
Vergangene Woche bereiste Maurice Strong (inzwischen Direktor der IHRAA) die 15 Regionen, die aus 
dem nordamerikanischen Kontinent - einschlieRlich der USA und Kanada - geformt worden waren, und 
druckte seine Dankbarkeit darGber aus, daR Amerika endlich aufgehort hatte, ein Aggressor gegen die 
Welt zu sein. ... Die Bevolkerung macht sich keine Gedanken mehr Gber hohe Steuern. GroRtenteils gibt 
es keine mehr. Jeder arbeitet fur die Regierung - direkt oder indirekt - und wird auf elektronische Weise 
Gber eine Regierungsbank bezahlt, die alle Ausgabekonten Gberwacht. ...[9, 609] 

Ein Chaos ist in der Wirtschaft nun unmoglich, weil es nicht geduldet wird. Genauso wenig wie eine 
Depression. Ja, Hunderte von Millionen Menschen leben unter extrem erschwerten Umstanden, und 
Tausende sterben taglich an Hunger, aber eine Depression ist nach den Regeln unstatthaft. Kein 
Politiker, kein Autor, kein Journalist wGrde es wagen zu behaupten, das System sei ein Fehlschlag. Jeden 
Monat veroffentlicht die Regierung neue Statistiken der einen oder anderen obskuren Art als Beweis, dafB 
die Wirtschaft unablassig auf dem Wege nach oben ist. Obwohl anderswo Menschen verhungern, gibt es 
keinen Hunger mehr. Obwohl Arbeitsbatallione in primitiven Baracken hausen und in Zelten, altere 
Hauser und Wohnungen aus Mangel an Renovierungen kaputtgehen und mehr und mehr Familien sich 
winzige und ungeheizte Behausungen teilen mGssen. Der Wohnraummangel gilt offiziell als beseitigt. Es 
gibt keine Probleme in der Wirtschaft mehr, weil das illegal ware. [9, Seite 613] 

FGr diese Weltagenda braucht es eine nationenGbergreifende und allgemeinverbindliche Ideologie, 
dessen GerGst die „politische Korrektheit" ist. 1831 bereiste ein junger Franzose namens Alexis de 
Tocqueville die Vereinigten Staaten. Tocqueville schrieb spater Gber die Neue Welt: „Uber diese Rasse 
von Menschen steht eine ungeheure schutzende Macht, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihre 
Genugtuung zu sichern und uber ihr Schicksal zu wachen. Diese Macht ist absolut, gering, fursorglich und 
milde. Es ware dies wie die Autoritat von Eltern, wenn es das Ziel ware, wie diese Menschen auf sein 
Menschsein vorzubereiten; doch sie hat es im Gegenteil darauf abgesehen, ihn auf ewig in der Kindheit 
zu halten: Sie ist damit zufrieden, da3 die Menschen sich vergnugen, vorausgesetzt, sie denken an nichts 
anderes. ... Nachdem sie nun jedes Mitglied der Gemeinschaft in ihre Gewalt gebracht und nach ihrem 
Willen geformt hat, greift die oberste Staatsgewalt nach der gesamten Gesellschaft. Sie uberzieht die 
ganze Oberflache der Gesellschaft mit einem Netzwerk von kleinen und komplizierten Regeln, die auch 
die kompliziertesten Kopfe und starksten Charaktere nicht durchdringen konnen, urn sich uber die Menge 
zu erheben. Der Wille der Menschen wird nicht gebrochen, sondern geschwacht, verbogen und gefuhrt; 
Manner werden nicht von ihr gezwungen, auf eine bestimmte Art zu handeln, sondern sie werden gar 
davon abgehalten. Solch eine Macht zerstort nicht, sondern sie beschrankt die Existens; sie tyrannisiert 
nicht, sie komprimiert, entkraftet, loscht aus und verdummt die Menschen, bis jede Nation auf nichts 
welter reduziert ist als eine Herde schuchtemer und fleiBiger Here, deren Schafer die Regierung ist." 138 

Wie festgelegt ist die Zukunft? 

Lassen Sie uns zur Gegenwart zurGckkehren und Gber unsere Reise nachdenken. Zunachst mGssen wir 
berGcksichtigen, daR es keineswegs gesichert ist, wie sich die Zukunft zeigen wird. Es gibt zuviele 
Variablen. Als wir ursprGnglich den Wahlhebel „Primare Annahme" auf „Gegenwartige Trends 
unverandert" stellten, lieRen wir die „Sekundare Annahme" unverandert. Sie zeigte auf „Bankenkrise". 
Hatten wir die nachste Stellung gewahlt, „Keine Bankenkrise", ware unsere Reise anders verlaufen. Wir 
hatten keine langen Schlangen von Einlegern oder Panikkaufe in den Geschaften oder die SchlieRung der 
Aktienmarkte beobachten konnen. Doch wir waren trotzdem Zeuge der gleichen Szenen von Verzweiflung 
in der weiteren Zukunft geworden. Wir hatten lediglich einen anderen Pfad der Ereignisse zu diesem Ziel 
eingeschlagen. Die Krafte, die unsere Gesellschaft in den globalen Totalitarismus treiben, wGrden kein 
Jota daran andern. Auch dann wGrde der Weltuntergangs-Mechanismus funktionieren. Der CFR wGrde 
noch immer die Machtzentren der Regierung und die Medien beherrschen, und es ware eine 
Wahlerschaft, die sich ihrer Manipulation nicht bewuRt ware und deshalb keinen Widerstand leisten 
konnte. Mit Hilfe der Umweltschutz- und Wirtschaftsvertragen und der militarischen Entwaffnung durch die 



138 Alexis de Tocqueville, Democracy in America, Band II (New York: Alfred Knopf, 1 945), S. 290-291 [9, Seite 61 5] 

91 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



UN wGrden wir Zeuge einer Weltzentralbank, einer Weltregierung und einer Weltarmee als 
Machtinstrument. Die Inflation und Lohn-/Preiskontrollen hatten sich mehr oder weniger vergleichbar 
entwickelt und Konsumguter vernichtet und Menschen versklavt. Anstatt sich der neuen Weltordnung mit 
einer Reihe von wirtschaftlichen Konvulsionen anzunahern, waren wir nur auf einem ruhigeren Pfad 
gereist und waren am selben Ziel angelangt. Es gibt kaum einen Zweifel, daf3 die Gesamtplaner eine 
ruhigere Route bevorzugen wGrden. Geduldiges Vorankommen ist weniger riskant. ... Allerdings weiR das 
Komplott, daR Krisen die Masse schneller in den Stall treiben konnen. Die Anwendung von irgendeiner Art 
kunstvoll geschaffener Krise ist nicht auszuschlieGen. Sie konnte viele Formen annehmen: ethnische 
Konflikte, Terrorismus, Plagen oder sogar Krieg. Es wird die Richtung unserer Reise durch die Zeit nicht 
beeinflussen, sondern nur unsere spezielle Route. ... [9, Seite 623, 624] 

Zusammenfassung 

Ein pessimistisches Szenario kunftiger Ereignisse schlieRt eine Bankenkrise ein, gefolgt von einem 
„Bailout" durch die Regierung und schlieRlich der Verstaatlichung der Banken. Die Gesamtkosten sind 
atemberaubend und werden zunachst mit dem von der Federal Reserve geschaffenem Geld bezahlt, 
dann jedoch in Form von Inflation auf die Offentlichkeit abgewalzt. Eine weitere Inflation wird von dem 
ununterbrochenen Ausgabenzuwachs fur Wohlfahrtsprogramme, soziale medizinische Versorgung, 
Bezuschussungen und Zinsen fur die nationale Verschuldung verursacht. Letztendlich wird der Dollar als 
De-facto-Leitwahrung der Welt aufgegeben. Billionen von Dollars werden von auslandischen Investoren in 
die Vereinigten Staaten zuruckgeschickt, wo sie so schnell wie moglich in Sachwerte investiert werden. 
Dies fuhrt zu noch groRerer Inflation als vorher. Der inflationare Druck ist derart stark, daR die Industrie 
und das produzierende Gewerbe zum Stillstand kommen. Tauschhandel wird iJblich. Amerika nimmt 
seinen Platz unter den notleidenden Staaten SGdamerikas, Afrikas und Asiens ein, die alle im gleichen 
wirtschaftlichen Sumpf stecken. 

Politiker ergreifen diese Gelegenheit und bieten kuhne Reformen an. Sie gleichen aber denen, die schon 
das eigentliche Problem verursacht haben: verstarkter RegierungseinfluR, neue Regularien und weitere 
Beschrankung der Freiheit. Diesmal jedoch erhalten die Programme einen internationalen Anstrich. Der 
Dollar wird von einer neuen UN-Wahrung ersetzt, und das Federal Reserve System wird eine 
Unterabteilung des IWF/der Weltbank. Allmahlich ersetzen elektronische Uberweisungen 
Bargeldzahlungen und Girokonten. Das gestattet den UN-Behorden. die finanziellen Aktivitaten jedes 
Menschen zu uberwachen. Ein maschinenlesbarer Ausweis wird zu diesem Zweck eingefuhrt. 
Wird ein Individuum von irgendeiner Behorde auf die rote Liste gesetzt, wird der Ausweis gesperrt 
und der Trager von alien wirtschaftlichen Aktivitaten und Reisen ausgeschlossen. 
So wird die ultimative Kontrolle Gber den Menschen erreicht. 

Die von revolutionaren Bewegungen und ethnischen Gruppen ausgehende Gewalt auf den StraRen bietet 
AnlaB, das Kriegsrecht auszurufen. Die Offentlichkeit begrGRt die Tatsache, da(3 die UN-Soldaten die 
elektronischen Ausweise kontrollieren. Der Polizeistaat tritt im Namen offentlicher Sicherheit in 
Erscheinung. Im Zuge der Rettungsaktion filr alle Hypothekenbanken werden schlieBlich samtliche 
Privatunterkunfte von der Regierung Gbernommen. Je mehr Vermieter ihre Besitzabgaben nicht mehr 
bezahlen konnen, desto mehr Mietwohnungen werden verstaatlicht. Den Menschen wird gestattet, zu 
vernGnftigen Preisen oder vollkommen kostenlos dort wohnen zu bleiben. Allmahlich wird deutlich, daR 
die Regierung nun alle Hauser und Wohnungen besitzt. Die Menschen leben darin nur auf Duldung der 
Regierung. Die Immobilien konnen aber jederzeit neu zugeteilt werden. 

Lohne und Preise werden kontrolliert, Dissidenten in die Arbeitsarmee gesteckt. Autos gibt es nur noch fur 
die herrschende Elite. FGr die Massen werden offentliche Transportmittel bereitgestellt, und diejenigen, 
die gewisse Fertigkeiten besitzen, leben in staatlichen Wohnungen in FuRmarsch-Entfernung zu den 
zugeteilten Arbeitsplatzen. Die Menschen werden praktisch zu Leibeigenen, die ihren Herren dienen. Die 
Umstande ihres Lebens lassen sich als Hightech-Feudalismus beschreiben. 

Es ist keineswegs gesichert, daR sich die Zukunft auf genau diese Weise entfalten wird, weil zu viele 
Variablen im Spiel sind. Hatten wir beispielsweise angenommen, es wGrde keine Bankkrise geben, ware 
unsere Reise anders verlaufen. Wir wGrden keine langen Schlangen von Einlegern oder Panikkaufen in 
den Geschaften und keine SchlieRung der Aktienmarkte beobachten. Und dennoch wGrden wir Zeugen 
der gleichen Verzweifelungstaten in einer fernen Zukunft sehen konnen. Wir hatten lediglich einen 
anderen Ereignisweg eingeschlagen. Und zwar deshalb, weil die unsere Gesellschaft in den globalen 
Totalitarismus treibenden Krafte kein Jota anders waren. Noch immer ware der Mechanismus des 
JGngsten Tages am Werk. Auch der CFR wGrde noch immer Gber die Machtzentren der Regierung und 
Medien herrschen. Es gabe eine Wahlerschaft, die sich nicht darGber im klaren ist, was mit ihr geschieht, 
und deshalb zum Widerstand unfahig ist. Wir wGrden Zeuge der Entstehung einer Weltzentralbank, einer 
Weltregierung und einer Weltarmee zur Durchsetzung ihrer Diktate, und das alles mit Hilfe von 
Wirtschafts- und Umweltschutz-Abkommen und der militarischen Entwaffnung durch die UN. Inflation und 
Lohn-/Preiskontrollen hatten ebenso zugenommen und dabei KonsumgGter aus den Regalen verdrangt. 
Anstatt in Richtung der Neuen Weltordnung Gber eine Reihe von wirtschaftlichen Konvulsionen zu reisen, 

92 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



hatten wir lediglich einen weniger rauhen Pfad eingeschlagen und waren dennoch am gleichen Ziel 
eingetroffen. [9, Seite 625, 626] 

Was davon hat irgend etwas mit dem Federal Reserve System zu tun? Nun, die Federal Reserve war der 
Ausgangspunkt des pessimistischen Szenarios. Die Kette der Ereignisse beginnt mit dem von einer 
Zentralbank ausgegebenen Papiergeld, welches zur Regierungsverschuldung fuhrt und Inflation erzeugt, 
die ihrerseits die Wirtschaft zerstort, wodurch Menschen verarmen, was wiederum eine Ausrede fur die 
Verstarkung der Regierungsmacht darstellt ..., und das alles zu einem fortschreitenden ProzeR wird, der 
im Totalitarismus seinen Hohepunkt erreicht. Streichen Sie die Federal Reserve aus dieser Abfolge, und 
das pessimistische Szenario bricht zusammen. Das ist der siebente und letzte Grund fur die Abschaffung 
der FED: Es ist ein Instrument des Totalitarismus. ... Moge zuerst unser Feind, der Zynismus, das 
Problem erlautern: „Ware es realistisch anzunehmen, daR die gegenwartigen Trends tatsachlich 
umgekehrt werden konnen? Ist es nicht ein Hirngespinst zu glauben, daR jetzt noch etwas getan werden 
konnte, die Macht des CFR Gber die Regierung, die Medien und die Ausbildung (Schule, Universitat) zu 
brechen? Erwarten wir wirklich, eine Kaugummi kauende Gesellschaft konnte sich auflehnen gegen die 
Indoktrination von Zeitungen, Magazinen, Fernsehen und Filmen?" 

Die Apathie pflichtet dem bei: „VergiR es. Da kannst du nichts tun. Die Banker und Politiker besitzen das 
Geld und die Macht. Das Spiel ist langst verloren. Versuche, Dein Leben zu genieRen, so lange Du dazu 
in der Lage bist." Horen Sie weder auf den Zynismus noch auf die Apathie! Sie sind die Handlanger Ihrer 
Feinde. Sie mochten, daR sie leise ins Glied zurGcktreten und sich ohne Gegenwehr ergeben. Und 
dennoch sagen sie etwas, was man nicht Gbersehen sollte. Der Kampf ist weit fortgeschritten, und unsere 
Position geschwacht. Wollen wir den gegenwartigen Trend umkehren, mGssen wir uns auf eine Herkules- 
Anstrengung einstellen. Sie heiRt nicht „Schreiben Sie eine Petition" oder „Wahlen Sie am Dienstag" Oder 
„Schicken Sie eine Spende". Dies ware viel zu leicht. Solche MaRnahmen spielen noch immer im 
Kriegsplan eine Rolle, doch hier sind sie langst nicht genug. Kampagnen im Lehnstuhl reichen nicht. 
Ehe wir uns der Frage zuwenden, welche Art von Anstrengung notig ist, sollten wir uns Gber unser 
Ziel verstandigen. 

Was nicht getan werden darf 

Beginnen wir mit den Verneinungen: Was wir nicht tun sollten. Die offensichtlichste Antwort in diesem 
Zusammenhang lautet, wir dGrfen nicht die Regierung urn weitere „Heilmittel" bitten, die uns krank 
gemacht haben. Wir brauchen weder mehr Macht fur das FED oder den Finanzminister oder den 
Prasidenten noch fur irgendeine Regierungsbehorde. Wahrscheinlich brauchen wir nicht einmal neue 
Gesetze, und wenn, dann hochstens solche, die alte Gesetze auRer Kraft setzen. Unser Ziel ist die 
Verkleinerung des Staates, nicht seine Ausweitung. ... Aus den Fakten dieses Buches ist klar ersichtlich 
geworden, daR noch viel mehr getan werden muR, als nur die Federal Reserve abzuschaffen. Obwohl 
dies ein groRer Sieg fur die wirtschaftliche und personliche Freiheit ware, besitzt die Kreatur eine ganze 
Sippe, die gemeinsam mit ihr jagd und friRt. Es gibt eine Einkommenssteuer zur Abschaffung der 
Mittelschicht, ein Schulsystem, das sich mehr urn politisch korrekte Ansichten als urn Erziehung kGmmert, 
manipulierte Medien, die ihre Nachrichten beeinflussen, kontrollierte politische Parteien, die uns die 
Illusion vermitteln, an unserer politischen Zukunft mitwirken zu konnen. Und dann ist da noch die UNO, 
die rasch unsere militarische und wirtschaftliche Unabhangigkeit verschlingt. Wir werden kaum eines 
dieser Scheusale ohne die anderen vernichten konnen. Wir mGssen die ganze Spezies ausrotten. ... Der 
erste Schritt dieses Kreuzzuges bestGnde darin, die Kunde zu verbreiten. 

DIE AMERIKANER HABEN ES ZUGELASSEN, DAR MAN IHNEN IHRE NATION DIREKT UNTER DER 
NASE GESTOHLEN HAT, WEIL SIE NICHT VERSTANDEN, WAS VOR SICH GING. 
Das ist nicht allein ein amerikanisches Phanomen. DERSELBE DIEBSTAHL HAT SICH MIT KLEINEN 
VARIATIONEN IN JEDER ENTWICKELTEN NATION DER WELT ZUGETRAGEN. Es gibt keine 
Hoffnung in der Zukunft, solange diese Umstande erhalten bleiben. Der Ausgangspunkt fur jeden 
realistischen Plan des Uberlebens und die Zeit danach ware das Erwachen Amerikas ... und der Welt. 
[9, Seite 650] 

„...when the struggle seems to be drifting definitely towards a world social democracy, there may still be 
very great delays and disappointments before it becomes an efficient and beneficent world system. 
Countless people ... will hate the new world order ... and will die protesting against it. When we attempt to 
evaluate its promise, we have to bear in mind the distress of a generation or so of malcontents, many of 
them quite gallant and graceful-looking people. " 
H. G. Wells, in his book entitled „The New World Order" (1939) 

..Alles was in der Politik passiert nicht zufallig, und passiert doch etwas zufallig, dann war es 
grenauso geplant!" 



93 



3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



Ein Blick in die Zukunft 

Eine Ein-Welt-Regierung und ein einheitliches Wahrungssystem, unter der dauernden Vorherrschaft von 
nicht gewahlten Mitgliedern einer Erb-Oligarchie, die von dieser selbst aus ihren Reihen ausgewahlt 
werden, in Form eines Feudalsystems, wie es im Mittelalter existierte. In dieser Welt-Einheit wird die 
Bevolkerungszahl durch eine beschrankte zulassige Kinderzahl, durch Krankheiten, Kriege und 
Hungersnote bis auf 1 Milliarde Menschen reduziert, die in klar definierten Gebieten als gesamte, der 
herrschenden Klasse dienliche Bevolkerung ubrig bleiben wird. 

Es wird keine Mittelklasse geben, nur Herrscher und Diener. Alle Gesetze werden einheitlich sein, unter 
einem Rechtssystem von Weltgerichtshofen, die das gleiche vereinheitlichte Gesetz anwenden, gestutzt 
auf die Eine-Welt-Polizeikrafte und das vereinheitlichte Eine-Welt-Militar. Es werden keine Grenzen mehr 
existieren. Das System wird auf der Grundlage eines Wohlfahrtsstaates beruhen. Jene, die der Eine-Welt- 
Regierung gehorchen und dienen werden mit dem Lebensnotwendigen belohnt werden. Jene, die 
aufbegehren, werden einfach zu Tode gehungert Oder zu Gesetzlosen erklart, vogelfrei fur jeden, der sie 
umbringen mochte. Waffen, insbesondere Feuerwaffen jeder Art in Privatbesitz werden verboten sein. 
Es wird nur eine Religion zugelassen sein, und zwar in der Form einer Eine-Welt-Regierungs-Kirche, 
welche bereits, wie wir noch sehen wer den, seit 1 920 existiert. Satanismus, Luziferianismus und Hexerei 
werden legitimer Bestandteil des Lehrplans der Eine-Welt-Regierung sein, private und kirchliche Schulen 
werden nicht mehr existieren. Samtliche christlichen Kirchen wurden bereits untergraben. Unter der Eine- 
Welt-Regierung wird das Christentum der Vergangenheit angehoren. Urn einen Staat einzufuhren, bei 
dem es keinen individuellen Freiraum und kein Konzept von Freiheit mehr gibt, darf es so etwas wie 
Republikanismus Oder souverane Rechte, die beim Volk liegen, nicht mehr geben. Nationalstolz und 
Rassenidentitat sollen ausgeloscht werden. In der Ubergangsphase wird sogar nur die Nennung der 
Rassenzugehorigkeit streng bestraft werden. Jeder Person wird bis zum Erbrechen gelehrt werden, daR 
er oder sie eine Kreatur der Eine-Welt-Regierung ist, mit einer klar erkennbar an der Person 
angebrachten Erkennungsnummer, eine Identifizierungsnummer, die auf der Zentralakte im NATO- 
Computer in Brussel steht, so daR jede Behorde der Eine-Welt-Regierung jederzeit darauf Zugriff hat. Die 
Zentralakten der CIA, des FBI, von staatlichen und lokalen Behorden, der IRS, der FEMA und der 
Sozialversicherungen werden enorm ausgeweitet und bilden die Grundlage der Personalakte fur jedes 
Individuum. Heirat wird verboten sein. Es wird kein Familienleben geben, wie wir es kennen. Die Kinder 
werden ihren Eltern bereits fruh entzogen und als Mundel des Staates aufgezogen werden: 
Staatseigentum. Ein solches Experiment wurde bereits unter Erich Honecker in Ostdeutschland 
durchgefuhrt, als jenen Eltern, die von Staat als illoyal bezeichnet wurden, die Kinder weggenommen 
wurden. Durch die fortgesetzte Arbeit der „Frauenbefreiungs-bewegungen" wird man die Frauen 
degradieren. Freie Liebe wird zur Pflicht werden. Sollte eine Frau darin versagen, zumindest einmal bis 
zum Alter von 20 Jahren zu „gehorchen", wird sie mit ernsten Repressalien rechnen mussen. Nachdem 
eine Frau zwei Kinder geboren hat, wird sie eigenhandige Abtreibung erlernen und anwenden. 
DiesbezGgliche Aufzeichnungen werden unter der Eine-Welt-Regierung in den Personalakten jeder Frau 
im Regionalcomputer gespeichert sein. Sollte eine Frau nach dem zweiten Kind wieder schwanger 
werden, wird sie mit Gewalt zu einer Abtreibungsklinik gebracht und nach der Abtreibung sterilisiert. Die 
Pornografie wird gefordert werden, mit PflichtvorfGhrungen in jedem Klassenzimmer, Kino oder Theater, 
einschlieBlich homosexueller und lesbischer Pornographie. Die Verwendung von „Erholungsdrogen" wird 
ebenfalls verpflichtend. Jede Person erhalt ein Quantum zugeteilt, das sie in den Eine-Welt-Regierungs- 
Geschaften auf der ganzen Welt kaufen kann. Drogen zu BewuRtseinskontrolle werden ohne das Wissen 
der Menschen in die Nahrung und/oder in die Wasserversorgung zugesetzt. Von Regierungsangestellten 
betriebene Drogenbars werden eingerichtet, in denen die Sklavenklasse ihre Freizeit verbringen kann. Auf 
diese Weise werden die nicht zur Elite gehorenden Massen auf die Stufe und das Verhalten von 
Haustieren reduziert und ohne eigenen Willen sehr leicht zu regieren und zu kontrollieren sein. Das 
Wirtschaftssystem wird auf die oligarchische Herrscherklasse abgestimmt sein, wobei nur soviel 
Nahrungsproduktion und Dienstleistungen erlaubt sind, daR die Sklavenlager weiterbetrieben werden 
konnen. Der gesamte Reichtum wird in den Handen der Elite des Komitees der 300 zusammenflieRen. 
Jedes Individuum wird dahingehend unterwiesen werden, daR es filr sein Uberleben vollig vom Staat 
abhangig ist. Die Welt wird mittels Fuhrungdekreten des Komitees der 300 regiert werden, die sofort 
Gesetzeskraft erlangen. Boris Jelzin verwendet bereits versuchsweise Dekrete des Komitees der 300, urn 
Rutland den Willen des Komitees der 300 aufzudrGcken. Es wird Gerichte der Bestrafung an Stelle von 
Gerechtigkeit geben. Die Industrie wird vollig zerstort, ebenso alle mit Kernenergie betriebenen Systeme. 
Nur die Mitglieder des Komitees der 300 und ihre Elite werden ein Anrecht auf die Ressourcen der Erde 
haben. Die Landwirtschaft wird vollig in der Hand des Komitees sein, welches die 
Nahrungsmittelproduktion strikt kontrolliert. Wenn die MaRnahmen zu greifen beginnen, werden groRe 
Bevolkerungsteile mit Gewalt aus den Stadten in abgelegene Gebiete umgesiedelt. Wer sich weigert, wird 
in Manier des Eine-Welt-Regierung-Experiments von Pol Pot in Kambodscha eliminiert werden. 
Todkranke und Alte unterliegen einer zwangsweisen Euthanasie. Keine Stadt soil, wie in der Arbeit von 
Kalergi beschrieben, eine bestimmte GroRe uberschreiten. Wichtige Arbeiter werden in andere Stadte 



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3.8 Die Uberwindung der Nationalstaaten 



transferiert. Andere, weniger wichtige Arbeiter werden nach dem Zufallsprinzip ausgewahlt und in andere 
Stadte verschickt, um die Quoten aufzufGllen. Mindestens 4 Milliarden „nutzlose Esser" werden bis zum 
Jahr 2050 durch begrenzte Kriege, organisierte Epidemien von todlichen, rasch wirkenden Krankheiten 
und durch Hunger ausgerottet werden. Energie, Nahrung und Wasser werden fur die Nicht-Elite auf dem 
Existenzminimum gehalten, zuerst bei der weiften Bevolkerung von Westeuropa und Nordamerika und 
spater auch bei den anderen Rassen. Die Einwohner von Kanada, den Vereinigten Staaten und 
Westeuropa werden rascher dezimiert werden als anderswo, bis die Weltbevolkerung eine leicht lenkbare 
Zahl von einer Milliarde erreicht hat, von denen 500 Millionen Chinesen und Japaner sein werden. Diese 
wurden deshalb ausgesucht, weil es Volker sind, die schon seit Jahrhunderten reglementiert wurden und 
die daran gewohnt sind, einer Autoritat fraglos zu gehorchen. Von Zeit zu Zeit wird es kunstlich erzeugte 
Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung geben, um die Massen daran zu erinnern, 
daR ihre Existenz vom guten Willen des Komitees der 300 abhangt. Nach der Zerstorung der Wohnbau-, 
Auto- und Schwerindustrie werden die kQmmerlichen Reste unter der Leitung des Club of Rome stehen. 
Ebenso werden alle wissenschaftlichen und Raumforschungsentwicklungen auf die Elite beschrankt und 
unter die Kontrolle des Komitees fallen. Die Weltraumwaffen aller frQheren Nationen werden gemeinsam 
mit den Kernwaffen zerstort. Alle wichtigen und nebensachlichen pharmazeutischen Produkte, Doktoren, 
Zahnarzte und Pflegedienstmitarbeiter werden in der zentralen Computerdatenbank registriert, und es 
wird ohne die ausdrGckliche Genehmigung des fur jede Stadt und jeden Ort verantwortlichen 
Regionalaufsehers keine Arznei Oder medizinische Hilfe verschrieben werden. Die Vereinigten Staaten 
werden von einer Menschenflut aus fremden Kulturen Gberschwemmt werden, die eines Tages die weiRe 
Bevolkerung Gberwaltigen wird. Es werden Leute sein, die keine Vorstellung von den Dingen haben, fur 
die die US-Verfassung steht, und die deshalb auch nichts unternehmen werden, sie zu verteidigen. 
Freiheit und Gerechtigkeit werden ihnen wenig bedeuten, und Nahrung und eine Unterkunft ihre 
wichtigsten Gedanken sein. Keine Bank auRer der Weltbank und der Bank fur International 
Zahlungsausgleich wird mehr operieren dGrfen. Privatbanken werden verboten sein. Die Entlohnung fur 
geleistete Arbeit wird nach einem einheitlich festgelegten Schema erfolgen. Lohnverhandlungen werden 
ebenso wie Abweichungen von der Standardentlohnung untersagt sein. Gesetzesbrecher werden sofort 
hingerichtet. 

Es wird kein Bargeld und keine MGnzen mehr in den Handen der Nicht-Elite geben. Alle Transaktionen 
werden mittels Schulden-Karte (engl, debit card) durchgefGhrt, auf der die Identifikationsnummer des 
Tragers steht. Jede Person, die in irgendeiner Art gegen die Gesetze und Regelungen des Komitees der 
300 verstoRt, verliert je nach Art und Schwere des Vergehens fur verschieden lange Zeit ihre Karte. Wenn 
eine solche Person etwas kaufen will, wird sie herausfinden, daR ihre Karte auf der schwarzen Liste steht, 
und sie wird nichts mehr bekommen. Versuche, mit „alten" MGnzen Geschafte zu machen, etwa mit den 
SilbermGnzen von ehemaligen, dann nicht mehr existenten Nationen, werden als Kapitalverbrechen 
behandelt werden und der Todesstrafe unterliegen. Alle solchen MGnzen werden innerhalb einer 
gewissen Zeit abgegeben werden mGssen, zusammen mit Pistolen, Gewehren, Explosivstoffen und 
Autos. Nach einem ernsten Vergehen wird die Karte beim nachsten Kontrollpunkt, an dem sie 
vorgewiesen werden muR, beschlagnahmt. Spater wird die Person nicht mehr in der Lage sein, Nahrung, 
Wasser, Unterkunft, Oder Arbeit zu erhalten, geschweige denn medizinische Hilfe. Sie wird offiziell als 
gesetzlos registriert. Auf diese Weise werden groRe Gruppen von Gesetzlosen geschaffen, die in 
Regionen leben, wo sie am besten ihr Auskommen finden konnen. Personen, die den Gesetzlosen auf 
irgendeine Weise helfen, werden erschossen. Wenn Gesetzlose sich nicht nach einer gewissen Zeit der 
Polizei oder dem Militar ergeben, wird ein beliebiges frGheres Familienmitglied ausgesucht, das an seiner 
Stelle ins Gefangnis muR. 

Die Rivalitaten von Volkern und Gruppen wie die Araber, Juden und afrikanischen Starmme werden 
angeheizt, und es wird ihnen gestattet werden, unter den Augen von UNO-Beobachtern und der NATO 
gegenseitige VernichtungsfeldzGge zu fGhren. Die gleiche Taktik wird in Zentral- und SGdamerika 
angewandt werden. Diese ZermGrbungskriege werden vor der Ubernahme durch die Eine-Welt-Regierung 
stattfinden, und zwar auf jedem Kontinent, auf dem groRe Bevolkerungsgruppen mit ethnischen und/oder 
religiosen Unterschieden leben. Die ethnischen und religiosen Differenzen werden aufgeblasen und 
verschlimmert und gewalttatige Konflikte als Mittel, die Differenzen „beizulegen" ermutigt und unterstGtzt 
werden. Alle Informationsdienste, Fernsehen, Radio und Printmedien werden der Kontrolle der Eine-Welt- 
Regierung unterliegen. RegelmaRige GehirnwaschemaRnahmen werden unter dem Namen 
„Unterhaltung" auf jene Weise durchgefGhrt werden, die in den Vereinigten Staaten schon zur Kunstform 
erhoben worden ist. Jugendliche, die ihren Jlloyalen Eltern" entzogen worden sind, erhalten eine 
besondere Erziehung, um sie zu brutalisieren. Jugendliche beiderlei Geschlechts werden eine Ausbildung 
zu Gefangniswartern erhalten, um in den Arbeitslagern der Eine-Welt-Regierung zu dienen. 
Dr. John Coleman aus dem Buch „Das Komitee der 300" 



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